Kinder des Meeres

von Arzani92
OneshotAllgemein / P12
13.08.2019
13.08.2019
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Vor langer Zeit lebte in einem wunderschönen Schloss, in den entferntesten Winkeln der Erde, eine wunderschöne Königin. Ihr Name war „La Mar“  und ihr Haar war so blau und seidig schimmernd wie das Meer, wenn die Sonne es erhellte. Sie war eine sanfte, gutmütige Frau und ihre Untergebenen und Landsleute liebten sie. Denn jedes Mal wenn sie durch ihr Land schritt, schien es, als würde jeder noch so kleine Tropfen Wasser tanzen und die Blumen, genährt durch das kostbare Nass, sprossen und blüten in den kräftigsten Farben.

Weil die Königin so schön und gutmütig war und von allen geliebt wurde, kam es, dass sie viele Anträge bekam. Unter den Jünglingen, die um ihre Hand anhielten, war, neben hohen Königssöhnen und mutigen Bauern, auch der Teufel. Dieser, der Fürst der dunklen Welt, wollte La Mar, wie er keine Andere wollte. Jedes einzelne Haar an ihm verzehrte sich nach der schönen Königin und so machte er ihr die kostbarsten Geschenke, um ihre Gunst zu erwerben. Doch La Mar wusste, dass der Teufel, trotz seiner vielen Geschenke, kein Mann war, den sie heiraten wollte. Er war grausam zu seinen Gefolgsleuten, wankelmütig in seinen Emotionen und so weit entfernt vom Licht wie der Schatten. All das waren Eigenschaften, die die Königin zutiefst verabscheute und so schlug sie jedes seiner teuren Geschenke – allesamt Juwel und Edelsteine, Schmuck und Broschen – sowie seine Anträge aus.
Stattdessen verlor sie ihr Herz an den jungen König „El Cielo“, der ebenfalls unter den vielen Anwärtern um ihre Hand war.

El Cielo war ein Mann, wie La Mar ihn sich wünschte. Er war groß, hatte breite Schultern und ein umwerfendes Lächeln. Wenn er sie anlächelte, weil er von ihrer Schönheit so angetan war, dann hatte sie das Gefühl zu schweben. Seine Augen funkelten hell, als wären Wolken von der Sonne angestrahlt und seine Haut war so rein und schön, wie der Himmel an einem klaren Morgen. Zudem war er gütig, stark und mutig. Er kämpfte für sein Land und wenn ein Mann zu ihm kam und ihm mitteilte welche Schwierigkeiten bei ihm vorherrschten, dann tat El Cielo alles, um diese zu beseitigen. Gab es eine Dürre im Land, so gab er dem ärmsten Bauern sein letztes Brot und litt selbst Hunger, und war der Winter kalt, so teilte er seinen Mantel mit einem Straßenkind, bevor dieses erfror.

So hielt El Cielo, als er erfuhr, dass die Königin von ihm angetan war, um ihre Hand an und La Mar nickte unter Tränen und nahm seinen Antrag an. Daraufhin wurde die größte und schönste Hochzeit, die das Land seit hundert Jahren gesehen hatte, gefeiert. Das Paar spendierte allen ihren Landsleuten ein kostenloses Mahl und die Feier dauerte drei ganze Tage.
Natürlich wusste das ganze Land über das Fest Bescheid und auch über die Grenzen hinaus wurde nur über die Hochzeit von La Mar und El Cielo geredet. So kam es, dass auch der Teufel von der Trauung des Paares erfuhr. Da dieser sich immer noch nach der Königin verzehrte und sie ihm nun endgültig verwehrt blieb, raste er vor Zorn. Er sah ein, dass die Königin ihn niemals geliebt hatte und auch niemals lieben würde. Ein unbändiger Hass stieg in ihm auf und in seiner Wut fasste er den Entschluss, dass wenn er La Mar nicht haben konnte, sie keiner haben durfte.

So rief er seine Soldaten zusammen, allesamt starke und furchteinflößende Krieger. Ihnen befahl er El Cielo zu töten und das Land und Reich des frisch vermählten Königspaars zu verwüsten. Er wollte Rache für sein gebrochenes Herz.

