FanFictions | ChanBaek

von Jaenin
KurzgeschichteDrama, Schmerz/Trost / P12
Byun Baekhyun Park Chanyeol
21.08.2019
22.08.2019
8
9525
3
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
Stirnrunzelnd sah ich auf mein Handy. Die Geschichte raubte mir den letzten Nerv.
Baekhyun, also ich, war in dieser Geschichte so ein Arschloch zu Chanyeol.
''Warum bist du so dumm? Warum bin ich so dumm?'', murmelte ich frustriert vor mich hin.

''Mit wem redest du?''
Mit einem Aufschrei saß ich aufrecht in meinem Bett.
Jongdae stand plötzlich mitten im Raum und sah mich skeptisch an.
''Was machst du hier? Raus!'', fauchte ich.
''Erst wenn du mir sagst, was los ist'', erwiderte er ruhig.
''Dein Ernst? Es ist nichts los.''
''Hm-mh, sag das jemand anderem. Ich bin nicht blöd, Baekhyun.''
''Gratulation'', entgegnete ich sarkastisch.
Er verdrehte die Augen.
''Ich werde dir nichts sagen, weil nichts ist. Jeder weiß, dass ich so meine Phasen hab, wo ich ungenießbar bin. Das solltest du mittlerweile wirklich wissen.''
''Aber diese Phasen gehen nie über mehrere Wochen. Also muss irgendwas los sein.''
''Du nervst.''
''Danke.''
''Verpiss dich.''
''Hm... nope.''
''Ich will schlafen'', jammerte ich.
''Sieht nicht so aus. Oder willst du in diesen Klamotten schlafen?'' Kritisch begutachtete er mein Outfit.
Wieder stöhnte ich genervt auf. ''Und selbst wenn.. hast du ein Problem damit?''
''Nee ich mein ja nur.''
Einige Augenblicke war es still.
''Oh mein Gott!''
''Was?'' Misstrauisch musterte ich ihn.
''Ich weiß was mit dir los ist!''
''Und was s-...''
''Du bist schwanger!''
''Jongdae?''
Fragend sah er mich an. Er sah aus als ob er es ernst meinen würde.
''Ich bin ein Junge.''
''Du verhälst dich aber wie eine schwangere Frau'', antwortete er trocken und zuckte mit den Schultern.
Das Kissen, welches ich daraufhin nach ihm warf, fing er auf und verschwand aus dem Zimmer.
''Jongdae!!'', schrie ich ihm wütend hinterher, doch er war schon weg.

Missmutig machte ich mich fertig um Schlafen zu gehen. Ich hörte die anderen aus dem Wohnzimmer.
Ohne mir überhaupt Mühe zu geben meine schlechte Laune zu verstecken, stampfte ich zu ihnen und blieb vor Jongdae stehen. Grinsend schaute er zu mir hoch.
Ich strecke meine Hand aus. ''Mein Kissen.''
Unschuldig sah er mich an. ''Ich gebe es dir, wenn du mir sagst, was los ist. Du kannst es mir auch unter vier Augen sagen.''
Egal was man Jongdae sagte, später wussten es alle. Nur seine eigenen Geheimnisse kannte keiner.
Augenverdrehend schüttelte ich den Kopf.
''Dann tut es mir Leid. Schlaf gut, ohne dein Kissen!''
''Das ist nicht lustig!''
''Dann hättest du es nicht nach mir werfen dürfen. Ich bin enttäuscht, ich dachte du kennst mich besser.''
Die anderen lachten und ich wurde rot vor Wut.
Das nächste was ich sagte, sagte ich so leise, aber alle verstanden mich und meine Stimme klang beängstigend ehrlich. ''Ich will echt das Entertainment und euch Idioten verlassen.''
Ohne mich noch ein mal umzudrehen oder auf ihre Reaktionen zu achten, ging ich aus dem Raum.
Es war totenstill und ich spürte wie ihre geschockten Blicke mich verfolgten.

Bevor ich in mein Zimmer ging, ging ich in das von Jongdae, doch er hatte kein Kissen auf dem Bett liegen und auch sonst war nirgendwo in seinem Zimmer eins.
''Mistkerl'', fluchte ich leise und ging in mein Zimmer.
Schlecht gelaunt las ich mein Kapitel zu Ende und versuchte dann zu schlafen. Ohne Kissen.

