Tailoring Shorts

von DieBunny
OneshotÜbernatürlich / P12
OC (Own Character)
17.08.2019
28.09.2019
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17.08.2019 5.449
 
Zwei Wochen sind eine lange Zeit. Vor allem in Gefangenschaft. Doch können sie für den Täter schlimmer sein, als für das Opfer?
Plag Vaxatue wird für eine kleine Weile von Pitch festgehalten, da seine Pläne sonst Gefahr laufen, an die Oberfläche zu gelangen. Allerdings wird diese Zeit zur reinen Tortur, wenn man sich den leibhaftigen Quälgeist an einer Eisenkette im eigenen Heim anbindet.


~*~

Wie wurde der Quälgeist eigentlich zum Quälgeist? Diese Frage konnte nur Plag selbst beantworten. Zu ihr kam keinen weiser Mann im Mond und belebte sie wieder. Ihr einziger Begleiter, seid Anbeginn ihrer unterblichen Lebenszeit, war die Einsamkeit.
Vor etwas mehr als 400 Jahren war sie eine ganz normale Bürgern der unteren Einkommensschicht. Plag konnte sich nie besonders gut Namen merken und hatte die letzten Jahrhunderte über nicht nur ihren eigenen Namen vergessen. Allerdings konnte sie sich an viele andere Dinge erinnern. Sie hatte viele Geschwister, Mutter, Vater und die Großeltern gehabt. Alle mussten versorgt werden und jeder musste mit anpacken. Auch sie. Sie hatte im Haus eines wohlhabenden Mannes als Dienst- und Küchenmädchen gearbeitet, der dort gemeinsam mit seinen beiden Söhnen und seiner Frau lebte. Plag konnte sich auch noch genau an die Nacht erinnern, in der sie im Alter von 16 Jahren ermordet wurde. Der reiche Mann war mit seiner Frau und dem ältesten Sohn auf Reisen gewesen. Er hatte dem Jüngeren das Kommando übertragen, bevor er das Haus verlassen hatte. Sie selbst war noch bis Spät in der Küche beschäftig und konzentriert auf ihre Arbeit gewesen. Die anderen Bediensteten waren entweder selbst schon zuhause und am Schlafen gewesen, oder waren nicht in ihrer Nähe, als sie mit einem eisernen Kerzenständer erschlagen wurde. Der jüngere Sohn ist ihr nie wirklich sympathisch gewesen. Irgendwas hatte mit ihm nicht gestimmt, das war ihr schon am ersten Tag klar gewesen, an dem sie ihn gesehen hatte. Warum nur er ihr Mörder gewesen sein konnte und weshalb er es getan hatte, erfuhr Plag erst, nachdem sie als Geist wieder aufgewacht ist. Nur mit einem weißen Leinenhemd bedeckt, wachte sie auf dem Friedhof auf. Unter sich war ihr Grab. In diesem Moment begann sich etwas in ihr zu bilden. Ein Kern. Wie ein Samen pflanzte sich die sie nun überkommende Einsamkeit tief in ihre Brust. Noch ahnte Plag allerdings nicht, was ab diesem Moment mit ihr geschehen würde.
Nach einem ausgiebigen Nervenzusammenbruch und der einkehrenden Erkenntnis, tot und noch dazu ein Geist zu sein, besuchte sie nicht nur ihre trauernde Familie, sondern auch den Ort ihres Todes. Wer sie umgebracht hatte, war nicht schwer zu erraten. Der jüngere Sohn erzählte seiner gerade zurückgekehrten Familie, sie sei die Treppe hinab gestürzt und hätte sich den Hals gebrochen. Doch das warum erfuhr sie aus einem ganz anderem Gespräch. Als die Brüder für einen kurzen Moment alleine waren, fuhr der ältere Sohn den jüngeren an. Es kam raus, dass der Jüngere Nekrophil war. Er trieb es gerne mit Leichen und war scheinbar auch nicht gerade davon abgeneigt, für diese sexuellen Erfahrungen zu töten. Zu wissen oder zu erfahren, dass die eigene Leiche, der eigene Körper, geschändet und missbraucht wurde, gab ihr kein besonders gutes Gefühl. Eher das komplette Gegenteil. Sie war nur froh drum, es durch ihren Tod nicht gemerkt oder gewusst zu haben. Als Geist schien sie unversehrt zu sein. Plag hatte keinerlei Erinnerungen daran und trauerte dem auch nicht hinterher. Nun klärte sich allerdings für sie, warum ihr Geist wiedergeboren wurde. Rache. Plag überkam nun brodelnde Wut auf ihren Mörder und der sehnliche Wunsch nach Rache, der schon viele Geister wieder aus ihren Gräbern gerufen hat.
