Für dich einmal durch Mittelerde und zurück

von anduril
GeschichteAbenteuer, Romanze / P12
Legolas OC (Own Character)
18.08.2019
11.09.2019
6
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5
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„Legolas?“ fragte Aragorn „Siehst du was?“. Wir hatten angehalten und dich stand auf einem Felsen und überblickte die Ebene. „Also… eine Orktruppe sehe ich nicht. Aber ein Haus, eher eine kleine Holzhütte, nicht allzu weit entfernt. Ich glaube zwar kaum, dass sie dort sind, aber einen Versuch ist es wert.“ Meine Hoffnung sank jede Stunde, die wir unterwegs waren. Ich hoffte inständig das ich Meril bald wieder bei mir hatte. Ich vermisste sie so sehr. Schnell sprang ich wieder auf Arod und wir setzten unseren Weg fort. Das kleine Holzhaus am Horizont rückte immer näher. „Ich sehe es“ teilte Aragorn uns mit „und jetzt wo ich es sehe, bezweifle ich das sie darin eine Feuerelbin verstecken wollen. Nicht gerade das praktischste Baumaterial dafür.“ Wäre die Situation nicht so ernst für mich gewesen, hätte ich jetzt wahrscheinlich gelacht, doch mir war so überhaupt nicht nach lachen.
Als wir endlich an der kleinen Hütte ankamen klopfte ich an die Tür. Keiner öffnete. „Hallo?“ rief ich und klopfte ein weiteres Mal. „Ich empfange keinen Besuch“ hörte ich eine kalte, krächzige und definitiv männliche Stimme. „Wir haben nur ein paar Fragen“ bat Aragorn höflich. „ich beantworte keine Fragen, auch keinem herumreisenden Abschaum.“ Wütend wollte ich eigenhändig die Tür öffnen, doch mein Vater hielt mich fest. „nicht, Ion.“ „Ein paar Orks sind laut Spuren definitiv hier rein gegangen“ berichtete Aragorn. „Sie haben Orks in ihrem Haus! Öffnen sie die Tür, sofort!“. „Die Orks sind nicht mehr hier!“ kam es nur hämisch von drinnen und ich trat genervt und wütend die Tür ein. Drinnen saß eine vermummte Gestalt. Über seinen Augen war ein schwarzes Tuch gebunden und die Kreatur hatte zwei schlitze als Nasenlöcher (Nein, es ist nicht Lord Voldemort XD). Seine Haut war schneeweiß und hatte an manchen stellend Löcher, sodass man die sich darunter befindenden Knochen oder Muskeln sehen konnten. Es war kein schöner Anblick. „Wo. Sind. Die. Orks“ brachte ich wütend hervor und zog herausfordernd meine Dolche. „Weitergezogen, mit Wargen.“ „Wohin wollen sie?“ mischte sich jetzt auch mein Vater ein. Drohend drückte Gimli mit der stumpfen Seite seiner Axt auf die Kehle des fremden und knurrte: „Antworte, und du wirst es wesentlich leichter haben.“ Die Gestalt antwortete erst nach einer kurzen Pause. „Ihr seid wegen dem Mädchen hier, nicht? Denn dann seid ihr zu spät. Die Orks sind längst im hohen Norden, dort, wo ihr euch nicht einmal in euren schlimmsten träumen traut zu gehen.“ „Wo soll das sein?“ forderte ich harsch „antwortet!“. „Im Norden… hinter den Bergen… geht durch den kleinsten Pass und ihr werdet etwas finden was ihr zuvor nie gesehen habt. Doch es wird zu spät sein!“. Er begann zu lachen und dabei spuckte er widerlichen schwarzen Speichel durch die Gegend. Mein Vater machte kurzen Prozess und schlug ihm den Kopf ab. „lasst uns weiter.“
Wieder draußen sprangen wir auf unsere Pferde, mit Ausnahme von Gimli, der erst mühsam hochgezogen werden musste, und ritten Richtung Angmar. „Die Schneise wird hier  breiter“ murmelte Aragorn „sie sind tatsächlich mit Wargen weitergeritten.“ „Ach verdammt“ fluchte ich „Wie sollen wir sie nur einholen?“. „Wir müssen uns einfach beeilen. Wir schaffen das schon.“ Die Landschaft rauschte nur so an uns vorbei. Hin und wieder stieg Aragorn ab und überprüfte die Spuren. Sie änderten sich nicht und führten immer weiter Richtung Norden. Wir hatten die Berge Mordors bereits hinter uns gelassen. Bei ein paar kleineren Felsen und steinen sprang Aragorn ab. Er untersuchte die Spuren und betrachtete die Steine und Felsen. Plötzlich wurde er blasser und seine Augen weiteten sich erschrocken. „Was ist, mellon?“ fragte ich und sprang ab und hockte mich neben ihn. Da sah auch ich es. Auf einem der kleineren Felsen klebte getrocknetes Blut. Auch ich spürte die Farbe aus meinem Gesicht weichen. Zitternd strich meine Hand wie von selbst über den getrockneten flecken Blut. „Dafür. Werden. Sie. Bezahlen.“ Wuterfüllt sprang ich auf Arod und preschte, ohne auf die anderen zu warten los.

