Das Schwarze Loch in meinem Herzen

GeschichteHumor, Romanze / P16
Laxus Dreyar Lisanna Strauss Makarov Dreyar Mirajane Strauss
13.08.2019
31.07.2020
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31.07.2020 1.032
 
Star Crossed Lovers 'till we die

Die letzten Tage waren für Laxus wie ein zum Leben erwachter Fiebertraum. Schmerzhaft und ganz und gar surreal. Tagsüber suchte er nach einem Weg Mirajane zu retten und nachts wachte er an ihrer Seite, während ihr Herzschlag von Tag zu Tag schwacher wurde.
„Du musst lernen loszulassen.“ Wie oft hatte Porlyusica ihm das schon gesagt. „Sie würde nicht wollen, dass du so sehr leidest.“
Doch als Porlyusica nun auf ihn zukam schien sich etwas verändert zu haben. Ihre Schultern angespannt und die Augen zusammengekniffen. Hoffnung breitete sich in dem Blitzmagier aus.
„Laxus.“ Ihre Stimme war schon fast einfühlsam, etwas das er von der lila haarigen Magierin nicht kannte. „Ich habe einen Weg gefunden.“
Erleichterung. Das Gefühl von Erleichterung sorgte dafür, dass dere Blitzmagier sich schwerelos fühlte. Wie ein Roboter hob er Mirajanes Hand, welche er fest umschlossen hielt und küsste sanft ihre Fingerknöchel. „Ich habe doch gesagt, dass alles wieder gut wird. Ich habe es gewusst.“
Porlyusica räuspern erweckte die eben los gelassene Anspannung wieder. „So einfach ist es nicht mein Junge.“
Mit den selben rabaukenhaften Augen, mit denen er schon viele vergangene Sommer zuvor zu der älteren Magierin aufgeschaut hatte blickte er sie wieder an. „Was soll das heißen?“
Der Anblick davon, wie Porlyusica tief einatmete ließ ihn das schlimmste vermuten.
„Der Einzige Weg um Mira zu retten, ist ihre Magie zu versiegeln. Danach wird sie wie ein Mensch leben müssen, auf ewig ohne ihre Dämonen.“ Die Worte der Alten ließen ihn erschüttern. Er konnte sich kein Leben ohne seine Magie vorstellen, doch Mira hatte es schon einmal geschafft. Sie konnte es wieder schaffen. Und diesmal hatte sie ihn, diesmal würde er nicht von ihrer Seite weichen.
„Was hält uns davon ab sie zu retten. Wenn es einen Weg gibt, dann müssen wir alles versuchen, was in unserer Macht steht.“ Wut breitete sich in dem Blondhaarigen aus, worauf wartete die Magierin bloß noch.
„Laxus“, ihre Stimme hörte sich an, als würde sie mit einem Kind sprechen. „Ich habe den Zauber gerade erst gefunden, ich kann es schaffen, aber er verlangt ein Opfer.“
Da war er, der altbekannte Haken.
„Ein Opfer?“
„Wahre Liebe.“
Irritiert blickte der Blitzmagier auf. „Wahre Liebe? Was soll das denn jetzt?“
„Um Mirajanes Magie zu versiegeln müssen wir einen Teil von ihr in das Siegel verwandeln. Und das Einzige, was stark genug ist, um Mirajanes Dämonen zu halten ist Liebe.“
Wenn jemand Laxus vor fünf Jahren gesagt hätte, dass er sich selber für eine andere Person opfern würde, er hätte diese Person ausgelacht. Doch jetzt? Alles in ihm schrie danach Mirajane zu retten, egal was es koste. Selbst wenn es sein Leben sein sollte.
„Was bedeutet das?“ Hoffnungsvoll blickte Laxus Porlyusica in die Augen, egal was es hieß, er würde es tun.
„Du musst sie verlassen und darfst sie nie wiedersehen. Liebe ist eine Macht mit der nicht zu spaßen ist. Sie wird dich vergessen und alle eure besonderen gemeinsamen Erinnerungen werden für sie verloren gehen. Aber sie wird leben.“
Der Drache in Laxus grollte. Er wollte Mirajane leben sehen. Nein, er musste MIrajane leben sehen, wissen, dass sie es überstehen konnte.
„Also versiegeln wir ihre Gefühle. Sie vergisst was zwischen uns war und wir dürfen uns nie wiedersehen, sonst bricht das Siegel und sie stirbt?“
Porlyusica nickte zustimmend.
„Aber sie wird leben?“
Erneut breitete sich Hoffnung in ihm aus.
„Ja.“
Wer hätte gedacht, dass Hoffnung Kummer mit sich bringen konnte.
„Machen wir es.“ Liebevoll strich Laxus Mirajane eine Strähne aus dem Gesicht. Ein letztes Mal tief einatmend beugte er sich vor und gab ihr einen sanften Kuss auf die Stirn. „Ich liebe dich.“
Kurz lauschte er ihren ungleichen Atemzügen, ihrem schwächer werdenden Herzschlag, bevor er sich erhob.
„Es tut mir leid mein Junge.“ Trauer stand in den Augen der Magierin. „Geh.“
Mit gemischten Gefühlen versuchte Laxus ihr ein letztes Lächeln zu schenken, bevor er die Hütte verließ. Draußen ließ er ein Grollen heraus, welches die Erde zum Beben brachte und die Vögel aus den Baumkronen hochschrecken ließ. Der Schrei seines Drachen, welcher gerade die Liebe seines Lebens zurückließ.
Er würde gehen und nie wieder zurückkehren. Auf ewig seiner Heimat den Rücken kehren. Er hatte keine andere Wahl. Jeden Schritt, den er tat schmerzte mehr als der vorherige. Wie ein ertrinkender umklammerte er die kleine geschnitzte Holzfigur, welche er in seinem Mantel mit sich herumtrug, seitdem es Mirajane schlechter ging. Der kleine Talisman, den sie ihm geschenkt hatte, würde das Einzige sein, was ihn auf seiner neuen Reise begleiten würde. Nicht der Donnergott Stamm, niemand. Nur die kleine Figur, welche ihn auf ewig an die Einzige Frau erinnern würde, die er jemals geliebt hatte. Seine Cornelia.
Eine einzige Träne vergießend ließ er das Tal mit der kleinen Hütte hinter sich. Was ihm schmerzlich bewusst wurde, war, dass er ebenfalls sein Herz hinter sich ließ. Es war als hätte sich eine einzige schwarze Leere in seiner Brust ausgebreitet. Dieses verdammte Loch, welches er gedacht hatte, dass er es gestopft hatte. Aber anscheinend schien der Flicken nicht gehalten zu haben.