Es hat ein wenig gedauert, doch schlussendlich hatte Plag ihre Rache bekommen. Ironischer hätte der Tod ihres Peinigers zudem nicht sein können. Sie hatte den Kronleuchter im Flur über der Treppe manipuliert und ihn fallen gelassen. Ihr Mörder, der die Treppe gerade herunter spaziert kam, wurde getroffen, fiel die restlichen Stufen hinab und brach sich den Hals. Normalerweise fanden Geister nach ihrer vollendeten Rache ihren Frieden. Zumindest war Plag davon ausgegangen. Allerdings blieb ihr wohlverdienter Frieden aus. Rache hatte ihr keine Erlösung geschenkt. Noch dazu verließ die Familie das Haus und dank der alten Küchenfrau, ihrer ehemaligen Kollegin die stehts an Geister geglaubt hatte, war sie schnell das Gesprächsthema der Stadt. Ein Haus in dem es spuckt. Ein solches Gebäude betrat natürlich niemand mehr freiwillig und so blieb Plag ganz allein zurück. Gemeinsam mit der in ihr wachsenden Einsamkeit. Sie konnte dieses Haus irgendwann auch nicht mehr verlassen. Sie hatte das Schicksal eines jeden Poltergeistes ereilt. Die Bindung an einen Ort. Jeder Geist band sich, ohne jedes zutun, zwangsweise an einen Ort, den sie schon bald kaum noch verlassen konnten. Allein mit sich selbst vergingen rund 150 lange Jahre, in denen Plag nur die sich eingenisteten Mäuse und das langsam verrottende Haus als ihre Freunde bezeichnete. Doch das war nichts als Schein. Sie war alleine. Eine Tote, die nicht einmal mehr einen Namen hatte, an den sie sich erinnern konnte. Als hätte die ganze Welt vergessen, dass sie existierte. Oder existiert hatte. Die Einsamkeit wuchs in ihr unaufhaltsam.
Doch eines Tages trat ein alter Vampirfürst durch die Tür herein. Er inspizierte jedes Zimmer, als sei er bei einer ganz normalen Hausbesichtigung. Plag hatte sich kaum getraut ihn anzusprechen, aus Angst, dass auch er sie nicht sehen würde. Doch als sie sich ihm näherte, hatte er sofort das Wort ergriffen.
"Madame, wie lange steht dieses Haus schon leer?", hatte der alte Vampir gefragt.
"Seid über 150 Jahren.", hatte die Brünette zögerlich geantwortet. "So lange bin auch ich schon an dieses Haus gebunden und kann es nicht verlassen." Doch der alte Mann mit der leichenblassen Haut hatte nur abgewunken und zufrieden gelächelt, sodass sie seine schneeweißen spitzen Zähne sehen konnte.
"Dann, meine Liebe, ist es perfekt. Wenn sie mir gestatten, mich vorzustellen: Ich bin Graf Alfons-Reimund von Brandt. Ich habe schon Ewigkeiten nach einem Haus wie diesem mit einem Poltergeist gesucht. Ein solch langes Leben, wie ich es führe, kann auf Dauer sehr einsam werden." Dem konnte das Geistermädchen damals, wie auch heute, nur zustimmen. "Würden Sie mir also gestatten mich hier bei Ihnen niederzulassen?" Die Grünäugige war sofort beeindruckt von dem Grafen gewesen und hatte nach kurzem Zögern ihr Einverständnis für seinen Einzug gegeben. Alfons wirkte seid dem ersten Moment an sehr sympathisch und für sie war alles besser, als weitere 150 Jahre der totalen Einsamkeit.
Die Zeit verging und der alte Vampir wurde nicht nur ein sehr guter Freund des Geistes, sondern in gewisser Weise sogar ihr Mentor. Er brachte ihr lesen, rechnen und schreiben bei, unterrichtete sie über die Welt und die Geschichte der Menschen. Er erzählte dem Geistermädchen alles, was er in seinem langen Leben bereits gesehen und erlebt hatte. Er gab ihr sogar einen Namen. Plag hatte schon immer eine Faszination für die zehn Plagen, die es laut der Bibel in Ägypten gegeben haben soll, sowie auch ein großes Interesse an der englischen Sprache. Außerdem hatte der Geist stehts neue Fragen an den Vampir, die er ihr zwar gerne alle beantwortete, doch er nannte sie im Spaß dann immer einen Quälgeist. Ihren Namen setzte er dann aus den englischen Wörtern "Plague" und "Vaxation" zusammen. Heraus kam "Plag Vaxatue". Doch nicht nur über die Welt der Menschen klärte er sie auf. Auch, über die Magie, die sie stehts umgab. Magische Wesen wie sie Beide und auch, warum Plag dieses Haus nicht verlassen konnte.
