The 100 - Wanheda

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18 Slash
Clarke Griffin Lexa Lincoln OC (Own Character) Octavia Blake
12.08.2019
14.09.2019
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So ein weiteres Kapitel ist im Anmarsch. Ein weiterer Schritt in Clarkes Grounderentwicklung. Viel Spaß.

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POV Clarke

Wieder ein Jahr bei Gondakru. Die Zeit verging wie im Flug. Inzwischen war sie zur Kriegs- und Schwertmeisterin ernannt worden. Sie trug nun das erweiterte Krieger Tattoo am rechten Arm und das Schwertmeister Tattoo am Rücken. Sie grinste breit als sie sich überlegte wie sie auf Skaikru nun wirken würde. Sie stand vor dem Spiegel in ihrem Zimmer und fuhr mit den Fingern die Tätowierungen nach. Ihre Mutter würde einen Anfall kriegen, das war klar.

„Hey Babe.“ Kira steckte ihren Kopf in das Zimmer.

Grinsend kam sie auf Clarke zu und stellte sich hinter sie.

„Es steht dir ein Grounder zu sein Baby.“ Meinte sie während sie sich von der Schulter aufwärts küsste. Clarke lächelte als Kira ihr Ohr erreichte und leicht in ihr Ohrläppchen biss.

„Wir sollten das erst einmal lassen.“ Entschied Clarke.

„Wenn du damit weiter machst dann landen wir unweigerlich in der Kiste und verpassen die Versammlung.“ Murrte Clarke wiederwillig. Alles in ihr schrie förmlich sich der sexy Rothaarigen einfach hin zu geben.

„Och auf den Versammlungen wird doch immer dasselbe geredet. Ich hätte mehr Spaß daran jeden Millimeter deines Körpers ab zu lecken.“ Meinte sie und machte sich auch gleich daran ihren Worten Taten folgen zu lassen.

„Oooh.“ Stöhnte Clarke, ihr Gehirn war bereits dabei aus zu setzten, sie wollte nur noch Kiras Zunge spüren.

„Nein.“ Meinte sie schließlich entschieden. „Das muss leider warten.“

Kira war gar nicht begeistert aber ein leidenschaftlicher Kuss ihrer Freundin besänftigte sie etwas.

„Später darfst du alles mit mir tun was du willst.“ Versprach Clarke. Das wiederum fand voll und ganz Kiras Zustimmung.

„Ich nehm dich beim Wort.“ Meinte sie noch grinsend.

Nachdem dies geklärt war gingen sie nach unten. Arcus, Aden, Madi und Anubis warteten bereits auf sie. Zusammen gingen sie zum Dorfplatz. Die dreijährige Madi saß auf den Schultern ihres Vaters und freute sich riesig. Sie hatte die Arme ausgebreitet und tat so als könne sie fliegen.

„Guck mal Aden ich kann fliegen.“ Jauchzte sie vergnügt.

Der fünfjährige Aden saß auf dem Rücken von Anubis und fühlte sich wie ein heroischer Krieger.

Als sie den Platz erreichten waren sie natürlich die letzten. Charon hatte ihnen Plätze in der ersten Reihe freigehalten. Als sie saßen begann Lana mit der Versammlung. Zunächst ging es tatsächlich nur um belanglose Dinge, wie um die Vorratslage und auch die Bedrohung durch die Azgeda. Vor etwa sechs Monaten hatten die Azgeda es sogar gewagt ihr Dorf anzugreifen, doch sie hatten sich eine blutige Nase geholt und waren wieder abgezogen. Natürlich machte dies deutlich das man dieses Problem ernst nehmen musste. Dann jedoch ließ Lana die Bombe platzen.

„So zum Schluss habe ich noch eine wichtige Ankündigung.“ Meinte sie. Ein Murmeln ging durch die Menge. Was konnte sie jetzt noch zu klären haben?

„Nun es ist allen bewusst das ich nicht mehr die jüngste bin.“ Erklärte sie.

„Unsinn du bist doch das blühende Leben und wirst uns wahrscheinlich alle noch überleben.“ Meinte Charon lächelnd. Die alte Anführerin Lachte.

„Lieb von dir Charon, aber blicken wir der Wahrheit ins Auge. Ich habe lange darüber nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass wir einen Nachfolger für mich benötigen.“

Erneut machte sich Gemurmel breit.

