Don't Forget Where You Belong

von -justme-
GeschichteDrama, Romanze / P18
Harry Styles Liam Payne OC (Own Character)
14.08.2019
14.11.2019
24
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Ellas P.O.V.


"Klingt doch gar nicht schlecht, oder?", grinse ich, als der letzte Ton verklungen ist. Bereits seit einer Woche sitzen wir Mädels nun daran, für unsere Tour zu proben. Unser Album ist schon seit einiger Zeit fertig und wir sind alle super stolz darauf, dass wir das alles innerhalb so kurzer Zeit auf die Beine gestellt haben. Drei Monate ist es her, dass wir bekannt gegeben haben, selbst auf Tour zu gehen. Dann ging es auch gleich Schlag auf Schlag: ein neues Management, eine eigene Band und schließlich ein komplettes Album mit unseren eigenen Liedern und die ganze Organisation der Tour. Ich kann noch immer nicht ganz glauben, dass das alles wirklich passiert. In einem Monat beginnt unsere Tour und so langsam nimmt alles wirklich Gestalt an.

Der einzige bittere Gedanke dabei ist, dass wir die Jungs nun schon ewig nicht mehr gesehen haben. Sie sind selbst seit drei Monaten auf Tour und ich vermisse Harry unheimlich. Wir versuchen, jeden Tag zu skypen, aber das klappt leider nicht immer. Manchmal aufgrund des Zeitunterschieds und dazu kommt auch noch, dass wir die letzten Wochen viel um die Ohren hatten mit unserer eigenen Band. Deshalb bin ich auch unendlich froh, dass wir sie dieses Wochenende wiedersehen. One Direction hat diese Woche ein paar Konzerte in Deutschland und das lassen Mia und ich uns natürlich nicht entgehen. Morgen geht unser Flieger und ich zähle bereits die Stunden, wann ich endlich wieder in Harrys Armen liegen kann. Wenn ich wieder in seine strahlend grünen Augen blicken und seine Lippen auf meinen spüren kann. Ich kann es kaum noch erwarten und mittlerweile fällt es mir auch schwer, mich noch länger auf unsere Probe zu konzentrieren.

"Noch einmal und dann war es das für heute, oder?", schlage ich deshalb vor und blicke in die erschöpften Gesichter von Ayla, Greta, Odile und Kat. Sie nicken mir zu, weshalb ich grinsend den Kopf schüttle. Die letzten Wochen haben ganz schön an unseren Nerven gezerrt und das merkt man langsam auch. Zum Glück haben wir für die nächsten zwei Wochen Urlaub. Danach sind es noch einmal zwei Wochen, die wir mit den Jungs zusammen in unserem Loft in London verbringen, wo jedoch auch noch einige letzte Proben anstehen. Aber da habe ich wenigstens Harry mit bei mir, da auch ihnen mal eine Pause gegönnt wird.

Als wir schließlich fertig sind und gegen 19 Uhr das Studio verlassen, sind wir alle hundemüde und wollen eigentlich gleich ins Bett. Morgen muss ich noch meinen Koffer packen, weil mittags schon der Flieger nach Deutschland geht. Gerade als ich die Wohnungstür aufschließe, steigt mir ein unglaublicher Gestank entgegen. Es riecht irgendwie verbrannt. Oha, hat Mia etwa versucht zu kochen?

Zögerlich gehe ich in die Küche, wo tatsächlich Mia mit Kochhandschuhen am Herd steht und irgendwie versucht, das übersprudelnde Wasser unter Kontrolle zu bekommen.

"Du musst den Herd runterstellen, Mia", lache ich und gehe um die Kücheninsel herum. Als Mia mich sieht, fängt sie ebenfalls an zu lachen und erklärt: "Man, ich wollte euch nur was Schönes kochen, weil ihr schon den ganzen Tag im Studio seid, aber irgendwie hat das nicht so richtig funktioniert."

"Schon gut, Mia", erwidere ich grinsend und schiebe sie sanft beiseite, um mich um das Chaos zu kümmern. Wir können froh sein, dass die Küche noch steht, denke ich mir im Stillen, während Mia sich nun langsam daran macht, den Tisch zu decken.