"Du schmiedest nur deine eigenen Ketten an dieses Haus, Kleine.", hatte er gesagt. "Geister binden sich stehts an etwas, dass sie an ihrer Vergangenheit festhalten lässt. Du bist frei, Plag. Du musst es nur wirklich wollen." Und das wollte sie mittlerweile wirklich. Sie hatte ein neues Ziel. Keine Rache. Sie wollte die Welt sehen, von der ihr Freund ihr seid so vielen Jahren erzählte. Und als sie es eines Tages seid langer Zeit erneut versuchte, konnte sie das Grundstück tatsächlich verlassen. Sie besuchte jeden Ort und jedes Land, das sie seid den Erzählungen von Alfons so sehr interessiert hatte. Ägypten, Paris, China, Japan, Rom,... Allerdings blieb die Freude über ihre neu gewonnene Freiheit nicht für immer. Schon bald bemerkte sie, dass sie spüren konnte, wenn ein Mensch in ihrer Nähe einsam war und was ihn einsam machte. Mehrfach glaubte sie sogar, dass es ihre Anwesenheit war, die die Einsamkeit der Menschen um sie herum verstärkte und sie diese intensiver spüren ließ. Dann bemerkte sie den Kern dieses negativen Gefühls, der seid ihrer Wiedergeburt in ihr herangewachsen war. Sie bekam Angst vor sich selbst. Riesige Angst. Sie fürchtete, jeden Menschen um sich herum damit in einen Abgrund stoßen zu können. Selbst als sie dem alten Vampir davon erzählte, konnte er sie nur schwer wieder beruhigen.
"Hör zu, Plag.", sagte er damals zu ihr. "Ich kann mir nicht einmal im entferntesten vorstellen, wie schockierend es sein muss, plötzlich festzustellen, dass in der eigenen Brust der Kern und das Zentrum eines ganzen Gefühls verborgen liegt. Noch dazu das der Einsamkeit." Er machte eine kurze Pause, bevor er weiter sprach. "Aber du bist nicht die Einzige, weist du? Es gibt noch viele andere Mythen und Sagengestalten, in deren Innersten ein Gefühl verborgen liegt. Ja, die Einsamkeit ist wahrlich nichts positives wie es zum Beispiel die Liebe ist. Aber sie muss genauso gut beschützt und behütet werden."
"Aber warum..?", hatte sie leise und traurig gefragt. "Niemand will die Einsamkeit."
"Einsamkeit ist etwas Gefährliches, ja. Aber auch etwas Wichtiges. Sie zeigt dir, dass dir etwas fehlt und das man sich darum kümmern sollte. Allerdings kann die Einsamkeit in den falschen Händen viel Schaden anrichten. Es ist also eine wichtige Aufgabe sie zu beschützen, meinst du nicht auch?" Plag wollte es nur ungern zugeben, doch musste nicken. Der Graf hatte wie so oft recht. Sie hatte zwar Angst davor, ihrem Innersten nicht gewachsen zu sein, aber sie musste einfach akzeptieren, dass sie von nun an die Mythe der Einsamkeit war.
Ein paar Jahre später sollte sich ihr unsterbliches Leben erneut auf den Kopf stellen, als sie auf ihrem Weg zurück in das alte Anwesen eine seltsame kleine Motte bemerkte. Ihre Flügel sahen aus wie Ohren und es machte ganz putzige Laute. Als sie Alfons von dem merkwürdigen Insekt erzählte, klärte er Plag über dieses faszinierende Geschöpf auf. Der Geist war einer Ohrmotte begegnet. Einem Tier, dass sich als Ohrwurm in den Köpfen der Menschen einnistet und dort immer nur ein Lied singt. Sie machen die Menschen wahnsinnig, bis sie sich in die Motten verwandeln und zurück in ihre Heimat fliegen. Die Welt der Gedanken.
"Die Welt der Gedanken?", hakte sie nach.
"Ja, genau.", antwortete der Vampir und lehnte sich etwas weiter in seinem Sessel zurück. "Es ist eine Zwischenwelt, in der die Gedanken der Menschen angeblich alle nur durch den Raum verbunden sind. Dort leben sie. Bisher soll aber kaum jemand diesen Ort gesehen haben. Väterchen Zeit selbst ist auch nur ein einziges Mal dort gewesen." Für Plag hörte es sich ganz nach einem Ort an, den sie dringend einmal besuchen musste. Doch zuvor freundete sie sich erst einmal mit den Ohrmotten an. Der Graf hatte ihr geraten, sie mit Liedern und Musik anzulocken. Dann kämen die Ohrwürmer und Ohrmotten schon von ganz alleine. Das taten sie auch. Tatsächlich dauerte es auch nicht allzu lange, da folgte Plag ihren neuen Freunden in die Welt der Gedanken. Sie hatten sich auf ihren Körper gesetzt und nach ein kurzen Blinzeln war sie plötzlich da. So, als sei sie mitten im Nachthimmel, mitten im Weltall, schwebte sie in der Zwischenwelt. Überall gab es Galaxien in der sich die einzelnen Gedanken wie Sterne zusammengesetzt hatten. Überall flatterten Motten an ihr vorbei und die Würmer ließen sich von der Schwerelosigkeit einfach durch den Raum treiben. Dieser Ort bewegte etwas in dem Geist. Plag hatte das Gefühl hier für immer bleiben zu wollen und genau hier hin zu gehören. Als sei in dieser Welt ihr Platz. Sie konnte zudem auch regelrecht spüren, wie sich ihre Magie an diesen Ort band. Sie gehörte in die Welt der Gedanken.
