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ᗩnxiety

von Gori-san
GeschichteMystery, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Líf
16.08.2019
16.08.2019
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380
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Líf - ᗩnxiety

Angst.
Dies war das Einzige an was du denken konntest, wenn du ihn, Líf, sahst.
Dein Herz schlug schneller, aus Angst doch auch aus Neugier.
Er war gefährlich, er war ein Todesbote und dennoch konntest du es nicht unterlassen ihm schließlich, nach einer Schlacht, doch einmal zu folgen.
Seine braunroten Augen waren ausdruckslos, seine Stimme war fest und dennoch…
Irgendetwas machte ihn in deinen Augen liebenswert.
Deine Neugier ließ sich nicht bändigen, du konntest ihm nicht aus dem Weg gehen, selbst wenn man dir sagte, dass dies das Beste wäre.
Dein Magen krampfte sich zusammen, als du ihm bis zu einem gewissen Punkt gefolgt warst und ihn schließlich aus den Augen verloren hattest.
In diesem dunkeln Wald, in welchem du warst, kanntest du dich nicht aus.
Er hatte dich an einen Ort geführt, an dem du Schutzlos und verloren warst.
Du drehtest dich hektisch im Kreis, wusstest nicht wo du warst und hattest immer mehr das Gefühl, von ihm in die Finsternis gerissen zu werden.
Jedoch konntest du ihm auch nicht die Schuld geben, du warst immerhin ihm gefolgt.
„Bist du zufrieden?“
Die Tiefe, ausdruckslose Stimme, hallte in dem Wald wider.
Du konntest nicht bestimmen von wo genau sie erklang.
„Ich bin erst zufrieden, wenn du dich mir zeigst!“, riefst du.
Dunkelheit breitete sich um dich herum aus, nur dieses bestimmte, dumpfe hellblaue Licht, erhellte die Finsternis.
„Was willst du noch? Hast du nicht alles, was ich bereits verlor?“, schnaufte der Dunkelhaarige.
„Ich will… Ich will dich kennenlernen, dich, nicht den anderen Alfonse sondern…“
Deine Stimme zitterte unter seinem Blick.
„Du willst den Tod kennenlernen?“
Er klang in jenem Moment amüsiert.
„Ja.“, nicktest du leicht, „Es ist mir auch egal, ob ich dabei meine Seele verliere.“
„Ziemlich mutig, für einen Beschwörer. Ich gebe dir jedoch eine Chance. Ich bin nicht unfair. Morgen Abend, wenn die Sonne untergeht, wirst du mich hier treffen. Dann werde ich dir meine Welt zeigen, dann werde ich…“
„Du wirst mich leiten, ich vertraue auf das stolze, starke Herz, welches in deiner Brust schlägt.“, lächeltest du.
„Ein Herz…?“
Nach jenen Worten schüttelte er den Kopf und leitete dich aus dem Wald hinaus, das Schweigen war nicht unangenehm, es war das, was dich in deinen taten noch unterstütze.
Du wolltest die Chance nutzen.
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