„Der Posten des Seconds ist schon seit zwölf langen Jahren nicht mehr besetzt, seit Beleor von uns gegangen ist. Nun ist es an der Zeit einen neuen Second zu wählen. Und bevor ihr anfangt Vorschläge zu machen, will ich euch sagen das ich mich bereits entschieden hab.“

Einige Leute schauten sich mit fragenden Blicken an.

„Im Grunde gibt es nur eine Wahl die Sinn ergibt und wenn ich ehrlich bin wusste ich es schon seitdem ich dieser Person zum ersten Mal begegnet war. Mein Second und damit mein Nachfolger, wenn ich einmal Sterbe wird niemand anderes als Ketani sein.“

Alle blickten zu Clarke und begannen zu tuscheln. Sie selbst wusste nicht so recht wie sie reagieren sollte.

„Ich meine sie ist die einzig logische Wahl. Nicht weil sie Wanheda ist, sondern weil sie es geschafft hat Heilerin, Jagdmeisterin, Kriegsmeisterin und auch noch Schwertmeisterin zu werden. Jemand der so etwas fertig bringt ist einfach der geboren Anführer.“

Zuletzt hatte Lexa behauptet das sie für den Posten des Anführers geboren wurde. Das es ihre Bestimmung sei zu führen. Doch sie hatte sich von diesem Weg abgewandt als sie in die Wälder geflüchtet war. Nun hatte das Schicksal sie wohl wieder eingeholt.

„Lana ich weis nicht ob ich die richtige bin.“ Versuchte sie zu erklären.

„Nein Lana hat recht. Du bist die beste Wahl für diese Aufgabe. Du besitzt Weitblick und bist ein ausgezeichneter Stratege. Außerdem hast du Ideen, die ihres Gleichen suchen. Ich denke, wenn es jemand verdient hat Lana nach zu folgen dann bist du es.“ Meinte Charon.

„Ich stimme dafür.“ Meldete sich Sola zu Wort.

„Ich auch.“ Stimmte Rogon dafür.

„Ich auch.“ Kamm es von Grogar.

Auch die Jäger und Krieger standen geschlossen hinter Lanas Entscheidung. Wie sich herausstellte war das ganze Dorf einstimmig dafür. Clarke wusste wirklich nicht was sie sagen sollte das diese Leute, die sie aufgenommen und als eine der ihren Akzeptiert hatten so großes Vertrauen in sie hatten.

„Ich weis wirklich nicht was ich sagen soll Leute. Ich hoffe ich enttäusche euch nicht.“ Grinste sie verlegen.

„Das ist gar nicht möglich.“ Meinte Arcus stolz.

„Er hat recht. Bei dem was du schon alles erreicht hast ist das wahrscheinlich ein Kinderspiel.“ Lachte Kira. Auch Aden und Madi umarmten ihre Mutter stolz.

„Also dann ist es entschieden.“ Meinte Lara fröhlich.

„Wir werden die Ernennungszeremonie morgen Abend abhalten. Normalerweise entscheiden wir laut Tradition mit einem Turnier wer der Second wird. Um der Tradition Genüge zu tun werden wir morgen trotzdem ein Turnier abhalten, der Ausgang dieses Turnieres ändert jedoch nichts an dem Entschluss.“ Entschied sie. Sofort war das Dorf hellauf begeistert, wie jedes Mal, wenn sie ein Fest ausrichten konnten.

Als alle Formalitäten geklärt waren machte sich Clarkes kleine Familie auf den Weg nach Hause. Sie war völlig in Gedanken. Irgendwie schien es Schicksal zu sein das sie immer und immer wieder in die Rolle des Anführers rutschte. Clarke hoffte nur das Lana ihnen noch lange erhalten blieb. Als sie gegessen hatten brachte Clarke noch ihre Kinder ins Bett.

„Ich bin so stolz auf dich Mom.“ Meinte Aden strahlend als sie ihm noch einen Kuss auf die Stirn drückte. „Wenn ich groß bin dann werde ich genauso wie du.“

„Du wirst irgendwann noch viel besser sein als ich.“ Gestand sie ehrlich.

„Alles ok?“ Fragte Arcus als sie wieder ins Wohnzimmer kam.

„Es ist bloß alles ein bisschen viel auf einmal.“ Meinte sie.

„Du bist nicht allein.“ Warf Kira ein. „Wir helfen dir mit allem was auf dich zu kommt.“

Arcus nickte zustimmend.

