Devil Side

von Fanny19
GeschichteDrama, Romanze / P16
Chloe Decker Lucifer Morningstar
12.08.2019
26.03.2020
6
12.807
16
Alle Kapitel
18 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
26.03.2020 1.630
 
Hallo Freunde :) Nachdem das letzte Semester gestartet war, habe ich fanfiction.de mal wieder völlig aus den Augen verloren. Ich habe, sobald die Uni losgeht einfach keinen Kopf etwas zu schreiben oder zu lesen, was wirklich schade ist aber die Uni hemmt einfach meine Kreativität... Dadurch, dass ich ewig nicht eingeloggt war, habe ich völlig vergessen dieser Story das letzte Kapitel zu geben und das tut mir wahnsinnig leid! Zumal es auch schon fertig gewesen ist... Ich dachte irgendwie ich hätte es schon längst hochgeladen und habe heute erst gemerkt, dass dem nicht so ist. Ich hoffe, es sind noch einige Leser da, die gerne einen runden Schluss lesen würden.
Somit gibt es eigentlich nichts weiter zu sagen, außer dass ich euch viel Spaß wünsche und mich nochmal für alle Reviews und Empfehlungen herzlich bedanke!
Alles Liebe, eure Fanny19


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


Lucifer lag seitlich auf seinem großen mit schwarzer Seide bespanntem Bett, den Ellbogen auf den Laken abgestützt und den Kopf auf die halb offene Faust gelehnt. Voller Faszination musterte er die Frau, die neben ihm im Bett lag und aus Leibeskräften schnarchte. Sie schlief auf dem Rücken, ein Bein im rechten Winkel vom Körper gespreizt und beide Hände links und rechts von ihrem Kopf, den ein Halo aus seidig blonden Haaren umspielte. Ihre Lippen hatte sie halb geöffnet und trotz der ohrenbetäubenden Geräusche, die ihren Mund verließen, wollte er sie am liebsten wieder fest an seinen Körper drücken und die schmutzigsten Dinge mit ihr anstellen, die Mann sich nur vorstellen konnte.

Die Luft in seinem Schlafzimmer roch immer noch nach ungezügelter Lust und der süßen Versuchung.

Lucifer konnte den Blick nicht von der Frau neben sich abwenden, zu groß die Angst sie würde sich einfach auflösen oder verschwinden sobald er es wagte wegzusehen. Er konnte immer noch nicht fassen was letzte Nacht geschehen war.

Chloe war in sein Penthouse gekommen. Nach allem was geschehen war. Niemals hatte er damit gerechnet. War er doch vollends damit beschäftigt gewesen sich in seinem Selbstmitleid zu ertränken. Er hatte sogar schon einen Entschluss gefasst gehabt. Eine Versöhnung mit Maze und dann ab zurück in die Hölle. Da gehörte er hin. Zumindest hatte er das geglaubt. Bis Chloe ihn plötzlich aus seinem Klavierspiel gerissen und sein Leben abermals auf den Kopf gestellt hatte.

Lucifer wurde einfach nicht schlau aus dieser Frau. So sicher war er sich gewesen, sie nie wieder zu sehen. Er hatte geglaubt sie würde ihren kleinen Sprössling packen und das Weite suchen. Er hätte es ihr nicht einmal übel nehme können.

Ein weiterer dröhnender Laut verließ Chloes Lippen und sie drehte sich schmatzend auf die Seite und zog die dünne Decke über ihren unbeschreiblich schönen Oberkörper. Ihre schmale Silhouette zeichnete sich unter dem schwarzen Stoff ab und Lucifer musste schlucken um sein erneut aufkommendes Verlangen zu zügeln.

Sie hatte aufgehört zu schnarchen und atmende nun ruhig und gleichmäßig.

Lucifer seufzte leise und drehte den Kopf in Richtung Fenster. Die Sonne war gerade aufgegangen und tauchte LA in ein warmes, mysteriöses Licht. Chloe würde noch ein Weilchen schlafen, überlegte er und sah sie wieder an.

Was für ein Wunder sie doch war.

