Cheonsa ᵗᵃᵉᵏᵒᵒᵏ

von Luumara
GeschichteRomanze, Freundschaft / P12
J-Hope Jimin Jungkook Kim Seokjin RM V
12.08.2019
18.08.2019
10
15800
3
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"...Kim Taehyung sich momentan in einer Reha befindet, in welcher er sich ausruht und wieder vollkommen zu Kräften kommen wird!" hörte ich die Stimme von Bang PDnim, und ich musste mir ein verächtliches Grinsen wirklich verkneifen.
Er hatte wirklich alle angelogen, und die Reporter hier im Saal fraßen ihm förmlich aus den Händen. Wir hatten heute wieder mit unserem 'normalen' Tagesablauf begonnen, wenn man den Tag eines Idols als normal bezeichnen konnte.
Die Interviews und Fotoshootings zogen nur so an mir vorbei, und ich kam mir eher vor wie ein unbeteiligter Zuschauer meines eigenen Lebens, bis ich Abends endlich wieder bei Taehyung war. Den ganzen Tag über hatte ich an ihn gedacht, denn es war ungewohnt nicht an seiner Seite zu sitzen.

Doch wie sagten alle um mich herum? Das Leben musste weiter gehen. Müde schlenderte ich die schon fast komplett leeren Gänge des Krankenhauses hindurch, die Krankenschwestern waren meine Anwesenheit hier schon gewohnt, die ein oder andere lächelte mich auch freundlich an, doch lag noch etwas in ihren Augen, was ich vorher noch nicht gesehen hatte.


///FLASHBACK///

"Taehyung! Jungkook!" schimpfte Hoseok mal wieder, während wir nur nebeneinander auf dem Boden lagen und uns vor lauter Lachen nicht mehr beruhigen konnten.

Mein Arm lag unter Tae's Kopf und er schaute gerade zu mir, seine dunklen Augen fixierten meine. "Mit euch kann man echt nicht arbeiten, wenn ihr so drauf seid!" lachte Hobi dann nur, und drehte sich zur Tür, um durch diese zu verschwinden.

"Ist er jetzt böse?" grinste Tae zu mir, jedoch schüttelte ich nur leicht den Kopf. "Du weißt doch, wie er ist.. Außerdem haben wir doch schon fast 4 Stunden trainiert.." seufzte ich und fuhr mir mit meiner Hand durch die Haare.

Diese Momente mit dem Blauhaarigen, der noch immer auf meinem ausgestreckten Arm neben mir auf dem Boden lag waren für mich einfach Goldwert. Zu sehr genoss ich seine Nähe, seine Berührungen, einfach seine Anwesenheit. Lächelnd blickte ich zu ihm, er schaute nur gedankenverloren an die Decke.

"Du, Kookie.." fing Tae dann an, und mit einem brummen gab ich ihm zu verstehen, dass ich ihm zuhörte. "Warst du schon mal so richtig verliebt?" fragte mich der Junge, der genau diese Gefühle bei mir auslöste aus heiterem Himmel.

Kurz dachte ich nach, es war für mich nichts neues dass Taehyung solch tiefgründigen Themen aus dem nichts heraus ansprach. "Ja. Ein einziges mal, aber dafür so richtig." gab ich ehrlich zu. Dass es sich dabei aber um ihn handelt, behielt ich aber für mich.

"Du?" hakte ich nun auch nach. Mein Blick lag noch immer auf ihm, doch nun drehte er sich auch in meine Richtung. "Ja, ich bin verliebt." sagte er nur, und mein Herz zog sich zusammen. Tae war verliebt? In wen? Tränen stiegen mir in die Augen, doch ich versuchte es so gut es geht zu verstecken.

Zum Glück wand Taehyung seinen Blick wieder von mir ab. "Aber er erwidert meine Gefühle nicht." setzte er noch nach, was mich doch sehr verwunderte. Wer würde diesen wunderbaren, perfekten Menschen denn nicht lieben bis an sein Lebensende?

"Es tut weh, Jungkook." hauchte Taehyung fast Stimmlos, und ich hörte dass er ebenfalls weinte. Ohne weiter darüber nachzudenken zog ich Tae näher an meine Brust, legte beide Arme um ihn und drückte ihn fest an mich.
Es war mir egal, dass wir hier auf dem Boden unseres Trainingsraumes lagen, dass wir gerade Stundenlang durch getanzt hatten. Absolut egal, dass er sein Herz an eine andere Person verschenkt hatte. Für mich zählte einfach nur, dass es ihm ein wenig besser geht.

Wenn ich ihm auch nur den Hauch von Schmerz nehmen konnte, dann würde ich das machen. Dass mein Herz dabei mehr als nur am durchdrehen war, durch die Nähe zu diesem Mann, ignorierte ich. Denn für mich zählte einfach nur, dass ich für Taehyung da war, die Schmerzen meines eigenen Herzens ignorierte ich dabei gekonnt.

///FLASHBACK ENDE///


Mitleid. Kurz verstand ich nicht, schob es auf meine Erschöpfung. Dann allerdings beschleunigte ich meine Schritte, um schneller zu dem Mann zu kommen, dem mein Herz gehörte. Mein Herz schlug immer schneller, und ich bekam das Ungute Gefühl in meiner Magengegend nicht weg.

Als ich die Tür zu seinem Krankenzimmer öffnete und hinein trat, blieb mein Herz stehen. Für einen Moment blieb meine Welt stehen und ich hatte das Gefühl, dass sich in mir alles zusammen schnürte. Taehyungs Bett war leer. Er lag nicht mehr in seinem Bett. Er war weg. Nicht mehr da.

Ohne weiter Nachdenken zu können spürte ich jemanden hinter mir, und ich drehte mich um. "Mr. Jeon?" hörte ich die junge Dame, als sie mich mit diesem Blick musterte. Mitleid, Trauer. "Mr. Jeon?" sprach sie mich nochmals an, und ich nickte kurz.

"Wo ist Taehyung?" fragte ich sie einfach, ich wusste zwar dass sie mir das nicht unbedingt sagen durfte, aber ich hoffte einfach auf ihr Entgegenkommen. Sie musste mir einfach sagen, dass alles gut ist, dass er einfach ein anderes Zimmer bekommen hat.

Ihr Blick wurde wieder ein wenig dunkler und sie schien wirklich ein wenig mit sich zu hadern. "Mr. Jeon, wir hatten doch ihren Chef heute über den.. Zwischenfall informiert.." fing sie an, und wieder zog sich mein Herz zusammen. Moment, Zwischenfall?

Ich sagte nichts, hoffte sie würde einfach weiter reden. "Zwischenfall?" hakte ich dann aber nach, denn die Ungewissheit nagte an mir, und mir wurde von Sekunde zu Sekunde immer schlechter, das Gefühl mich Übergeben zu müssen wurde immer präsenter.

"Mr. Kim hatte heute morgen einen Herzstillstand..." sprach sie, und mit diesem einen Satz brach meine eigene, kleine Welt zusammen.
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