Play or Love

von KasaiMizu
GeschichteRomanze, Freundschaft / P16 Slash
Jimin Jungkook Kim Seokjin Suga V
17.08.2019
21.10.2019
6
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Play or Love
Kapitel 1

Ich spürte eine Wärme auf meinen Wangen. Mit einem Stöhnen öffnete ich meine Augen und blinzelte einige male, bis ich mich an die Lichtverhältnisse gewöhnt hatte.

Meine Mutter hatte vor mir gestanden und strich mit ihrer warmen Hand über meine Wange.

,,Guten Morgen, mein Schatz.", begrüßte sie mich, nachdem ich nun wirklich wach war.

Ich ließ meinen Blick durch das Auto schweifen. Mein Vater war nicht zu sehen. Mit einem Lächeln auf den Lippen streckte ich mich und grummelte ein ‚Morgen', da meine Mutter noch immer vor mir stand.

Tatsächlich hatte ich gestern mit meiner Vorahnung recht gehabt. Starke Nackenschmerzen würden mich den ganzen Tag plagen, das war sicher.

Ich begann aus dem Auto auszusteigen, um mich noch einmal vernünftig zu strecken. Vor mir sah ich ein fremdes Haus mit einer dunklen Marmor Fassade.

Erst jetzt erinnerte ich mich, dass das wohl zukünftig mein Zuhause sein würde. Es stand etwas weiter abseits zu den anderen Häusern in der Umgebung, die alle ziemlich ähnlich aussahen.
Der ungepflegte Vorgarten hatte meine Aufmerksamkeit auf  sich gezogen. Überall wuchs das Unkraut unkontrolliert vor sich hin, während vereinzelte vertrocknete Blumen den Garten zierten.

In der Regel fand ich gefallen daran im Garten zu arbeiten. Wenn ich nicht gerade tanzen konnte, war das eine gute Ablenkung für meine Gedanken. Ich beschloss in den nächsten Tagen eine Gärtnerei aufzusuchen.

Da ich jetzt nicht viel unternehmen konnte, und mein Nacken mir es niemals verzeihen würde, machte ich mich auf die Suche nach meinen Eltern. Ich schnappte mir meinen Rucksack, warf ihn mir über und betrat den Eingangsbereich unseres neuen Zuhauses.

Tatsächlich ähnelte dieser unserem alten Haus und etwas erleichtert zog ich meine Schuhe aus. Mein Blick viel sofort auf die große Küche und der daran verbundene Wohnzimmerbereich. Genau wie bei unserem alten Haus führte eine Treppe eine Etage nach oben.

Vermutlich würden dort die Schlafzimmer und ein Badezimmer sein. Doch bevor ich mich nach oben begeben wollte, machte sich mein Magen bemerkbar. Ich ging also erstmal in die Küche. Aus reiner Routine schlenderte ich direkt zum Kühlschrank und öffnete diesen.

Natürlich war er noch leer.

Wehmütig starrte ich diesen weiter an, in der Hoffnung jemand würde etwas super leckeres dort rein zaubern, als ich Stimmen von draußen vernahm.

Die Umzugsleute waren angekommen und begannen sofort vereinzelte Kartons und Möbelstücke in das Haus zu tragen. Mein Vater half ebenfalls mit, während meine Mutter die Männer lotste. Ich ging auf sie zu.

,,Wann wollen wir was essen?“, fragte ich sie, als sich mein Magen erneut beschwerte.

Zuerst erhielt ich einen leicht genervten Blick von ihr, bis dieser weicher wurde.

,,Wenn wir alles sicher drinnen verstaut haben  werde ich uns etwas leckeres zaubern.“, mit diesen Worten schenkte sie mir ein aufgesetztes Lächeln und legte ihre Hand auf meine Wange.

Sie sah wieder erschöpft aus. Mir war bewusst  dass sie absolut keine Lust hatte, sich als erstes an den Herd zu stellen und etwas zu kochen. Ich sah es ihr nach, schließlich hätte ich ebenso wenig Lust.

