Farbengewitter

GeschichteDrama, Romanze / P16
Juli Markus OC (Own Character)
12.08.2019
28.03.2020
7
13.710
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12.08.2019 685
 
Farbengewitter


Guten Tag und Herzlich Wilkommen!
Vielleicht kann sich der ein oder andere noch an mich erinnern, vielleicht verirren sich auch ein paar neue Gesichter in meine Welt. Nach einer sehr langen und sehr nötigen Pause, in der sich privat sehr viel tat, bin ich wieder da - und genauso dramasüchtig wie immer. Also macht euch auf viel Gefühlschaos und Tränen gefasst!
Ich wünsche euch viel Spaß und würde mich über Reviews sehr freuen , vielleicht habt ihr ja auch eine Idee, um wen es sich da handelt? Teilt es mir mit!

<3

Farbengewitter


Prologue: Und wie schreiben wir das Schicksal neu?


„Es tut mir leid. Die Abstoßung ist nicht aufzuhalten.“ Ich konnte es noch immer nicht glauben. Ich wollte es noch immer nicht glauben. Die Tränen, welche in meinen Augen schwammen, schluckte ich herunter und sah den Mann im Kittel an. „Und… es gibt wirklich keinen Weg? Kann… ich irgendetwas für ihn tun?“ Ich schluckte noch einmal, ließ meinen Blick vom Arzt zu dem dunkelhaarigen Jungen im Bett gleiten. Wir trafen uns erst vor kurzem und doch kommt es mir so vor, als würde ich ihn schon immer kennen. Und ich wusste, er gehörte schon immer an meine Seite. Nur ist das Schicksal ein mieser Verräter. Die Welt um mich herum schien mir schwarz, düster, grau. Wo sie doch noch vor wenigen Stunden in den schönsten Farben erstrahlte.
Die Decke knüllte sich in meinen Händen zusammen, welche sich verkrampften. Die Tränen gewannen und fanden ihren Weg über meine Wagen. Ich gab auf. Ich wollte nicht mehr stark sein, für ihn. Ich wollte es rauslassen, und doch konnte ich es nicht. Er konnte ja nicht mehr für sich selbst kämpfen, also muss ich es tun. Es ist meine Aufgabe. Sonst hat er doch niemanden mehr! Noch einmal schluckte ich, der Kloß in meinem Hals wurde nicht weniger. Ich wollte aufgeben, konnte es aber nicht. Also sah ich den Arzt erneut an, setzte an um etwas zu sagen, doch er unterbrach mich. „Vergiss es, es wird nicht funktionieren. Erlaubt wäre es sowieso nicht.“ Ich seufzte. Schluckte. Weinte. Flehte den Arzt mit meinem Blick an.
„Irgendetwas muss es doch geben?!“ verlangte ich erneut zu wissen. Diesmal kam er nicht dazu zu antworten, wurde aufgehalten, weil der blonde, junge Mann aus der Ecke des Zimmers zu mir trat und eine Hand auf meine Schulter legte. „Ich weiß, es ist nicht einfach, aber du musst es akzeptieren. Du wusstest, dass diese Chance besteht.“ Ich funkelte ihn wütend an, schlug seine Hand weg. „Vergiss es, Markus. Ich gebe nicht auf.“ Er seufzte, sein Blick war unendlich traurig und glitt von mir zu dem dunkelhaarigen Jungen im Bett. Wobei man ihn eigentlich nicht mehr als Jungen bezeichnen konnte, doch in dem Krankenhaushemd und so tief und scheinbar ruhig und sorglos schlafend sah er genauso aus. Die dunklen Haare fielen ihm ins Gesicht, die karierte Mütze lag auf dem Schränkchen und schien ihren Zauber verloren zu haben. Sie konnte ihn nicht vor dem Tod retten.
Aber nur weil diese Mütze ihn nicht vor dem Tod retten konnte, hieß das noch lange nicht, dass ich das nicht konnte. Ich stand auf, wandte mich wieder dem Arzt zu und ließ die Hand dieses jungen Mannes, der mir mittlerweile alles und mehr bedeutete, nach unendlichen Stunden los. „Also?“ wollte ich wissen. Der Weißkittel atmete auf, sah mich dann aber etwas entschlossener an. „Wenn wir in zwei Tagen kein neues Organ finden, stirbt er.“ Mit diesen Worten verließ er das Zimmer, ließ uns drei alleine zurück. Ich drehte mich zu Markus um, fixierte ihn und konnte einfach nicht aufgeben. Konnte ihn nicht gehen lassen. Fasste neue Mut. „Ich werde einen Weg finden, Markus.“ Eine letzte Welle Tränen ließ mich schluchzen, wieder zu dem Braunhaarigen schauen. Doch für ihn würde ich einen Weg finden, für ihn musste ich einen Weg finden. Sonst würde ich meiner Lebtage nicht mehr glücklich werden. Markus legte seine Hand wieder auf meine Schulter, drückte sie leicht, und stellte sich neben mich um seinen Freund ebenfalls anzusehen. Ich glaube, ich konnte ihn überzeugen, nicht aufzugeben. „Und wie schreiben wir das Schicksal neu?“
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