Seine Gedanken schweiften wieder ab zu dem gestrigen Abend.

Chloe hatte ihn von den Kugeln befreit und zu seiner Überraschung war es nur halb so schlimm gewesen, wie er es sich vorgestellt hatte. Mit Schrecken dachte er an Maze Berührungen bevor sie ihm die Schwingen abgetrennt hatte. Obwohl seine Flügel damals nicht verletzt gewesen waren, brannte jede Berührung eines anderen Wesens, als würde die betroffene Stelle in Flammen stehen.

Bei Chloe war dem nicht so gewesen. Ihre Berührungen waren erträglich gewesen. Er konnte nicht behaupten, dass es angenehm gewesen war, wie sie da mit spitzen Fingern in seinen Wunden gegraben hatte aber das Brennen war ausgeblieben.

Er war wahnsinnig erleichtert gewesen, dass sie zu ihm gekommen war. Dass sie bereit zu einem Gespräch mit ihm war. Womit er aber sicher nicht gerechnet hatte war, dass sie ihm auf die verbrannten Teufelslippen einen Kuss geben würde. Dass sie sich einfach bei ihm auf den Schoß setzte und dann tatsächlich mit ihm schlafen würde.

Es kam so überraschend, dass ihm allein bei dem Gedanken daran schwindelig wurde.

Und das alles sollte ein Kinderfilm in ihr ausgelöst haben?

Er dachte daran, dass er sich in naher Zukunft wohl bei Chloes kleinem Spross für ihren Filmgeschmack bedanken musste.

Chloe seufzte zufrieden neben ihm und ein ungekanntes Gefühl durchflutete seinen Körper. Es war warm und breitete sich von seinem Bauch bis in die Fingerspitzen aus. Eine solche Zuneigung hatte er noch nie zuvor gespürt. War es das was die Menschen als Liebe bezeichneten? Das Gefühl verstärkte sich als Chloe sich wiederholt umwand und nun mit ihrem wunderschönen Gesicht in seine Richtung lag. Wie ein Strom aus heißer Lava bahnte sich die Zuneigung einen Weg durch seinen Körper und bei dem Gedanken, Chloe jemals wieder verlieren zu können durchzuckte ihn ein so heftiger Schmerz, dass er erschrocken zusammenfuhr.

Ihre Augen waren nach wie vor geschlossen und ihre langen schwarzen Wimpern zuckten leicht. Er betrachtete ihre ebenmäßige Haut und die hellroten, vollen Lippen. Die markanten Wangenknochen und das schmale Kinn sorgten für eine perfekte Symmetrie. Lucifer war tatsächlich noch niemals ein so schöner Mensch unter die Augen gekommen. Eine blonde Strähne löste sich und fiel ihr über die Wange. Sie zuckte mit der Nase und Lucifer nahm seinen Kopf von der Hand um ihr die Strähne sacht hinters Ohr zu streichen.

Ihre Haut war so unglaublich weich.

Ein leichtes Lächeln umspielte ihre Lippen und Lucifer drohte dahinzuschmelzen.

Er beschloss aufzustehen und ihr ein teuflisch gutes Frühstück zuzubereiten.

Auf dem Weg aus dem Schlafzimmer schnappte er sich eine neue Boxershort und eine anthrazitfarbene, frische Anzughose.

Er genehmigte sich eine lange Dusche. Es war noch so früh, dass es sich keine Sorgen machte Chloe könne aufwachen und so genoss er das heiße Wasser auf seiner Haut.

Da er am Tag zuvor nicht in das Bad geschweige denn die Dusche gepasst hatte, konnte er ich nun endlich das Blut von der schon verheilten Wunde am Oberarm und den Spritzern an Hals und unterhalb des Hemdkragens abwischen.

Der heiße Dampf waberte um seine Beine als er die Kabine verließ und er betrachtete sein Antlitz in dem mannshohen Spiegel an der Tür.

Seine schwarzen Haare standen nass in alle Himmelsrichtungen vom Kopf ab und die dunklen Bartstoppeln waren einen Tick länger als sonst. Er wand sich ab und nahm den Rasierer aus der marmornen Kommode unter den Waschbecken.