Ich nickte also nur und begab mich dann doch nach oben in die erste Etage. Die Stufen der Treppen waren  etwas weiter auseinander als die in unserem alten Haus, was mir das besteigen etwas erschwerte.

Nichtsdestotrotz erreichte ich den Flur in wenigen Schritten. Dieser erstreckte sich nur wenige Meter. Hier waren auch nur drei Türen, von denen zwei bereits offen standen. Vermutlich hatten sich meine Eltern die obere Etage bereits angeschaut, während ich noch in Gedanken an dem Garten hing.

Ich besichtigte zuerst die einzige Tür auf der rechten Seite. Es war das Badezimmer. Es hatte die typische Einrichtung:

Dusche, Waschbecken , Toilette und eine Badewanne.

Hier und da hingen noch ein paar Schränke und es stand ein großer Karton in der Ecke. Höchstwahrscheinlich war das unsere Waschmaschine.

Die zweite Tür die bereits offen war, sollte vermutlich das Schlafzimmer meiner Eltern werden, denn ihre Koffer und Taschen waren bereits auf dem Boden verteilt, sowie einige Kartons.

Ich vermutete, dass das letzte Zimmer dann meines sein würde. Nach einem kurzen Zögern öffnete ich die Tür und musste überrascht blinzeln. Es war größer, als ich erwartet hätte. Auch hier standen einige Kartons. Vermutlich hatten sie zuerst mit meinen Sachen begonnen.

Ich setzte meinen Rucksack ab und überlegte mir ein Konzept, wie ich das Zimmer einrichten wollen würde.


Es war nun eine lange Zeit vergangen, in der ich ein paar Kartons ausgepackt und an die richtige Stelle gestellt hatte . Irgendwann kam meine Mutter zu mir hoch, um mich zum Essen zu holen. Sie hatte tatsächlich eine Kleinigkeit gekocht, wie ich feststellen durfte. Ich war mir nicht sicher, was es war, aber es schmeckte wirklich lecker, wie eigentlich alles, was sie kochte.

Ich lobte ihr Essen natürlich, was sie mit einem Lächeln entgegen nahm. Auch die Umzugsleute lobten ihren Koch Stil, da sie auch mit gegessen hatten. Nur mein Vater sagte nichts dazu. Das hatte er ganz früher mal getan, doch irgendwann hatte er auch damit aufgehört. Er tippte die ganze Zeit nur abwesend auf seinem Handy herum. Ich vermutete, dass es um seine Arbeit ging.

Nachdem wir die Mahlzeit  beendet hatten, schlug meine Mutter vor, dass sie und ich zusammen mal die Umgebung erkunden und uns bei den Nachbarn vorstellen sollten.

So ganz überzeugt war ich nicht. Denn ich mochte es nicht, mich vorzustellen. Ich war immer super nervös und begann zu stottern. Ich habe noch nie einen vernünftigen ersten Eindruck von mir geben können. Zumindest dachte ich das, denn ich wusste ja nicht unbedingt immer, was die anderen von mir in diesen Momenten dachten.

Leider war es mir nicht möglich meine Mutter in ihrem Plan umzustimmen, da ich selber keine andere Idee hatte, die man stattdessen umsetzen konnte. So gingen wir also aus unserem neuen Haus auf die Straße und überlegten uns in welche Richtung wir zu erst gehen sollten.

Da wir schon relativ weit abseits der Stadt waren, beschlossen wir zumindest näher in die Stadt zu gehen. Unterwegs begegneten wir einigen Menschen, die uns freundlich begrüßten und uns willkommen hießen.
Wir hatten sogar eine Familie getroffen, die ebenfalls hergezogen war. Die Kinder der Eltern – ein Junge und ein Mädchen – waren sogar in meinem Alter. Vermutlich würden sie auch zusammen mit mir auf die Oberschule gehen.

