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Alte Liebe rostet nicht 2

GeschichteAllgemein / P18
Hikari "Kari" Yagami und Gatomon Mimi Tachikawa und Palmon Taichi "Tai" Yagami und Agumon Takeru "T.K." Takaishi und Patamon Yamato "Matt" Ishida und Gabumon
11.08.2019
21.11.2020
15
26.474
7
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Dieses Kapitel
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21.11.2020 2.174
 
Wie vielleicht ein paar von euch gemerkt haben kam letztes Wochenende kein Kapitel. Grund dafür war, dass ich einfach keine Zeit hatte, da ich von letzter Woche Montag bis diese Woche Dienstag durchgearbeitet habe (Krankenhaus eben...).
Aber jetzt ist wieder Samstag und ich habe freies Wochenende und damit mehr Zeit. Ich werde versuchen das wöchentliche Hochladen einzuhalten, kann es aber leider aufgrund meiner Arbeit nicht immer einhalten....so genug gejammert, jetzt geht es los! :DD


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Vier Wochen später waren Weihnachten und Silvester schon längst vorbei und der Alltag hatte alle wieder eingeholt. Kari war immer noch zuhause und kümmerte sich um Monoko und Takumi oft alleine, da Takeru leider oft lange in der Redaktion blieb und nur selten von zuhause aus arbeiten konnte.
Sie freute sich über seine Beförderung. Es brachte mehr Geld, welches sie für später schon zurücklegen konnten und Takeru blühte in seiner Arbeit, als Abteilungsleiter richtig auf. Er wurde von seinen Kollegen schon immer geschätzt und das hatte sich nicht geändert, im Gegenteil er wurde nun noch mehr respektiert und geschätzt und er hatte immer ein offenes Ohr für seine Kollegen.
Aber leider wurden durch seine Arbeit auch seine Aufgaben mehr und anstrengender, sowie anspruchsvoller und nervenaufreibender. Er musste zu vielen Terminen und Meetings und die Sitzungen überzogen sich auch oft, wodurch er immer wieder Überstunden machen musste.
Kari versuchte sich damit zu arrangieren, aber die angespannte Situation zuhause, ließ sich nicht leugnen. Gerade hatte sie das Abendessen mit Takumi und Monoko so gut wie beendet, als man die Haustür hören konnte. Missmutig sah Kari auf die Uhr und sah ihn an, als er in die Küche kam. „Hallo“, sagte er gut gelaunt, setzte aber sofort eine schuldbewusste Miene auf, als er Karis tadelnden Blick sah. „Tut mir leid, es ging nicht früher“, murmelte er zähneknirschend. Kari seufzte. Sie wollte sich nicht vor den Kindern mit ihm streiten. „Setz dich, möchtest du was essen?“ Fragte sie und deutete auf den gedeckten Esstisch. Takeru nickte und setzte sich, nachdem er Kari einen kurzen Kuss gegeben hatte und seine Kinder mit einem Kuss auf die Stirn. „Papa, wo warst du solange? Mama hat sich Sorgen gemacht und ich glaube sie war auch ein bisschen böse auf dich“, sagte Monoko und sah ihn an. „Monoko, das stimmt so doch gar nicht“, widersprach Kari ihr sofort. „Doch, du hast über Papa geschimpft, weil er noch nicht zuhause war“, meinte Monoko und zog an einer ihrer vielen Locken. „Ich hatte auf der Arbeit viel zu tun, aber ich hab mich beeilt, damit wir uns noch sehen, bevor du ins Bett musst“, erklärte Takeru, bevor Monoko etwas sagen konnte. „Dann kannst du die Beiden ja auch ins Bett bringen, wenn du schon da bist“, meinte Kari kurz angebunden und stand auf. Mit schlechtem Gewissen sah er ihr nach und stand auf, um Takumi hoch zu nehmen und Monoko nach oben zu scheuchen.