Es kam zu einer großen Schlacht, die viele Tage dauern sollte. El Cielo, der von den böse Absichten des Teufels erfuhr, rüstete sich, rief seine Gefolgsleute, edle Knappen und Ritter, an seine Seite und ritt gegen seinen Feind. Mit großer Mühe und vielen taktischen Raffinessen und obwohl der Teufel klug und listig war, schlug El Cielo ihn und seine Soldaten in die Flucht. Siegreich kam er wieder nach Hause, an die Seite von La Mar und erhielt zusätzlich zu seinem Sieg noch die gute Nachricht, dass seine Königin sein Kind erwartete.

Freude brach im Land aus, nicht nur um die Zerschlagung der Feinde, sondern auch um die bevorstehende Geburt des Kindes der Königin. So sprach das ganze Land nur von dem Sieg und von dem großen El Cielo, der bald Vater sein würde. Noch nie liebte das Land ihr Königspaar wie in dieser Stunde.

So kam es, dass der Teufel, geschlagen von der Pein, sich in seinem Zorn und Leid suhlte und plante wie er El Cielo schlagen könnte, um La Mar den gleichen Schmerz fühlen zu lassen, wie er ihn fühlte. In seiner dunklen Burg heckte er einen Zauber aus, denn er war der Teufel und so der Magie mächtig, der ihn zur Erfüllung seiner Rache führen sollte. Er kreierte einen mächtigen Zauber und übertrug diesen auf einen Busch, an dem viele verschiedene Früchte wuchsen. Er verwandelte sie in mächtige Gabenbringer und so kam es, dass hundert an der Zahl verwandelt wurden. Nun bekam jeder, der von einer der Früchte aß, eine ganz spezielle, eigene Fähigkeit, die niemand sonst auf der Welt erhalten konnte. Jedoch hatte so ein mächtiger Zauber auch seinen Preis, denn kein Zauber würde ohne einen wirken. Doch da der Teufel begabt war und listig, konnte er sich den Preis, den er zu zahlen hatte, selbst aussuchen.

Sein Entschluss war, dass er und jeder der eine der Früchte essen würde, nie mehr würde schwimmen können. Denn er wollte nicht mehr mit dem Wasser in Berührung kommen, verkörperte La Mar doch dieses und das zerdrückte sein Herz. Zugleich wusste der Teufel aber auch, dass das Land, in dem sie lebten, nur mit wenig, ja fast keinem Wasser bedeckt war. Wenig des kühlen Nass gab es und so war es kostbar und rar, wie La Mar es auch war.

Nachdem der Zauber gewirkt hatte, rief der Teufel seine Söhne herbei und befahl ihnen, von den Früchten zu essen. Der Älteste nahm sich eine Frucht und als er sie aß, verwandelte er sich in ein wildes Tier. Der zweite Sohn, er war der zweitälteste, konnte die Form von Dingen ändern und so mächtige Waffen schaffen, nachdem er eine der Früchte gegessen hatte und der Jüngste verwandelte sich gar in ein Element. Als nun alle drei eine Frucht gegessen hatten, schickte der Teufel sie aus, um El Cielo zu töten.

So gingen die drei Teufelssöhne hin und stürmten die Burg und obwohl El Cielo stark war, konnte er die mächtigen Fruchtesser nicht bezwingen. Denn immer wenn er dachte, er hätte einen der Söhne geschlagen, stand dieser wieder auf. Denn es waren die Söhne des Teufels und in ihrer Macht unsterblich, wie eben dieser. Nach einem langen Kampf, der erbitterter nicht hätte sein könne, schlug der Jüngste, mit einer Waffe, die der Zweitälteste erschaffen hatte, El Cielo den Kopf ab, während der Älteste ihn in seiner mächtigen Tiergestalt mit seinen Pranken am fliehen hinderte. So kam es, dass der König starb und die Söhne des Teufels ihrem Vater seinen Kopf brachten.

La Mar war während des Angriffs, obwohl sie El Cielo angefleht hatte zu bleiben, von ihm auf die Festung ihres Bruders „El Tierro“ geschickt worden. Zu große Angst hatte er um das Kind und seine Frau und er sollte Recht behalten. Denn durch ihre Flucht konnten die Söhne La Mar nichts zu Leide tun.

