Der Eiserne Drache

GeschichteFantasy / P18 Slash
Der Eiserne Bulle Inquisitor (weiblich) OC (Own Character)
11.08.2019
14.02.2020
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"Das Samson an dem Ganzen beteiligt ist, muss für allen für euren Kommandanten eine schlechte Nachricht sein, immerhin ist es bekannt, das er damals mit ihm zusammen bei den Templern gearbeitet hat". Da die beiden sich persönlich gekannt hatten, konnte ich es mir vorstellen das diese Nachricht für den Kommandanten alles andere, als erfreulich war.

"Wer auch immer Samson damals gewesen ist, er ist es jetzt definitiv nicht mehr. Wenn man sich einem Monster wie Corypheus verschreibt, dann muss man damit rechnen, die Inquisition als Feind zu haben egal ob es damals alte Bekanntschaften gegeben hatte oder nicht. Er wird für das, was er getan hat zur Rechenschaft gezogen werden, ich lasse ihn mit all dem nicht davon kommen. Egal wo er sich verstecken mag, ich werde ihn finden".

"Nun das ist doch mal ein Plan, den man folgen kann aber ihr solltet bei einem Mann wie Samson sehr vorsichtig sein. Er hat es nicht umsonst geschafft, so nah an der Seite von Corypheus zu arbeiten. Er ist stark und von dem roten Lyrium so besessen das er Illusion von Realität möglicherweise noch nicht einmal mehr unterscheiden kann. Er ist ein durch und durch psychisch kranker Mann aber leider auch einer mit sehr viel Macht. Es ist Vorsicht gefragt". Gerade als Freya ihren Mund öffnete, um zu antworten, vernahm ich aus der Ferne einige Geräusche, die auf Verstärkung schließen ließen. Ich stoppte sie mit einer Handbewegung und deutete mit einem Nicken in die Richtung, aus der ich die schweren Schritte hörte. Zuerst wirkte der Inquisitor verwirrt, da sie noch nichts zu hören schien, aber nach einer Weile konnte ich ausmachen, das auch sie sich in Richtung der Geräusche drehte.

Was mich ein wenig beunruhigte war, dass die Schritte die ich hörte nicht nur von unterschiedlicher Art waren, sondern das besonders einige von ihnen die Erde unter unseren Füßen Beben ließen. Das Geräusch was wir hörten Klang wie ein Donnergrollen in der ferne und das war meist an Anzeichen dafür, das uns etwas bevorstand, was uns vermutlich mit Vergnügen an den Kragen wollte. Ich nahm nicht war, dass es sich bei unserem Gegner um einen weiteren Drachen hielt zwar hörte ich ein unbedingtes Knurren aber dieses konnte ich nicht einem Drachen zuordnen. Da Freyas Zeichen an ihrer Hand auch in keiner Weise reagierte, konnte ich mir nicht vorstellen, das sich in so kurzer Zeit, ein neuer Riss aufgetan haben könnte. Wenn es allerdings kein Riss und auch kein Drachen war, dann was war dieses grausame Geräusch welches wir alle wahrnahmen.

Ich sah durch einen Spalt, der sich im Holzzaun aufgetan hatte, um nachzusehen, wer uns da so lautstark besuchen kam.

"Du machst wohl Witze". Ein klein wenig ungläubig versuchte ich, das Bild, welches sich mir zeigte, so gut es ging zu begreifen. Ich seufzte und wandte mich wieder zu der Gruppe, die mich erwartend ansah.

"Nun wie es aussieht, bekommen wir gleich besuch von einigen roten Templer Schatten, Schrecken und einem Koloss". Ich konnte sehen wie die Mienen meiner Mitstreiter verzogen. Einige genervt und andere wiederum ungläubig.

Während Cassandra sowohl auch Freya ihre Waffen mit monotonem Gesicht zogen und ohne dabei auch nur ein Wort zu sagen wahrscheinlich, weil wir an der gesamten Situation sowieso nichts ändern konnten, sah ich das es bei dem Zwerg und dem Qunari andere Reaktionen gab, die aber recht unterschiedlich waren. Während der Bulle voller Elan seine große und schwere Axt vom Rücken hob, konnte ich sehen, wie der Zwerg seinen Bolzen mit einer nicht ganz so enthusiastischen Miene spannte.

"Ich werde den Tag gebührend feiern an den uns jemand nicht auf grausame Art und Weise umbringen möchte". Noch bevor Varric weiter sprechen konnte, schlug Freya ihm spielerisch geben die Schulter und ging im zügigen Schritt an ihm vorbei um einen besseren Blick auf unsere kommenden Feinde zu haben.