Wenige Tage später, aber viele Kilometer entfernt erreichte Laxus ein Brief.
„Danke. Du hast ihr das Leben gerettet, das werde ich dir nie vergessen. In Liebe, Lisanna.“
Erleichtert atmete der Blitzmagier auf. Es hatte funktioniert, Mirajane lebte. Sie würde unbeschwert ohne die Erinnerung an ihre gemeinsame Zeit weiterleben können. Sie würde leben. Und nur er würde sich an ihre Liebe erinnern, eine Liebe, welche unter dem dunkelsten Stern gestanden hatte. Für einen Moment heller strahlte als die Sonne und letzten Endes verglühte. Nichts zurücklassend, außer das Schwarze Loch in seinem Herzen.



~ Halli hallo,
hier ist es. Nach langer, langer Zeit gibt es endlich das letzte Kapitel. Ich weiß, Schande auf mein Haupt, dass es so lange gedauert hat.
Ich hoffe, dass euch meine kleine Fanfic gefallen hat. Lasst mir doch gerne eure Meinung dar.
Auf jeden Fall, vielen lieben Dank an alle, die sich die Zeit genommen haben, bis hier zu lesen. Und besonders an LuNalie und Traumtänzerin für die lieben Kommentare. Ich habe mich wirklich über jedes Wort unglaublich gefreut.
So, das wars jetzt. Bleibt gesund und ich hoffe der Abschluss der Geschichte klingt logisch und durchdacht.
Alles Liebe, XoXo, Lea
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