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Devil Side

von Fanny19
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16
Chloe Decker Lucifer Morningstar
12.08.2019
26.03.2020
6
12.807
23
Alle Kapitel
19 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
12.08.2019 2.467
 
Hallo meine lieben Leser! Wie in der Kurzbeschreibung schon erwähnt, konnte ich es nicht lassen mich nocheinmal an einer kurzen Geschichte zum Finale der 3. Staffel zu versuchen. Ich habe eine komplett neue Version der Geschehnisse verfasst und mich tatsächlich an ein wenig Erotik getraut. Inspiriert wurde ich hierbei von MissHellfire. Liebe MissHellfire, wenn du das hier ließt: VIELEN DANK für deine wahnsinnig tollen Geschichten. Ohne die hätte ich mich niemals getraut etwas in die Richtung zu schreiben und gar zu veröffentlichen.
Und außerdem noch einen großen Dank an meine Betaleserin Mizzah!
Nun aber zu meiner kleinen Fanfic. Ich habe als Titel ein Lied gewählt und werde euch ein passendes Video hier verlinken: Devil Side
PS.: Bei allen kursiv gechriebenen Stellen, die rechtsbündig dargestellt sind handelt es sich um Szenen aus der Serie, die ich in meine Geschichte aufgenommen habe.

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Autor: Fanny19
Rating: FSK 18
Genre: Drama, Schmerz/Trost, Romanze
Charaktere: Lucifer Morningstar, Chloe Decker
Pairing: Lucifer/ Chloe

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Disclaimer: Die betreffenden Personen gehören nicht mir. Sie sind das schöpferische Eigentum von Tom Kapinos. Ich verdiene mit meinen Geschichten kein Geld. Sie dienen lediglich der Unterhaltung.
Ich entschuldige mich für jegliche Rechtschreib-, Zeichensetzungs- und Ausdrucksfehlern und würde mich freuen, wenn ihr mich darauf hinweist.

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Chloes Herz schlug ihr bis zum Hals. Das Blut rauschte in ihren Ohren und ihr Verstand versuchte fieberhaft, das Geschehene zu verarbeiten. Wie um alles in der Welt war sie auf das Dach gekommen? Unverletzt? Sie konnte sich an den heftigen Schlag der Kugel erinnern. Wie der Schuss sie von den Füßen riss und direkt in Lucifers Arme katapultierte. Sie konnte sich an Lucifers ängstliche Stimme und seine warme Hand an ihrer Wange erinnern, doch dann wurde alles schwarz. Nichts, bis zu dem Moment, als sie in seinen Armen erwachte, auf dem Dach, dem verdammten Dach des Kunstmuseums!

Wie war sie da nur hingekommen?

Und was hatte ihr Partner vor?

Die Angst um ihn schnürte ihr die Kehle zu. Sie war unfähig, auch nur einen klaren Gedanken zu fassen. Alles in ihrem Körper schrie danach, den Mann, für den sie solch tiefe Gefühle hegte, zu retten. Was hatte er sich dabei gedacht, sich Pierce und seinen Handlangern alleine stellen zu wollen?

Mit jedem Schritt schoss ihr Puls weiter in die Höhe und verstärkte das Rauschen in ihren Ohren. Ihre malträtierte Schulter schmerzte, doch sie ignorierte es. Zwei Stufen auf einmal nehmend, stürzte sie ein weiteres Stockwerk tiefer. Sie meinte Pierce verbittert Lachen zu hören und beschleunigte ein letztes Mal ihre Schritte ehe sie die Galerie betrat, wo ein letzter Treppensatz hinunter in das Foyer des alten Museums führte. Mit klopfendem Herzen nahm sie die letzten Stufen der weißen Marmortreppe, deren Absatz von säulenartigen Treppenpfosten gesäumt wurde.

