Ein Kinderspiel

GeschichteDrama, Familie / P16
Aaron "Hotch" Hotchner Emily Prentiss Henry LaMontagne Jack Hotchner Jennifer "JJ" Jareau William LaMontagne jr.
17.08.2019
04.02.2020
11
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Willkommen zu meiner neuen Geschichte. Im Mittelunkt stehen hier die Kinder der BAU.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.


Liebe Grüße

Addison



Anmerkung:

Allison ist ein erfundener Charakter von mir und stammt aus meiner Geschichte "Bis zum letzten Atemzug". Sie ist die Tochter von Emily und Hotch.

https://www.fanfiktion.de/s/57b9d7010001bd6b1fb4f6ed/1/Bis-zum-letzten-Atemzug




1. Babysitter gesucht


Die Semesterferien waren viel zu schnell vergangen. Und jetzt saß sie wieder in dieser langweiligen Uni und besuchte tot langweilige Kurse. Sie war hier, weil ihre Eltern das so wollten. Sie selbst hatte nie Jura studieren wollen. Aber ihr Vater war ein renommierter Anwalt in Washington D.C. Und sie sollte irgendwann in seine Fußstapfen treten. Dabei wäre sie viel lieber Erzieherin geworden. Sie liebte Kinder über alles. Und sie freute sich schon darauf, wenn sie einmal eigene Kinder haben würde. Aber Sean und sie hatten ihre Kinderplanung noch ein bißchen vor sich her geschoben. Sie waren erst seit drei Jahren zusammen und hatten ein Prinzip. Bevor sie nicht die Uni abgeschlossen hatten, würden sie keine Familie gründen.
Das war einer der Gründe, daß sie sich mit Gelegenheitsjobs Geld dazu verdiente, denn ihr Vater bezahlte zwar ihr Studium aber fürs ganze drum herum sollte sie selbst aufkommen. Sie sollte lernen, selbständig zu werden und eigene Fehler zu machen, und aus diesen zu lernen.
Am liebsten arbeitete sie die Abende, besonders an den Wochenenden als Babysitter und hatte sich in der Stadt auch schon einen Namen gemacht. Sie war eine der besten und fast täglich ausgebucht. Viele der Kinder, die sie betreute, kannte sie schon über einen längeren Zeitraum. Und die meisten waren wohlerzogene Kinder, mit denen sie nicht viel Ärger hatte.
Sie war noch schnell in der Bibliothek und hatte sich ein paar Bücher als Abendlektüre geholt, als ihr Smartphone klingelte. Sie angelte mit der einen Hand nach ihrem Telefon in der Handtasche, als ihr die Bücher aus der Hand glitten und auf die Straße fielen.  Sie fluchte leise vor sich hin. Das Telefonklingeln lenkte ihre aufmerksam aber gleich wieder auf den eingehenden Anruf.
Sie kannte die Nummer. Es war eine der Mütter, für die sie als Babysitter arbeitete.
Während sie der Frau am anderen Ende zuhörte, sammelte sie ihre Bücher ein. Ein paar Notizen waren auch herausgerutscht. Zum Glück war hier um diese Zeit nicht mehr so viel Betrieb. Da konnte sie sich etwas Zeit lassen, um ihre Sachen aufzusammeln.
„Natürlich habe ich heute Abend Zeit.“, erwiderte sie freundlich. „Um 19 Uhr paßt perfekt. Ich freue mich schon darauf, die beiden Jungs wieder zu sehen.“ Sie raffte die Bücher mit einer Hand zusammen, aber es gelang ihr nicht, alles aufzuheben, deshalb klemmte sie das Smartphone zwischen Schulter und Kinn. Sie runzelte für einen Moment die Stirn, denn die zweifache Mutter richtete noch eine Frage an sie. Sie biß sich nachdenklich auf die Unterlippe. „Vier Kinder?“, murmelte sie. Eigentlich war sie nicht darauf aus, heute Abend viel zu arbeiten, weil sie noch ein Referat ausarbeiten mußte, was morgen zu halten war. „Das ist keine Frage des Geldes.“, bemerkte sie dann, als die Frau am Telefon ihre Bedenken anscheinend in Worte faßte. Hatte ihre banale Frage so eine Wirkung ausgelöst? Die Frau erklärte ihr jetzt, daß die Kinder alle sehr gut erzogen wären und sie mit Sicherheit keine Arbeit mit ihnen haben würde. Außerdem bekräftigte sie noch einmal, daß es sehr wichtig sei, daß sie heute Abend vorbei kommen würde, weil sie sie dringend brauchten. Sie würden auch für jede Unannehmlichkeit aufkommen.
Sie seufzte leise. Endlich hatte sie alle Bücher zusammengerafft. „Wie alt sind die Kinder denn?“, fragte sie. Sie sah auf und beobachtete ein Auto am Straßenrand. Darin saßen ein älterer Mann und eine junge Frau. Ob sie sie beobachteten? Jedenfalls hatte sie das Gefühl. Aber warum sollten sie das tun? Es behagte ihr zwar nicht, aber es war ja nicht verboten, in einem Auto zu sitzen und die tollpatschigen Leute auf der Straße zu beobachten.
„10 und 6?“, wiederholte sie dann. Sie lächelte. „Okay, geht klar.“ Innerlich war sie froh, daß es sich bei den beiden zusätzlichen Kindern nicht um Kleinkinder handelte. Dann könnte es vielleicht doch noch ein ruhiger Abend zum Lernen werden, vorausgesetzt die Kinder waren keine kleinen Monster. „Sie können auf mich zählen.“, versprach sie. Dann legte sie auf.
Sie dachte noch einen Augenblick darüber nach, was sie mit den Kindern heute Abend kurz vor dem Schlafengehen machen sollte, zumal ein Zehnjähriger bestimmt nicht mehr an den gleichen Kindergeschichten interessiert war wie eine sechsjährige, aber da würde ihr schon etwas einfallen.
Ganz in Gedanken versunken bemerkte sie nicht, daß sie immer noch mitten auf der Straße stand. Sie wurde erst wieder in die Wirklichkeit zurück geholt, als sie die Geräusche eines Autos vernahm. Aus Reflex wandte sie sich um und erblickte erschrocken das Auto, welches eben noch am Straßenrand gestanden hatte. Jetzt raste es mit überhöhter Geschwindigkeit auf sie zu und wurde immer schneller. Eigentlich hätte jetzt der Fluchtinstinkt einsetzen müssen, aber es war zu spät.
Das Auto erfaßte sie mit mehr als 80 km/h. Ihre Beine verloren den Halt auf dem Boden. Sie wurde in die Luft geschleudert, knallte zurück auf das abrupt bremsende Fahrzeug. Ihr Kopf dröhnte. Sie spürte Knochen knacken. Als sie auf den Boden rutschte, spürte sie eines ihrer durch die Luft geflogenen Bücher, welches ihr am Kopf abprallte.
Die bemerkte, wie das Auto plötzlich rückwärts neben ihr vorbei fuhr und dann mit quietschenden Reifen anhielt.
Sie lag keuchend auf dem Boden. Nur mit Mühe konnte sie die Augen öffnen. Jetzt legte der Fahrer wieder den Vorwärtsgang ein.
Dann wurde es dunkel. Sie verlor das Bewußtsein.



