Geheimniswahrer

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18
Hermine Granger Severus Snape
17.08.2019
19.09.2019
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Geheimniswahrer

Kapitel 29

~ Hermione‘s Sicht~

Severus wich nicht eine Sekunde von meiner Seite. Selbst als der Heiler am nächsten Morgen ihn aufforderte den Raum zu verlassen, sagte er nur, das er genau dort bleiben würde, wo er jetzt war. Ich versicherte dem Heiler, das es für mich in Ordnung sei, woraufhin dieser Anfing seine Diagnosezauber zu wirken.
„Soweit sieht alles gut aus, sie sollten sich dennoch schonen, Miss Granger. Sie können dann auch wieder nach Hause, sollten aber nächste Woche zur Kontrolle wieder kommen. In der zwischen Zeit sollten sie diese Tränke nehmen.“ sagte er dann und reichte Severus eine kleine Kiste mit Tränken.
„Was genau sind dies für Tränke?“ fragte dieser Misstrauisch. „Einfache Schmerztränke und welche zur Stärkung.“ gab der Heiler als Erklärung.
„Miss Granger wird diese Tränke nicht benötigen, denn die nötigen tränke kann ich ihr selbst brauen und mit größter Wahrscheinlichkeit in besserer Qualität.“ sagte Severus in seinem typischen Lehrerton. Offenbar war der Heiler noch nicht sehr lange in Großbritannien, denn er wagte es zu fragen: „Und wer genau sind sie um dies zu Behaupten? Immerhin wurden diese Tränke von einem Zaubertrankmeister gebraut.“
„Sie fragen wer ICH bin? Mein Name ist Professor Severus Snape.“ gab Severus nun sehr gereizt von sich. Wenn ich jetzt nicht dazwischen gehe, befürchte ich, das Severus dem armen Heiler einen Fluch an hexen wird, wenn dieser noch einen weiteren Ton sagt.
„Mister Snape ist der beste Tränkemeister in Europa, selbst in Amerika ist er hoch angesehen.“ erklärte ich dem Heiler deshalb, sah dabei aber die ganze Zeit zu Severus. Deshalb bekam ich auch den geschockten Gesichtsausdruck des Heilers nicht mit. „Sind sie etwa DER Mr. Snape?“ kam es dümmlich fragend von dem jüngeren.
Der Blick, welchen Severus ihm nun zuwarf war wohl Bestätigung genug, aber auch die Aufforderung uns nun alleine zu lassen.
Severus seufzte kurz, bevor er sich zu mir drehte und fragte: „Brauchst du Hilfe beim Ankleiden?“ Ich schüttelte nur den Kopf, bat ihn dennoch mir meine Kleidung, welche Ginny gestern noch geholt hatte, zu geben.
Es war zwar etwas schwieriger, als gedacht, dennoch schaffte ich es mich ohne Hilfe anzukleiden.

