Senorita

GeschichteRomanze / P12
Mimi Tachikawa und Palmon Taichi "Tai" Yagami und Agumon
13.08.2019
14.08.2019
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I love it when you call me senorita,
I wish I pretend Ididn’t need ya
But every touch is ooh la la la
It’s true, la la la
Ooh, I should be running
Ooh, you keep me coming for you


Kapitel 1

“Mimi, ich kann das leider nicht mehr. Ich glaube ich liebe dich nicht mehr. Ich finde wir sollten Schluss machen“.
Die Tränen rannten Mimi nur so über die Wangen. Sie hatte schon in den letzten Wochen gemerkt, dass mit Tai etwas nicht stimmte, aber dass er so einen drastischen Schritt machen würde, hätte sie niemals gedacht. Was sollte sie jetzt tun? Ihn anflehen, es sich noch einmal anders zu überlegen? Es mit einer Pause versuchen, damit er vielleicht merken wird, dass er ohne sie nicht leben kann?

Nein, das würde alles keinen Sinn machen. So wie er sie ansah, meinte er es ernst. Schweigend nahm sie es an und nickte ihm zu.
„Es tut mir so Leid Mimi.“ Mimi wischte sich die Tränen weg und zwang sich zu einem Lächeln.
„Es muss dir nichts leidtun. Danke, dass du ehrlich zu mir warst, Tai. Ich werde diese Monate immer in Erinnerung behalten. Ich werde dich immer als meine erste große Liebe behalten.“


10 Jahre später…

Was so ein Urlaub alles bewirken kann. Man fühlt sich nicht nur neugeboren, sondern man ist viel motivierter an alte Dinge heranzugehen und neue Dinge anzupacken. Schnell stellt Mimi noch ihre Zeit auf ihrem Smartphone auf „Japan“ um und schreib ihrer Mutter, dass sie sicher gelandet ist. Es war schön wieder ihre Eltern zu sehen. Als Mimi ihr Studium in Japan angefangen hatte, haben sich ihre Eltern entschieden in den USA zu bleiben. Zwar sieht sie ihre Eltern dadurch seltener, aber das Heimweh nach Tokio war einfach größer. In den USA hat sie nichts mehr gehalten. Aber diese Zeit war schön, aufregend, manchmal auch schmerzlich, aber sie wird diese Zeit immer in guter Erinnerung behalten. „Erinnerung ist ein gutes Stichwort“, dachte die 24-jährige. „Wie es ihm wohl so geht?“ Lächelnd schüttelt Mimi den Kopf um ihre Gedanken zu sortieren. Immer wieder schweifen ihre Gedanken zu ihrer ersten großen Liebe rüber. Doch diese Zeiten sind schon seit 10 Jahren vorbei. Vielleicht hat er eine Freundin oder ist schon längst verheiratet. Nachdem sie in die USA gezogen ist, ist der Kontakt zu der alten Clique fast abgebrochen. Nur noch zu Sora und Joe hat Mimi regelmäßig Kontakt.

Sora ist mittlerweile seit längerer Zeit mit Matt zusammen und Mimi warten schon sehnsüchtig auf die Nachricht, dass sich die beiden verloben. Joe ist mittlerweile Arzt an einer Klinik in Tokio. Sollte er mal keine Spätschicht oder mal einen Tag frei haben, treffen sich die beiden so oft es geht. Besonders seine Freundin Mika, die Krankenschwester im selben Krankenhaus ist, hat es Mimi angetan. Beide sind genauso verrückt und gesprächig. Genauso einen Wirbelwind braucht der ruhige Joe. Mimi beschließt Joe und Sora eine Nachricht zu schreiben, damit sie wissen, dass sie wieder in Tokio ist. Sofort erscheinen drei kleine Punkte im Chat von Sora. „Ich freue mich so, dass du wieder da bist!!! Lass uns bitte schnell wieder treffen! Deine Sora“. Diese Nachricht bereitet Mimi ein Lächeln auf den Lippen. Immer schreibt ihr Sora gleich zurück. Auf sie war uns ist immer verlass. Joe bleibt stumm. Bestimmt kommt eine Nachricht irgendwann mitten in der Nacht.

„Erzähl mir alles! Wie war es in den USA?“, fragt Sora. Es war ein typischer Samstag. Der Frühling verbreitet seinen angenehmen Duft und langsam steigen die Temperaturen. Mimi lässt sich im Cafe des Vertrauens ihren geliebten Kaffee schmecken. Viel Milch und viel Zucker müssen da rein. Mimi war schon immer die „Süße“.
„Sehr kalt war es. Ich musste mir sogar noch zusätzliche Kleidung kaufen, weil ich viel zu leichtes Gepäck dabei hatte. Das Wetter spiel echt verrückt auf der Welt.“
„Wem sagst du das!? Heute ist es mal ganz kalt und am nächsten Tag musst du dein Sommerkleid aus dem Keller holen.“ Beide mussten lachen. Solche Samstage liebte Mimi. Leichte Themen zum Besprechen, ein leckerer Kaffee und vielleicht noch ein Stück Kuchen. Später wird die Wohnung noch etwas auf Vordermann gebracht und dann noch ein bisschen Yoga gemacht. Oder vielleicht doch ein kitschiger Film? Mimi war so in ihren Gedanken, dass sie Sora fast vergessen hatte.
„Du Mimi, ich muss dir etwas sagen.“ Nun hatte Sora wieder volle Aufmerksamkeit.
„Was gibt es?“ Langsam hob Sora ihre linke Hand hoch. Und da erblickte Mimi es. Ein Ring an ihrem Ringfinger mit einem kleinen Edelstein. Mimis Augen weiteten sich und ehe es sie versah, kreischte sie los. Sämtliche Augen waren nunmehr auf das Paar gerichtet. Doch Mimi störte dies eher wenig. Sie sprang auf und umarmte ihre beste Freundin.
„Oh mein Gott Sora! Hat er es endlich getan? Wann? Wo? Wie? Du musst mir ALLES. GANZ. GENAU. ERZÄHLEN!“
Sora begann zu lachen und erzählte Mimi von dem Antrag. Matt, ganz der Musiker, sang Sora ein Lied ehe er nach dem Ende des Songs auf die Knie ging und um ihre Hand anhielt.
Mimi musste sich eine kleine Träne im Augenwinkel wegwischen. Sie freute sich so sehr für ihre beste Freundin. Doch ein kleiner schwarzer Gedanke in ihrem Hinterkopf meldete sich. Mit aller Kraft versuchte sie ihn zu ignorieren. Doch je mehr Sora erzählte und strahlte, umso großer wurde dieser Gedanke.
„Mimi, ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn du meine Trauzeugin sein könntest.“ So schnell die negativen Gedanken da waren, so schnell waren sie auch wieder weg. Mit der größten Freude stimmte die Brünette zu. „Ach ja, und Tai ist Matts Treuzeuge.“ Ach ja, willkommen negative Gedanken…
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