„Ich bin so froh euch beide zu haben.“ Gestand sie.

„Wir sind schließlich eine Familie.“ Meinte Kira grinsend.

Die beiden Frauen gaben Arcus noch einen Kuss und verschwanden nach oben in ihr Zimmer während Anubis seinen Platz am Fuß der Treppe ein nahm.

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Am nächsten Morgen wurde Clarke von Kiras Fingern geweckt die geschickt über ihre Tattoos strichen, schon bald würde sie ein weiteres haben. Langsam wanderten Kiras Finger zu Clarkes Schlüsselbein wo sie die kleinen kreisrunden Narben nachzeichnete. Vor einiger Zeit hatte sie sich entschlossen der Groundertradition nach ihre Opfer auf ihrem Körper zu verewigen, jedoch nicht um damit anzugeben, sondern um sie nie zu vergessen. Inzwischen waren dort neun Kreise zu sehen, von denen jeder Kreis für hundert Tote stand. Ein zehnter war bereits angefangen. Sie hatte sich schon seit langem Gedanken darüber gemacht, dass es für sie irgendwann zu einer Selbstverständlichkeit werden könnte. Deshalb sollten die Narben eine Warnung für sie sein. Kiras Finger wanderten weiter zu ihren Brüsten wo sie sanft die dunklen Brustwarzen umspielten. Nun konnte Clarke sich auch ein Stöhnen nicht mehr verkneifen.

„Haben dir die drei Stunden letzte Nacht nicht gereicht.“ Meinte Clarke mit einem Lächeln.

„Das ist das Schöne an so einem Tag, irgendwann ist er vorbei und alles fängt wieder von vorn an.“ Dozierte die Rothaarige.

„Arbeit, Arbeit und nichts als Arbeit.“ Grinste Clarke während sie sich herum drehte und ihre Freundin in einen leidenschaftlichen Kuss zog.

Eine halbe Stunde später lagen die beiden schwitzend und zufrieden nebeneinander.

„Wirst du am Turnier teilnehmen?“ Wollte Kira wissen.

„Nun ja ich denke ich bin es allen schuldig zu beweisen das Lanas Wahl auf die richtige gefallen ist.“ Gestand Clarke ein.

„Du wirst mit Sicherheit gewinnen.“ Beteuerte ihre Freundin.

Eine Stunde später stand sie auf dem Kampfplatz sie trug eine schwarze Stoffhose, Stiefel und ein schwarzes bauchfreies Top, Rüstungen jeder Art waren nämlich verboten. Alle Dorfbewohner waren da, um dem Turnier beizuwohnen. Das Met floss bereits in Strömen und die Stimmung war hervorragend. Sie konnte auf der Tribüne Arcus, Kira und ihre Kinder erkennen. Lana kam nun auf das Feld, um das Turnier zu eröffnen.

„Es ist so weit, ich möchte euch nun die Kämpfer vorstellen. Dellow der Schmiedelehrling, Vestus von den Kriegern, Telos von den Kriegern, Destriss von den Sammlern, Zulu von den Spähern, Peros von den Handwerkern, Logan von den Wachen und Ketani Wolfsblut. Diese acht furchtlosen Kämpfer werden um den Titel des Seconds kämpfen. Zwar ist die Entscheidung gefallen wer der Second werden wird aber natürlich hoffen wir alle das Ketani den Beweis erbringen wird das sie die richtige Wahl war. Den der Tradition entsprechend wird keiner der Kämpfer den anderen irgendetwas schenken. Damit soll das Turnier beginnen. Die ersten beiden Kämpfer sind Peros und Destriss.“ Damit verließen alle die nicht kämpfen würden das Feld.

Peros war groß und schlank, aber dennoch recht durchtrainiert, er hatte lange dunkelblonde Haare. Destriss war eine junge Frau mit dem Körper einer Kriegerin, sie hatte schwarze lange Haare und hellbraune Augen. Die beiden gingen in die Mitte und nahmen Kampfpositionen ein. Peros schwang zwei Kriegshämmer während Destriss einen Speer herumwirbelte. Beide scheinen ziemlich versiert zu sein. Peros griff als erster an. Er war ziemlich beweglich und hatte mehrere gute Chancen, doch Destriss stand ihm in nichts nach obendrein hatte sie mit ihrem Speer einen klaren Reichweitenvorteil. Peros war gut doch die schweren Hämmer brachten ihn immer wieder aus dem Gleichgewicht was die junge Sammlerin auszunutzen wusste. So war es nur eine Frage der Zeit bevor sie triumphierend über ihrem Gegner stand. Zum Glück für ihn ging es nicht um Leben und Tod.

