Geschichte: Freie Arbeiten / Poesie / Liebe / Für dich

Für dich

KurzgeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P16 Slash
14.08.2019
14.08.2019
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Für sie, die ich liebe.

Ich habe mich nur einmal zuvor verliebt. Es war anders, diesmal ist es ein vollkommen neues Gefühl. Ein Gefühl der Auslieferung, obwohl du es nicht einmal weißt. Vielleicht ahnst du etwas, aber du weißt es nicht. Ich will nicht, dass du es weißt, meine Angst abgelehnt zu werden ist einfach viel zu groß. Andererseits immer der kleine Hoffnungsschimmer, der von einem kleinen Stich im Herzen nieder gemacht wird, der mir sagt, niemals. Ich bin nicht dein Typ, genauso wenig wie du meiner sein solltest. Aber genau deswegen bist du es ja, du bist so einmalig, besonders, wunderschön. Niemals zuvor habe ich jemanden gesehen, der mit dir vergleichbar wäre. Nicht, dass ich explizit nach jemandem wie dir gesucht hätte, nein, aber ich spüre es einfach, du bist was ganz außergewöhnliches. Ich komme mir wie ein kleines, verliebtes Kind vor, aber tatsächlich ist es auch irgendwie so. Ich bin unfassbar in dich verliebt, daran ändert im Moment auch keine Trennung auf Zeit etwas, wie mir bewusst geworden ist. Springt mir dein Name irgendwie, irgendwo ins Gesicht, sehe ich dich sofort vor mir, frage mich was du machst, ob es dir gut geht. Nun, da ich dich wieder gesehen habe, weiß ich nicht, was ich machen soll. Zumal ich niemanden habe mit dem ich darüber reden kann, denn die, die von dir wissen, sprechen davon dir gegenüber offener zu sein – überhaupt mal mit dir in Kontakt zu treten. Es ist nicht so, als würde ich dich nicht kennen, nicht mit dir kommunizieren, das schon, aber wenn nur eine Nachricht, unpersönlich, wenn auch tiefgründig, selten. Wir tauschen kein Wort wenn wir uns sehen. Es liegt an mir, ich bin zu schüchtern und denke das Schlechteste von mir. „Du kannst erst jemanden lieben, wenn du dich selbst liebst.“ Nein, ganz so stimmt es nicht, aber man kann erst die Liebe eines anderen annehmen, wenn man sich selbst liebt und das tue ich bei weitem noch nicht. Ich liebe dich, so fern meine Zuneigung Liebe ist, aber mehr könnte ich nicht geben und nehmen. Denke ich genauer darüber nach, verspüre ich neben der Liebe zu dir, eben jene selbstverzehrende Gedanken, die mein Innerstes zerfressen und nichts außer Selbstzweifel übrig lassen. Einerseits könnte ich dir alles geben, andererseits auch nichts. Hinzu kommt, dass du nicht das beste Bild von mir hast. Ich denke es hat sich gebessert, aber du wirst immer von der Vergangenheit, in der wir auch nicht viel miteinander zu tun hatten, beeinflusst sein. Ich weiß einfach keinen Ausweg, weiß nicht was ich tun soll. Du bist immer so verständnisvoll, hilfsbereit, aber es ist bestimmt nur aufgesetzte Freundlichkeit, auch wenn das nicht unbedingt zu dir passt. Aber was bilde ich mir eigentlich ein? Als ob ich mir das Recht herausnehmen könnte, über dich zu urteilen, obwohl ich dich nicht ganz kenne. Es ist wirklich nicht so, als ob ich dich ganz und gar nicht kenne, nein, aber immer wieder entdecke ich an dir neue Facetten. Ich bin mir nicht sicher, ob du die bist, für die ich dich halte. Habe ich nicht auch eine rosarote Brille an? Bist du nicht zu mir aus Mitleid oder Ekel anders zu mir? Ich liege wach und frage mich all diese Dinge schon viel zu lange, Monate. Ich weiß Dinge, von denen ich nicht wissen möchten, die mir Angst machen, mein Herz zu brechen. Andererseits nimmt es mir auch die Hoffnung, die mich andernfalls zerstört. Ich wünsche dir trotz allem das Beste, die Liebe zu geben und zu nehmen, die du verdienst. Mehr als einmal hast du mich schon inspiriert etwas positives zu tun, ob es für mich oder für andere war. Du bist einfach ein unheimlich liebenswerter Mensch, mit einer unglaublichen Ausstrahlung.
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