Die Königin, in ihrer Trauer, weinte sieben Tage und Nächte lang um den Verlust ihres geliebten Ehegatten und während sie weinte, füllten ihre Tränen das Land mit Wasser. Immer weiter und weiter flossen ihre Tränen und am Ende entstanden so die Weltmeere und nur wenig Land blieb den Menschen noch, um darauf zu leben. Aber sie fanden sich schnell mit der neuen Situation ab, da sie auch alle um ihren König trauerten und La Mars Tränen und Schmerz ebenfalls spürten.

In ihrer Trauer kam es, dass La Mar schwer krank wurde und als sie dann ihr Kind gebar, starb sie noch in derselben Nacht an Kindbettfieber. Das Kind jedoch war gesund und wunderschön anzusehen, wie ihre Eltern. Es war ein Mädchen und El Tierro, der seiner Schwester auf dem Sterbebett versprochen hatte für das Kind zu sorgen, taufte es auf den Namen „La Esperanza“.

La Esperanza wuchs bei ihrem Onkel heran und wurde zu einer wunderschönen, jungen Frau. Ihre Haare schimmerten so blau, wie die ihrer Mutter und ihre Augen leuchteten so hell, wie die ihres Vaters. Sie war wunderbar anzusehen, ein Augenschmaus und doch gab es nur wenige Menschen, die sie zu Gesicht bekamen, denn El Tierro ließ sie nicht aus dem Schloss gehen. Er hatte Angst, dass der Teufel mitbekommen würde, dass La Mar eine Tochter hatte und daraufhin versuchen würde, sie, wie ihren Vater, umzubringen.

Doch je älter La Esperanza wurde, desto eingeengter fühlte sie sich. Immer wenn sie aus dem Fenster ihres Zimmers schaute, sah sie das funkelnde Meer und eine Sehnsucht, die sie sich nicht erklären konnte, wuchs in ihr. Sie wollte hinaus in die Welt, sie wollte das Land sehen, das von dem blauen Meer umgeben war. Außerdem wollte sie den Himmel über sich spüren und nicht mehr eingesperrt sein.

So kam es, dass sich die Königstochter an ihrem sechzehnten Geburtstag aus der Festung schlich, sich in ein Boot setzte und bis zur nächsten Insel fuhr. Dort begegnete sie einem Mann, der so angetan von der Schönheit des Mädchens war, dass er sie ansprach. Er wollte wissen, wie sie hieß und wer sie war, jedoch wusste La Esperanza, dass sie vorsichtig sein musste und wollte es dem Mann nicht verraten. Als er merkte, dass sie Angst hatte, verwandelte er sich vor ihr in einen Vogel und flog einmal um ihren Kopf. Dann kam er wieder vor ihr zu landen und einen Augenblick später war er wieder ein Mensch.

Die junge Prinzessin war so angetan von diesem Schauspiel, dass sie das unbedingt nochmal sehen wollte, doch der Mann ließ sich nicht darauf ein. Stattdessen forderte er sie auf, sich ihm zu erkennen zu geben und ihren Namen zu verraten, dann würde er es nochmal wiederholen. Obwohl La Esperanza Angst hatte, war sie doch neugierig und willigte ein. Sie verriet dem Mann ihren Namen und ihre Herkunft und sofort verwandelte er sich wieder in einen Vogel, flog um ihren Kopf und verwandelte sich dann wieder zurück. Nun war es schon spät geworden und die Königstochter merkte, dass sie wieder nach Hause musste. So lief sie schnell zu ihrem Boot und ruderte wieder zurück zu ihrer Insel. Dort schlich sie sich in ihr Zimmer und legte sich in ihr Bett.

Der Mann jedoch war der älteste Sohn des Teufels gewesen und flog, sobald La Esperanza gegangen war, zu seinem Vater. Er erzählte ihm die Geschichte und der Teufel wurde daraufhin wütend, weil er nicht gewusst hatte, dass La Mar eine Tochter hatte und bei dessen Geburt gestorben war. Er schob die Schuld des Todes der Königin auf ihre Tochter und wollte La Esperanza tot sehen. So befahl er seinen drei Söhnen, die Tochter der Königin zu ihm zu bringen, damit er seine Wut und seine Rache an ihr auslassen konnte.