Meril P.o.V.
Müde öffnete ich meine Augen. Ich war anscheinend bewusstlos gewesen, denn ich saß nicht mehr auf einem Warg. Stattdessen saß ich angekettet in einer Zelle. Keine gute alternative, um ehrlich zu sein wäre ich lieber auf dem Warg geblieben. Verzweifelt versuchte ich mich von den Ketten zu befreien, doch es half nichts. „Du kannst damit aufhören, es bringt dir nichts.“ Ich zuckte zusammen und schaute auf. Ein hochgewachsener Mann stand vor dem Gitter meiner Zelle und lächelte mich an. Er hatte rot-braune Haare und gelb-orangene Augen. Irgendwie erinnerten sie an Feuer. Außerdem besaß er spitze Ohren, deshalb ging ich davon aus das er ein Elb war. „Wer…wer bist du?“ fragte ich vorsichtig. „Mein Name ist Fealoce. Erinnerst du dich nicht an mich?“. Ich brauchte ein bisschen bis ich wusste wer er war. Fealoce und ich hatten als ich klein war immer zusammengespielt, damals im Dorf. Er musste ungefähr 20 gewesen sein damals. Fea hatte ich ihn immer genannt. „Fea!“ flüsterte ich ungläubig „Wie bist du hierhergekommen? Du musst mir hier raushelfen und dann müssen wir verschwinden, hier dürften überall Orks sein.“ Fealoce lachte nur und  schüttelte dabei den Kopf. „Wie naiv du doch bist. Was denkst du wer daran schuld ist das du hier bist?“.

Legolas P.o.V.
„Legolas!“. Arod schnaufte und kam langsam aus der Puste. „Legolas, so warte doch kurz! Arod bricht gleich zusammen!“. Widerwillig stoppte ich mein Pferd und wartete auf die anderen. „Beeilt euch bitte!“ flehte ich und meine Hände verkrampften sich um den Zügel. „Legolas“ meinte mein Vater „wir müssen eine Pause einlegen. Arod fällt gleich um, und den anderen Pferden geht es nicht anders.“ „Die Pause darf nicht zu lang sein“ murrte ich widerwillig. „Wir sollten solange etwas schlafen, sonst kommen wir nicht in die Festung oder wo auch immer Meril ist rein.“ „Aber-“ „nichts aber. Schlaf ein wenig.“ Mit einem schlechten Gewissen schlief ich schließlich ein.

