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dziko Dracon

von Lardis
GeschichteSci-Fi, Übernatürlich / P12
Die Einen OC (Own Character)
17.08.2019
31.03.2020
27
34.950
3
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17.08.2019 2.014
 
Ich wachte auf.
Es war ein weiterer, merkwürdiger Tag.
Ich war aktuell in einem auf Coruscant zur Wartung geparkten Venator-Klasse Kreuzer stationiert, daher verbrachte ich nun schon meinen zweiundzwanzigsten Tag in einem der Quartiere auf Coruscant. Man sagte mir nicht, wieso man mich nicht umstationieren würde. Das merkwürdigste daran war: Die anderen 199 Einheiten, die auf diesem Venator stationiert gewesen waren, hatten eine neue Station erhalten. Nur ich, die 8 Mitglieder meiner Einheit und mein Sergeant waren keiner neuen Station zugeteilt worden. Ich war mir nicht sicher ob die anderen sich darüber auch wunderten, da ich nicht allzu viel Kontakt zu ihnen hatte, aber es war mir auch egal. Sie hielten mich für merkwürdig, da ich eher introvertiert war. Wahrscheinlich hatten sie recht.

Ich stand auf. Das Bett war furchtbar ungemütlich, aber es erfüllte seinen Zweck. Um mich herum standen hunderte Klonkrieger deren Namen ich nicht kannte. Sie kamen von anderen Posten, und daher interessierten sie mich auch nicht. Eine gute Sache an Klonkriegern ist, dass sie furchtbar ordentlich sind. Keiner der Menschen um mich herum blockierte beim aufstehen den viel zu schmalen Gang, was gut war. Nach 4 Minuten Fußweg kam ich an meinem Versammlungsposten an. Es war noch niemand da. Es konnte nicht mehr allzu lange dauern. Stille auf dem Gang. Ein Hochrangiger kam an. Das wird mein Sergeant sein. Als sich die Tür jedoch öffnete, war ich geschockt. Dieser Mann war nicht mein Sergeant. Es war nicht mal ein Mann, und daher auch kein Klonkrieger. Es war eine Jedi-Ritterin. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ein Jedi? Hier, in dieser langweiligen Wartungsstation?
“Aufwachen, CT-3292”. Ja, ich hatte sie angestarrt. Dumm. Zum Glück trug ich einen Helm. Was mich für die anderen wohl noch merkwürdiger machte, weil die anderen in ihren Quartieren mit dem Helm unter dem Arm umherliefen. Aber ich fühlte mich nicht wohl ohne einen Helm auf meinem Kopf. Ich antwortete nicht. Mir war bewusst, dass ich einem Vorgesetzten, gerade einem derart hochrangigen, zu antworten hatte. Aber ich hatte nunmal nichts zu sagen. Ich rechnete damit, dass sie in noch schärferem Ton noch einmal nachfragen würde, doch das geschah nicht.

“CT-3292, Die Republik hat eine Mission für ihre Einheit. Wo ist der Rest ihrer Einheit?”. Ich wusste es nicht. Das hätte ich ihr wohl sagen sollen. Stattdessen zuckte ich mit den Schultern. Was in voller Rüstung schwierig ist, aber möglich. Ich hatte Übung darin.
Dann geschah noch etwas womit ich nicht gerechnet hatte. Der Jedi sprach nicht weiter, sondern drehte sich um und ging. Ich war vollkommen verwirrt. Weder wusste ich wo meine Einheit war, noch konnte ich mir das Verhalten dieses Jedi erklären. Wie ich sagte, es war ein merkwürdiger Tag.

Nach ein paar weiteren Minuten kam mein Sergeant mit dem Rest der  Einheit an. Ich machte mich schon bereit, er würde gleich anfangen zu labern. Wie erwartet betrat er den Raum und machte den Mund auf. “CT-3292, haben sie die Mitteilung für den Raumwechsel nicht bekommen?”. Welche Mitteilung? Ich hatte keine bekommen. Da hatte er wohl recht. Langsam musste ich mal was sagen.