In der nächsten Nacht verwandelte sich also der älteste Sohn wieder in einen Vogel und flog zum Fenster des Mädchens. Dort klopfte er so lange an der Scheibe, bis diese aufwachte. Sie erkannte den Vogel wieder und öffnete das Fenster, da sie ja nicht wusste, dass er der Sohn des Teufels war. Er erzählte ihr, dass er noch zwei Brüder hätte und dass diese krank waren. Er überzeugte sie davon, dass allein ihre Schönheit und Reinheit sie heilen könnte und weil La Esperanza in der Festung ihres Onkels immer nur netten Menschen begegnet war, wusste sie nicht was Trug war. Sie glaubte dem Mann und stieg auf seinen Rücken, als er sie in seiner Vogelgestalt zu seinen Brüdern und somit zur Burg des Teufels trug.

Als El Tierro am nächsten Morgen das leere Bett vorfand, wusste er sofort, dass nur der Teufel dahinter stecken konnte. Er machte sich sofort auf dem Weg zu dessen Burg, obwohl er wusste, dass er niemals rechtzeitig ankommen würde.

So kam es, dass La Esperanza erst merkte, dass sie ausgetrickst wurde, als sie schon in der Gewalt des Teufels war. Sie wurde gefesselt und von den Söhnen gefangen gehalten, während der Teufel sie folterte, weil er nicht ertragen konnte, dass sie La Mar so ähnlich war und diese doch nicht die Geburt überlebt hatte. Nie wäre er auf den Gedanken gekommen, dass es die Trauer um El Cielo war, die La Mar umgebracht hatte.

Zwei Tage hielt der Teufel La Esperanza gefangen, fügte ihr schmerzvolle Wunden zu und quälte sie auf unmenschliche Weise. Sie schrie und weinte und wünschte sich den Tod, doch der Teufel ließ sie in seiner Grausamkeit nicht sterben. Dann endlich erreichte El Tierro die Burg und wollte sie stürmen, doch die Söhne des Teufels hielten ihn auf. Sie kämpften gegen ihn, wie sie gegen El Cielo gekämpft hatten. Doch El Tierro wusste um ihre Schwäche und stieß sie ins Meer. Dort verloren sie ihre Kräfte und sanken auf den Grund des Meeres, da ihnen das Schwimmen versagt war. Sogar ihre Unsterblichkeit verlor sich in dem Wasser und La Mar, die mit dem Meer vereint war, nahm sie auf und löste sie von den Schmerzen und ließ sie taub werden. Nur die Früchte wuchsen wieder an dem Busch, wie sie dort gereift waren, bevor sie von den Söhnen verspeist worden waren.

So kam es, dass die Teufelssöhne reingewaschen wurden von La Mar, da diese so gütig war, dass sie sogar ihren Feinden vergab.

Nun konnte El Tierro die Burg stürmen und stellte sich dem Teufel. Er forderte die Freilassung seiner Nichte. Doch der Teufel gab sich nicht geschlagen und forderte El Tierro zum Duell. Dieses nahm El Tierro an, da er immer noch sein Versprechen seiner Schwester gegenüber im Hinterkopf hatte. Er kämpfte gegen den Teufel, doch dieser verstieß gegen die gängigen Regeln eines Duells und fügte El Tierro eine lebensgefährliche Wunde zu. Der Teufel wähnte sich schon als Sieger und rief seine Söhne. Als er jedoch feststelle, dass diese nicht kamen, ergriff ihn die Angst. Er rannte nach draußen und sah, dass seine Söhne im Meer ertrunken waren. Jedoch hatten alle drei ein seliges Lächeln auf dem Gesicht.

Er sah, dass dies der Güte von La Mar zuzuschreiben war und erkannte, dass er all die Jahre falsch gehandelt hatte. In seiner Trauer, da er nun niemanden mehr hatte, stürzte er sich selbst auch ins Meer, um mit der Frau die er liebte und seinen Söhnen zusammen zu sein. In dem Moment, in dem der Teufel seinen letzten Atemzug getan hatte, fing die Burg an zu krachen und die Früchte, die er verzaubert hatte, stoben in alle Himmelsrichtungen.

