Taxifahrt

OneshotÜbernatürlich / P12
Isabelle "Izzy" Lightwood
13.08.2019
13.08.2019
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so, eigentlich habe ich ja genug zu tun ... aber manch einer hier kennt das ja schon und grinst gerade.
Also, Ja, ich hatte die Nase mal wieder im Forum und das sagt alles ^.-

Gefunden habe ich das
20 Writing prompts - 20 Oneshots
und da auch nur einzelne Prompts genutzt werden können ... tada *lach*

für diesen OS habe ich die Nummer 3 genutzt.

wie immer: nix meins! Keine Charas, keine Vorgaben, nichts. Ich verdiene auch kein Geld und sage Danke an Iskustwa  für die Inspirationsquelle ^^


*****

Taxifahrt


Die halbe Nacht auf der Straße, und ich habe immer noch nicht die Informationen, die ich haben wollte.
Manchmal kotzen mich die Dämonen schon an mit ihrer Geheimniskrämerei. Und ihrer Loyalität. Wenn man nicht die entsprechenden Druckmittel hat, verpfeifen sie sich nicht.

Ich schaue mich um und stelle fest, es ist eine ganz schöne Ecke zurück zum Institut und auf die U-Bahn habe ich um die Uhrzeit auch keine Lust.
Also lasse ich meine Zauberglanzrune heute mal sein und werde mir wie eine gewöhnliche Mundie ein Taxi nach Hause nehmen. Obwohl ... ich schaue an mich runter. Die Waffen werde ich verstecken müssen, meine Peitsche fällt als Armband sicher nicht so auf, aber die Seraphklinge, die ich vorsichtshalber mitgenommen hatte ist nicht gerade leicht zu übersehen. Und damit wird mich sicher auch kein Taxifahrer in New York mitnehmen, auch wenn die sicher einige schräge Vögel gewohnt sind.
Schnell ist sie unter dem Schimmer der Magie verschwunden und so positioniere ich mich an der Hauptstraße und muss erstaunlicherweise nicht so lange auf ein Taxi warten.

Ich lasse mich auf den Rücksitz gleiten und nenne Bob, wie es auf dem Ausweis steht, eine Straße nicht weit vom Institut. Für die Mundies sieht es ja aus wie eine Ruine, da will ich lieber nicht erklären müssen, warum ich ausgerecht dahin will. Eine gewisse Paranoia lässt sich eben nicht vermeiden und wirklich entspannt lehne ich mich auch nicht in den Sitz.
Ich beobachte ein bisschen die vorbeifliegenden Lichter, es geht recht zügig voran auch wenn die Stadt bekanntlich niemals schläft und noch viele Menschen unterwegs sind.

Doch ich werde etwas skeptisch ... diese Straßenzüge kommen mir nicht sonderlich bekannt vor und wenn ich das letzte Straßenschild richtig gelesen habe, sind wir auch nicht mal ansatzweise dahin unterwegs, wo ich hinwollte.
"Hören Sie, Bob, ich sagte doch ..."
"Oh, ganz ruhig, Miss", kommt es mit starkem Akzent von vorn. "Es gibt eine Legende über ein Taxi, das dich nicht dorthin fährst, wohin du möchtest, sondern dorthin, wo du sein solltest."
"Was?" Ich glaube, ich habe mich verhört, was soll das denn für ein Mist sein?? "Ich bin schon ziemlich lang heute auf den Beinen und bin daher also ziemlich sicher, dass ich nach einer Dusche nur noch in mein Bett möchte."
"Nein, Miss, Sie wollen ganz woanders sein und Sie werden auch gleich wissen, wo. Das Schicksal hat Sie bei mir einsteigen lassen und ich weiß, wohin Miss jetzt muss." Und damit scheint die Sache für ihn erledigt zu sein, den er beginnt fröhlich vor sich hinzusummen und er hinterlässt auch nicht den Eindruck, als könnte ich ihn umstimmen. Bevor ich ihm aber sagen kann, er soll mich einfach an der nächsten Ecke rauslassen, klingelt mein Telefon. Ohne, das Bob auch nur einen Blick hätte drauf werfen können, sagt er nur "Beruhigen Sie ihn, wir sind ja schon unterwegs." und gibt noch ein wenig mehr Gas. Auch wenn er ziemlich sicher schon über der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit ist.

Total verdattert nehme ich das Gespräch an, das Telefon verkündet mit einem penetranten Klingeln, dass es wirklich wichtig sein könnte und bevor ich auch nur was sagen kann, höre ich schon Jaces aufgeregte Stimme.
"Iz, Gott sei Dank, ich erreiche dich. Du, es ist was fürchterlich schiefgelaufen und Alec hat es erwischt. Wir sind bei Magnus, kannst du so schnell es geht kommen? Ich weiß nicht, was ich machen soll."
"Luft holen, bin in ein paar Sekunden da." Bleich sitze ich da und erkenne die Straßenzüge vor dem Fenster wieder. Es sind nur noch ein paar Blocks bis zu Magnus´ Loft. Mit zitternden Fingern lege ich auf und will Bob was fragen. Doch er ist wieder schneller.
"Ja, Miss, das ist diese eine legendäre Fahrt und ich weiß auch nicht, woher ich es wusste. Nur das es zu der Adresse gehen muss. Ich hoffe, ihr Bruder kommt wieder auf die Beine." Mit einer eleganten Vollbremsung kommen wir vor Magnus´ Apartmentblock zum Stehen und ich steige mit zitternden Beinen aus. Ich blicke kurz die Hauswand hoch und drehe mich um, will Bob sein Geld geben, doch das Taxi ...

... ist einfach weg. Als hätte es das Taxi nicht gegeben. Ungläubig starre ich auf die Stelle und frage mich, ob es gerade wirklich passiert ist, oder es einfach nur ein schräger Traum ist. Von Dämonengift verursacht oder schlechten Kaffee oder irgendwas. Nur dass ich nicht wirklich hier stehe, weil es Alec erwischt hat.
Doch auch das wird zunichte gemacht, weil ein total fertiger Jace hinter mir an der Haustür auftaucht und nur ein "Gott sei Dank, das ging ja schnell!" haucht und mich dann an Arm schnappt und durch das Treppenhaus bis zu Magnus seinem großen Wohnzimmer zerrt ...


*****

Diese Legende gefällt mir und ich denke, ich werde sie woanders auch mal aufgreifen ... sie zieht mich irgendwie an ^^
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