Lucifer - Die zweite Chance?

von Ava Merin
GeschichteRomanze, Übernatürlich / P12
Chloe Decker Lucifer Morningstar
13.08.2019
07.12.2019
9
8119
11
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Hallo meine Lieben
Ich bin sooooo ein großer Lucifer Fan, ich hab die Serie verschlungen und um mir die Zeit bis zur nächsten Staffel zu vertreiben, schreibe ich mal selbst was.
Vielleicht gefällt es euch.
Kommentiert gerne, ihr wisst, ich freu mich ;)
Lasst mich wissen, ob ihr euch beim lesen die Figuren vorstellen könnt. Auch die Gefühle, die ich versuche zu beschreiben.
Auch wenn euch etwas nicht gefällt, oder ihr mit etwas nicht zufrieden seit, gerne bescheid geben.
Jetzt viel Spaß beim lesen.

LG eure Ava

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Lucifer war wieder da.
Wieder in seiner schicken großen Wohnung über dem Lux. Er saß einfach nur da und starrte in den Himmel. Für ihn war eine Ewigkeit vergangen. Aber hier, auf der Erde, war vielleicht niemandem aufgefallen, das er überhaupt weg war. Hier oben sah er die Lichter der Stadt. Aber er hörte den Lärm nicht. Er selbst atmete so flach, das man meinen könnte, hier gäbe es gar kein Geräusch. Er wollte einfach allein sein, mit niemandem sprechen. Nicht am Flügel spielen. Nicht einmal trinken wollte er.
Die gefühlte Ewigkeit in seinem einstigen Reich hatte ihm nur kurzfristig befriedigen können, das alte Gefühl der Macht und der Überlegenheit wollte sich einfach nicht mehr so wirklich einstellen. Er hatte dort gesessen, auf dem kalten, dunklen Thron, ließ den andauernden Ascheregen über sich rieseln, hörte die unaufhörlichen Schreie der gequälten Seelen. Und auch wenn er wusste, er war und würde immer der Herr der Hölle sein, wünschte er sich doch, ihr Lachen noch einmal zu hören. Oder ihr Schimpfen. Auch das war ihm recht. Wenn es nur ihre Stimme war. Der Wunsch wurde mit der Zeit immer stärker, bis er schon anfing, sich ihre Stimme einzubilden. Ihr Gesicht im Schatten zu sehen. Und irgendwann, als die pure Verzweiflung und Sehnsucht nach ihr immer mehr an ihm nagte, sprach er sogar zu seinem Vater. Er fragte ihn, ob das fair war... Natürlich bekam er keine Antwort. Lucifer lachte über sich selbst, weil er so dumm war, auch nur eine Sekunde zu hoffen. So weit war er schon, dachte er und hatte traurig gelächelt. Er sprach zu ihm, immer öfter, schrie ihn an, lachte ihn aus, wusste aber das er insgeheim nur sich selbst auslachte. Er fluchte und drohte, aber es geschah nichts. Natürlich.
So fristete er seine Zeit.
Dort unten gab es keine Tage oder Nächte, es war immer dunkel. Er vermisste das Strahlen ihrer Augen, wenn er ein zweideutiges Kommentar von sich gab und sie versuchte nicht zu lächeln.
Auch hatte er an seinen Bruder gedacht, der mit Linda und dem kleinen Charlie sein Glück gefunden hatte. Sein wahres, tiefes, echtes Glück. Auch seine dämonische Freundin vermisste er. Ihre verrückte Art. Ob sie wohl auch glücklich war?
Er hatte hier niemanden, mit dem er wirklich sprechen konnte. Alle hatten Angst vor ihm, krochen auf den Knien herum, wenn er in der Nähe war.
Irgendwann, als er sich wirklich und absolut einsam fühlte, als sein Herz beinahe starb, da flüsterte er, mehr an sich selbst gerichtet:

„Ich würde wirklich alles tun, um wieder bei ihr zu sein!“


Er schloss die Augen, um sich ihr Gesicht zum wiederholten Male in seinem Geist vorzustellen, und als er sie öffnete sah er an die Decke seines Schlafzimmers! Er lag dort, in seinem riesigen, kalten, leeren Bett und traute sich nicht sich zu bewegen. Zu groß war seine Angst, dass er nur träumte.
Das würde er nicht verkraften!
Spielten seine Gedanken ihm einen fiesen Streich, war er in seiner eigenen, privaten Hölle gefangen, oder...
…Oder hatte sein Vater ihn das erste Mal in seinem langen Leben wirklich erhört?
Viele Male hatte er selbst schon Menschen geködert, in dem er mit ihnen einen Pakt einging. Die Person bekam was sie wollte und irgendwann, wenn Lucifer meinte, das die Zeit so weit war, holte er sich seine Gegenleistung!
Diesmal war er einen Pakt eingegangen.

Ich würde alles tun...

Irgendwann würde sein Vater also kommen, und sich etwas holen! Und so wie er ihn kannte, konnte es nichts gutes sein. Aber andererseits hatte er ihn wohl wirklich hier wieder her gebracht...
Aber warum?
Als er auf die Stadt hinunter sah, grübelte er so sehr über diese Frage, dass es ihn verrückt machte. Nun hatte er die Sonne auf, und auch wieder untergehen sehen, und saß immer noch hier. Bewegte sich nicht. Er wollte sie sehen. Sie hören, sie berühren. Er hatte ihr gesagt was er fühlte, und war verschwunden. Jetzt überlegte er sich immer und immer wieder, was er sagen sollte. Wie er überhaupt mit ihr in Kontakt treten sollte. Sollte er ihr eine Sms schreiben, sie anrufen, zu ihr fahren. Und dann? Was sollte er sagen?

Hallo, ich bin wieder da?

Vom ersten Tag an hatte er sie ins Bett kriegen wollen. Aber aus den falschen Gründen. Jetzt wollte er nichts mehr als Chloe zu sehen, in den Arm zu nehmen, ihren typischen Chloe Geruch zu riechen. Aber es gab einfach zu viele offene Fragen. Auch für ihn selbst. Und wenn er die Antwort nicht kannte, was sollte er dann sagen...
Da öffnete sich mit dem typischen Geräusch die Fahrstuhltür!


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