“Nein Sir, ich habe keine Mitteilung erhalten.” sagte ich.
“Schicken sie ihren Kommunikator zum nächstmöglichen Zeitpunkt in die Reperatur!”
“Ja Sir.”
“Es ist wichtig, da wir in 3 Tagen wieder auf unseren Kreuzer können und wieder in den Routineflug gehen. Wir werden für eine Weile nicht auf Coruscant sein. Unser Ziel ist…”
Wusste er denn nichts von der Mission des Jedis? Ganz sicher, denn für eine Routinemission hätte niemand einen Jedi geschickt. Sie hatte sie doch ganz klar ‘Mir und meiner Einheit’ zugeteilt. Da musste der Sergeant doch davon wissen. Das musste ein Fehler sein.

“Sir...”
“Unterbrechen sie mich bitte nicht, CT-3292. Der Planet wird von ...”.
Na toll. Wie sollte ich ihm das denn jetzt mitteilen? Nach dem Missionsbriefing würde er wieder weg sein. Warum war der Jedi nur zu mir gekommen? Sie hätte doch lieber mit dem Sergeant sprechen sollen?
“Sir...!”

“CT-3292! Hören sie zu!”
“Sergeant! Ein Jedi war hier und hat mir gesagt, meine Einheit hätte eine Mission.”
“Ich weiß. Von der rede ich doch gerade. Jetzt hören sie verdammt noch mal zu!”
“Nein Sarge, denken sie doch nach, seit wann schickt der Rat einen Jedi für eine Routinemission?”
“Ist das mein Problem?”

Irgendwas musste ich tun. Ich wusste aber auch nicht was. Es ist ja nicht so als hätte der Jedi mir sonderlich viele Details gegeben. Was sollte ich sagen, wenn ich zu Wort kommen würde? Ich wusste nicht mal wie sie hieß! Verdammt noch mal, sie hätte ebenso gut eine Einbildung sein können. Aber das war sie nicht…
“CT-3292, bleiben sie stehen!”
Tatsächlich, ich hatte mich bewegt. Aus dem Raum heraus. Jetzt merkte ich es auch. Aber ich war einverstanden. Ich würde den Jedi einholen. Ich hatte keine Ahnung wo sie war, aber das war mir egal. Ich rechnete damit, jeden Moment einen Betäubungsschuss in den Rücken zu bekommen, aber das war mir auch egal. Ich weiß nicht mehr genau, wieso. Ich hatte auf Autopilot geschaltet, dachte nicht mehr nach. Ich ging 10 Minuten lang, bis ich mich plötzlich in einem privaten Besprechungsraum befand. Hier dürfte ich nicht sein. Ich kam wieder zu mir und entschuldigte mich, wollte mich umdrehen und gehen. Dann fiel mein Blick auf den Jedi. Ich hatte sie tatsächlich gefunden. Trotzdem, ich musste diesen Raum verlassen. Ich setzte mich in die Bewegung und rannte direkt gegen die plötzlich geschlossene Tür.
“CT-3292, was ist los? Was machen sie hier?”
Das war der Jedi.

“Sir… Diese Mission, die sie mir gegeben haben. Warum weiß der Sergeant nichts davon? Worum geht es bei dieser Mission?”
Der Jedi flüsterte einer anderen Person im Raum etwas zu und setzte einen freundlichen, doch leicht irritierten Blick auf.
“Truppler, welche Mission?”

Toll, das war’s dann. Ich fühlte einen Nervenzusammenbruch. Ich rannte aus dem Raum, dessen Tür sich inzwischen wieder entriegelt hatte, und rannte zu einem Balkon. Nun wurde ich von 2 Parteien verfolgt. Natürlich würden sie mich hier finden, aber ich hatte etwas Zeit. Dachte ich.

