Geschichte: Fanfiction / Bücher / Bis(s) / Wolfcall

Wolfcall

GeschichteRomanze, Familie / P18 Slash
Edward Anthony Masen Cullen Isabella "Bella" Marie Swan Jacob Black OC (Own Character) Paul
11.08.2019
25.08.2019
4
6675
4
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
Eine Weile starrten wir uns einfach nur an. Dann brach Paul mit leiser Stimme die Stille: „Hey.“
Er sagte es mit so unsicherer Stimme, dass in mir sofort der Drang, ihn in den Arm zu nehmen, aufkam.
Immerhin war es meine Schuld. Wahrscheinlich dachte er, ich würde ihn hassen. Aber das konnte ich nicht, niemals, selbst wenn ich es mir sehnlichst wünschen würde. Was ich jedoch nicht tat.
Ich kannte ihn zwar nicht wirklich, aber dennoch liebte ich ihn bereits über alle Maßen. Seine schönen Augen, die kleinen Grübchen in seiner Wange wenn er sprach, den muskulösen Körper, alles.
„Hey.“, erwiderte ich ebenso leise und beobachtete ihn aufs Genaueste. Er schien nervös zu sein, unbewusst knetete er immer wieder seine Hände.

Ich atmete durch. Dann ging ich die wenigen Schritte auf ihn zu.
„Man hat uns noch nicht wirklich vorgestellt. Mein Name ist Jace Dwyer, ich bin Bellas Bruder.“
Ein wohliger Schauer durchlief mich, als ich seine große, warme Hand hielt.
„Ich bin Paul. Paul Lahote.“ So etwas wie Erleichterung schwang in seiner Stimme mit während er mir übereifrig die Hand schüttelte. Jep, er war definitiv nervös.
Aber das machte ihn auch so verdammt süß! Für eine Weile standen wir so da, hielten die Hand des jeweils anderen und blickten uns verträumt in die Augen. Verflixt, sollte er mich noch länger mit diesem verflucht schüchternen Blick anstarren, würde ich mich nicht länger zurückhalten können.

Mit einem leisen Räuspern unterbrach ich den Blickkontakt und löste meine Hand aus seiner.
Ich meinte so etwas wie Enttäuschung in seinen Augen zu lesen. „Wollen wir uns nicht setzen?“, fragte er hastig und deutete auf das kleine Sofa in der Mitte des Wohnzimmers.
Ich nickte nur knapp und ließ ihn vorgehen. Dabei bekam ich einen Schwall seines wundervollen Duftes ab, der mir entgegenströmte. Instinktiv atmete ich tief ein und genoss seinen Eigengeruch.
Hm. Es war eine Mischung aus Zimt und etwas Exotischem, vielleicht irgendwelche Zitrusfrüchte?
Gemeinsam setzten wir uns auf die Sitzgarnitur.

