Kill me, if you can

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16 Slash
Bobby Singer Castiel Charlie Bradbury Crowley / Fergus MacLeod Dean Winchester Gabriel/Trickster
12.08.2019
13.10.2019
23
32189
5
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10. Januar 2018, Deans Wohnung, Queens
00:30 Uhr, New Yorker Ortszeit
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„Okay, von vorne... Wer bist du?“

Castiel nippt an seinem heißen Tee, er sitzt eng neben Dean und ihm fallen langsam die Augen von unten zu. Der Blonde derweil hat die Augenbrauen fragend zusammengezogen und trinkt, mal wieder, Kaffee schwarz. Gabriel und Sam sitzen ebenfalls auf der hässlichen Eckbank und halten unter dem Tisch händchen, während die Blonde Frau vor ihnen einfach nur mit einer unterdrückten Wut in der Stimme spricht.

„Meg. Mein Name ist Meg Masters und ich war die Freundin von Charlie.“

Castiels blaue Augen liegen ruhig und besonnen auf der Spionin, welche ursprünglich beim russischen Geheimdienst ausgestiegen war, bevor sie zu den Angels kam und mittlerweile bei den Demons ist.

„Du bist Spionin von Lucifer oder? Wir hatten einmal einen Auftrag zusammen.“

Stellt der ehemalige Angel fest und Meg mustert ihn eindringlich von Oben bis unten, bevor sie zu nicken beginnt.

„Klar doch, wir hatten dieses Pärchen gemimt bei dem Auftrag mit den Men of letters.“
„Stimmt, du hast mich Clarence genannt.“

Erinnert sich Castiel und kurz lächelt Meg sogar schräg, überrascht von dem vertrauten Gesicht nach all den Jahren. Dean kippt seinen warmen Kaffee den Hals hinunter und steht dann auf.

„Dann willst du Lucifer also auch den Hintern versohlen? Gut, wir fangen Morgen an zu planen.“

Dean hat absolut keine Lust mehr. Der Tag war beschissen gelaufen und zwischen ihm und Sam herrscht weiterhin eisige Kälte, als wären sie zwei Fremde die sich nicht ausstehen können. Dafür hat er keine Nerven. Am liebsten würde er sich ewig in seinem Bett verkriechen.

Die Gruppe löst sich auf, Niemand traut sich wirklich zu sprechen da man in der Wohnung jedes Wort hört und alle angespannt oder aufgewühlt sind.
Selbst auf Meg schlägt diese Stimmung ungehindert ein, obwohl sie sich ihren Schlafplatz auf dem Ausklappsofa einrichtet und die Waffe dort unter ihr Kissen stopft wie immer. Die Welt scheint an Farbe verloren zu haben ohne Charlie, aber die Wut welche in jedem der Killer verborgen schlumemrt ist dadurch nur freigebrochen.

Sie werden Lucifer und Michael töten...

Das hat sich besonders Dean vorgenommen. Der in sein Bett kriecht ohne irgendeinen Mucks von sich zu geben und sich auf die Seite dreht, um Castiel nicht ansehen zu müssen, der sich wenige Zentimeter neben ihn legt und die Decke über seinen Körper zieht. Er spürt sofort das der ehemalige Angel leicht fröstelt und Castiel bemerkt sofort wie angespannt Deans Muskeln sind.

Eine angespannte Stille liegt im Zimmer, aber natürlich schläft niemand von ihnen ein. Castiel hat ein schlechtes Gewissen. Wäre er nicht, hätte Dean sie beschützen können. Ketch läge nicht mit einer Rauchvergiftung und schweren Verbrennungen im Krankenhaus, Charlies toter Körper wäre nicht in irgendeinem kalten Gebäude wo sie für ihren letzten Weg hingerichtet wird...

„Geht es dir gut?“

Fragt der Angel leise in das Schweigen hinein. Natürlich weis Castiel das es Dean alles andere als gut geht, aber ihm fällt nicht ein wie er anders ein Gespräch anfangen soll. Schließlich kannte er Charlie nicht gut, zumindest nicht so wie die anderen.
Es bleibt still und er denkt Dean wäre schon eingeschlafen, doch dann antwortet der Hunter ihm doch noch, mit rauchiger Stimme.