Die nächsten Kämpfer waren Dellow und Zulu. Der Schmiedelehrling war ein regelrechter Schrank mit großen Muskeln. Er hatte eine Glatze und einen zotteligen braunen Bart. Er schwang einen zweihändigen Hammer, den er aufgrund seiner Kraft auch einhändig führen konnte. Zulu wiederum war ein kahlköpfiger, dunkelhäutiger Mann, der mit zwei Dolchen kämpfte. Zulu war unglaublich schnell und drahtig, er wich schnell aus und griff blitzartig an. Eine Zeit lang sah es für ihn ziemlich gut aus. Er hatte dem Schmied einige Wunden zu gefügt, doch der steckte das locker weg. Seine Masse und Kraft brachten ihm schließlich den Vorteil. Dellow ging sehr sparsam mit seinen Kräften um, so das Zulu sich irgendwann so verausgabt hatte das er langsamer wurde, das war seine Change Zulus Verteidigung mit einem einzigen mächtigen Schlag zu durchbrechen und ihn auszuknocken.

Als nächstes kamen die beiden Krieger dran, Vestus und Telos. Vestus hatte eine typische Kriegerstatur, hatte einen rasierten und Tätowierten Schädel sowie hellblaue Augen. Er schwang ein mächtiges Breitschwert. Telos war eine schlanke hübsche Frau mit dunkelblonden Haaren und Augen, die so dunkelbraun waren, dass sie schon fast schwarz wirkten. Ihre Waffe war recht außergewöhnlich, es war ein langer Stab, der an jedem Ende eine Sense hatte, welche in entgegengesetzte Richtungen zeigten. Sofort zeigte sich das Können der beiden, sie waren schnell und entschlossen. Telos hatte von Anfang an ihre Schwierigkeit gegen das Breitschwert von Vestus und als er ihren Kampfstab in der Mitte spaltete erschien der Kampf beendet, doch nun begann diese mit zwei Sensen um sich zu wirbeln. Ihre Angriffe waren schnell und gefährlich, hätte sie es darauf angelegt ihren Gegner zu töten dann hätte sie mehr als nur eine Gelegenheit gehabt. Dies war der mit Abstand längste und intensivste Kampf bisher. Schließlich konnte Telos ihrem Gegner mit einer Sense die Füße weg ziehen während sie die andere an seine Kehle hielt, der Kampf war vorbei. Irgendwie fürchtete Clarke das sie ihr im Kampf begegnen würde.

Der letzte Kampf, der ersten Runde fand zwischen Clarke und Logan statt. Logan sah wie eine jüngere Version von Charon aus. Seine Waffen waren wie bei Clarke zwei Schwerter. Das dürfte interessant werden. Logan ließ ihr keinen Augenblick und wirbelte mit seinen Schwertern auf sie zu. Sie konnte mit einem Sprung über seine Klingen dem Angriff entgehen. Das war knapp. Sie parierte seine Schläge wobei ihre Schwerter so schnell zwischen ihnen herumwirbelten das man sie kaum erkennen konnte, lediglich ein lautes klirren machte deutlich das sich wieder zwei Klingen getroffen hatten. So ging es eine gefühlte Ewigkeit hin und her. Clarke wich seinen Angriffen immer wieder geschickt aus, sie war eindeutig schneller als er und diesen Umstand musste sie dringend ausspielen. Mehrmals gelang es ihr hinter ihn zu gelangen, doch es war jedes Mal so als hätte er Augen im Hinterkopf. Dies war bisher der längste Kampf des Tages. Zwei Mal hatte Logan sie bereits getroffen. Einmal am Bauch und einmal am rechten Arm, doch die Verletzungen waren nur oberflächlich und hinderten sie kaum. Aber auch sie hatte ihn bereits drei Mal erwischt. Ein Striemen über seine nackte Brust und zwei Schnitte am linken Arm. Wie sie bemerkte war der Arm inzwischen etwas eingeschränkt weshalb sie ihre Angriffe nun auf diese Seite richtete. Sie attackierte immer wieder seine linke Körperhälfte und hatte schließlich eine Öffnung in seiner Verteidigung gefunden, die sie ausnutzte. Sie knallte ihm die flache Seite ihrer Klinge in den Magen, als er in die Knie ging landete ihr anderes Schwert in seinem Genick, nur einen Millimeter von seiner Haut entfernt. Wäre das ein echter Kampf gewesen hätte sie ihn mit ihrem Schlag enthauptet. Das Publikum stand jubelnd auf der Tribüne. Clarke reichte dem schwitzenden Mann ihre Hand und half ihm wieder auf die Beine.

