Wie ein Vulkan

GeschichteHumor, Romanze / P12
Kate Beckett Richard Castle
18.08.2019
23.08.2019
3
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Da staunt ihr, vermute ich. Schon wieder ich ;-)  Aber diesmal nur mit einem Dreiteiler.  

Ein bisschen Grummeln, Frustration, Humor und Knistern habe ich verpackt.   Einfach nur eine kleine Geschichte für zwischendurch.  Nichts literarisch wertvolles

Gepostet wird wieder alle DREI TAGE  ;-)

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Autor: The white Countess
Rating/Pairing: ab 12 Jahren / Kate & Rick
Kategorie: Romanze, Humor
Inhalt: Kate entschließt sich zu einer Veränderung, ohne vorher mit Rick darüber zu sprechen. Im Prinzip ist es zwar ihre Entscheidung, aber er ist trotzdem verstimmt. Dann aber erkennt Rick die Chance, die darin steckt. Sie zu nutzen gestaltet sich allerdings als gar nicht so einfach
Anmerkung: Die Geschichte spielt nach  Ende der Serie
Anmerkung 2: Basiert auf Teile der Folge „Offenbarungen“ aus <In aller Freundschaft> vom 06.03.18
Kapitel:  3   Seiten: 6   (Arial 10) – Veröffentlichung: 18.08. – 24.08.19
Disclaimer: Wie üblich gehört mir außer der Idee zur Story nichts. Alle Castle Charaktere sind Eigentum von ABC Studios. Diese Fanfic wurde lediglich zum Spaß geschrieben und nicht um damit Geld zu verdienen. Jegliche Ähnlichkeiten zu Lebenden und Toten Personen sind zufällig und nicht beabsichtigt. Alle weiteren Charaktere sind Eigentum des Autors.

