what we want and what we get

GeschichteDrama, Romanze / P18
Andromeda Tonks Bellatrix Lestrange Lucius Malfoy Narzissa Malfoy
13.08.2019
12.09.2019
10
22029
8
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Danke für die tollen Reviews, ihr seid die aller Besten<3

Und danke für eure Geduld...




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Sie küssten sich, dann lagen seine warmen Lippen auf einmal an ihrem Hals. Sie würden ihn schrecklich vermissen, in den Ferien. Aber on drei war ein großer Tag, Bella würde heiraten. Und sie... sie musste weg, zurück nach Hause, wo sie wie immer lügen musste. Diese Fassade aufrechterhalten, die sie vor über einem Jahr errichtet hatte. Noch vor dem ersten Kuss oder dem ersten Sex, es war nur ein Gespräch gewesen. Aber es hatte gereicht, um ihr zu zeigen, dass sie beide Menschen waren. Dass er nicht weniger ein Zauberer war als jeder andere.

„Ted, ich... ich werde ich vermissen“, sagte sie traurig und küsste ihn wieder.
Andromeda ließ ihre Hände durch seine Haare wandern. Sie liebte ihn, alles an ihm, von seinen strohblonden Haaren, die immer etwas zerzaust aussahen, zu seinen tiefen blauen Augen, bis hin zu seiner Stimme, die ihr noch immer einen Schauer über den Rücken laufen ließ. Vielleicht hatte sie sich deswegen verliebt, nur durch ihre Gespräche.
„Es ist nicht für lang, Dromeda. Deine Schwester wird heiraten und die Zeit wird wie im Flug vergehen und dann bist du wieder hier. Und ich werde mich hier langweilen, so, wie ich es immer tue“, sagte er ruhig und strich über ihre Wange.

„Ich liebe dich, nur dich“, wisperte sie nahe an seinen Lippen. Sie hatte das schreckliche Gefühl, dass ihre Eltern die Hochzeit von Bella nutzen würden, um ihre Verlobung bekanntzugeben.

Wie bei Bella würden sie alle Gäste zusammenrufen und mit einem gekünstelten Lächeln den Namen verkünden. ‚Rodolphus Lestrange‘ hatte ihr Vater damals gesagt und alle Augen im Raum hatten ihn gesucht. Und man hatte ihm angesehen, dass er es gewusst hatte, während Bella die ahnungslose gewesen war. Sie hasste es, die ahnungslose zu sein. Und auch Andromeda hasste es, auch wenn sie es wusste. Lucius Malfoy. Doch dieser Name hatte keinerlei Bedeutung, denn so weit würde es nicht kommen, nicht bis zu einer Hochzeit.
Sie musste nur all ihren Mut zusammennehmen und ihren Eltern die Wahrheit sagen, zumindest die halbe Wahrheit, nur einen Teil. Sie war keine Jungfrau mehr und das würde gegen den Vertrag verstoßen, damit wäre die Verlobung nichtig.

„Ich liebe dich auch. So sehr, dass ich dir niemals böse sein kann, egal was-“
„Nicht! Bitte, fang nicht wieder damit an“, bat sie Ted.
Es machte sie traurig, wenn er sagte, dass er es verstehen würde. Dass sie heiraten sollte, wen auch immer ihre Eltern ausgesucht hatten, damit sie keine Probleme bekam. Probleme waren ihr verdammt nochmal egal, sie wollte mit dem Mann zusammen sein, den sie liebte.

„Egal was passiert, egal wer es ist, ich werde es nicht tun. Ich werde meinen Eltern sagen, ich hatte Sex, ich muss ihnen nicht sagen, mit wem. Bei Bella war es eine Katastrophe, aber trotzdem werden sie mich nicht umbringen“, stellte Andromeda klar und umarmte Ted, der noch immer nicht wusste, dass Lucius ihr Verlobter war.
Er drücke sie und als sie seinen Duft roch und seine Wärme spürte, wusste sie, dass alles gut werden würde. Sie war eine verknallte Idiotin und ihre Mutter würde sie wohl ohrfeigen, wie sie es bei Bella damals getan hatte, aber sie hatte die Liebe ihres Lebens gefunden. Und dafür war es wert, zu leiden.







„Du bist so anders, in letzter Zeit. Seit der Feier“, sagte Dina und packte ebenfalls ihren Koffer. In ihrem Fall bedeutete das, dass sie alles einfach hineinwarf. Narzissa legte ihre Kleidung zumindest zusammen.
„Ich bin nicht anders, wieso sollte ich anders sein?“, fragte Narzissa und dachte an Lucius.
Sie sahen sich beinahe jeden Tag, küssten sich und jedes Mal machte er Andeutungen. Er wollte mehr, wollte weiter gehen, aber sie konnte nicht und sie wollte nicht. Zwar versteckte sie sich hinter der Ausrede, dass sie bis zu ihrer Ehe jungfräulich bleiben musste, aber das war nur die halbe Wahrheit. Sie hatte keine Ahnung, wer Lucius Malfoy eigentlich war und er wollte ihr nichts erzählen, über sich selbst. Sie konnte ihm nicht vertrauen, wenn er ihr nicht vertraute. Denn das brauchte sie, sie wollte den Mann kennen, mit dem sie schlief. Narzissa wollte ihn kennenlernen, aber er ließ es nicht zu, küsste sie nur wieder und machte sie verrückt.

