Verräterisches Vertrauen

GeschichteAllgemein / P12
Alma Coin Gale Hawthorne Katniss Everdeen Peeta Mellark
20.08.2019
09.09.2019
3
2591
 
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Hi Leute, schön, dass ihr euch getraut habt, meine Geschichte zu lesen;) Ich versuche, regelmäßig Kapitel hochzuladen, aber bitte seid mir nicht bös, wenn das mal nicht klappt!
Möge das Glück stets mit euch sein!
Everlark05


Ein letztes breites Grinsen liegt und seinem Gesicht.
Ich lege den Pfeil in die Sehne ein.
Er zeigt kein bisschen Reue oder Angst.
Es ist nicht ein einziges Geräusch zu hören, als ich den Bogen spanne.
Doch. Er lacht. Ein heiseres, von Husten unterbrochenes Lachen.
Mein Herz schlägt schneller und meine Finger werden feucht. Wut steigt in mir auf. Kochend und sprudelnd droht meine Wut mich zu überrollen. Wenn ich jetzt nicht schieße, wird es zu spät sein. Dann werde ich mich nicht mehr kontrollieren können und ihn an seinem Lachen qualvoll ersticken lassen. Aus dem Augenwinkel sehe ich, dass Unruhe in die Menge kommt. „Konzentrier dich Katniss“ ermahne ich mich in Gedanken. „Es dir der einfachste Schuss, den du jemals gemacht hast!“ Aber warum fällt es mir so schwer? Er hat alles zerstört.
Alles. Aber... er ahnt etwas.
Etwas, das ich nicht weiß.
Ich erkenne es an dem Funkeln in seinen Augen.                                                                   „Verglichen mit all den anderen Schüssen im Wald und in den Spielen sollte dir dieser hier am leichtesten fallen. Und deswegen wirst du jetzt auch schießen“ Ein letztes Mal zittern meine Finger vor Anspannung, dann lasse ich die Sehne los  und der Pfeil gleitet in sein Herz.

Ich weiß nicht, was ich erwartet habe, aber damit habe ich nicht gerechnet: die Menschen die vor wenigen Sekunden noch gespannt auf den Bänken gesessen haben, stürmen, kreischen und applaudieren. Viele mit schwarzer oder olivfarbener Haut, vermutlich Bewohner aus den armen Distrikten, werfen mit Blumen zu und springen freudig von ihren Bänken auf. Andere dagegen, werfen mir wüste Beschimpfungen zu und schütteln ihre Köpfe. Ich schätze, unter ihnen sind viele aus dem Kapitol und 2, vielleicht aber auch aus 1 und 4.  Ihnen ging es trotz der Spiele gut. Vermutlich sogar besser, als jetzt. Und obwohl sich die Menge noch nicht beruhigt hat, ergreift Alma Coin das Wort:
„Ich, Alma Coin, freue mich Ihnen mitteilen zu dürfen, dass Panem von Unterdrückung und Angst befreit ist.
Und ich hoffe, dass wir als ein Land ein neues Panem aufbauen können.
Mein besonderer Dank geht an Katniss Everdeen, denn nur durch sie ist diese Revolution möglich gewesen.
Sie zeigt uns, dass auch aus dem leisesten Fünkchen Hoffnung ein Feuer entstehen kann, dass alles in unserem Leben einnehmen kann. Ich denke, ich spreche im Sinne aller Bewohner Panems, wenn ich mich für Ihren Mut und ihre Tapferkeit bedanke, durch die sie uns diese Möglichkeit eröffnet hat.“
Coin macht eine Pause und lässt ihren Blick durch die tosende Menge schweifen, bevor er auf mich fällt und eisig wird.
„Doch obwohl, der Feind besiegt ist,“ redet sie weiter, „ist die Revolution unseres Landes noch nicht vollbracht.
Wie genau die neuen Veränderungen aussehen werden, kann und werde ich noch nicht sagen, aber natürlich würde ich mich über Anregungen unserer neuen Gesellschaft freuen. Eine Sache jedoch steht schon fest.“
Ihr Blick verharrt jetzt nicht länger auf mir, sondern schwebt über den überlebenden Siegern.
„Vor wenigen Stunden fand eine Abstimmung der Überlebenden Sieger der 75. Hungerspiele statt. Es ging um die Frage, ob die „Spiele“ ein letztes Mal stattfinden sollen, allerdings mit Tributen des Kapitols.“
Ein Raunen kam aus den Bänken links von mir. Und erst in diesem Moment wird mir schlagartig bewusst, dass es die falsche Entscheidung war. Peeta und die anderen hatten recht. Jemanden zu töten ist das schlimmste, was man tuen kann. Und ich habe es getan. Viel zu oft. Aber was noch schlimmer ist: ich habe dafür gestimmt, dass andere Menschen sterben. Unschuldige Menschen. Und das nur, weil ich mich an jemandem rächen will. Wegen Prim.
„Beherrsch dich“ befehle ich mir und beiße mir auf die Wange bis ich Blut schmecke. Aber das ist mir egal. Ich beiße stärker.
„Der Vorschlag wurde mit 4 von 7 Stimmen angenommen. Mögen die 76.Hungerspiele beginnen!“
Und es passiert: Menschen schreien, schlagen um sich und versuchen zu uns hinunterzuklettern. Einige haben ein Messer gezogen und rennen geradewegs auf uns zu. Panisch schaue ich mich um. Nur ein paar Meter von Peeta entfernt steht einer von ihnen und hält ihm ein Messer an die Kehle. Obwohl es so laut ist, höre ich die Stimme des Mannes: „Das war doch deine Idee, oder nicht? Du willst dich rächen, nur weil Snow dir den Kopf gewaschen hat. Aber nicht mit mir, ich werde meine Viola nicht dahin gehen lassen. Nur über meine Leiche. Aber als erstes über deine!“ „Peeta!“, schreie ich. Ich versuche mir einen Weg zu ihm durch die Menge zu bahnen, doch es ist ein heilloses Chaos entstanden. Ich schaffe es nicht zu ihm hin. Sicherheitsmänner und wütende Bürger versperren mir den Weg. „Nein, kümmert euch um Peeta! Jetzt macht schon.“ Ich kreische und schlage verzweifelt um mich. Alles um mich herum verschwimmt und das letzte was ich sehe, bevor ich von Dunkelheit umhüllt werde,ist Peetas schmerzverzerrtes Geischt, fest gegen den Asphalt gedrückt und doch mich anguckend.


So, das war‘s dann auch schon mit dem ersten Kapitel, aber das nächste ist in Arbeit! :) Ich würde mich über ein Review freuen um gut sehen, was ich noch verbessern kann.
Lg Everlark05 ;)
Review schreiben