„Guter Kampf.“ Grinste er. „Erinnre mich dich nie zu verärgern.“

„Ich bin leicht zu besänftigen, gib mir einfach einen in der Schenke aus.“ Grinste sie zurück.

Lana trat wieder auf den Platz.

„Nun das war eine beeindruckende erste Runde.“ Gestand sie.

„Bisher sind noch Destriss, Dellow, Telos und Ketani im Rennen. Der nächste Kampf findet zwischen Destriss und Telos statt.“

Die beiden Kämpferinnen gingen auf den Platz. Destriss hatte wieder ihren Speer und Telos war bei ihren beiden Sensen geblieben. Nach wenigen Augenblicken ging es schon los. Destriss nutzte erneut ihren Reichweitenvorteil aus und drängte die Kriegerin zurück diese hatte Mühe nahe genug an die Sammlerin heran zu kommen. Immer wieder konnte die dem Speer entkommen. Zwei Mal konnte sie den Speer abwehren und damit näher an Destriss herankommen, um ihr eine Wunde zu verpassen. Sie blutete bereits im Gesicht und am Schlüsselbein, doch beides schien nicht weiter schlimm zu sein. Als Telos wieder vor stieß war sie auf eine Finte hereingefallen. Die Sammlerin riss ihren Speer herum und zog einen Striemen über den Rücken der Kriegerin. Allerdings gab sie sich selbst einem Angriff preis, was die erfahrene Kriegerin natürlich zu nutzen wusste. Sie ging in die Knie und überkreuzte ihre Waffen auf Hüfthöhe des Gegners. Hätte sie die Zange geschlossen hätte sie die Sammlerin in zwei Hälften zerteilt. Damit war auch dieser Kampf auf Spektakuläre Weise zu Ende gegangen.

Nun war es wieder an Clarke welche nun dem Schmied gegenüber stand. Er wirkte ein wenig selbstgefällig als er ihr einen Luftkuss zu hauchte. Grinsend ging die Kriegerin in Kampfposition und musste sofort dem Hammer ausweichen der einen Krater schlug da wo sie eben noch gestanden hatte. Ok das Ding war echt gefährlich. Erneut versuchte sie ihre größere Geschicklichkeit und Schnelligkeit zu nutzen. Eine Weile konnte sie mit Rollen und Sprüngen seinen Angriffen entgehen. Dann jedoch tat er etwas das sie nicht erwartet hatte. Er schwang mit seinem Hammer und sie wich aus, doch er stoppte den Hammer in der Bewegung und zog ihn wieder in die andere Richtung. Bei dem Schwung, den der Hammer draufhatte, hätte das eigentlich unmöglich sein müssen. Sie hatte seine Kraft wohl unterschätzt. Jedenfalls krachte der Hammer mit voller Wucht in ihre Seite, so dass sie ihre Rippen knirschen hörte, und wurde zu Boden geworfen. Das Publikum stöhnte. Dellow riss seinen Hammer siegessicher in die Luft. Doch Clarke war noch nicht am Ende. Sie kämpfte sich wieder auf die Beine und das Publikum brach erneut in Jubel aus. Der Schmied drehte sich irritiert um als Anfeuerungsrufe für Clarke laut wurden. Er rannte auf sie zu, um ihr keine Zeit zu schenken. Er hatte den Hammer über den Kopf erhoben und schlug zu. Clarke tauchte unter dem Hieb hindurch und riss Dellow von den Füßen der knallte mit dem Kopf gegen seinen eigenen Hammer und stand nicht mehr auf. Wieder brach schallender Jubel aus. Markos, der neue Heilerlehrling eilte auf das Feld, um nach dem Schmied zu sehen. Wie er feststellte war dieser nur bewusstlos und hatte keinen weiteren Schaden genommen. Anschließend untersuchte er Clarkes Verletzungen. Zwei Rippen waren angeknackst aber nicht gebrochen.