„Ich habe gesagt du sollst mich freisprechen!“ rief eine fremde Stimme. Ich beobachtete, wie Meril sich zitternd aufrichtete. „Nie-….mals…“ brachte sie mühsam hervor und brachte im nächsten Moment schreiend zusammen. Durch ihre zerrissenen Ärmel konnte man Schnitte entdecken. Wütend wollte ich denjenigen dafür zur Rechenschaft ziehen, der ihr das antat, doch ich konnte mich nicht bewegen. Ich sah nur einen wie eine bleiche Hand einen silber-schwarzen Dreizack auf meine Kleine richtete, dessen Spitze aussahen wie drei Flammen. Wimmernd wand die Elbin sich auf dem Boden und Tränen traten aus ihren Augen. Plötzlich wurde alles weiß. Ich war wie in einer endlosen weißen Halle. Vor meinen Augen erschien plötzlich Meril. „Meril!“ flüsterte ich und wollte ihre Hand nehmen, doch ich fasste einfach durch sie hindurch. „Legolas?“ fragte Meril und ihre Stimme hörte sich rau und belegt an „I-ist es vorbei?“. „Ich weiß es nicht, Kleines. Ich weiß nicht einmal wo du bist. Aber ich hole dich zurück, das schwöre ich dir.“ „Melethron… pass auf dich auf…“. Plötzlich begann sie zu schreien und Lichtstrahlen traten aus ihrem Körper aus und sie löste sich auf. „Meril!“.

Keuchend schreckte ich auf. Es war nur ein Traum gewesen. Immer wieder traten die Bilder in meinen Kopf und mein Herz zerriss bei dem Gedanken das jemand Meril so etwas schreckliches antat. Auch die anderen waren wach, auch wenn es dunkel war. „Du… hast geschrien, Bursche“ murmelte Gimli und schaute in die Ferne. „Was ist passiert, Ion nîn?“. „Ich…. Ich hab… sie gesehen. Irgendwer hat sie gefoltert, wollte das sie ihn von irgendetwas freispreche. Sie… hat mit mir geredet. Dann ist sie schreiend zusammengebrochen und hat sich in Luft aufgelöst.“ Eine kurze Pause entstand. „Wir müssen weiter.“ Beschloss ich schließlich und wir ritten so schnell es ging weiter.

Schnaufend galoppierte Arod über die ebene. Die Berge von Angmar kamen immer näher und ich wurde dadurch immer angespannter. Als wir sie schließlich durch einen schmalen pass durchquerten wurde ich zusätzlich noch unruhig. Der Pass war schmal, sodass wir das tempo etwas drosseln mussten, ich hielt meinen Bogen kampfbereit in der Hand. Plötzlich endete der Pass und wir stoppten. Ein großes schwarze loch tat sich mitten in der Luft vor uns auf. Es sah aus wie als hätte man einen Tintenklecks in ein Glas Wasser getan. „ähmmm… habt ihr sowas schon mal gesehen?“. „Nun… es erinnert mich irgendwie an Sauron, als er noch keinen Körper besaß…“ murmelte mein Vater in seinen nicht vorhandenen Bart „aber wenn es Sauron gewesen wäre hätte er uns bereits attackiert.“ Ich atmete tief durch und sprang von Arod. „Arod, mellon nîn“ flüsterte ich dem skeptischen Tier zu „Dartho si. Im tolo dan, tiro chîn.“ Arod schnaubte wie zur Bestätigung und ich atmete noch einmal tief durch. „Bursche, was hast du vor?“. „Ich gehe hindurch.“ Fest entschlossen ging ich auf das Loch zu. An den Schritten hörte ich das die anderen mir folgten.
Auf der anderen Seite des „Loches“ sah es seltsam aus. Es erinnerte mich an einen Kerker aus Mordor. Plötzlich hörte ich Schreie. Alarmiert schnellte ich herum und rannte in die Richtung, aus der die Schreie kamen.

Arod, mellon nîn – Arod, mein Freund
Dartho si. Im tolo dan, tiro chîn – Warte hier. Ich komme zurück, pass auf dich auf

Hällo mi fränds! Nein, das war kein Elbisch, das war nur das resultat daraus was passiert wenn ich mein Hirn ausschalte. Hoffe wie immer es hat euch gefallen und willeuch herzlich für die Favos und die vielen Empfehlungen danken, ich fühle mich sehr geehrt <3

Review? Eventuell? Meinetwegen auch nur ganz kurz? *hundeblick* freue mich über jede kleine Rückmeldung :*
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