Die letzten zwei Jahrhunderte über hatte sie es nicht nur geschafft zu lernen, sich mithilfe von Magie in die Gedankenwelt rein und wieder raus zu teleportieren. Sie lernte auch die Gedanken der Menschen zu lesen, zu lenken und teilweise sogar zu kontrollieren. Die lange Zeit über, die sie bereits dort verbrachte, hatten Plags Gliedmaßen ihr galaxieartiges Muster geschenkt. Doch genau wie sie es bereits mit ihrer Kraft über die Einsamkeit tat, so musste sie auch über die Macht der Gedanken rücksichtsvoll und verantwortungsvoll wachen.
So wurde aus dem kleinen Poltergeist in über 400 Jahren Plag Vaxatue, der Quälgeist. Die Mythe der Einsamkeit, die über die Gedankenwelt wacht.

...

"Was zum Teufel machst du da?", erklang die abfällige Stimme von Pitch.
"Ich denke nach.", antwortete Plag, die im Schneidersitz kopfüber an ihrer Eisenkette hing, die wenige Meter weiter unter einem der vielen Käfige befestigt war. "Ich habe schließlich alle Zeit der Welt. Du bist ein noch größerer Vollidiot als ich dachte, wenn du glaubst, dass du mich so leichtfertig hier anketten könntest." Sie öffnete ihre bis dato noch verschlossenen Augen und sah dem Albtraumkönig giftig in seine eigenen. Von ihm kam jedoch ein belustigtes Schnauben. Wirklich beeindruck war er nicht von seiner Gefangenen.
"Es wird nicht leicht, aber das Risiko muss ich eingehen, wenn der Plan aufgehen soll. Außerdem bin ich guter Dinge. Ich kenne deine Tricks."
"Ach, ist das so?", antwortete die Brünette mit einem verschlagenen Grinsen. Sie schwebte wieder in eine Aufrechte Position und näherte sich langsam der Brücke, auf der Pitch ihr gegenüber stand. "Dann kannst du dir ja aussuchen, mit was ich dich als erstes nerven soll." Sie stellte sich erhabenen Hauptes auf die kleine Mauer der Brücke. Näher konnte sie ihrem Gegenüber kaum kommen, dafür war die Kette zu kurz. "Soll ich dir wieder ein paar Geschichten erzählen, von irgendwelchen Gören, die glauben zu wissen, wer du bist, du kleine Dunkelelfe?", fragte sie neckend und ergatterte bereits einen angeekelten Gesichtsausdruck, der sie noch breiter grinsen ließ. "Oder soll ich dich lieber mit der Wahrheit quälen, Kozmotimaus?" Das hatte gesessen. Pitch packte den Geist am Hals und drückte mit aller Kraft zu, sodass dem Geist kaum noch Luft in die Lungen kam.
"Nenn. Mich. Nie. Wieder. So.", raunte er ihr wütend entgegen. Trotz der Luftmängel gab die Brünette ihr breites Grinsen nicht auf.
"Wenn du das sagst, Elfenboy." Seine Nägel bohrten sich in ihr Fleisch und rissen blutige Wunden am Hals auf, als der schwarze Mann seine Hand wütend vom Geist entfernte. Ein schmerzerfülltes Quieken kam von ihr, bevor sie wieder weiter nach hinten über den Abgrund schwebte, um ihren Abstand zu vergrößern. Ihre Wunden würden bald heilen, da war Plag sich sicher. Aber die tiefen Narben auf der Seele ihres Gefängniswärters würden es nie. Die Einsamkeit hielt sie schmerzvoll offen. "Du hast dich also für die Wahrheit entschieden. Dann lass uns doch gleich mit der Vorlesung beginnen. Aber wir machen erst einmal den Kindergarten-Kurs, sonst bekommt Pitchilein noch einen Tobsuchtanfall.", sichelte sie ohne Hemmungen weiter, als wären die vergangenen Sekunden nie passiert. Der Geist schwebte zurück zum Käfig und setzte sich lässig auf dessen Dach. Der Albtraumkönig hatte kein Interesse daran, sich von diesem Geist weiter vorführen zu lassen und setzte seinen Weg in Richtung Globus weiter fort.
"Erspar mir lieber deine dummen Spielchen.", zischte er währenddessen. "Sonst wirst du es noch bereuen."
"Du meinst, solche dummen Spielen wie deine, als du gegen die Hüter gekämpft, äh nein, halt, gegen die du verloren hast? Solche?", rief sie ihm noch hierher und begann zu lachen. Pitch war nicht mehr in Sichtweite, doch durch die hallenden Wände würde er sie hören. "Wir zwei müssen nicht allein sein, Jack.", äffte sie ihn nach. "Ich glaube an dich? Ha! Was wolltest du kleiner Perverser denn bitte machen? Du alter Sack mit dem Milchbubi von Wintergeist, eine Allianz gegen die Hüter?" Der Quälgeist lachte laut und ihr kamen die Tränen. "Mir fällt jetzt erst wieder ein, wie lustig das war. Aber weist du, was noch viel lustiger ist? Wie knapp du an deinem Ziel vorbei geschrammt bist." Plag wusste ganz genau, wie sauer es Pitch aufstieß, auf seine Fehler angesprochen zu werden. Vergnügt betrachtete Plag ihren Arm, auf dem sich unzählige kleine Lichtpunkte wie Sterne abbildeten. "Ein einziger kleiner Gedanke."