Als er sich seine Hose angezogen und frisch rasiert aus dem Bad getreten war, schien ihm die Sonne schon hell durch seine Balkontüren ins Gesicht. Er sah sich um. Sein Apartment war immer noch in großem Chaos versunken. Überall lagen Scherben verteilt auf dem Boden und es roch unverkennbar nach seinem teuren Whisky, der vom Klavier auf den Boden getropft war.

Lucifer kehrte die Scherben zusammen, wischte den Boden und begann dann mit dem Frühstück.

Es dauerte nicht lange, da erschien Chloe in seinem zerschlissenen Hemd von gestern in dem Torbogen zum Schlafzimmer. Sie rieb sich schlaftrunken die Augen.

„Guten Morgen“, grummelte sie und ging die wenigen Stufen in den Wohnbereich hinunter.

Lucifer hatte in der Bewegung innegehalten und sah sie unverwandt an. Sie war so atemberaubend schön. Ihre langen Beine, die kaum von seinem Hemd bedeckt waren, die blonden Locken, die ihr wild vom Kopf abstanden und die schönen Augen, die ihn nun begierig ansahen.

„Was machst du denn da?“

Sie war an der Theke angelangt und stütze sich mit ihren Ellenbogen auf dem Tresen ab um darüber sehen zu können.

Er fand seine Stimme wieder und grinste. „Nach was sieht es denn aus, Darling?“

Sie schnupperte und seufzte genüsslich. „Es riecht nach Pancakes.“

„Richtig. Und du kommst gerade recht. Sie sind fertig.“

Lucifer ließ den letzten Pfannkuchen auf den fein säuberlich gestapelten Turm fallen und goss ordentlich Ahornsirup darüber.

„Schicke Schürze, so ganz nebenbei bemerkt“, witzelte Chloe und kam um die Theke herum.

Lucifer sah an sich runter. Er hatte eine weiße Schürze umgebunden, die mit einem nackten Frauenkörper bedruckt war. Grinsend nahm er die Pfanne und legte sie in das mit heißem Wasser und Schaum gefüllte Waschbecken.

„Ein Geschenk von Maze. Sie kennt halt meinen Geschmack.“ Er zwinkerte seiner Detective verschlagen zu und nahm nun den Pfannenwender um ihn in die Spülmaschine zu legen.

Chloe erreichte ihn und nahm ihm den Wender aus der Hand. Sie schob sich zwischen ihn und den Tresen und streckte sich auf die Zehenspitzen um ihm einen sanften Kuss auf die Lippen zu hauchen. Sie sah ihn aus ihren ozeangrünen Augen an.

Lucifer hob eine Hand und legte sie an ihre Wange.

„Du bist so schön“, flüsterte er und strich über die weiche Haut.

Sie schloss die Augen und Lucifer senkte den Kopf um seine Lippen erneut auf ihre zu legen. Der Kuss war intensiv und das warme Gefühl von vorhin kehrte in seine Magengrube zurück. Er vergrub seine Hand in ihrem weichen Haar, sie streckte sich ihm noch ein Stück weiter entgegen und legte ihre Hände um seinen Nacken. Eine Gänsehaut breitete sich von seinem Hals über den ganzen Körper aus.

Er ließ von ihr ab und ihre Blicke trafen sich erneut.

„Ich liebe dich“, entschlüpfte es ihm leise und stolpernd, bevor er überhaupt wusste was er da sagen wollte.

Chloes Augen weiteten sich überrascht.

Er wagte nicht sie weiter anzusehen, völlig überrumpelt von dem was er da gerade gesagt hatte wand er sich ab und studierte intensiv den riesigen Wasserhahn neben der Spüle.

Lucifer spürte Chloes Hand an seiner Wange, die sein Gesicht wieder in ihre Richtung zwang.

„Ich liebe dich auch, Lucifer Morningstar.“

Und dann schlang sie ihre Arme erneut um seinen Hals und zog sich daran hoch um ihm den schönsten Kuss seines Lebens auf die Lippen zu hauchen.


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


Ende
Review schreiben