Bei dem Gedanken an die Schule musste ich schlucken. Überall würden neue Gesichter zu sehen sein. Niemand den ich wirklich kannte. Ich schüttelte den Kopf, um diesen Gedanken zu verwerfen.

Wir kamen langsam aber sicher in der Stadt an und entdeckten die ersten Läden. Sogar eine kleine Gärtnerei in einer der Seitengassen.

,,Können wir da mal reingehen?“, fragte ich und schaute sie mit meinem Hundeblick an.

Diesem hatte sie noch nie widerstehen können. So war ich wenig überrascht, dass wir diesen auch wirklich anzielten.

Mein Blick erfasste sofort die ältere Dame, die an der Kasse stand. Sie hatte eine grüne Schürze und eine grüne Kopfbedeckung  auf.  Während sie gerade dabei war einen Blumenstrauß herzurichten, blickte sie beim Klang der Türklingel nach oben, schenkte uns ein flüchtiges Lächeln und widmete sich wieder ihrer Aufgabe.

Ein Blick zu meiner Mutter sagte mir, dass sie sich in diese pinken Blumen, deren Namen ich nicht kannte, förmlich verliebt hatte. Ich merkte sie mir, falls ich mal ein Geschenk brauchen würde. In einer der Ablagen entdeckte ich einige Blumen- und Pflanzensamen, die meine Aufmerksamkeit auf sich zogen.

Es war eine Mischung aus den buntesten Farben. Ich beschloss mir einige davon zu kaufen und sie später noch einzupflanzen.

Als wir bezahlt und sich meine Mutter doch dazu entschlossen hatte, einen pinken Blumenstrauß mitzunehmen, verließen wir auch wieder den Laden.

Kaum waren wir herausgetreten, spürte ich einen dumpfen Stoß gegen meine Schulter und mit einem erschrockenen Aufschrei stürzte ich unsanft nach unten.

Mit aufgerissenen Augen starrte meine Mutter auf mich und zuletzt in die Richtung in der eine junge Person gerannt war. Ich tat es ihr gleich und erkannte einen Jungen mit relativ kurzen braunen Haaren.

Er hatte es ziemlich eilig und mit einem ‚Entschuldigung‘ drehte er sich kurz um, bevor er sein Weg fortsetzte.

Noch immer verwirrt und erschrocken ließ ich mir von meiner Mutter auf die Beine helfen. Sie versicherte sich zuerst bei mir, ob alles okay sei, bevor wir weiter gingen. Ich hatte nur genickt, doch in meinem Kopf sah ich noch immer das Gesicht des Jungen.

Natürlich war es nicht ganz zu sehen, schließlich hatte er sich nur flüchtig umgedreht.

Erst jetzt spürte ich wie mein Herz klopfte, obwohl der Schreck mittlerweile verschwunden war. Ich versuchte meine Gedanken zu  sortieren, doch es gelang mir nur mäßig. Sein Gesicht spiegelte sich immer wieder vor meinem Auge wieder. Es machte mir teilweise schon Angst.

Wir kamen Zuhause an und hatten uns auch wieder von unserem Trip in die Stadt erholt. Vielen Nachbarn hatten wir uns letztendlich doch nicht vorgestellt und wirklich etwas eingekauft, bis auf die Blumen und die Samen, hatten wir auch nicht.

Wie es schien war mein Vater wohl wirklich heute schon zu seiner Arbeitsstelle angetreten. Darüber war ich auch wirklich froh. Ich musste ihn also erst wieder heute Abend aushalten, es sei denn, ich würde den restlichen Abend in meinem Zimmer bleiben.

Was ziemlich verlockend klang.

Andererseits wollte ich auch zuerst den Vordergarten auf Vordermann bringen. Sofern ich dazu heute in der Lage war.

Ich zog mir also meine Gartenschuhe, ja tatsächlich besaß ich welche, an und suchte mir eine kleine Schaufel aus einem der Kartons, die im Flur standen.