La Esperanza aber, die immer noch in der Burg war, sah, dass ihr Onkel im Sterben lag und lief zu ihm hin, obwohl sie selbst geschunden war. Sie wollte ihm helfen aus der in sich zusammenfallenden Burg zu fliehen, doch es war zu spät. Anstatt also seine letzte Energie für seine eigene Rettung zu verbrauchen, nutzte El Tierro seine Macht über die Erde und hinderte die Insel, auf der die Burg erbaut worden war, am sinken, indem er sie durch und durch in Stein verwandelte. Er schickte seine Nichte aus der Burg, bevor sie zusammen fallen konnte und starb dann.

La Esperanza rette sich noch an die Küste, dann fiel sie ihn Ohnmacht, da sie keine Energie mehr hatte, denn die Folter des Teufels hatte an ihren Kräften gezehrt. In ihrer Ohnmacht fiel sie ins Meer, doch anstatt zu ertrinken, nahm la Mar sie in die Arme und schloss die Wunden, die ihre Tochter hatte. Das Wasser heilte sie, war es doch getränkt mit der Liebe ihrer Mutter, die ihr Kind, obwohl sie es nicht hatte aufwachsen sehen, über alles geliebt hatte. In dem Wasser waren allerdings auch Teile des Gesteins ihres Onkels und dieses vermischte sich mit dem Wasser. Die komplette Insel sog die Liebe des Wassers in sich auf. Das Gestein wurde durchzogen von der Liebe La Mars, wie es durchzogen war von der Liebe El Tierros zu dem Mädchen, dass so viele Schmerzen erleiden musste.

Verbunden mit dem Wasser und der Erde, kam es, dass in dem Blut La Esperanzas dieses Gestein ebenfalls zu finden war und sie heilte und schützte, damit auch nach dem Tod ein Teil ihrer Familie in ihr weiterleben konnte.

Auch El Cielo erkannte, dass seine Tochter in Not war und schickte seinen liebsten Neffen „El Viento“ aus, von dem ihn auch der Tod nicht hatte trennen können. El Viento hob La Esperanza aus dem Meer und trug sie nach Hause. Als sie wieder die Augen öffnete, erblickte sie El Viento, der wie sein Onkel schön war und frei, offen und herrlich frisch wie der Wind. So kam es, dass El Viento in La Esperanzas Not ihr Begleiter wurde. Er tröstete sie, nahm ihr die Sehnsucht, die sie ihr Leben lang im Herzen getragen hatte und zeigte ihr die Welt, die sie immer sehen wollte.

Obwohl La Esperanza dachte, dass sie niemals mehr würde lieben können, kam es, dass El Viento ihr Herz erneuerte und es kurz daraufhin von ihr geschenkt bekam. Sie verliebten sich und schworen sich die Treue. Bald darauf heirateten sie und bekamen viele Kindern.

La Esperanza und El Viento waren immer durchzogen von der Liebe ihrer Familie und auch alle Kinder des Paares trugen das Gestein und das Meer in ihrem Blut und den Himmel in ihrem Herzen. Sie lebten glücklich, auch wenn sie La Mar, El Tierro und El Cielo nie vergaßen, bis an ihr Lebensende und auch heute noch erzählt man sich, dass ihre Kindeskinder auf dieser Erde weilen. Sie werden Kinder des Meeres genannt.

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Eigentlich habe ich dieses Märchen im Rahmen meiner Geschichte "Aqua - ein neues Leben" geschrieben. Allerdings habe ich die Geschichte schon vor langer Zeit abgebrochen und da sie so gar nicht mehr in den Canon passt, werde ich sie vermutlich auch nie fertigstellen.

Dieses Märchen jedoch steht für sich selbst, liebe ich über alles und habe ich auch schon in anderen Fanfictions erwähnt. Es hat sich irgendwie in meine Headcanon-Welt geschlichen, deswegen wollte ich es veröffentlichen.

Ein Random Fact dazu: Das Märchen wird so vor allem im South Blue erzählt. Die anderen Blues haben andere Märchen zu den Teufelsfrüchten.

Und die Kinder des Meeres (niños del mar oder hija/hijo del mar - getreu der Geschichte auf spanisch) sind Menschen, die natürliches Kairoseki im Blut haben und somit gegenüber Teufelsfrüchten/Teufelskräften immun sind. Auch ein Auswuchs meiner Fantasie bzgl. der Aqua Geschichte. Vielleicht schreib ich irgendwann mal noch einen OneShot dazu. Mal sehen.