Severus apparierte uns Seit- an- Seit zu seinem Haus, wo wir auch bereits von einem Freudestrahlenden Noobey begrüßt wurden: „Miss Hermione ist wieder zuhause. Noobey hat sich sehr große Sorgen gemacht um die junge Miss. Genauso große, wie Master Snape sie hatte.“ Ich dankte ihm dafür und sah Severus daraufhin mit einem Grinsen an.
„Soo groß waren mein Sorgen nun auch mal wieder nicht.“ versuchte er sich heraus zureden, was ihm aber nicht gelang, da seine eigenen Augen etwas anderes sagte.
Machte er sich etwa immer noch Sorgen? Mir geht es doch wieder einigermaßen gut. Auch wenn ich bei dem Gedanken daran, unser Kind verloren zu haben immer noch kurz davor stand, nervlich zusammen zu brechen. Allerdings fing mich Severus jedes mal wieder auf und zeigte mir, das ich nicht alleine in dieser Situation bin.
Im Haus kamen die beiden Mädchen aus der Küche und sahen Severus sehr scheu an, so als würde sie auf einen Befehl von ihm warten. „Hallo ihr zwei. Wie geht es euch?“ fragte ich, um diese Stille zu unterbrechen. „Vielen Dank, Miss, uns geht es sehr gut.“ antwortete die Braunhaarige, welche den Namen Hannah trug, soweit ich mich noch erinnern kann. „Bitte, nennt mich Hermione und das hier ist Severus, ihm gehört das Haus.“ sagte ich zu den beiden und zeigte dabei auf Severus.
„Wie heißt ihr?“ kam es steif von Severus. „Mein Name ist Hannah und das ist Samantha.“ kam es sehr schüchtern als Antwort. „Gut, also ihr könnt erst mal hier bleiben, bis wir etwas gutes für euch gefunden haben.“ sprach Severus immer noch sehr steif, offenbar wusste er nicht, wie er mit den beiden umgehen sollte. „Severus, würdest du uns drei mal alleine lassen und meine Tasche schon mal nach oben bringen?“ fragte ich ihn deshalb und sah die Dankbarkeit in seinen Augen, bevor er nach oben ging.
„Hast du keine Angst, so offen mit deinem Meister zu sprechen?“ fragte Samantha so leise, das ich sie fast nicht verstand. „Meister?“ fragte ich. „Na der Herr, der sie gestern getragen hat und uns aus unserem Zimmer geholt hatte.“ erklärte Hannah. „Severus? Er ist nicht mein Meister, noch von sonst wem, von Noobey mal abgesehen. Ihr braucht keinen Angst mehr zu haben, das euch irgendjemand etwas schreckliches antut, das ist jetzt ein für alle mal vorbei. Hier könnt ihr auch frei reden und euch auch frei bewegen. Die einzigen Räume, die für euch Tabu sind, sind das Labor und das Schlafzimmer von Severus.“ sagte ich mit fester Stimme. Beide nickten nur, als auch Severus die Treppe herunter kam.
„Wo sollen die beiden schlafen?“ fragte er mich. Darüber hatte ich mir noch keine Gedanken gemacht. Severus hatte nur zwei Schlafräume und beide waren belegt. Wobei, jetzt da er mir gesagt hatte, was er für mich empfindet, sollte es bestimmt kein Problem sein, wenn ich zu ihm ins Schlafzimmer ziehe und den beiden Mädchen ‚mein‘ Zimmer überlasse. Als Antwort auf meinen Vorschlag küsste er mich. Erst als die Mädchen kicherten, beendete er den Kuss und fragte: „Wer hat auch solch einen Hunger wie ich?“

~ Severus‘s Sicht~

Noobey hatte sich mal wieder selbst übertroffen mit dem Essen, welches er für uns alle gekocht hatte. Es dauerte etwas, bis Hannah und Samantha merkten, das von mir keinerlei Gefahr für sie ausging, bevor sie anfingen sich vollkommen zu entspannen. Obwohl das letzte Jahr für sie wie die Hölle auf Erden gewesen sein musste, wirkten sie alles andere als bedrückt. So viel Lachen, wie gerade drang noch nie durch mein Haus. Hermione dagegen wirkte bedrückt und schien auch nicht richtig an den Gesprächen teilzunehmen. Auf meine Frage, ob alles in Ordnung sei, nickte sie bloß und stocherte weiter in ihrem Essen herum. Der Verlust des Kindes machte ihr offenbar sehr zu schaffen, auch wenn sie erst in der zweiten Woche gewesen war.
An mir ging das ganze auch nicht ganz spurlos vorbei, denn auch wenn ich mir nie Gedanken über eine Familie gemacht hatte, würde ich mir nun wünschen ein eigene Familie mit meiner kleinen Löwin zu Gründen.
Vorher allerdings muss sie ihre Okklumentik Fähigkeiten verbessern, denn ansonsten zerbricht sie an dem ganzen erlebten. „Wie alt seid ihr zwei eigentlich?“ fragte ich, denn nach Hermione‘s Erzählungen, waren sie sehr jung.
Diesmal war es Samantha, welche antwortete: „Hannah ist 11 und ich wurde vor kurzem 12.“
Also eigentlich das perfekte Alter um nach Hogwarts zu gehen, wenn sie denn magische Fähigkeiten haben. Auf meine Frage danach, schauten sie mich etwas seltsam an. Hermione erklärte ihnen, was genau ich meinte und sie schienen diese Erklärungen zu verstehen, denn sie beide nickten. Dann hatte Lucius also die Briefe von Hogwarts für beide verschwinden lassen, sodass sie nie etwas von unserer Welt erfuhren.