Mit Gartenschuhe und einer Neongelben Schaufel ausgerüstet stürzte ich mich aufs Beet. Ich buddelte ein Loch nach dem anderen und überlegte mir ein Muster. Sollten die Blumen nicht eingehen, würde es in ein paar Wochen oder Monaten wirklich schön aussehen.

Ich war gerade erst zwanzig Minuten am arbeiten, als ich plötzlich Schritte vernahm. Ich drehte mich um und musste einmal Schlucken.

Keine zehn Meter von mir entfernt stand der Junge, der mich zuvor in der Stadt angerempelt hatte. Er schaute zu Boden, nicht in der Lage mich anzusehen.

Ich sagte nichts und musterte ihn erwartungsvoll. Scheinbar schien er seinem Mut zu suchen, um mit mir zu reden.

,,Kann ich helfen?“, fragte ich also, leicht genervt da er mich von meiner Arbeit unterbrach.

,,Ähm, ja.“, begann er und kratzte sich verlegen am Hinterkopf.

Ich zog eine Augenbraue nach oben.

,,Ich wollte mich entschuldigen. Für vorhin.“, gab er endlich zu.

Schüchtern lächelte er und sah erleichtert aus, als ich den Kopf schüttelte.

,,Alles okay, ist ja nichts passiert.“, sagte ich und schenkte ihm auch ein Lächeln.

,,Ich muss dann auch wieder gehen", verabschiedete er sich und bevor ich irgendetwas erwidern konnte, war er bereits verschwunden.

Was ein seltsamer Junge. Ich wollte mich gerade wieder an die Arbeit machen, als mir sein Gesicht wieder vor den Augen auftat.

Irgendwas schien mich an ihm zu faszinieren. War es sein Aussehen oder sein Auftreten oder doch eher seine tiefe Stimme, die, wenn ich daran dachte, in meinen Gedanken widerhallte? Oder war es seine mysteriöse Art? Er hatte mir nicht einmal seinen Namen genannt. Gut, dass hatte ich selbst ja auch nicht getan.

Um meine Gedanken zu sortieren beschloss ich für heute mit der Gartenarbeit aufzuhören, nachdem ich die Blumen gegossen hatte.

Als ich also fertig war, betrat ich wieder das Haus, dass mir noch immer seltsam unbekannt vorkam. Schließlich waren wir erst heute morgen hier angekommen.

Ich staunte nicht schlecht, als ich mein Zimmer beinahe komplett eingerichtet vor gefunden hatte. Scheinbar hatte mein Vater Langeweile gehabt.

Ich schob einige Möbelstücke auf den Platz, den ich vorgesehen hatte und kämpfte mit dem Gedanken, mich jetzt einfach ins Bett zu werfen.

Ich sah an mir und meiner dreckigen Kleidung herab. Vorher sollte ich mich vielleicht doch umziehen.

Ich entschied mich für eine Jogginghose und einem weiten T-Shirt und betrat das Badezimmer, um mein Gesicht zu waschen.

Fertig umgezogen und gewaschen schaltete ich in meinem Zimmer die Musik ein und warf mich letztendlich doch in mein Bett. Die Uhr zeigte 18:13 an und ich stöhnte. Unsicher ob ich heute noch etwas anfangen sollte rollte ich mich in meinem Bett hin und her.

Irgendwann waren mir wohl die Augen zu gefallen, denn als ich sie wieder öffnete, war es mitten in der Nacht.

Ein wenig erstaunt, dass ich tatsächlich eingeschlafen war, streckte ich mich und gähnte. Jetzt noch irgendetwas unternehmen konnte ich nicht, also blieb mir nichts anderes übrig, als wieder die Augen zu schließen.

Es dauerte keine halbe Stunde, da war ich wieder eingeschlafen.



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Danke, dass ihr dieses Kapitel gelesen habt. Ich hoffe es hat euch gefallen :D
Ich freue mich natürlich gerne über Rückmeldungen ^^
Bis dann!
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