„Ja.“

Castiel setzt sich im Bett auf, Dean hat sich wieder auf den Rücken gedreht und seine grünen Augen reflektieren in der Dunkelheit. Castiels Hand wandert in das blonde Haar und streicht leicht darüber, wodurch sich Dean tatsächlich ein wenig entspannt und die wärme der Finger versucht aufzusaugen.

Der Angel hat keine Ahnung was ihn in diesem Moment leitet, aber er lehnt sich einfach nach vorne und verschließt ihre Lippen sanft miteinander. Nicht schnell oder leidenschaftlich, sondern weich und so leicht das sie sich fast sofort wieder von einander lösen.
Deans Lippen scheinen zu brennen, als hätte er gerade etwas scharfes gegessen, aber es ist kein schlechtes Gefühl.

Sie sehen sich erneut in der Dunkelheit an, sie erkennen die Umrisse des jeweils anderen und Dean wird klar, das er das schon so lange haben wollte. Jemanden der mit ihm einfrach im Bett liegt, schweigt und mit dem es sich trotzdem irgendwie okay anfühlt, als wäre da wieder hoffnung für seine verkorkste Seele.
Nachdem er Drogenabhängig wurde hatte er sich völlig distanziert, von jedem Menschen. Als er zu den Hunters kam wurde es natürlich nicht besser und weil er eh nie darauf antwortete hörte auch Charlie auf zu fragen wie es ihm eigentlich geht.

Er hebt seine Hand in Castiels Nacken und zieht ihn erneut zu sich hinunter um wieder den Geschmack von süßlichem Honig und frischer Wäsche einzuatmen. Die Haare des Angels stehen in alle Richtungen ab, in seiner Bauchgegend kribbelt alles.
Es fühlt sich an als wären sie Teenager. Unschuldig, ohne das ganze Blut an ihren Händen, naiv und verliebt. Es scheint richtig zu sein.




„Das lief ja echt beschissen.“

Sagt Sam zu Gabriel und klappt den Laptop auf seinem Schoss zu, an dem er gerade noch etwas recherchiert hatte über das Gerichtsverfahren gegen Lucifer und Michael.

„Was hast du denn erwartet? Das Dean dich mit offenen Armen empfängt?“

Fragt Gabriel, der den leeren Stiel seines Lollis auf den Nachtschrank schleudert. Gabriel hat verdammtes Glück das er und Dean so gute Freunde sind, ansonsten hätte dieser ihn vorhin wirklich noch geschlagen.

„Nein, aber er hat ja nicht einmal mit mir gesprochen. Was ist denn mit ihm passiert in den letzten Jahren?“

Sofort muss Gabriel daran denken wie Ellen und Jo gestorben waren durch die Nagelbombe, und wie ausgewechselt und anders Dean danach war. Fast so als wäre er entgültig so kalt wie Eis geworden.

„Er hat viel durchgemacht. Eigentlich sollte man in dieser Szene keine Freunde oder Familie haben. Aus Schutz.“

Natürlich, denkt sich Sam. Wenn einer der anderen mitbekommt das jemand existiert der als Druckmittel dienen könnte wird das auch geschehen. Also ist es kein Wunder das Dean ihm so gut wie möglich aus dem Weg geht.
Der Anwalt seufzt genervt.

„Ich fasse nicht das mein Bruder und mein Freund beide Serienkiller sind...“

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Nach Schlafentzug und guter Laune dachte ich, ich kann auch jetzt gleich das neue Kapitel hochladen.
Endlich, nach all der Zeit, haben es Castiel und Dean endlich geschafft! Ich habe selbst schon nicht mehr daran geglaubt, aber bei den beiden ist es auch klar dass sie Zeit brauchen. Besonders unter diesen Umständen.

Vielen Lieben Dank für die freundlichen Reviews so wie jedes Mal. Ich freue mich auch über weitere Kritik und darauf wenn ihr mitfiebert wie bisher, besonders da es ja jetzt in den Endspurt geht.

Mit lieben und motivierten Grüßen von Ash :D
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