“Zygerria.” sagte der Jedi. “Die Mission ist auf Zygerria.”
Direkt nachdem sie das gesagt hatte, verschwand sie durch eine andere Tür. Während ich noch über das nachdachte, was sie gesagt hatte, kam sie durch dieselbe Tür wie vorher noch einmal heraus. Das half meinem Zustand nicht gerade. Ich kannte die Pläne dieses Gebäudes, es gibt keine Chance dass sie diesen Weg derart schnell zurückgelegt hatte. “CT-3292, bleiben sie stehen! Geht es ihnen gut?”
“Ja. Ich war nur gerade ein wenig überfordert, emotional.”
Das löste irgendetwas aus. Ich erkannte eine starke Emotion in ihrem Gesicht, möglicherweise Sorge, oder Überraschung. Ich war mir nicht sicher.

“Na - in dem Fall ist ja alles gut...” sagte sie, doch ich erkannte dass sie das nicht so meinte. Als sie davon ging, machte ich mich sofort wieder auf dem Weg in den Versammlungsraum. Überraschenderweise war meine Einheit noch dort.

“Zygerria!” rief ich. “Wir müssen nach Zygerria!”
“SOLDAT!” antwortete mein Sergeant. Er schien nicht gerade gut gelaunt.
“Ich bin es leid, was sie hier vor sich hin brabbeln. Gehen sie zum Arzt. Dort kann man ihnen helfen. Sie sind bis zum Beginn der Routinemission vom Dienst freigestellt.”
Nun. Das waren keine guten Nachrichten. Oder doch? Ich hatte keine Unterstützung durch meinen Sergeant, doch ich könnte nach Zygerria fliegen.
“Danke Sir, ich glaube das habe ich nötig.”

Ich ließ mich vom nächstbesten Transportflieger nach Kamino mitnehmen. Doch Kamino war nicht mein Ziel. Es war ein kleines Raumschiff, und neben dem Pilot war ich der einzige Passagier, da es sich eigentlich um ein Frachtschiff mit ein paar Passagierplätzen handelte. Etwa auf der Hälfte der Strecke entschuldigte ich mich bei dem Piloten. Natürlich wusste er nicht, wofür, und ließ mich das durch einen sehr merkwürdigen Gesichtsausdruck wissen. Doch bevor er fragen konnte, hatte er bereits meinen Betäubungsschuss abbekommen. Ich schleifte ihn in den Frachtraum und verriegelte diesen. Ich änderte den Kurs nach Zygerria.
Nach gerade mal ein paar Sekunden schaltete sich das Funkgerät an. “VCX-100-3, hier spricht CC-1102 von einem Schlachtkreuzer der Republik in ihrer Nähe. Bitte erklären sie ihre Kursänderung. Sie sind auf dem Weg nach Kamino mit wichtiger Fracht. Wenn sie nicht antworten, werden wir eine Rückkehr auf den vorgegebenen Kurs erzwingen.”
Mist. Ich hatte gedacht, es wäre kein Kreuzer in der Nähe? Ich musste irgendetwas tun. Ich schaltete alle Reaktoren ab, um vom Kreuzer aus nicht mehr erfassbar zu sein.
Ich hielt den Atem an, meine Herzfrequenz erhöhte sich stark. Krach!
Verdammt, sie hatten mich wirklich abgeschossen. Das hätte ich absolut nicht erwartet. Und woher konnten sie denn überhaupt noch wissen, wo ich war? Ich bewegte mich doch noch? Als ich allerdings aus dem Fenster sah, stellte ich den Grund fest. Sie waren kaum ein paar Kilometer von mir entfernt. Ich konnte den Kreuzer direkt vor mir sehen, sie konnten also vermutlich auch mich sehen. Ich war zu abgelenkt gewesen, um das vorher schon festzustellen. Sofort schaltete ich alles Maschinen wieder an. Das Funkgerät krächzte.
“...strich 3, antworten sie sofort oder rechnen sie mit Vernichtung. Die Fracht an Bord ihres Raumschiffs darf unter keinen Umständen in falsche Hände geraten.”
Ich schaltete das Mikrofon frei.