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Kate war so vertieft in die Akte vor ihr, dass sie gar nicht bemerkte, wie ein Mann mit einem Kind auf dem Arm ihr Büro ansteuerte. Entsprechend zuckte sie zusammen, als sie auf einmal angesprochen wurde.
„Hallo schöne Frau.“
„Was macht ihr denn hier?“, wollte Kate erfreut, aber auch erstaunt wissen, während sie aufstand, um den Schreibtisch herumging und erst dem Kind, dann dem Mann einen Kuss gab.
„Wir machen einen Ausflug“, erklärte Rick.
„Ins Department?“
„Nein, eigentlich in den Park zum See um die Enten zu füttern.“
„Sehr ungesund für die Enten.“
„Natürlich haben wir spezielles Futter“, versicherte Rick. „Die Enten leben gesund und Lilly hat ihren Spaß.“
„Na, dann.“ Kate hatte Rick die Kleine abgenommen und genoss es, sie auf dem Arm zu halten und zu spüren, wie Lilly, ihre sieben Monate alte Tochter, sich vertrauensvoll an sie schmiegte.
„Mir ist vorhin aufgefallen, dass im Kühlschrank keine Muttermilch mehr ist.“
Kate nickte. „Richtig.“
„Könntest du dich vielleicht kurz irgendwohin zurückziehen und noch welche abpumpen?“
„Wäre sicherlich möglich, ich möchte es aber nicht“, erwiderte Kate und Rick war sofort besorgt.
„Oh, gibt es Probleme? Hast du Schmerzen?“
„Nein, keine Sorge. Alles in Ordnung. Es ist nur so ..“ Kate atmete durch. „Ich habe begonnen abzustillen und möchte tagsüber nicht mehr abpumpen.“
„Aha.“
„Ist doch nichts dabei. Dann musst du halt zufüttern. Lilly ist ja inzwischen alt genug.“
„Und das hast du wann entschieden?“
„Gestern“, erwiderte Kate und schaute Rick fragend an. „Hab ich dir das nicht erzählt?“
„Nein, das hast du ganz offenbar vergessen“, gab er ironisch zurück.
„Tut mir leid, aber eine so große Sache ist das auch wieder nicht. Weder für Lilly noch für dich. Und für mich ist es eine enorme Erleichterung, nicht mehr ständig abpumpen zu müssen.“
„War es denn so schlimm?“, wollte Rick ein wenig pikiert wissen. „Immerhin hast du es für unsere Tochter getan.“
Kate seufzte leise. „Und weil ich es jetzt nicht mehr tun möchte, bin ich eine schlechte Mutter? Denkst du das?“
„Nein, natürlich nicht!“
„Es hört sich aber so an, Rick. Ich liebe Lilly. Ich liebe sie sehr und möchte nur das Beste für sie.“
„Das weiß ich doch.“
„Ich glaube nicht. Auch du möchtest das Beste für sie und denkst dabei nicht an mich.“
„Wie meinst du das?“
„Hast du vergessen, wie anstrengend die Schwangerschaft für mich war? Wie schwierig die Geburt? Und die Zeit danach?“
Rick schüttelte den Kopf und schluckte. Allzu gut erinnerte er sich daran. „Wie könnte ich das vergessen? Durch die Kugeln von Caleb war es ja schon ein Wunder, dass ihr beide überlebt habt. Und das die Ärzte dir geraten haben, einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen, weil es aufgrund der Verletzungen zu Komplikationen kommen könnte, hab ich auch nicht vergessen. Du hast das rigoros abgelehnt. Ich war stolz auf dich und hatte gleichzeitig ein irre Angst dich zu verlieren. Und der Tag der Geburt … wie könnte ich den vergessen? Ein Tag der Freude, weil Lilly gesund war, und ein Tag der Angst, weil die Ärzte nicht wussten, ob du ihn überleben wirst. Aber was hat das hiermit zu tun?“
„Irgendwie alles“, erwiderte Kate. „Die Monate der Schwangerschaft konnte ich nicht genießen, weil ich immer nur in mich hineingehorcht habe, ob mit der Kleinen alles in Ordnung ist. Während der Geburt war ich narkotisiert, danach lag ich zwei Tage im Koma.“ Kate sah Rick ernst an. „Seit vierzehn Monaten dreht sich bei mir alles nur um Lilly. Alles. Und das ist auch in Ordnung. Aber ich habe das Gefühl, mich dabei verloren zu haben.“
„Und wenn du abstillst, ändert sich daran etwas?“ Rick versuchte den Zusammenhang zu begreifen, aber so richtig gelang ihm das nicht.
Kate nickte. „Es ist schwer zu erklären, aber das Abstillen gibt mir ein Stück Freiheit wieder. Ich hatte gehofft, du würdest mich verstehen. So wie sonst auch.“ Ihr Telefon klingelte und weil sie einen dringenden Anruf erwartete, reichte sie Lilly schnell an Rick zurück, entschuldigte sie sich und nahm das Gespräch entgegen. Rick nutzte diesen Moment und verließ ihr Büro. Kate schaute ihm traurig hinterher, konzentrierte sich dann aber auf das Telefonat. Es dauerte nur zwei Minuten, und als sie es beendete, sah sie Rick im Fahrstuhl verschwinden und Lanie kam, nach kurzem Klopfen, zu ihr rein.