"Kopf hoch Varric und hör auf mit dem Wunsch denken ihr wisst, das es einen solchen Tag bisher nicht gab und mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht geben wird". Varric seufzte schwer und spannte seinen Bogen mit einer kurzen letzten Bewegung ein.

"Man wird ja wohl noch hoffen dürfen". Seine Worte die nun einen besiegten Ton angenommen hatten, ließe in mir die Frage aufkommen wie diese Gruppe es schaffte jeden Tag in eine lebensbedrohliche Lage zu kommen aber nach dem, was ich selber so gesehen hatte, schien es ihnen wirklich nicht sonderlich schwerzufallen. Jedenfalls konnte man sagen, dass es in ihrer Gegenwart jedenfalls niemals langweilig wurde, ob das allerdings eher gut oder schlecht war, konnte ich nicht so genau sagen. Nun wer einen ständigen Nervenkitzel mochte, war in der Inquisition wohl definitiv gut aufgehoben.

Mit unseren Gegner war definitiv nicht zu spaßen und wir wussten alle, dass wir sehr vorsichtig sein mussten. Ich hasste rote Templer. Diese Kreaturen hatten keinen vernünftigen Verstand mehr und waren von dem Lyrium nicht nur besessen und abhängig, sondern auch vollkommen zerfressen. Das was wir im Begriff waren zu bekämpfen, waren drei verschiedene Stufen, die man unter den Reihen der roten Templer finden konnte. Einige Schrecken, Schatten und ein Koloss was wohl die größte Sorge war.

Von Stufe zu Stufe konnte man meiner Meinung nach immer weniger erkennen, dass es sich bei diesen Kreaturen mal um Menschen gehandelt hatte und man musste einfach sagen, dass sie wirklich alle kein sehr schöner Anblick waren. Be einem Schrecken konnte man nur anhand der Beine und wenn man Glück hatte an einem noch bestehenden Kopf erkennen, das diese Person einmal menschlich gewesen war. Der Oberkörper eines Schreckens war von vielen großen und kleinen Beulen überseht, die mit der Zeit in alle Richtungen wucherten. Meistens waren besonders in diesem Bereich große Menschen an roten Lyrium zu sehen, wie es auch hier der Fall war. Diese Wesen gingen gerne in den Nahkampf, konnten allerdings auch von der Ferne angreifen, in dem sie Feuerstrahlen aus ihren Händen schossen. Sie konnten sich mit einer Art Barriere im Nahkampf schützen, die aber mit genug Kraft zerstört werden konnte. Hinzu kam auch, dass sie gegen jegliche Art von Elektrizität sehr anfällig waren, was es besonders leicht für Freya machen sollte. Das Einzige auf das man bei dieser Kreatur achten musste, waren die langen Klauen, die sich an den Händen befanden. Diese waren meist sehr scharf und konnten selbst durch eine solide Rüstung kommen, also definitiv etwas, mit dem man nicht Bekanntschaft machen wollte.

Schatten hingegen waren wiederum eine ganz andere Form dieser Mutationen und waren deswegen auch auf eine andere Art und Weise gefährlich. Sie waren recht schnell und von der Statur her schlanker und etwas kleiner als ein Schrecken. Das sorgte dafür das die von den Templern in den meisten Fällen, als Kundschafter benutzt wurden, da sie große Strecken in kurzer Zeit bewältigen konnten. Sie konnten sich beinahe komplett unsichtbar machen und griffen gerne im versteckten an, deswegen war es wichtig, diese Wesen möglichst schnell aus dem Weg zu räumen, da sie sonst sehr schnell gefährlich werden konnte. Einen Angriff aus dem Hinterhalt von diesen Kreaturen war in den meisten Fällen tödlich. Sie waren anders als die Schrecken nur auf den Nahkampf spezialisiert und dort musste man ihnen auch begegnen, wenn man sie vernichten wollte. Sie waren gegen Fernangriffe so gut, wie resistent da sie selbst perfekt geschossenen Pfeilen ausweichen konnten und auch Magie hatte gegen sie keine großartige Wirkung. Gegen diese Gegner konnte man nur ankommen, indem man selber rohe Gewalt benutzte. Auch bei diesem Gegner gab es Hautwucherung von roten Lyrium auf dem Rücken, allerdings in einem kleineren Ausmaß dafür befand sich allerdings eine nicht unerhebliche Menge an Lyrium in den Armen und Händen dieser Kreaturen. Das es sich einmal um Arme gehandelt haben musste ist allerdings nicht mehr zu sehen da diese sich komplett in rotes Lyrium umgewandelt hatten. Hartes, spitzes und sehr scharfes Lyrium. Den Attacken diese Arme musste man, so gut es ging ausweichen, denn nur eine Begegnung damit versprach nichts Gutes. Mit einer Waffe wie dieser war es ihnen möglich, selbst durch die härtesten Materialien zu schneiden und das mit einer beunruhigenden Leichtigkeit.