Lucifer saß hockend inmitten des Raumes, der der Zerstörung anheimgefallen war. Überall lagen geborstene Kisten herum, der Marmor bröckelte an einigen Stellen von den Wänden und Einschusslöcher zierten die kunstvollen Bordüren. Der aufgewirbelte Staub begann sich gerade erst zu lichten.

Die quälende Angst der letzten Minuten wandelte sich in unbändige Erleichterung. Er lebte. Ihr Partner hatte es aus unerfindlichen Gründen geschafft dem Kugelhagel von Pierce‘ Männern zu entgehen.

„Lucifer?“

Sie machte einen Schritt auf ihn zu und er erhob sich langsam.

„Lucifer?“

Aus dem Augenwinkel konnte sie den leblosen Körper eines Mannes sehen. Grün-blau kariertes Hemd und dunkelblonde Haare. Marcus Pierce, ihr Ex-Verlobter und Sinnerman. Er war tot. Chloe schnappte nach Luft. Undefinierbare Gefühle wollten sich in ihrem Herzen Bahn brechen, doch dafür blieb keine Zeit. Kaum hatte die Tatsache von Pierce‘ Tot ihre Synapsen im Gehirn erreicht, wand Lucifer sich ihr langsam zu.

Ihr Herz geriet ins Stocken und stellte für einen endlos langen Moment den Dienst ein. Sie musste nach Atem ringen und starrte wie gebannt auf den Mann, der eben noch ihr Partner gewesen war.

„Es ist alles wahr.“

Lucifers Gesicht war nicht mehr das seine. Dunkelrote, vernarbte Haut zog sich vom Kragenansatz über den ganzen Kopf. Doch es waren seine Augen, die sie an den Rand des Wahnsinns und einer erneuten Ohnmacht führten. Sie glühten rot. Chloe konnte das Höllenfeuer darin lodern sehen und eine nie gekannte Angst breitete sich kalt und unerbittlich in ihrem ganzen Körper aus.

„Detective?“

Chloe vernahm seine fragend, leicht ängstliche Stimme als wäre sie unter Wasser. Seine Höllenaugen musterten sie verwirrt.

„Es ist alles wahr“, brachte sie ein weiteres Mal über die Lippen.

Intuitiv machte sie zwei Schritte nach hinten. Unfähig einen klaren Gedanken zu fassen und mit dem Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren, blieb sie schließlich wie angewurzelt stehen. Sie war starr vor Angst.

Lucifer hob die Hand und betastete seinen kahlen Kopf. Das schöne rabenschwarze Haar war verschwunden. Die Erkenntnis schien ihn wie einen Blitz zu treffen. Das rote Feuer in seinen Augen nahm neue lodernde Ausmaße an. Chloe konnte nicht mehr atmen, ihr Herz schlug laut und wild gegen ihren Brustkorb und die Erkenntnis, was da gerade vor ihr stand, konnte und wollte sie beim besten Willen nicht in ihren Verstand vordringen lassen.

Ohne Vorwarnung begannen alle ihre Gliedmaße wie Espenlaub zu zittern. Lucifer hob beschwichtigend seine Hand, doch diese harmlose Geste hatte bei Chloe das genaue Gegenteil von Lucifers Absicht zu Folge. Mit Beinen, wie aus Wackelpudding stolperte sie weitere Schritte nach hinten. Sie spürte den kalten Marmor der Treppe in ihrer Ferse und verlor augenblicklich das Gleichgewicht. Sich mit den Armen abfangend landete sie auf der untersten Stufe.

„Chloe“, flehte er.

Lucifers Stimme war die seine. Warm und rau mit ängstlichem, ja sogar verzweifeltem Unterton. Sie zwang sich ihn anzublicken. Die groteske Maske war verschwunden. Das Monster weg. Da stand er, Unsicherheit statt Höllenfeuer in den warmen, braunen, ihr so vertrauten Augen.