Still schweigend essen wir, wobei Mia immer wieder versucht, irgendwie ein Gespräch aufzubauen. Zur Antwort bekommt sie nur ab und zu ein Brummen, weil wir einfach ziemlich erschöpft sind. Zum Glück kann ich morgen im Flieger zwei Stunden schlafen.


Doch schlafen ist im Flugzeug neben Mia am nächsten Tag weit gefehlt. Sie ist so aufgeregt, dass sie die ganze Zeit einfach nur schnattert wie ein Wasserfall. Ich kann es ihr eigentlich auch gar nicht verübeln. Immerhin hat auch sie Liam nun schon seit drei Monaten nicht gesehen und ihn wirklich vermisst. Natürlich freut sie sich da wie ein Honigkuchenpferd. Ich kann es ja genauso wenig erwarten, Harry endlich wiederzusehen. Noch dazu bin ich doppelt aufgeregt, weil wir bei der Gelegenheit auch gleich ein Familienessen machen. Harrys Mama Anne, Robin und seine Schwester Gemma sind zu dem Konzert der Jungs heute auch mit da und morgen gehen wir dann zusammen mit meinen Eltern und meiner Schwester essen. Das wird das erste Mal sein, dass ich Harry meiner Familie vorstelle und ich hoffe so sehr, dass sich alle gut verstehen. Harrys Familie habe ich schon kennengelernt, aber das ist ja auch einfacher, weil sie nicht hunderte Kilometer von uns entfernt wohnen. Aber darüber kann ich mir morgen noch genug den Kopf zerbrechen. Heute geht es erstmal einzig und allein darum, dass ich Harry endlich wiedersehen kann.


Nach drei Stunden sind wir dann auch endlich gelandet und warten auf unser Gepäck. Ich bin schon ewig nicht mehr mit einem Linienflug geflogen und ich weiß schon jetzt wieder, warum Privatjets eindeutig eine angenehmere Reisemöglichkeit sind. Mein Rücken schmerzt vom langen Sitzen, meine Haare sehen vermutlich aus, wie einmal durch den Windkanal gelaufen und das schreiende Baby ein paar Reihen hinter uns hat mir leichte Kopfschmerzen bereitet. Nun stehen wir hier und warten schon eine halbe Ewigkeit auf unser Gepäck. Mia und ich verstecken uns ein wenig hinter einer Säule und haben uns die Kapuzen tief in die Stirn gezogen. Auch wenn ich unsere Fans wirklich liebe und sehr dankbar für jeden einzelnen bin, so muss ich mir den Stress jetzt wirklich nicht noch zusätzlich antun.
"Meine Güte, wieso dauert denn das so lange?", jammert Mia neben mir ebenfalls rum.

"Keine Ahnung", grummle ich zurück. Ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass wir jetzt schon mehr als 20 Minuten hier stehen. Na klasse. Harry und Liam wollten uns von hier irgendwo abholen und warten mittlerweile wahrscheinlich auch schon eine Weile.

"Ich will doch einfach nur zu Liam, ist das denn zu viel verlangt?", stöhnt Mia vor sich hin und schüttelt verzweifelt den Kopf.

"Es dauert bestimmt nicht mehr lange", sage ich grinsend, woraufhin Mia mich ansieht und schmunzelt: "Na hoffentlich. Sonst gehe ich ohne Koffer."

"Das will ich sehen", lache ich, als sich das Band endlich in Bewegung setzt und die ersten Koffer hineinbringt. Unsere kommen zum Glück auch gleich im ersten Schwung, sodass wir uns endlich auf den Weg machen können, um den Flughafen zu verlassen.

"Weißt du eigentlich, wo uns die Zwei abholen wollen?", fragt Mia, während sie sich umsieht, als wir das Gebäude verlassen.

"Nein, keine Ahnung", erwidere ich.

