Khloe und Kassandra

von Flexki
KurzgeschichteAbenteuer, Drama / P12
Kassandra
13.08.2019
13.08.2019
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Hallo Leute,
Aktuell hatte ich gerade keine Zeit an meinen beiden Hauptstorys zu arbeiten. Es ist viel passiert und ich konnte mich nicht wirklich fokussieren.
Allerdings habe ich ein Gewinnspiel zum Thema "Assassins Creed" entdeckt - Man sollte seine Story im neusten Teil beschreiben bzw erzählen. Ich habe es etwas anders interpretiert und eine der Nebenquests aus meiner Sicht umgeschrieben. Viel Platz hatte nicht, daher ist die Story sehr kurz geworden. Trotzdem möchte ich sie euch nicht vorenthalten.
Zumindest als kleiner Vorgeschmack. Nächste Woche lege ich wieder los!

Für die Story habe ich übrigens das offzielle Buch gewonnen :-p

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Die Sonne stand hoch und ich spürte, wie sich eine wohlige Wärme über meine Arme legte.
Bei jedem Schritt kitzelte das hohe Gras meine Beine und ich überlegte, was ich heute noch machen sollte.
Das letzte Dorf war nicht weit weg – Vielleicht sollte ich zurück.
Ich blieb stehen und lauschte noch einmal dem sanftem Rauschen der Wellen.
Wie schön es hier doch war!
Niemand traute sich normalerweise hierher, außer man war gut ausgestattet. Ich strich mir damit einmal über meine Brustplatte und wollte gerade weiter, als ich plötzlich eine Stimme vernahm.
Eine Kinderstimme?!
Sofort waren alle meine Sinne geschärft.
Ich folgte der Stimme und kletterte eine Steinwand hoch. Dahinter verbarg sich ein kleiner Vorsprung mit Sicht auf das Meer. Auf dem Boden kniete ein Mädchen und sprach laut mich sich selbst.
„Entschuldigung…“, begann ich als ich mich ihr näherte.
„Huch!“, lachte sie und drehte sich schwungvoll in meine Richtung.
„Kannst du mir sagen wer du bist und was du hier machst?“
Ich versuchte so freundlich wie möglich zu sprechen und kniete mich auch noch ein Stückchen zu ihr runter.  
„Khloe! Und ich mache Geschenke für meine Freunde. Allerdings…“, sie schielte auf die Tonklumpen hinter ihr.
Nun konnte ich mir ein Lächeln nicht verkneifen.
„Soll ich dir helfen?“
Sofort nickte sie und erzählte mir von den vielen Schätzen, die sich hier befanden.
Einen Augenblick wollte ich meine Hilfsbereitschaft verfluchen, aber das verflog schnell wieder, als ich an Khloe’s herzhaftes Lachen dachte.
Ich sammelte in einer Höhle kleine Glitzersteine, so wie sie sie nannte und konnte meine Gedanken nicht verdrängen. Wieso war das kleine Mädchen hier ganz allein? Wo waren ihre Freunde?
Ich seufzte einmal laut und band den Beutel zu, den sie mir für die Steine gegeben hatte. Als ich aus der kühlen Höhle hinaustrat, sah ich schon von Weiten einen kleinen See. Wenn ich dort die Perlen finde, bin ich fertig!
Bei genaueren Hinsehen merkte ich allerdings schnell, dass es sich bei dem See um eine kleine Einbuchtung handelte, die mit Meerwasser vollgelaufen war.
Und über eine kleine Abkühlung hatte ich nie was gegen.
Über meine Lippen huschte ein Lächeln, als ich zum Rand der Klippe rannte. Gerade als ich abspringen wollte, blieb ich allerdings so abrupt stehen, dass meine Schuhe nahezu anfingen zu glühen. Ich balancierte mich mit meinen Armen aus und blickte in das Wasser, wo ein riesiger Hai seine Runden drehte.
„Malaka…“, fauchte ich und griff sofort nach meinem Bogen.
Mit einigen schnellen und dennoch präzisen Schüssen färbte sich das Wasser langsam rot. Das tote Tier trieb mit dem Bauch nach oben an die Oberfläche und ich grinste zufrieden, als ich meinen Bogen wieder auf meinem Rücken befestigte.
Vermutlich etwas leichtsinnig sprang ich danach direkt in das kühle Nass. Ich hielt die Luft an und tauchte sogleich in die wunderschöne Unterwasserwelt ein. Einige Fische kamen mir entgegen, die glücklicherweise nicht halb so groß waren wie der Hai vorhin.
Schnell griff ich hier und dort nach den hübschen Perlen, die auf dem Meeresboden verteilt lagen. Wahrscheinlich hatten Plünderer die Austern mit den Perlen gefunden und wurden dann von dem blutrünstigen Fischchen gefressen. Nun ja, gut für mich.  
Ich schnappte lautstark nach Luft, als ich aus dem Wasser auftauchte. Mein Blick fiel sogleich auf das kleine Mädchen, welches immernoch oben auf dem Vorsprung spielte.
"Khole!", rief ich freudig und stemmte mich dabei mit Leichtigkeit aus dem tiefen Wasser. Sofort ging ich zu ihr und hielt ihr stolz meine Ausbeute vor die Nase.
"Perlen und Glitzersteinchen, nur für dich!"
Ich lachte und ließ mich zu ihr auf den Boden fallen.
"Oh danke danke!", fiepste sie mir entgegen, nahm die Geschenke an sich und...überreichte sie den Tonfiguren?!
"Khloe?", fragte ich verwirrt. "Was tust du da?"
"Das sind meine Freunde! Meine Mutter sagte, ich soll Freunde finden und glücklich werden!"
Sofort verstand ich. Und es brach mir das Herz.
"Khloe", begann ich. "Wieso gehst du nicht ins Dorf und suchst dir dort richtige Freunde?"
"Ich habe getan was meine Mutter wollte! Ist das etwa...falsch?"
Ihr Augen füllten sich mit Tränen.
"Habe ich was falsch gemacht?!"
Wieder dieser unerträgliche Schmerz. Es schnürte mir beinahe die Kehle zu.
"Nein, Khloe. Du hast alles richtig gemacht."
Sie lächelte und besteckte ihre Tonfiguren wieder weiter mit den Perlen.
Langsam richtete ich mich auf.
"Ich hätte ihr die Wahrheit sagen sollen und ihr zeigen, dass es falsch ist aber...", flüsterte ich leise vor mich hin.
"Aber ich bringe es einfach nicht über's Herz."
Langsam richtete ich mich auf und verschwand leise im Schatten der untergehenden Sonne...
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