"Sag bloß, dass mein Versagen deine Schuld war." Aus einem Schatten war Pitch wieder aufgetaucht und funkelte sie gefährlich an. Mit sich brachte er mehrere Albträume.
"Witziger weise nicht.", gluckste sie. "Weißt du noch, wie du Jackilein in die Schlucht gestürzt hast am Südpol? Gleich nach deiner Bühnenreif schlechten Schmeicheltour?" Das abfällige Schnauben des schwarzen Mannes deutete sie als ja. "Du hast ihm noch lachend sein kaputtes Stöckchen nachgeworfen.", erzählte sie weiter und holte aus ihrem Arm eines der vielen kleinen Lichter hervor. Ein Gedanke. "Du bist genau durch diesen Gedanken, ihm den Stab hinterher zu schmeißen, gescheitert."
"Das ist doch lächerlich.", quittierte Pitch böse.
"Oh nein.", lachte Plag. "Was passierte daraufhin, hm? Er reparierte das Ding und war in wortwörtlicher Windeseile bei dem kleinen Jamie. Wir sprechen hier von Sekunden. Du Depp hast dir dein eigenes Loch gegraben! Kein Stab, keine Rettung, kein Licht. So einfach wäre es gewesen." Das kleine Licht in ihrer Hand legte sie wieder in ihren Arm.
"Du wirst noch lange genug leiden.", knurrte ihr Gegenüber und verschwand wieder in den Schatten. Die Albträume ließ er zurück.
Daraufhin vergingen nur wenige Tage, doch Plag ging es immer schlechter. Anfangs hatte sie es vermieden einzuschlafen, doch schon bald hatten die Albträume Gelegenheit, dem Quälgeist die Nächte zur Hölle zu machen. Normalerweise träumte Plag kaum. Wenn sie in der Zwischenwelt schlief, erreichten die Träume sie nicht. Egal ob gut oder böse. Nun waren die Schrecken, die die Albträume sie lehrten, zu überfordernd für sie. Zu real. Ihr eiserner Wille hielt sie bei Verstand. Sie konnte auch keine neue Energie tanken, Pitchs Pferde machten ihr den erholsamen Schlaf einfach unmöglich. Immer tiefer wurden also die Schatten unter ihren Augen. Doch wenn Pitch meinte, dass würde sie ruhigstellen, hatte er sich geschnitten. Da die schmerzende Wahrheit bald etwas in ihrem Witz überdehnt war, zückte die Brünette bald schon die lieben Märchen über ihr Lieblingsopfer.
"Er hialt mich fäst und küssete mich und segte ich liebe doch!", las sie so laut sie konnte vor, mit jedem einzelnen Rechtschreibfehler. "Ich lebe dich ach!"
"Halt endlich den Mund!", schrie der Albtraumkönig giftig und kam mit schnellen Schritten auf der Brücke zum Vorschein.
"Psst, sei doch endlich mal still, ich will hier in ruhe lesen!", stierte sie schelmisch zurück und reckte das Kinn. "Wenn ich hier schon festsitze, möchte ich wenigstens mein Hobby ausleben dürfen, du Kunstbanause!" Mit gespielter Empörung schlug sie ein Bein über das andere und las weiter. "Er zog miech miet auf dem Rücken eines Alebträumpfertes und hielt mi eien seinen starken Armee." Kurz runzelte sie die Stirn, behielt aber ein breites schadenfrohes Lächeln. "Hielt mi ist aber fast schon ein bisschen bayrisch, was? Diese Kulturvielfalt in diesem Meisterwerk. Toll! Einfach Toll!" Innerlich brach der Geist schon in schallendem Gelächter aus, während Pitch sich schon einen neuen Albtraum für sie überlegte. Das Buch, dass sich Plag aus Rauch in die Hände gezaubert hatte und aus dem sie vorlas, hätte seiner Meinung nach verbrannt werden müssen. Wer weiß aus welcher Zwischenwelt sie dieses Ding hergeholt hatte. Plötzlich runzelte sie jedoch erneut die Stirn, bevor das laute Gelächter nun doch aus ihr heraus kam. "Alter, ich kann nicht mehr.", japste sie und hatte Mühe, sich auf dem Dach des Käfigs zu halten. "Pinata freugte ich.", las sie glucksend vor. "Na ja, Tippfehler können mal passieren, was, Pinata?" Das Zähneknirschen ihres Gegenübers ignorierte sie getrost. Zudem bemerkte sie durch ihren Tränenschleier nicht, wie Pitch einen dunklen Pfeil spannte und auf sie zielte. Der Pfeil war nicht ganz so tödlich oder so groß wie der, den er auf den Sandmann abgefeuert hatte, doch er würde diesem närrischen Quälgeist für eine Zeit lang außer Gefecht setzen. Plag wusste kaum wie ihr geschah, als ein stechender Schmerz in ihrer