„Hey Kate, sag mal was ist denn mit Rick los? Er hat mich eben glatt übersehen. Habt ihr euch gestritten?“ Letztere Frage stellt Lanie mit mindestens zehn Fragezeichen, denn das konnte sich die Gerichtsmedizinerin einfach nicht vorstellen.
Kate zuckte mit den Schultern. „Nicht wirklich. Ich habe eine Entscheidung getroffen, ohne vorher mit ihm zu sprechen.“
„Aha, demnach ist sein Ego ein wenig angekratzt.“
„Vielleicht. Ich weiß es nicht. Er schien meine Gründe nicht zu verstehen. Dabei versteht er mich sonst immer. Wir konnten das nicht gänzlich klären, weil ich einen wichtigen Anruf erhielt. Rick wartete aber nicht, bis ich das Gespräch beendet hatte, sondern ging einfach.“
„Das sieht ihm gar nicht ähnlich. Darf ich fragen, welche Entscheidung du getroffen hast?“
„Keine, die seine Reaktion wirklich rechtfertigt … ich habe begonnen abzustillen.“
Lanie zog eine Augenbraue hoch. „Und deswegen ist er jetzt sauer? Es ist immer noch Sache der Frau, ob und wie lange sie stillt. Oder turnt es ihn an, wenn du stillst oder die Milch abpumpst?“
Kate schaute ihre Freundin verdutzt an, dann musste sie … ob sie wollte oder nicht … lachen. „Das wäre mir vermutlich aufgefallen“, erwiderte sie. „Ich weiß nicht, warum das für Rick offenbar so ein Problem ist. Ich habe mir die Entscheidung doch nicht leicht gemacht“, erklärte sie weiter und Lanie hörte die Traurigkeit in ihrer Stimme. „Aber nach Ricks Reaktion komme ich mir wie eine Rabenmutter vor.“
„Das bist du nicht“, widersprach Lanie sofort. „Du bist eine ganz wundervolle Mutter.“
Kate runzelte die Stirn. „Wieso klingt das, als würde es dich überraschen?“
„Weil es das, ehrlich gesagt, tut. Und irgendwie auch nicht.“ Lanie merkte, dass sie das erklären musste. „Wir haben früher nie darüber gesprochen und ich hatte auch nie den Eindruck, als würdest du Kinder wollen. Gedacht habe ich mir aber immer, dass es sehr schade wäre, würdest du nie Mutter werden, weil ich mir sicher war, dass das genau dein Ding wäre.“
Kate sah nachdenklich auf das Bild, welches auf ihrem Schreibtisch stand. Es zeigte Rick mit Alexis und Lilly. Ihre Familie. „Kinder waren tatsächlich nie ein Teil meiner Lebensplanung“, gestand sie schließlich, dann lachte sie leise. „Ein Mann allerdings auch nicht. Schon gar nicht jemand wie Richard Castle.“
„Jeder bekommt, was er verdient“, grinste Lanie und doch mit einem gewissen Ernst. „Du und Rick … das musste passieren. Ihr gehört zusammen. Und was auch immer ihn eben geritten hat, das renkt sich wieder ein“, versprach sie ihrer Freundin.
Kate seufzte verhalten. „Hoffentlich. Es ist das erste Mal, dass er einfach so gegangen ist. Ich meine, ohne mir einen Kuss zu geben“, schob sie leise hinterher.
Lanie ging um den Schreibtisch herum und drückte Kate kurz an sich. „Geh nach Hause und sprich mit ihm“, riet sie ihr, doch Kate schüttelte den Kopf.
„Nein, ich habe hier noch zu tun. Rick ist gegangen, nicht ich. Wenn es ihm leidtut, kommt er wieder. Wenn nicht, werde ich es heute Abend klären.“
Lanie schaute auf die Uhr. „Ich muss jetzt leider los, aber lasse mich wissen, wenn ich was für dich tun kann, okay?“
„Okay“, nickte Kate. „Und Lanie … danke.“
„Immer gerne“, lächelte diese, winkte noch einmal und verließ das Büro. Kate schaute ihr seufzend hinterher, bevor sie sich wieder ihrer Arbeit widmete.
Wirklich konzentrieren konnte sie sich allerdings nicht und war froh, als es Zeit für den Feierabend war. Doch so schnell, wie sie sonst ihre Sachen gepackt und das Department verlassen hatte, um nach Hause zu fahren, war sie heute nicht. Rick war nicht zurückgekommen und das hieß, er war noch sauer. Sollte ihr Wunsch abzustillen, wirklich der Grund für den ersten großen Streit zwischen ihnen sein?

Kate nickte den Kollegen zu, wünschte allen einen schönen Feierabend, stieg in den Fahrstuhl und drückte den Knopf für die Tiefgarage.
Gedankenverloren ging sie das kleine Stück bis zu dem Platz, wo ihr Wagen parkte und schaute überrascht, als sie sah, wer an ihrer Motorhaube lehnte und ganz offenkundig auf sie wartete.

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Ärger im Paradies.  ;-)

Wünsche einen schönen Wochenanfang und hoffe, euch neugierig genug gemacht zu haben, sodass ihr am MIttwoch wieder vorbeischaut, um das zweite Kapitel zu lesen.
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