*Sichtwechsel: Paul*

Ich war noch nicht ganz bei der Tür herein, als ich schon seine große, muskelbepackte Gestalt sah. Er saß an Sams Küchentisch und versuchte gerade einen Bissen eines Muffins zu überleben.
Ach du Scheiße! Seine wundervollen Augen hafteten geradezu an meinem Körper und schienen mich regelrecht aufzufressen. Dann schlug Jared ihm lachend auf den Rücken und Jay wandte den Blick ab. Schade. Sam marschierte zu Emily und begann sie abzusabbern, während Embry und Jake neben mir stehen blieben. Jared beschwerte sich bei Sam. Doch das ganze Drumherum war mir schnurzpiepegal. Allein ER zählte. Die Gedanken schossen nur so durch meinen Kopf.
Was- was soll ich denn sagen? Soll ich überhaupt was sagen? Würde ich ein Gespräch mit ihm führen können, oder-
In diesem Moment blickte er wieder zu mir. Unsere Blicke trafen sich, verwoben sich ineinander und so lieferten wir uns ein regelrechtes Blickduell. Alles wurde still.
Aus dem Augenwinkel heraus sah ich Embry, welcher Jake grinsend in die Seite boxte und auf uns deutete.
Notgedrungen musste ich den Blick abwenden. „Habt ihr nichts zu tun?“, knurrte ich die beiden Blödeimer an, die schleunigst aus meiner Reichweite verschwanden.
Sam scheuchte die Anderen dann mit der glorreichen Aussage: „Oh Leute, seht mal, was für schönes Wetter wir haben. Wir sollten ein wenig spazieren gehen. Paul und Jace können ja hierbleiben. Paul, du weißt ja wo alles ist“ aus dem Haus und ließ mich mit Jay allein zurück. Schönes Wetter. Es regnete, so ein verdammter Verräter!
Mit neuer Nervosität sah ich wieder zu Jay und brach, nach schier endlosen Minuten des Anschweigens, die Stille: „Hey.“
„Hey.“, grüßte er leise zurück und wieder verfiel ich seinen wunderschönen Augen.
Unbewusst begann ich meine Hände zu kneten, während Jay, nach dem er einmal tief durchgeatmet hatte, aufstand, die Distanz zwischen uns überbrückte und mir die Hand reichte.
„Man hat uns noch nicht wirklich vorgestellt. Mein Name ist Jace Dwyer, ich bin Bellas Bruder.“
Unwillkürlich hielt ich die Luft an, als ich seine große, feingliedrige Hand berührte. Ihm schien es ähnlich zu gehen.
„Ich bin Paul. Paul Lahote.“, brabbelte ich nervös und schüttelte wie ein Irrer seine Hand.
Wieder wanderte mein Blick zu seinen faszinierenden Augen und einmal mehr verlor ich mich in ihnen.
Eine Weile standen wir nur so da, hielten uns an den Händen und starrten uns in die Augen.

Dann löste er mit einem leichten Räuspern seine Hand aus meiner und unterbrach den Blickkontakt.
Ich war mir sicher, die Enttäuschung war mir anzusehen. „Wollen wir uns nicht setzen?“, fragte ich hastig und deutete auf Sams Sofa. Jace nickte knapp und ließ mich vorgehen.
Als ich dicht an ihm vorbeiging, merkte ich, wie er tief einatmete.
Dann setzten wir uns. Wider schwiegen wir eine Weile und hingen unseren Gedanken nach, solange, bis Jace endlich zum Punkt kam.
„Du bist also meine Prägung.“, stellte er fest und sah mir tief in die Augen. Mehr als ein aufgeregtes Nicken brachte ich nicht zustande.
Jace lehnte sich zurück und schloss die Augen. „Erzähl mir was von dir.“
Ich schluckte nervös und begann schließlich: „Also. Ich bin sechzehn und seit ein paar Monaten ein Werwolf. Ich habe zuvor in Tacoma gelebt, als ich acht war sind wir dann hierhergezogen. Ich gehe mit Jared in eine Klasse und, naja, ich werde sehr schnell wütend …“
Jace, der meinen Erzählungen interessiert gelauscht hatte begann nun ebenfalls zu sprechen.
„Ich bin neunzehn und hab mich schon vor zwei Jahren das erste Mal verwandelt. Ich bin nicht Bellas leiblicher Bruder, ich wurde von ihrem Stiefvater Phil adoptiert als ich vier war. Zuvor hatte ich in einem Waisenhaus in Norwegen gelebt. Die Schule hab ich schon fertig und ich hab das letzte Jahr ordentlich geackert, weil ich hierher ziehen wollte. Wer weiß, vielleicht such ich mir ein nettes Häuschen hier in La Push, immerhin sind Sam und das Rudel hier und außerdem wäre ich dann öfters bei…“

Unvermittelt brach er ab und blickte auf seine Hände. Währenddessen tanzte mein Herz in meiner Brust Tango. Wollte er das sagen, was ich dachte, dass er sagen wollte? Oder meinte er Bella damit? Konnte es sein, dass er meinetwegen hier herziehen wollte?
Und wiedermal begann ich meine Hände zu kneten, ein Wunder, dass die noch nicht zu Mus geworden waren. Ich spürte Jace’s brennenden Blick auf mir. Dann beugte er sich zu mir.