Seite sie aufschreien ließ. Der Pfeil hatte sie direkt unterhalb der Rippen getroffen. Sie war nicht der Sandmann. Der Pfeil löste sich nicht einfach auf und floss in ihren Körper. Er durchbohrte sie, sodass seine Spitze auf der anderen Seite wieder heraus stach. Auch wenn es sie nicht töten würde und auch, wenn sie ein Geist war, es schmerzte höllisch. Das Buch war längst wieder als Rauch verschwunden und sie umfasste mit zitternden Händen den Pfeil. Plag gab ein schmerzerfülltes Stöhnen von sich, als sie den schwarzen Fremdkörper langsam aus ihrem Fleisch zog. Mit einem schmatzenden Geräusch, dass die meisten anderen in dieser Situation zum Brechen angeregt hätte, hielt sie das totbringende Stück in der Hand. An ihm klebte dunkles rotes Blut, welches in größeren Mengen aus der frischen Wunde austrat. Plag warf den Pfeil achtlos in den Abgrund und presste ihre Hände auf die offene Wunde. Pitch hingegen beobachtete genüsslich wie sich der Geist in den Schmerzen vergeblich zusammenriss und litt. Qualvolle Laute hörte er wesentlich lieber von ihr, als dummes Geschwätz. Endlich war, fürs Erste, Ruhe. Er sah dem Geist noch eine Weile bei ihrem Leid zu, bevor er sich zufrieden zurück zog.
Zwei Tage später hatte der schwarze Mann noch immer seine Ruhe. Vom Quälgeist war in den vergangenen 48 Stunden nicht mehr zu hören gewesen als schmerzhaftes Stöhnen und Wimmern, sowie das leise Summen von exakt drei Liedern. Warum sie es tat wusste und interessierte ihn nicht. Vermutlich war es entweder ein leiser anhaltender Widerstand, oder sie versuchte dadurch bei Verstand zu bleiben. Immerhin ließ er sich nicht eine einzige Sekunde, in der sie die Augen schloss, entgehen, ihr Albträume zu bescheren. Es würde sie auf kurz oder lang zermürben.
Die Brünette lag momentan im offenen Käfig, an dem ihre Kette festgemacht war. Ihre Beine baumelten aus der offenen Tür heraus. Noch immer summte sie leise abwechselnd ihre drei Lieder, jedoch nicht um bei Verstand zu bleiben, oder um Pitch zu ärgern. Beides war eher ein zusätzlicher Bonus. Die Kinderlieder, die sie summte, hatten drei kleine Ohrwürmer angelockt, die ihr halfen ihre Wunden zu versorgen. Die dünnen Fäden die sie zum Verpuppen produzieren konnten, waren zwar kein geeignetes Material um bei normal sterblichen Wesen eine solche Wunde zu flicken, doch für einen Geist waren die extrem hartnäckigen und festen Fäden, mit denen sich die Ohrwürmer in den Köpfen der Menschen festhielten, besser als nichts. Plags Wunden heilten zudem immer recht schnell. Die Würmer, die inzwischen auf die Namen Boris, Klaus und Kevin hörten, versteckten sich nach getaner Arbeit in Plags Kopf, wo sie sich in Motten entwickeln und vielleicht sogar später Hilfe holen konnten. Außerdem fühlte sich das Geistermädchen mit den Dreien nicht mehr ganz so allein und hoffnungslos.
"Gibst du dich endlich geschlagen?", vernahm sie die spöttische Stimme des Albtraumkönigs. Die Brünette musste nicht einmal zu ihm schauen um zu wissen, dass er dort mit einem Lächeln auf den dünnen Lippen und hinter dem Rücken gefalteten Händen stand, nur auf ihre bedingungslose Kapitulation wartend.
"Nein.", antwortete sie ihm mit einem lauten Ausatmen, bevor sie sich langsam und vorsichtig aufrichtete. Genau wie sie es sich gedacht hatte. Da stand er. Siegessicher und hoch erfreut über ihr Leid. "Dir ging es wohl in den letzten Tagen zu gut, wenn du mit so einer guten Laune hier bist.", ergänzte Plag. Die Herausforderung funkelte in ihren Augen, während sich auf ihre Lippen ebenfalls ein leichtes Lächeln schlich. "Könntest du dir also das nächste Mal bitte verkneifen auf mich zu schießen? Das tat echt übelst weh!" Gespielt beleidigt zog sie eine Schnute.
"Trotz allem scheint es dir schon wieder besser zu gehen.", gab Pitch zu. Einen angesäuerten Tonfall sparte er sich allerdings. "Nicht mal unter Schmerzen leidend schaffst du es auch nur mal fünf Minuten ernst zu bleiben." Mittlerweile war sein Grinsen eher ein Belächeln.