Doch die Angst blieb. Sie schnürte ihr die Kehle zu, machte es ihr unmöglich ihre Gedanken zu ordnen. Ihr ganzer Körper schrie nach Flucht, doch weder ihre Arme noch Beine wollten ihr gehorchen.

Lucifer machte einen vorsichtigen Schritt auf sie zu.

„Nein!“, war alles was sie über ihre trockenen Lippen brachte. Ihr Puls raste und das Rauschen in ihren Ohren nahm exponentiell zu. „Bleib…. bleib wo du bist.“

Chloe sah wie sich die Unsicherheit in Schmerz wandelte. Lucifer sah mit hängenden Schultern erst zu Boden und dann direkt in ihre Augen.

„Ich hatte gehofft du würdest anders reagieren“, flüsterte er kaum hörbar.

Chloe brach das Herz. Sie spürte, wie die Sehnsucht nach ihrem Partner einen ausgewachsenen Kampf mit der unerbittlichen Angst vor dem Teufel ausfocht.

Dem Teufel! Dem verdammten, echten, lebendigen Teufel!

Die Angst siegte. Sie nahm die Hände vom kühlen Marmor hinter sich, zog die Beine an und schlang die Arme darum. Ihren Partner verlor sie dabei keine Sekunde aus den Augen.

Gekränkt schloss er die Augen. Seine ganze Haltung signalisierte Resignation.

Plötzlich und mit dröhnendem Stöhnen seinerseits, brachen zwei engelsgleiche Schwingen aus seinem Rücken. Mindestens vier Meter in ihrer Spannweite. Blut tropfte aus dem weißen Federkleid und raubte Chloe erneut den Atem. Mit einem schmerzverzerrten Schrei stieß Lucifer sich vom gefliesten Boden ab und war wenige Sekunden später verschwunden.

Das alles war zu viel für die Detective. Sie gab sich dem schwarzen Sog in ihrem Kopf hin und verlor augenblicklich das Bewusstsein.

Lucifer war der wahrhaftige Teufel

***

Mit einem kreischenden Geräusch brach Lucifer durch seine Terassentür und landete krachend in seiner Couchgarnitur. Abermillionen Glassplitter flogen wild durch sein Wohnzimmer und verteilten sich überall auf Granitboden und Teppich.

Stöhnend und mit vor Schmerz weit aufgerissenen Augen versuchte er sich an dem ockerfarbenen Leder nach oben zu ziehen, das Gewicht der Flügel hielt ihn zurück. Sein linker Flügel hatte sich unter dem gläsernen Wohnzimmertisch verkeilt und bereitete ihm unbeschreibliche Schmerzen. Er stöhnte peinvoll auf und zog das malträtierte Teil mit einem Ruck hervor. Vom Schwung zurückgeworfen schloss er für einen Moment die Augen. In ihm tobte ein Sturm aus Schmerz und Verzweiflung. Übelkeit überflutete ihn und für einen Moment meinte er, sich hier und jetzt übergeben zu müssen. Bilder von Pierce‘ blutiger Brust und Chloes panisch verzerrtem Gesicht fluteten sein Hirn und ließen ihn erneut aufstöhnen.

Was hatte er nur getan?

Engel durften keine Menschen töten. Er war nicht besser als Kain. Es war genau wie er gesagt hatte. Lucifers Gedanken schweiften zu dem Moment, in dem sein Gegner seine letzten Worte sprach.

Lucifer saß hockend vor dem sterbenden Kain. Ein Gefühl der Genugtuung durchflutete ihn und ihm wurde abwechselnd heiß und kalt.

„Tief in Ihrem Inneren wissen Sie, dass sie ein Monster sind und unbedingt in die Hölle gehören, wo Sie sich bis in alle Ewigkeit mit der Gewissheit foltern werden. Denn ganz egal was Sie sich auch einreden, Sie können vor Ihren Taten nicht davonlaufen. Vor dem was Sie wirklich sind.“

„Und Sie können es auch nicht“, brachte Kain mit letzter Kraft über die Lippen, lachte und starb dann zu Lucifers Füßen.