-

Die Stimmung am nächsten Morgen war angespannt. Keiner sagte was, noch nicht einmal mehr Jongdae.
Ich starrte vor mich hin und kaute lustlos auf meinem Essen herum.
''Wir müssen heute um 9 Uhr im Entertainment sein'', sprach Junmyeon in die unangenehme Stille.
Keiner sagte was, nur nickten einige.
''Kommt Yixing heute nicht wieder?'', fragte Jongin.
Junmyeon nickte. ''Sein Flieger landet um 12 Uhr. Aber er fährt dann hierhin und nicht ins Entertainment er hat dann für heute frei.''
Ich wusste nicht, ob ich mich freuen sollte, dass er wiederkam. Zwischen uns hing so eine komische Stille, Yixing würde es nicht verstehen und traurig sein.
Unbewusst entfuhr mir ein leises Seufzen und ich spürte einige Blicke auf mir. Stur starrte ich weiterhin auf meinen Teller.
''War gestern irgendwas bei dem Konzert oder so?'', fragte Junmyeon vorsichtig und sah zu Chanyeol.
''Nicht das ich wüsste'', antwortete dieser. Ich sah auf und sah ihn an, auch sein Blick lag auf mir, aber ich konnte ihn nicht deuten.
''Wenn... du das mit gestern Abend ernst meintest, solltest du heute mit unserem Manager reden. Kündigungen brauchen lange bis sie durch sind, wie du vielleicht bei den anderen gesehen hast...'', murmelte Junmyeon.
Nun lagen wirklich alle Blicke auf mir und ich biss mir auf die Lippe.
Eigentlich war es nicht mein Ernst gewesen. Ich liebte EXO, doch es machte mich immer wahnsinniger mit Chanyeol unter einem Dach zu leben, ihn zu lieben, aber für ihn nicht zu existieren.
''Ich überleg's mir'', antwortete ich ausweichend.
''Ich weiß nicht, was passiert ist, dass dich dazu bringt, das in Erwägung zu ziehen, aber wir alle sind für dich da, wenn du jemanden zum Reden brauchst. Aber ich würde es sehr bedauern, wenn du uns verlassen würdest'', sagte Junmyeon deprimiert.
Bestimmt machte er sich wieder Vorwürfe, dass er als Leader versagt hatte. Bis heute machte er sich Vorwürfe, dass Yifan, Luhan und Zitao die Gruppe verlassen hatten, obwohl er nichts dafür konnte.
In mir kam Mitleid auf. Ich wollte nicht der Grund sein, warum er traurig war. Er war ein guter Leader und versuchte es uns allen recht zu machen.

Wortlos stand ich auf, räumte meinen Platz auf und ging in mein Zimmer.
Duschen oder Umziehen musste ich mich nicht mehr, da ich das direkt nach dem Aufstehen getan hatte.
Deswegen hatte ich noch etwa 20 Minuten Zeit. Diese 20 Minuten verbrachte ich damit, mir Chanbaek Fanarts anzuschauen.
Auf Instagram gab es tausende dieser Fanarts und sie waren teilweise wirklich sehr gut.
Allerdings musste ich aufpassen, nicht eins davon versehentlich zu liken. Das würde garantiert Kosequenzen haben.
In einem Fanart trug ich einen viel zu großen Hoodie, wessen Ärmel über meine Hände gerutscht waren.
Chanyeol umarmte mich von hinten und mein Kopf war seitlich zu ihm gedreht, wir küssten uns.
Seine Hände waren vor meinem Bauch verschränkt und meine Hände langen auf seinen.
Leise seufzte ich. Wenn das doch nur Realität wäre...
Ich schloss meine Augen und stellte mir vor, wie Chanyeol mich von hinten umarmte, wie ich einen Hoodie von ihm trug und er mich sanft küsste.
Wie sich seine Lippen wohl anfühlen?
Ich vermutete, dass sie weich waren, aber woher sollte ich das wissen?

Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich langsam runter musste.
Minseok stand bereits unten und tippte auf seinem Handy herum. Kurz nach mir kam Kyungsoo, gefolgt von Junmyeon.
Keiner sagte was. Es herrschte ein unangenehmes Schweigen. Für mich war es am schlimmsten, da ich wusste, dass ich der Grund war.
Nach einigen Minuten waren alle da, bis auf Chanyeol.
''Chanyeol-hyung, beeil dich!'', rief Sehun ungeduldig.
Kurz darauf kam er die Treppen herunter gestolpert.
Obwohl ich ihn täglich sah, raubte mir seine Schönheit den Atem.
Bevor ich ihn zu lange anstarrte oder bevor es zu auffällig wurde, senkte ich meinen Blick.
Review schreiben