„Hoffen wir mal das Dellow nach diesem Kampf noch irgendetwas trifft.“ Scherzte Lana die gerade wieder das Feld betrat.

„Nun sind wir beim finalen Kampf angelangt. In diesem Kampf stehen sich Telos und Ketani gegenüber. Das wird für beide nicht leicht, doch unsere Ketani hat ihren zukünftigen Posten bisher gut verteidigt. Damit die zwei Kämpferinnen auf gleichem Niveau kämpfen können machen wir eine kurze Pause.“

Clarke gesellte sich zu ihren Leuten.

„Du bist großartig meine Süße.“ Strahlte Kira.

„Ja Mom du reißt ihnen den Arsch auf.“ Schrie Aden begeistert.

„Du verbringst eindeutig zu viel Zeit mit Tante Sagara.“ Befand Clarke.

„Du bist spitze.“ Meinte nun auch Madi mit ihrer piepsigen Stimme.

„Danke ihr Lieben.“ Meinte sie Ehrlich.

„Allerdings denke ich das ich mit Telos ganz schön zu tun haben werde.“ Gab sie zu bedenken.

„Beim Training hast du sie doch auch immer geschlagen.“ Versuchte Arcus sie aufzumuntern.

„Das schon, da hat sie aber auch nie diese komischen Waffen benutzt.“ Merkte sie an.

„Sie ist nur so gut damit, weil die Dinger ziemlich irritieren.“ Mischte sich nun auch Charon ein.

„Als Waffen sind sie eigentlich recht unpraktisch da man nur aus bestimmten Richtungen tödliche Treffer landen kann. Ihr Vorteil ist einzig der das keiner weis wie man sich darauf einstellen soll und diese Verwirrung nutzt sie aus. Du musst selbst unvorhersehbar sein, um sie zu schlagen.“

Clarke dachte darüber nach. Sie würde wohl erst einmal eine defensive Taktik nutzen bis sie ein Gespür für die ungewöhnlichen Waffen entwickelt hatte. Schließlich war es so weit. Die beiden Kriegerinnen gingen auf den Kampfplatz und stellten sich auf.

„Auf einen guten Kampf Ketani.“ Meinte Telos.

„Auf einen guten Kampf.“ Erwiderte auch Clarke.

Beide gingen in Kampfposition. Zunächst umkreisten sie einander keiner von ihnen war gewillt als erster anzugreifen. Schließlich schlug Telos als erste zu. Clarke parierte ihre Waffe. Die Kriegerin schlug unterdes mit der anderen zu doch auch diese wurde pariert. Zunächst blieb Clarke passiv und beobachtete die Grounderin. Gab ihr sogar immer wieder Gelegenheiten zum Angriff, um sie möglichst oft in Aktion zu sehen. Schon bald wurde ihr klar das Charon recht hatte. Das gefährlichste an diesen Waffen war ihre Fremdartigkeit. Tatsächlich war Telos aufgrund der seltsamen Form sogar in manchen Situationen eingeschränkt. Als Clarke dies begriff begann sie immer häufiger in die Offensive zu gehen. Sie wich geschickt aus und griff immer wieder von verschiedenen Seiten an. Wie sie bemerkte schien das parieren mit diesen Waffen gar nicht so einfach zu sein. Sie bemühte sich unberechenbar zu bleiben und griff stehts von allen Seiten an, sie wich aus und konterte. Schließlich begann Telos zu ermüden während Clarke ihre Kräfte eingeteilt hatte und noch über genug Reserven verfügte. Daher intensivierte Clarke ihre Angriffe immer mehr. Nach wie vor versuchte sie nicht vorhersehbar zu werden und die Kriegerin auszulaugen. Sie selbst musste schon einen Treffer einstecken, doch dieser war zu verkraften. Tellos hingegen hatte bereits einen schweren Treffer am Bein und einen am rechten Arm kassieren müssen. Als Clarke einen Vorstoß wagte konnte ihr die Kriegerin eine ihrer Waffen aus der Hand schlagen. Wanheda zahlte es ihr bei der nächsten Gelegenheit zurück und nahm eine der Sensen an sich. Zusammen mit ihrem Schwert ergab das eine recht ausgeglichene Mischung. Die Kriegerin befand sich nun in der Defensive. Während Clarke immer wieder Angriff bekam Telos keine Change auf Gegenwehr mehr. Irgendwann kam das Ende, Clarkes Gegnerin machte einen Fehler, der es dem zukünftigen Second erlaubte, dem Ganzen ein Ende zu machen. Clarke rutschte in einer gekonnten Ausweichbewegung an ihrer Gegnerin vorbei und nutze die Sense, um ihr die Beine weg zu ziehen, keine Sekunde später hatte Telos eine Klinge am Hals und war besiegt. Die Menge tobte. Erneut hatte Clarke ihren Platz behauptet.