Nun ergab das alles einen Sinn. Das gehässige, verbitterte Lachen von Kain und Lucifers Gefühl von innen zu verbrennen.

Sein Teufelsgesicht war zurück. Es war zurück, weil er es verdient hatte. Weil er tief im Inneren wohl doch genau das war. Ein Monster! Ein Monster, dass nun auch Chloe in ihm sah.

Wut mischte sich in den Brei aus Schmerz und Verzweiflung, der sich in seinem Magen, der Brust, in seinem ganzen Körper ausgebreitet hatte. Vor wenigen Stunden, es fühlte sich an wie Wochen, hatte sie ihm noch versichert, in ihm nicht das Böse zu sehen. Und er, blöder als eh und je, wollte ihr so gerne glauben. Hatte ihr geglaubt.

Kurz bevor sie in Kains Falle getappt waren, hatte er sich fest vorgenommen gehabt seiner Detective die Wahrheit zu zeigen. Sobald sie seine Flügel gesehen hätte, wäre die letzte Barriere gebrochen gewesen und er hätte endlich mit ihr zusammen sein können!

Wieso musste alles so katastrophal schieflaufen?

Ein wütendes, dumpfes Dröhnen entschlüpfte seiner Kehle. Wieso? Wieso nur wollte es ihm nicht gelingen, das einzige Wesen, das ihm in all den Äonen seines Lebens etwas bedeutet hatte bei sich zu halten? Er wollte doch gut sein, Böses bekämpfen und der Mann für Chloe sein, den sie verdiente. Er wünschte sich nichts sehnlicher, als dass sie sich für ihn entschied. Aber sie war nicht anders als andere Menschen.

Sie würde an der Wahrheit zerbrechen.

Mit Schrecken dachte er an ihre weit aufgerissenen Augen und die unbändige Angst, die sich darin Bahn brach.

Wie hatte er sich nur Hoffnungen machen können?

Mit zusammengebissenen Zähnen brachte er sich in eine aufrechte Position. Stöhnend rollte er mit der Schulter, was ihm umgehend einen weiteren Pein geplagten Laut entlockte. Er musste unbedingt die Kugeln loswerden. Sie hatten sich tief in sein Fleisch gegraben, Knochen zerschlagen und sein Federkleid aufs Übelste zerstört.

Es würde Wochen dauern bis alles wieder verheilt war. Einen Augenblick überlegte er, sie einfach wieder abschneiden zu lassen. Maze würde ihm nach dem letzten Streit wahrscheinlich keine große Hilfe sein, aber er konnte immer noch Linda fragen.

Lucifer warf einen Blick über seine Schulter auf die gerupften Schwingen. Sie hatten ihm und Chloe das Leben gerettet. Was wenn sie diesmal nicht mehr nachwachsen würden?

Nein! Das wollte er nicht riskieren.

Also Plan B. Kugeln raus, auswaschen und dann ließen sie sich hoffentlich wieder verstauen. Im Moment wollte das nämlich nicht so recht funktionieren.

Er sog scharf die Luft ein und fuhr sich durch das rabenschwarze Haar. Wie um alles in der Welt sollte er alleine alle diese Kugeln da herausbekommen? Es graute ihm bei der Vorstellung, mit den Fingern in den empfindlichsten Stellen seines Körpers rumzufummeln.

Stöhnend schaffte er es endlich wieder auf die Beine. Eine ausgiebige Dusche war genau das, was er jetzt brauchte. Chloes entsetzter Blick ließ sich nicht aus seinem Kopf verbannen. Vielleicht würde das heiße Wasser ein wenig von dem Schmerz in seiner Brust davonspülen.