Und dann war da noch unser größtes Problem. Ein Koloss der roten Templer war ein Anblick, an den man sich wohl nie gewöhnen konnte. Diese verseuchte Kreatur sah nicht einfach nur monströs und wiederwertig aus, sondern einfach nur falsch. Man konnte bei dieser Stufe nicht mehr erkennen, dass es einmal ein Mensch gewesen war, denn das Lyrium hatte den Körper bereits vollständig verschlungen. Es war im Großen und Ganzen nur noch ein großer Brocken aus rotem Lyrium der sich auf einen mit langsamen Schritten zubewegte. Diese Kreaturen waren im Nahkampf schwer zu besiegen, da man sehr darauf achten musste wo sie ihren Wall aus rotem Kristall hin schossen. Der linke Arm war derart deformiert, das er nur noch aus einem Klumpen des Lyriums bestand der zur Attacke gerne in alle Richtungen geschwungen wurde. Ein Koloss war mindestens zwei wenn nicht sogar drei Mal so groß wie ein ausgewachsener Mensch, was wohl die meistens von Anfang an einschüchterte. Das Einzige wogegen diese Kreatur nicht immun war, war gegen Kälteschaden, was wohl bedeutete, dass wir auch hier wieder Magie benötigten, was aber nicht hieß, dass man nicht dennoch ordentlich drauf rumhauen konnte.

Mit einem Mal viel uns alles etwas auf was uns ein wenig beunruhigte. Wir hörten absolut nichts. Kein Beben in der Erde, keine Schritte von den Templern nicht einmal das Zwitschern eines Vogels oder das Heulen des Windes war zu hören.

"Es ist beunruhigend ruhig geworden, ich schlage vor, das wir nun besonders aufpassen". Ich konnte nicht weiter reden, denn auf einmal verdunkelte sich eine recht große Fläche über uns, was dafür sorgte, dass wir den Kopf langsam nach oben bewegten, um zu sehen, was sie Ursache dafür war. Der Koloss, der sich eben noch in einer netteren Entfernung befunden hatte, stand nun über uns und hatte seinen deformierten Keulenarm nach oben gerissen und zeigte damit deutlich das dieser gleich auf uns herabstürzen würde, was er dann auch tat.

"Oh". Vielmehr hatte ich gar nicht rausbringen können, bevor die Keule uns traf aber noch bevor sie das tun konnte, sorgte ich mit einem kraftvollen Schwung meines Armes dafür, dass die anderen sicher weggeschleudert wurden, bevor der Arm laut mit dem Boden kollidierte. Eine Rauchwolke tat sich auf und sorgte so kurzzeitig dafür, dass niemand etwas sehen konnte. Ich hatte gehört wie Freya meinen Namen gerufen hatte aber ich hatte mich dagegen entschieden auszuweichen was ich auch nicht nötig hatte. Der Rauch der Koalition löste sich allmählich auf und lies nach und nach zu das auch andere sehen konnten, was mit mir passiert war. Die meisten hatten wohl damit gerechnet gehabt das ich mehr oder weniger lebendig unter dem Arm des roten Templers lag, aber dies war nicht der Fall. Ich hatte den Arm mit meinen aufgehalten und stemmte ihn mit ein wenig Kraftaufwand nach oben. Ich konnte hören, wie Freya erleichtert aufatmete während Bull nur ein "War doch klar, dass er das schafft" hören lies. Varric hingegen schüttelte nur ungläubig den Kopf und in Cassandras Augen konnte ich etwas Ähnliches wie Erleichterung sehen. Als wenn ich es soweit kommen lassen würde, dass mich ein roter Templer niederstreckt. Meine Handflächen waren von meinen Flammen umgeben, da ich es nicht hatte drauf ankommen lassen wollen das mich das rote Lyrium direkt berührt denn man wusste nie, was das für Schäden mit sich ziehen konnte. Mit einem recht großen Stoß nach oben sorgte ich dafür, dass der Koloss seinen halt verlor und mit einem gewaltigen Geräusch nach hinten weg zu Boden viel. Ich klopfte mir den Staub von meiner Hose, der bei dem ganzen Tumult darauf gekommen war und richtete mich dann wieder auf.

"Wir sollten das Ganze hier so schnell wie möglich hinter uns bringen, bevor diese Kreaturen noch weitere Teile dieser Wälder versuchen". Freya und die anderen traten stolz hinter mich und versicherten mir damit ihren Beistand.

"Ganz eurer Meinung vernichten wir diesen Dreck".
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