“CC-1102, hier spricht CT-3292. Ich ergebe mich.”
Der Kreuzer, der ebenfalls der Venator-Klasse angehörte, schickte mehrere Raumjäger um mich abzuholen. Sie umstellten mein Schiff und eines von ihnen dockte an es an. Ich hörte schritte, das Entsichern eine Blastergewehrs. Ich konnte nur hoffen, es wäre auf Betäubung gestellt. Da öffnete sich die Tür und ich spürte einen Schuss in der Schulter. Schon nach dem Bruchteil einer Sekunde wurde es um mich herum schwarz.
Ich war erleichtert als ich nach einer Weile wieder aufwachte. Nicht tot zu sein war eine Tatsache, die mich sehr erfreute. Ich öffnete die Augen. Wo war ich? Verdammt. Natürlich, ich war auf Kamino. Ich hätte es wissen müssen. Als hätten sie mich beobachtet kamen wenige Sekunden später zwei Kaminoaner in den Raum hinein. Sie warfen einen Blick auf die Monitore an der Wand. Aus Neugier tat ich das ebenfalls, war aber nicht überrascht als ich keine Ahnung hatte was all die Zahlen und Grafiken bedeuten. Die Kaminoaner neigten ihre Köpfe, die auf ihren viel zu hohen Hälsen saßen, zu mir herunter. Sie hatten einen besorgten Blick. Super. Das kann nichts gutes bedeuten.

“Hallo, CT-3292” sagte einer von ihnen. “Willkommen zurück!”.
Dann begann der andere zu sprechen.
“Du bist hier, weil deine Vorgesetzten ein höchst beunruhigendes Verhalten bei dir festgestellt haben. Kannst du mir erklären, wieso du ein verbündetes Frachtschiff gekapert hast und es auf einen Kurs zu einem nichtrepublikanischen Planeten umgelenkt hast?”
Konnte ich ihm das erklären? Konnte ich das mir selbst erklären? Ich konnte es versuchen.
“Ein … ein Jedi gab mir einen Auftrag. Auf dem Planeten Zygerria. Mein Sergeant wollte nicht auf mich hören, daher fühlte ich mich verpflichtet, die Mission alleine durchzuführen.”
Der andere Kaminoaner notierte etwas, während der vordere weitersprach.
“Was hat dich glauben lassen, du wärst alleine in der Lage, diese Mission, die sehr wichtig zu sein schien, durchzuführen?”
“Ich … Ich weiß es nicht.”
Er nickte.

“Kannst du mir sagen, wann und wo der Jedi dir diesen Auftrag gegeben hat?”
“Kurz nach dem aufstehen… Im Versammlungsraum 213.”
“Nun, da sehe ich ein Problem. Wir haben mit dem Jedi gesprochen. Sie war niemals in diesem Raum. Was denken sie darüber?”
Ich schwieg. Ich war verblüfft.
Nach einigen Sekunden notierte der Kaminoaner noch mehr und beide verabschiedeten sich. Sie teilten mir mit, dass ein Raumschiff bereit stand, das mich zurück nach Coruscant bringen würde. Das überraschte mich. Ich hätte schwören können, ich würde diesen Planeten nicht lebend verlassen.
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Also gut, das war Kapitel 1. Willkommen an alle, die gerade hier angekommen sind :D
Vielleicht wäre es von hier an gut zu wissen, dass alle ungeraden Kapitel von einer Person geschrieben werden und die geraden von einer anderen. Wenn ihr also gleich Kapitel 2 lest (vorrausgesetzt Kapitel 1 hat euch gefallen!), wundert euch nicht dass sich der Schreibstil vermutlich ändern wird. Gleichzeitig versuchen wir auch, die Sichten und Storylines der beiden Protagonisten entsprechend aufzuteilen. Fröhliches Lesen!
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