Unentschlossen stand er vor seiner Badezimmertür. Das Bad war riesig. Voll ausgestattet mit einer freistehenden Badewanne aus schwarzem Marmor, dazu passende Waschbecken, ein riesiger Spiegel und eine Dusche, die einer ausgewachsenen Orgie würdig war.

Nur leider war das Bad dennoch nicht für eine Flügelspannweite von mehr als vier Metern ausgelegt. Gequält versuchte Lucifer das weiße Federnkleid ein wenig einzuklappen. Keine Chance.


Dann das nächste Problem. Wie sollte er aus dem zerstörten Anzug kommen? Er musste ihn wohl zerschneiden. Den schönen schwarzen Armani Anzug. Eine Schande.

Er wand sich zur halbrunden Bar auf der anderen Seite des Wohnraumes und warf dabei eine Vase von ihrem Podest. Sie ging klirrend zu Boden. Sein Apartment verwandelte sich allmählich in einen Wertstoffhof für Bruchglas aller Art.

„So ein verdammter Mist.“, brachte er zwischen zusammengebissenen Zähnen raus.

Das alles hier war doch zum Verrücktwerden. Er steuerte die Theke an und griff über den Tresen, um sich ein Whiskyglas aus dem Regal zu nehmen. Das hier schrie geradezu nach einem ordentlichen Drink. Er nahm seinen besten Mcallen-Speymalt und goss sich ordentlichen ein. Die rotgoldene Flüssigkeit drehte kleine Kreise in dem zylinderförmigen Glas und sein Spiegelbild brach sich darin.

Was Chloe wohl gerade machte? Er nahm einen großen Schluck und genoss das Brennen in seiner Kehle.

Vielleicht hätte er sie doch nicht so einfach zurücklassen sollen. An einem Tatort voller blutverschmierter Federn, und einem toten Lieutenant mit Dämonendolch in der Brust.

Resigniert ließ er sich auf das Sofa fallen, stellte das mittlerweile leere Glas ab und stützte die Ellbogen auf seine Knie. Das Gesicht vergrub er in den schmutzigen Handflächen.

Sein Leben war eine einzige Farce. Wie war er nur jemals auf die Idee gekommen, die Detective könnte anders reagieren? Es war ja beinahe schlimmer gewesen als damals bei Linda.

Linda

Er hob den Kopf und überlegte kurz wo sein verdammtes Mobiltelefon hin verschwunden war.

Linda konnte ihm in all dem Schlamassel wohl am besten helfen. Sie war nicht zurück in die silberne Stadt geflogen wie sein elender Bruder, der sich seitdem nicht mehr hatte blicken lassen. Sie hatte auch nicht das dringende Bedürfnis ihn zu erstechen, wie seine ehemalig liebste Gefolgin Maze. Und Linda war längst über seine göttliche Offenbarung hinweg.

Sie würde ihm sowohl in Sachen Chloe weiterhelfen, als auch sein Federkleid von den Kugeln befreien können.  

Wenn Letzteres erfolgreich von statten gegangen war, wäre es vermutlich das Schlauste, sie direkt zur Detective zu schicken. Linda konnte sie sicher beruhigen und davor schützen kaputt zu gehen.

Wieder sah er die Detective vor seinem inneren Auge im Foyer vor sich stehen. Wie sich die Angst, die regelrechte Panik vor ihm, in ihrem ganzen Körper ausbreitete. Wie eine unaufhaltsame Krankheit, die alles zerstörte, was ihr in die Quere kam.

Seufzend schüttelte er den Gedanken von sich ab. Linda anrufen. Das war es, was er tun wollte.

Wo war nur sein Handy hin verschwunden?

Er tastete seinen Anzug ab und fand es schließlich in der rechten Hosentasche.

„Mobilbox von Dr. Linda Martin. Ich bin zurzeit leider nicht zu sprechen. Bei Notfällen wenden Sie sich bitte…“

Zerknirscht beende Lucifer das Telefonat und warf das Mobiltelefon auf die gegenüberliegende Couch.
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