"Läuft ja wieder mal bei uns", lacht sie, worauf ich einstimme und wir einfach in Richtung des großen Parkplatzes laufen. Plötzlich öffnet sich in dem schwarzen Wagen vor uns die Autotür und ehe wir es überhaupt realisieren, ist Liam ausgestiegen und grinst Mia entgegen.

"Na, Baby?", sagt er leise, sodass Mia sich nun aus ihrer Starre löst, ihren Koffer fallenlässt und direkt in seine Arme rennt. Süß. Aber wo ist Harry? Stutzig setze ich mich langsam in Bewegung und gehe auf die offene Autotür zu, aus der Liam gerade ausgestiegen ist. Und dann erscheint auch schon mein liebster Lockenkopf am Türrahmen, als Harry grinsend um die Ecke guckt.

"Du bist ein Idiot, Harry", lache ich, woraufhin Harry nun auch aussteigt und mich endlich in seine Arme schließt. Genüsslich steigt mir sein wohlbekannter Geruch in die Nase und ich schließe die Augen, um jede Sekunde auszukosten. Mit einem Ruck hebt er mich leicht an, sodass ich kurz aufschreie, ehe ich anfange zu lachen, weil Harry mich nun im Kreis dreht.

"Ich hab dich so unglaublich vermisst, Baby, das kannst du dir gar nicht vorstellen", murmelt er an mein Ohr, als er mich sanft wieder absetzt. Ich löse mich ein Stück, um ihm tief in die Augen sehen zu können und flüstere: "Mindestens genauso sehr, wie ich dich vermisst habe."

Harry legt seine Hände an meine Wangen und schenkt mir ein herzzerreißendes Lächeln, bevor er sich zu mir beugt und endlich seine Lippen auf meine legt. Drei lange Monate musste ich darauf verzichten und als ich jetzt wieder seinen Mund auf meinem spüre, explodiert in mir ein Feuerwerk der Gefühle. Glück, Sehnsucht, Freude und vor allem unendliche Liebe.

Als wir uns gefühlte Stunden später alle im Auto befinden, fährt Paul, der Manager der Jungs, uns zurück ins Stadion, wo später das Konzert stattfindet. Kaum haben wir die Tür zu den Backstage-Räumen geöffnet, kommen uns auch schon Louis, Niall und Zayn entgegen und begrüßen uns überschwänglich. Unglaublich, wie sehr ich sie alle vermisst habe. Ein dreiviertel Jahr haben wir quasi jeden Tag miteinander verbracht und das ganze Chaos hat mir schon ein wenig gefehlt, als die Jungs dann auf Tour gegangen sind. Allein wenn ich mir dieses Durcheinander hier ansehe, muss ich einfach nur grinsen. Anscheinend waren die Drei gerade dabei, eine Runde Tischtennis zu spielen, als wir hier reingeschneit sind, weil sie die Kellen einfach unachtsam auf die Platte geworfen hatten. Auf den zwei Sofas und dem Tisch davor liegen halb ausgeschüttete Chips- und Gummibärchentüten, sowie ein riesiger Berg an Klamotten, die unordentlich zerstreut sind. Die Playstation ist an, die Controller liegen einfach auf dem Boden.

"Wird Zeit, dass mal wieder ein paar Frauen in euer Leben kommen", sage ich schmunzelnd beim Blick durch den Raum.

"Also ich finde es eigentlich ganz gemütlich", erwidert Louis schulterzuckend, schnappt sich einen Controller und schmeißt sich auf die Couch. Mia und ich sehen uns mit hochgezogenen Augenbrauen an, ehe wir uns einfach mit dazu setzen und Niall, Louis und Zayn für die nächste halbe Stunde beim Zocken zusehen. Gemütlich lehne ich mich an Harry an, der mir sanft über meinen Arm streicht und mir damit eine Gänsehaut beschafft. Wie sehr ich seine Berührungen vermisst habe. Ich kann es kaum erwarten, die nächsten zwei Wochen nur mit ihm allein zu verbringen. Nur Harry und ich und niemand sonst.