„Du bist so abwesend, du starrst durch die Gegend und manchmal verschwindest du einfach. Was ist los?“
„Es... es ist wegen Bellas Hochzeit. Dass wir alle heiraten werden, das war immer meilenweit entfernt, aber in wenigen Tagen schon ist Bella eine Lestrange. Und dann wird Andromeda auch heiraten, es dauert sicher nicht mehr lang. Und dann... dann werde ich es auch tun müssen“, sagte Narzissa und setzte sich auf ihr Bett.
„Seit wann stört dich das? Du warst doch immer damit einverstanden, weil es eben Tradition ist“, meinte Dina verwundert.

Es war die Wahrheit, Narzissa gefiel der Gedanke nicht mehr. Erst durch die Küsse mit Lucius war ihr klar geworden, dass sie die Person kennen wollte, mit der sie Kinder bekam und den Rest ihres Lebens zusammen verbrachte. Sie konnte das nicht, was Bella tat, die Rodolphus nur wenige Male gesehen hatte. Es ging nicht, es war falsch.
„Klar ist es Tradition, aber es war immer so weit weg. Jetzt ist es real, verstehst du, was ich meine? Jetzt muss ich es wirklich tun, so bald schon.“

Dina lächelte und setzte sich neben sie.
„Ich doch auch. Meine Eltern suchen noch, aber mich und meine Brüder ereilt dasselbe Schicksal. Wir werden es alle tun und deswegen muss ich mich auch so darauf verlassen, dass ich dich habe. Falls unsere Männer langweilig sind, weißt du?“
„Ja, wir müssen zusammenhalten, gegen unsere Männer. Und dann müssen wir unsere Kinder verheiraten, ja?“
Nun musste auch Narzissa lachen. Dina war so lieb, sie war die einzige gewesen, die sie sofort beglückwünscht hatte, als sie damals nach Slytherin gekommen war, noch vor Bella und Andromeda. Und jetzt musste sie ihre beste Freundin belügen, weil ihr dummes Herz entschieden hatte, dass sie es zulassen musste, wenn Lucius sie küsste. Sie konnte nichts dagegen tun, rein gar nichts.

„Was wirst du anziehen, bei Bellas Hochzeit?“, fragte Narzissa, um das Thema zu wechseln.
„Mein Kleid ist wunderschön, ich habe es vor längerer Zeit mit meiner Mutter gekauft und nur darauf gewartet, es anziehen zu können und es ist perfekt für die Hochzeit. Es ist dunkelblau und hat lange Ärmel, immerhin ist Winter, und ist komplett aus Spitze. Und... es ist knöchellang, man wird also sehr gut darin tanzen können!“

Sie wusste, wie wichtig das Dina war, denn sie liebte es, zu tanzen. Damit zog sie die Aufmerksamkeit auf sich und das machte ihr rein gar nichts aus, was Narzissa immer bewundert hatte. Dina hatte in manchen Situationen die Gabe, einfach zu tun, was sie tun wollte. Narzissa konnte das nicht, sie war so erzogen worden, dass es falsch war, sich in den Mittelpunkt zu stellen. Sie war nicht die wichtigste, es war die Hochzeit ihrer Schwester.
„Wie wird dein Kleid aussehen?“, fragte Dina interessiert und stand wieder auf, um weiter ihren Koffer zu packen. Vieles ließen sie hier, über die Ferien, aber niemand wollte etwas wichtiges missen.

„Ich weiß es noch nicht. Meine Mutter hat ein Kleid ausgesucht, aber ich versuche sie noch umzustimmen. Ich möchte am liebsten selbst entscheiden, was ich anziehe.“
„Du solltest grün tragen, wie bei der Feier. Es steht dir, wirklich, die Farbe ist wie für dich gemacht.“
„Danke, Dina. Mal sehen, was es wird, letztendlich.“

Narzissa begann ebenfalls, wieder zu packen und schmunzelte, als sie an heute Abend dachte. Bevor sie gingen, wollte Lucius sie nochmal sehen, wie er sie jeden Abend sehen wollte. Jedes Mal dachte Narzissa viel zu lang darüber nach, was passieren könnte und was sie zulassen würde.
Es gab Grenzen und das wusste er, aber er würde nicht müde, sie trotzdem zu übertreten. Er wollte sie küssen, hatte er immer wieder gesagt. Irgendwann hatte sie lachend erwidert, dass er das doch bereits getan hatte, aber er hatte ihr nur einen vielsagenden Blick zugeworfen. Die Küsse an ihrem Hals wurden immer drängender und sie befürchtete, dass er sie an anderen Orten küssen wollte. Und dann waren da seine Hände, die sich andauernd unter ihren Rock stahlen und an ihre Brüste.