"Oh, ich kann mich auch ernst unterhalten!", behauptete Plag. "Allerdings ist es so viel lustiger. Ich meine, dir muss doch zwischen dem ganzen ernst bleiben und böse Pläne schmieden irgendwann voll langweilig werden, oder nicht?" Auf diese Frage ging Pitch gar nicht erst ein. Stattdessen lenkte er die Unterhaltung auf ein ganz anderes Thema.
"Ich habe ein Angebot für dich."
"So?", fragte Plag. Ihr war die Sache jetzt schon nicht geheuer.
"Ich würde dich freilassen, auf der Stelle.", sagte er freundlich. "Wenn du mir etwas versprichst." Seine Stimme erreichte etwas einlullendes, was in dem Quälgeist alle Alarmglocken aktivierte. Dieser Typ hatte definitiv etwas vor.
"Aha. Und was?", fragte sie also skeptisch.
"Treue.", war die Antwort.
"Treue?"
"Ja." Die goldenen Augen funkelten hinterlistig und sein Gesicht zierte ein bösartiges Lächeln, bei dem seine scharfen Zähne hervorblitzten. "Stell dir nur mal vor, wie stark wir wären, wenn wir zusammenarbeiten würden. Ich meine, du fristest schon seid Jahrhunderten das Leben als Quälgeist. Die Mythe der Einsamkeit. Dieses Schicksal wurde dir einfach auferlegt, ohne jedweden Grund." Plag wendete ihren Blick von Pitch ab. Sie wusste genau, welches Spielchen er hier trieb, doch leider sprach er hier gerade wahre Worte aus, die sie eigentlich nicht hören wollte. Das Lächeln war ihr ebenfalls vergangen. Ihre ausweichender Blick, ließ Pitch noch etwas selbstbewusster klingen. Er traf ihren wunden Punkt. "So viele Jahre hast du die Gedanken der Menschen beschützt. Nie hast du sie für eigene Zwecke Missbraucht. Du weißt, wie wichtig die Einsamkeit sein kann, aber auch, warum so viele Menschen Angst vor ihr haben. Schließlich geht es dir in der Hinsicht ja recht ähnlich." So Verständnisvoll Pitch auch klang und so sehr Plag auch in ihren eigenen Gefühlen verstanden werden wollte, sie durfte ihm keine Sekunde Glauben schenken. "Ich könnte dir Helfen, deinen Platz an der Sonne zu bekommen, der dir zusteht. Du könntest die Stärke in dir akzeptieren und zur Abwechslung mal etwas für dich tun. Ich könnte dir helfen. Du würdest mächtig werden. Natürlich hatten wir unsere... Meinungsverschiedenheiten. Doch anstatt uns als Gegner gegenüber zu stehen, könnten wir auch einfach Verbündete werden."
"Machst du das immer, wenn du einen Gegner nicht in die Knie zwingen kannst? Ihn mit solchen Angeboten auf deine Seite ziehen?", fragte der Geist mit einem belustigten Schnauben und kreuzte wieder Pitchs Blick. "Ich dachte, du wärst so scharf auf unseren kleinen Wintergeist." Der Albtraumkönig verzog keine Mine.
"Er hat sich für seine Seite entschieden. Für die heuchlerische Seite. Für dich hingegen gibt es keinen Grund, dem Mann im Mond folge zu leisten, oder?" Nein, musste sie gestehen. An ihr hatte er nie Interesse gehabt. Er hatte ihr nie in den letzten 400 Jahren helfen oder schaden wollen. Ignoranz war das perfekte Wort, um ihre Beziehung zueinander zu beschreiben. Die Brünette hatte zwar eine Zeit lang die Vermutung gehabt, der "Big Boss" hätte ihr die Einsamkeit auferlegt, doch sie hatte dafür keinerlei Beweise. Pitch pokerte gerade sehr hoch, wenn er wirklich glaubte, dass sie bei einer solchen Annahme einen Groll gegen MiM hegen würde.
"Hast du eigentlich eine Ahnung, was auch zu meinem Job gehört?", fragte Plag tatsächlich mit ernster Mine. "Sobald die glaubenden Kinder älter werden, muss irgendjemand diese Lichter ausknipsen. Um das Gleichgewicht und den Status der Mythen aufrecht zu erhalten. Drei mal darfst du raten, wer diese 'ehrenvolle' Aufgabe wohl hat." Ein recht seltener Anblick bot sich dem schwarzen Mann. Der Quälgeist war geradezu niedergeschlagen. Ein herrlicher Anflug von Trauer und Selbsthass ergriff sie. So langsam zeigten seine Zermürbungsversuche Wirkung. "Jahrzehntelang mache ich das schon. Und jedes mal macht es keinen Spaß. Ich fühle mich dann schrecklich." Damit konnte sich Pitch ihre Antwort auf sein Angebot wahrscheinlich schon denken, doch sie setzte noch klare Worte hinten dran. "Tut mir also leid, Pitch. Aber ich kann und werde dir nicht helfen. Den Glauben der Kinder zu zerstören ist für mich abstoßend. Spiel aber jetzt bitte nicht schon wieder die beleidigte Leberwurst, okay? Ich hoffe du bist jetzt zufrieden mit meinen, zu Abwechslung mal, ernsten Worten." Damit ließ sie sich wieder nach hinten fallen und beendete für sich die Konversation. Natürlich war Pitch trotzdem nicht allzu erfreut über Plags harsche Ablehnung.