Irgendwann kommt Lou hereingeschneit, um die Jungs zum Styling abzuholen. Als sie Mia und mich erblickt, hellt sich ihr Blick auf und sie kommt uns mit offenen Armen entgegen.

"Heeey, Ella, Mia. Ihr seid ja schon da! Lasst euch drücken, ihr Süßen!", ruft sie aufgeregt, ehe sie uns in eine liebevolle Umarmung zieht und einen kleinen Plausch abhält. Leider ist der viel zu kurz, denn sie muss sich ja nun um die Jungs kümmern, da die Show bald losgeht. Harry gibt mir noch einen letzten Kuss und schenkt mir ein Lächeln, bevor sie auch schon alle verschwunden sind und Mia und mich zurücklassen. Wir haben noch eine Stunde Zeit, bis das Konzert beginnt und doch beschließen wir, uns schon in die VIP-Loge zu begeben, wo wir auch gleich auf Anne, Robin und Gemma treffen und dort noch ein bisschen quatschen, bevor die Jungs auf die Bühne kommen.

Als wir nach diesem langen Tag nach dem Konzert endlich im Taxi sitzen und zu unserem Hotel fahren, lehne ich mich erschöpft an Harry. Er streicht mir sanft eine Strähne hinter mein Ohr, ehe er leise fragt: "Bist du müde?"

"Ja, ein bisschen", erwidere ich und kuschle mich noch enger an ihn. Seine Körperwärme durchströmt mich, was mir einen Schauer über den Rücken laufen lässt.

"Wir sind gleich da, es ist nicht mehr weit. Dann können wir schlafen gehen."

"Aber ich möchte viel lieber mit dir kuscheln und die ganze Nacht reden. Wir haben uns so lange nicht gesehen", sage ich und drehe mich leicht zu ihm, um ihn anzusehen.

"Du siehst nicht so aus, als würdest du heute noch die ganze Nacht durchmachen", lacht er, woraufhin ich ihn leicht in die Seite boxe.

"Danke, Styles. Ich hab ja auch einen anstrengenden Flug und ein ellenlanges, ohrenbetäubendes Konzert hinter mir."

"So ist das also", grinst er, "nächstes Mal kaufe ich dir vorher ein paar Ohrenschützer."

"Möchte auch sein", erwidere ich gespielt beleidigt, kann mir aber ein Schmunzeln nicht verkneifen. Harry drückt mir einen liebvollen Kuss auf die Schläfe, ehe wir für den Rest der kurzen Fahrt schweigen.

Im Hotel angekommen, ziehe ich nur mein Schlafshirt aus meinem Koffer und lasse mich in das große Bett fallen, während Harry noch duschen geht. Mittlerweile fällt es mir doch wirklich ziemlich schwer, wach zu bleiben und egal, wie sehr ich mich auch anstrenge, mir fallen immer wieder die Augen zu. Irgendwann gebe ich dem Drang einfach nach, sodass ich kurz darauf eingeschlafen bin und nur noch unterbewusst bemerke, wie Harry mich nach seiner Dusche eng an sich ran zieht und ich mit einem breiten Grinsen auf den Lippen endlich wieder in seinen starken Armen schlafen kann.



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Willkommen zurück :D
Ich hoffe, ihr habt davor den ersten Teil der Story gelesen? Wenn nicht, dann lieber erstmal ab zurück zu I Change My Mind ;) ansonsten werden einige Sachen hier nicht ganz so klar werden :)

Ich hoffe, euch gefällt die Story. Lasst gern Kommentare da, ich freue mich immer, sie zu lesen und beantworte auch alle fleißig ;)

Ansonsten halte ich mich mit meinen Anmerkungen zurück und störe euren Lesefluss nicht ;)
Kapitel kommen erstmal hoffentlich regelmäßig, allerdings ist die Story noch nicht zu 100% fertig... kann also sein, dass es zum Ende hin etwas länger dauern wird.

Wer will, kann auch gern auf Wattpad lesen, ihr findet die Story unter dem gleichen Namen auf meinem Profil dort: TiMaBi

In diesem Sinne viel Spaß beim Lesen, liebe Grüße -justme-
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