Ihr wurde heiß, als sie daran dachte. Sie mochte ihn und sie wusste nicht, was es war, was sie an ihm mochte. Nicht seine Art, so viel war sicher. Wenn sie früher einen Jungen gemocht hatte, dann hatte sie sein Lächeln oder sein Aussehen gemocht, aber bei Lucius war alles anders. Sie mochte es, dass er sich nahm, was er wollte. Und, dass er sie wollte. Vielleicht würde es nie mehr sein als das, dieses ‚wollen‘, aber... im Moment war es genug, es war interessant und neu und endlich verstand sie Bella ein kleines Bisschen besser. Sie verstand, dass es aufregend war, jemanden zu küssen. Nur Küsse, schalt Narzissa sich selbst immer wieder. Sie würde nicht ihre eigenen Regeln brechen, nicht für Lucius Malfoy.







„Und bei der Zeremonie wird ein Band geknüpft, mithilfe von Magie. Dieser Zauber kann nur ein Mal im Leben vollzogen werden, pro Person, deswegen werden Sie und Ihr Zukünftiger davor gefragt, ob Sie beide diesen Bund für das ganze Leben eingehen wollen. Wenn beide mit ‚Ja‘ antworten, dann werde ich das Band knüpfen, es wird leicht warm werden. Dafür müssen Sie, Miss Black, Ihre rechte Hand an die des Partners legen. Mr Lestrange, wenn Sie so freundlich wären...“

Nur widerwillig legte Bella ihre Hand auf Rodolphus‘ Hand. Sie sahen sich an und sie wusste, dass sie absolut nichts fühlte, für ihn. Da war nicht einmal Aufregung, sie hatte schon lang entschieden, das hier zu tun, ihn zu heiraten. Und sie hatten sich geküsst, was wollte man mehr?
Er war nicht hässlich und eigentlich auch ihr Typ, mit seinen dunklen Haaren, die ihm immer wieder ins Gesicht fielen und seinen braunen Augen. Er hatte ein markantes Gesicht und recht schmale Lippen, was aber zu ihm passte, zu seinem Gesamtbild.

„Wird der Zauber irgendwelche Auswirkungen haben, auf uns?“, fragte Bellatrix den Mann, der die Trauung durchführen würde.
Es war Tradition, dass sie, als das Ehepaar, vorher mit ihm sprachen und Fragen klären konnten. Es war vielleicht die erste Sache, die sie allein mit Rodolphus machte, ohne, dass ihre Eltern anwesend waren und für sie sprachen.

„Nein, nicht wirklich, es gibt keine Auswirkungen. Früher wurde zusätzlich zu dem Band ein Zauber gesprochen, der die frisch Vermählten verbunden hat und eine gewisse Verliebtheit hervorgerufen hat. Aber... Nun, dieser Zauber ist verboten und ich werde ihn selbstverständlich nicht anwenden. Da ist nur das Band. Der Zauber würde, sollten Sie ihn nach der Zeremonie wieder anwenden wollen, nicht funktionieren, wenn Sie es mit einem anderen Partner versuchen. Allerdings kann man ihn sozusagen erneuern, falls Sie beide das wollen, nach einigen Jahren.“

„Nein, sicher nicht. Ein Mal wird genügen, denke ich“, sagte Rodolphus schnell und ließ Bella damit schmunzeln.
Der ältere Mann nickte nur verstehend, denn er wusste, dass es keine Heirat aus Liebe war. Man sah es ihnen an, vermutlich.
„Gut, haben Sie noch andere fragen?“

Sie schüttelten gleichzeitig die Köpfe und der Mann verbeugte sich kurz, bevor er von einem Hauselfen nach draußen begleitet wurde. So war sie wieder allein mit Rodolphus und schon wieder rückte er näher, platzierte seine Hand auf ihrem Oberschenkel und begann, sie zu küssen. Schnell schob sie ihr Kleid nach oben und setzte sich auf seinen Schoß, aber ließ nicht von seinen Lippen ab.
„Vielleicht sollten wir...“, begann Rodolphus, während er ihren Hintern umfasste, um sie näher an seinen Körper zu pressen.
„Was? Aufhören?“
„Nein... Wir sollten es einfach tun. Wenn du es jetzt schon schaffst, schwanger zu werden, dann wäre vieles leichter“, keuchte er.

„Nein, wäre es nicht. Ich... ich will das nicht“, sagte Bellatrix und entfernte sich von ihm, um sich wieder neben ihn zu setzten.
„Wir brauchen aber einen Erben. Und je schneller du schwanger wirst, desto besser, ich will nicht mein halbes Leben damit verbringen, dir ein Baby zu machen“, meinte er wütend.
„Wir sind jung. Es wird schnell gehen. Jetzt gerade ist nur... nicht die Zeit bei mir...“, log sie und stand auf.

„Du solltest jetzt gehen“, stellte sie klar. In drei Tagen musste sie ihn ohnehin heiraten, zumindest bis dahin wollte sie noch ihre Ruhe. Es war nicht das, was sie wollte, für ihr Leben. Schon eine Ehe war nicht das, wovon sie immer geträumt hatte, aber ein Baby... Sie war nicht dafür gemacht, Mutter zu sein, das wusste sie genau.
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