Der Fahrer blieb sekundenlang hinter seinem Lenkrad sitzen und starrte durch die Frontscheibe.
„Was ist?“, bemerkte die junge Frau auf dem Beifahrersitz.
„Hoffentlich hat uns keiner gesehen.“ Der Mann hielt nach allen Seiten Ausschau. Zu seiner Zufriedenheit war niemand zu sehen.
„Bleib' ganz ruhig.“ Die Frau lächelte zufrieden. „Alles wird gut.“
Er stieg aus und beobachtete das Ergebnis seiner Attacke. Sein Opfer lag bewegungslos auf der Straße. Blut sickerte unter ihrem regungslosen Körper hervor. Einige Körperteile waren ziemlich verdreht. Überall verstreut lagen weiße Blätter und einige Bücher.
„Was nun?“ Er sah auf und blickte zu seiner jungen Begleiterin, die ebenfalls das Ergebnis ihrer Todesfahrt begutachtete.
„Wir müssen sie verschwinden lassen.“, bemerkte sie mit Bestimmtheit. „Pack' sie in den Kofferraum!“
Der ältere stämmige Mann zögerte einen Moment, doch dann hob er die blutende junge Frau vom Asphalt auf. Seine Begleiterin öffnete den Kofferraum.  „Wir müssen sie irgendwie los werden.“, brummelte er und legte die Frau hinein.
„Das ist deine Aufgabe.“, bemerkte sie. „Ich habe heute Abend noch eine andere Verabredung.“ Mit den Worten knallte sie den Kofferraum wieder zu.
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