Die beiden Mädchen spielten mit Hermione, nach dem Essen, im Wohnzimmer, als sich plötzlich die Stimmung im Raum veränderte. Hannah und Samantha hatten von jetzt auf gleich aufgehört zu spielen und zu lachen. Sie schauten Hermione mit einem unergründlichen Blick an, welcher sie zu verunsichern schien.
„Wir wollten dir nochmal danken, dafür das du unser Leben damals in dem dunklen Haus gerettet hast. Hättest du die Männer nicht abgelenkt, hätten sie viel schneller die schlimmen Sachen mit uns gemacht und hätten uns dann wahrscheinlich getötet, bevor das Chaos losging.“ sagte Samantha mit einer traurigen, aber dankbaren Stimme.
Dies war wohl zu viel für Hermione, denn sie stand, ohne irgendetwas zu sagen, auf und lief die Treppe nach oben. Geschockt blickten die zwei ihr nach, während ich Hermione hinterher lief. Sie war in unser Schlafzimmer gelaufen , hatte die Tür aber nicht verriegelt. Leise öffnete ich die Tür und sah sie auf dem Bett liegend und hörte wie sie leise weinte. „Hermione… Alles wird gut, ich bin bei dir. Denke daran, was du gelernt hast. Wenn du deine Gedanken kontrollierst, können sie dich nicht kontrollieren.“ gab ich sehr ruhig von mir, um sie nicht zu verschrecken. Offenbar konnte sie jetzt nicht die Kontrolle aufbringen, um ihre Schutzwälle aufzubauen, weshalb ich mich zu ihr legte und sie in den Arm nahm. „Noobey… kümmere dich bitte um Hannah und Samantha. Hermione und ich werden den Rest des Tages hier bleiben und uns ausruhen.“ rief ich meinen Hauselfen und gab ihm die Anweisung, welche er nach einem Sorgenvollen Blick auf Hermione, auch sofort ausführte.
„Wir bekommen das gemeinsam hin. Ich werde dir dabei helfen. Wenn du möchtest, kann ich dir etwas vorlesen, damit du etwas abgelenkt wirst.“ sprach ich leise auf die Frau in meinen Armen ein.
Nachdem ich ein nicken spürte, griff ich nach dem Buch, welches auf dem Schränkchen neben meinem Bett lag. Es war ein Muggel Roman, welchen ich ihr mit sehr ruhiger und tiefer Stimme vorlas, sodass es mich nicht wunderte, das Hermione sehr schnell eingeschlafen war.
Das Buch legte ich wieder zur Seite und legte mich gemeinsam mit Hermione in eine gemütlichere Position, sodass auch ich schlafen konnte. Doch bevor mich Morpheus in seine Arme nahm, dachte ich über die beiden Mädchen nach, welche gerade von Noobey versorgt wurden. Am beten ich würde morgen Minerva einen Brief schicken und sie nach den beiden Mädchen fragen. Sie als amtierende Schulleiterin hatte immerhin eine Liste der Schüler, welche einen Brief erhalten hatten. Anhand dieser Liste können wir schauen, ob die beiden auf Hogwarts gehen können. Doch bevor sie dorthin gehen, werde ich ihnen die Erinnerung an letztes Jahr nehmen und durch etwas ersetzten, was nicht ganz so schrecklich ist, aber dennoch logisch für ihre jetzige Situation ist.
Zudem mussten Hermione und ich im Ministerium nachfragen, wer sich weiterhin um die beiden kümmert, wobei ich mir denken kann, das Hermione sie höchst wahrscheinlich selbst aufnehmen möchte. Vielleicht ist das dann der erste Schritt für uns in eine Zukunft, ohne solch schrecklichen Ereignisse.
Mit diesem Gedanken schlief auch ich irgendwann ein und wachte vor dem nächsten Morgen nicht mehr auf.

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So, hier das neue Chap für heute.

Diesmal ist es auch nicht ganz so schrecklich, wie die letzten beiden.

Dennoch hoffe ich, das es euch gefallen hat und würde mich über ein Review freuen. :)

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