"Dann viel Spaß in deiner Einsamkeit.", meinte er nur und verschwand in den Schatten.
Schon direkt einen Tag später ließ sich Plag ihre Verletzung nicht mehr anmerkten und nervte den Albtraumkönig fröhlich weiter, als sei er der Gefangene der gefoltert wurde und nicht sie. Sie trällerte laut und schief Lieder, las weiterhin laut diese merkwürdigen Geschichten vor, stellte dumme Fragen und stichelte ihn mit den glanzvollsten Versagensmomenten die ihr einfielen. Kurzgesagt redete sie ununterbrochen und machte schreckliche Geräusche. Schon bald war sie nicht mehr die Einzige, die tiefe Schatten unter den Augen hatte. Zudem schienen sich die Falten auf der Stirn ihres Entführers dort festgesetzt zu haben und seine Mundwinkel zogen sich bleischwer nach unten. Trotz der zunehmend schlimmeren Albträume steigerte sich ihre Laune.
Tag zehn war angebrochen und ihn Plags Ohren kitzelte es. Für einen kurzen Moment war sie sowohl fast taub, als auch einem Lachanfall durch das Kitzeln nicht mehr weit. Die Motten, sie hatten sich entpuppt. Aus dem linken Ohr kam Kevin, aus dem rechten Ohr Klaus und Boris. Sie schüttelten müde ihre kleinen Köpfchen und hingen sich an ihre Ohrläppchen, damit ihre hübschen Flügel sich entfalten und trocken konnten. Für jeden von ihnen hatte sie einen Auftrag, den es zu erfüllen galt. Pitch hatte sich als hartnäckiger herausgestellt als gedacht. Nun musste sie einen anderen Weg finden zu entkommen, sollte der schwarze Mann nicht einknicken.
"So, meine süßen.", flüsterte sie liebevoll zu ihren kleinen Freunden, als ihre Flügel bereit zum Start waren und sie sich auf ihre freien Handflächen setzten. "Jetzt brauche ich nochmal eure Hilfe. Boris, du fliegst in die Zwischenwelt und bereitest das Notfallprogramm vor. Ludwig wird schon wissen, das was passiert ist und die Stellung halten. Hilf ihm und erzähl den anderen was passiert ist, verstanden?" Von der angesprochenen Motte kam ein leises hohes Kreischen und ein Nicken. "Klaus, du fliegst zu Clara und Leo. Warn die Beiden bitte umgehend vor und hol Hilfe." Auch Klaus nickte und flog gemeinsam mit Boris aus dem Käfig. Durch die Dunkelheit in Richtung Freiheit. In diesen Gewölben waren in den verschiedensten Ecken Motten. Die Albträume oder sogar Pitch würden sie kaum von den anderen unterscheiden können, solange sie sich nicht genau das Muster der Flügel ansehen würden. Nun war nur noch Kevin übrig, der gespannt auf seine Aufgabe wartete. "Kevin.", sagte sie sanft. "Du bleibst bitte bei mir. Ich brauche dich hier, um bei Verstand zu bleiben. Die Albträume werden immer schlimmer und so langsam bricht mein Wille. Pitch weiß dass und hält so meinen Quälereien stand. Ohne einen kleinen Freund an meiner Seite würde ich langsam aber sicher unter seinem Willen brechen." Freundlich flatterte das kleine Insekt vor ihrem Gesicht herum, bis es sich auf ihre Wange setzte. Plag entwich ein Schmunzeln. "Dankeschön."

~*~*~*~*~*~

*müde wink*
Heyyyyy.... Mensch, wenn ihr wüsstet wie dreckig es mir geht... Hab mir in den letzten Tagen irgendwas eingefangen und werde es aktuell irgendwie nicht mehr los... -.-
Das hält mich aber nicht davon ab, euch hin und wieder mit Kapiteln zu nerven! ^^
Hier hätten wir jetzt den ersten OneShot mit etwas mehr Backstory von Plag und was der liebe Geist denn so bei Pitch veranstaltet hat. Für alle, die hier gelandet sind und keinen Plan haben, wer Plag ist: Sie ist eine Figur aus der Hauptgeschichte "Tailoring Fowler", zu der es hier gelegentlich ein paar OneShots gibt. Noch nicht gelesen? Dann hol das besser nach, sonst hast du die meiste Zeit kein Plan, was hier eigentlich ab geht! ;)
So, Freunde. Ich mümmel mich wieder ins Bett mit Tee, Zwieback und einem Körnerkissen und hoffe, das ich bald wieder fit bin.
Bis danniiii!

LG Laura
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