Nachdem alle Kämpfer mehr oder weniger wieder auf den Beinen waren begann die Ernennungszeremonie. Alle versammelten sich auf dem Dorfplatz und lauschten Lanas Worten.

„Ketani hat im Turnier ihren Wert bewiesen und gezeigt das mein Vertrauen in sie gerechtfertigt war. Sie hat ihre Stärke gezeigt und ihre Anpassungsfähigkeit. All dies ist für einen Second notwendig.“

Lana blickte in die Menge, doch es gab niemanden der ihr Wiedersprach.

„Ketani bist du bereit den Posten als mein Second anzutreten?“ Fragte Sie.

„Ja das bin ich.“

„Wirst du den Clan und seine Bedürfnisse über alles stellen?“

„Ja das werde ich.“

„Wirst du die Gesetze der Koalition achten und umsetzen?“

„Ja.“

„Dann bist du vom heutigen Tag an der Zweite an meiner Seite. Dein Wort wird denselben Wert wie meines Haben. Jeder in diesem Clan wird deine Befehle befolgen als wären es meine. Du bist nun mein Second.“

„Ich werde dem Clan dienen.“ Sprach Clarke die Worte und besiegelte damit ihren Platz bei Gondakru.

Die Grounder jubelten und gratulierten ihrem neuen Second. Charon übereichte ihr einen Becher Met und die Krieger zollten ihrer neuen Anführerin ihren Respekt. Jeder im Clan würde von nun an bedingungslos ihren Befehlen folgen. Wenn Clarke so darüber nachdachte war dieser Gedanke ganz schön beängstigend. Sie wollte nicht mehr Führen und doch war sie hier und tat genau das. Anscheinend konnte man seinem Schicksal nicht entkommen.

„Ok hier ist der erste Befehl eures Seconds.“ Sagte sie bestimmt. Alle hörten aufmerksam zu als sie ihr entschlossenes Gesicht betrachteten, in das sich nun ein grinsen schlich.

„Hört endlich auf wie die Ölgötzen herum zu stehen und last uns feiern.“ Brüllendes Gelächter und Zustimmung waren zu hören. Die Grounder stürmten den Met Ausschank und die Instrumente wurden aufgebaut. Clarke ließ sich von Orina das Zeichen des Seconds stechen, es würde in Zukunft deutlich auf ihrer linken Halsseite zu erkennen sein. Als dieser letzte Teil der Ernennung vollzogen war begab sie sich auf die Tanzfläche wo Kira bereits auf sie wartete. Als die beiden eng umschlungen tanzten konnte die Rothaarige einfach nicht die Augen von der neuen Tätowierung lassen. Grinsend fuhr sie immer wieder die Linien nach.

„Ist ja nicht die erste Tätowierung.“ Gab Clarke zu bedenken.

„Stimmt, aber die ist was Besonderes.“ Meinte Kira.

„Warum?“ Fragte der Second nach.

„Weil durch dieses Mal jeder deinen Befehlen folgen muss.“ Clarke lachte. „Dann geb ich dir jetzt den Befehl das du es deinem Second heut Nacht so richtig besorgst.“

„Dein Wunsch ist mir Befehl.“ Meinte Kira ernst bevor auch sie in Lachen ausbrach.

Hätte Clarke gewusst was ihr die Zukunft noch bringen würde wäre sie wohl nicht so gelöst gewesen.

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So nun ist sie die zweit Mächtigste Person eines Grounderclans. Langsam nimmt ihre Kariere als Wanheda Fahrt auf und wir nähern uns mit großen Schritten der Begegnung mit Lexa. Doch davor wird es noch dramatisch.

Im nächsten Kapitel muss sie sich als Second beweisen und überlegen ob ihre Loyalität bei den Groundern liegt oder bei den Sky People.
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