Als er später wieder nach unten kam, war Kari mit abräumen fertig und wusch die letzten Sachen auf. Takeru lehnte sich neben sie an das Spülbecken und trocknete die Sachen ab. Schweigend räumten sie die Küche auf, bis Takeru es nicht mehr aushielt und die unangenehme Stille brach. „Es tut mir leid, ich konnte wirklich nicht früher gehen. Ich wollte, aber es ging einfach nicht. Das musst du mir glauben, bitte sei mir nicht böse“, sagte er leicht verzweifelt. Kari sah ihn einen kurzen Moment an und seufzte dann ergeben. „Ich bin dir nicht böse, eher enttäuscht, dass du es einfach nicht schaffst dein Wort zu halten. Ich fühle mich manchmal wie eine alleinerziehende Mutter wieder“, entgegnete Kari genervt. „Ich weiß und meine ständigen Entschuldigungen verzeihen, dass alles nicht und du kannst mir glauben, dass ich das nicht gerne mache. Aber ich tue das auch für uns und im Moment ist alles ein bisschen schwierig. Ich muss mich in meine Position erst einfinden und ich weiß, dass das alles für dich wie faule Ausreden klingen mag, aber es tut mir wirklich leid“, sagte er und sah sie bittend an. Kurz sah Kari ihn an, bis sie resigniert die Schultern sinken ließ. „Du hast Recht, es sind faule Ausreden, aber es sind nachvollziehbare Ausreden und ich kann sie verstehen, aber du musst zugeben, dass es auch für mich nicht leicht ist“, Takeru wollte etwas erwidern, aber Kari hob eine Hand und er verstummte wieder, „lass mich ausreden. Auf der anderen Seite verstehe ich, dass du deine Position erst kennen lernen musst. Weißt du es ist nur so, dass es sehr anstrengend ist sich um die Beiden alleine zu kümmern und manchmal könnte ich deine Unterstützung wirklich gebrauchen“.
„Ich weiß und deshalb hab ich mir für übermorgen einen freien Tag eingetragen, um meine Überstunden abzutragen“, lächelte er und Kari sah ihn erstaunt an. „Wirklich?“ Mit großen Augen sah ihn an. „Ja, wirklich. Ich weiß, dass es nicht entschuldigt, was die letzten Wochen los war, aber-“. „Es ist ein Anfang“, unterbrach Kari ihn und lächelte. „Ja, es ist ein Anfang“, murmelte Takeru, „es war die letzten Wochen nicht leicht weder zuhause, noch auf der Arbeit, aber ich hab mich jetzt relativ gut eingewöhnt und so langsam pendelt es sich ein, weswegen die Überstunden hoffentlich nicht mehr so häufig vorkommen werden und ich wieder mehr Zeit für euch habe“. „Das hört sich gut an“, meinte Kari und ging auf ihn zu. Takeru nickte und zog sie in seine starken Arme. „Ich liebe dich“, murmelte Kari an seiner Brust. „Ich liebe dich auch“, erwiderte Takeru leise und küsste sie auf den Haaransatz. Ein Geräusch ließ die Beiden plötzlich zusammenfahren und sie schauten zur Treppe. Eine blonde Haarpracht lugte vorsichtig um die Ecke. „Monoko? Du solltest doch längst schlafen“, sagte Kari tadelnd. „Tut mir leid“, schuldbewusst schlich Monoko um die Ecke und sah ihre Eltern traurig an, „streitet ihr euch? Ich will nicht, dass ihr streitet!“ „Aber nein, Süße. Wir haben uns nicht gestritten, wir haben nur diskutiert“, erwiderte Takeru. „Dann ist ja gut“, seufzte Monoko erleichtert. „Na komm, ab ins Bett“, sagte Kari und scheuchte sie nach oben.

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Früh am übernächsten Morgen kuschelte sich Kari an Takeru und war froh, dass er noch da war. Die letzten Wochen war er schon früh am Morgen aufgestanden, duschen gegangen und dann zur Arbeit gefahren, während sie noch im Bett lag und oft schon wach war, da er sie oft weckte, wenn er ging.
Er zog sie enger an sich und legte sein Kinn auf ihrem Kopf ab. Er streichelte ihren Rücken entlang und Kari stieß einen wohligen Seufzer aus. „Das ist schön“, murmelte sie an seiner Brust. „Finde ich auch, ich hab dich und das hier vermisst“, stimmte er ihr leise zu. „Hmhm“, seufzte sie wieder und hob ihren Kopf an. Gerade als er sich zu ihr beugte, um sie zu küssen, klingelte sein Handy. „Jetzt sag das, dass nicht wahr ist“, stöhnte Kari genervt auf. „Nur kurz“, erwiderte Takeru. Kari warf ihm einen zweifelnden Blick zu und drehte sich von ihm weg. „Hallo? Ja, ja. Muss das wirklich sein? Eigentlich wollte ich ja-“, er hielt kurz inne und hörte seinem Gesprächspartner zu, „gut, in Ordnung, wenn es unbedingt sein muss“. Er legte sein Handy zur Seite und begegnete Karis Blick. Sie hatte die Arme verschränkt und sah ihn wütend an. „Ein Notfall in der Redaktion, ich muss hin“, sagte er leise und wich ihrem Blick aus. „Tu, was du nicht lassen kannst“, knurrte sie leise und drehte ihm den Rücken zu. Takeru wollte etwas sagen, aber er wusste das er bei Kari jetzt gegen eine Wand reden würde, also stand er auf und machte sich für die Arbeit fertig.

Als er zwanzig Minuten später angezogen ins Schlafzimmer schaute, hatte Kari sich die Decke über den Kopf gezogen und sah ihn wütend und enttäuscht durch einen kleinen Spalt an. Schuldbewusst ging Takeru auf sie zu und beugte sich zu ihr herunter, er wollte sie küssen, aber sie drehte ihren Kopf weg und er erwischte nur ihre Wange. „Bis später, ich liebe dich“, murmelte er und ging langsam zur Tür. „Ich dich auch“, knurrte Kari leise unter der Decke. Takeru drehte sich nochmal kurz zu ihr um und bemerkte, dass Kari ihn ansah. Schuldbewusst senkte er den Kopf und ging aus der Tür.

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„Mama, wo ist Papa?“ Fragte Monoko ihre Mutter eine Stunde später und schlürfte ihren Kakao. „Papa ist auf der Arbeit“, sagte Kari abwesend und schmierte Monokos Pausenbrot. „Aber ich dachte, er wollte heute zuhause bleiben“, erwiderte Monoko stirnrunzelnd und sah ihren kleinen Bruder an, der zufrieden in seiner Wippe vor sich hinbrabbelte. „Dachte ich auch, aber dein Vater hält in letzter Zeit nicht viel von seinen Versprechen oder davon sie einzuhalten“, meinte Kari leicht schnippisch. „Red doch nicht so über Papa! Bist du etwa böse auf ihn?“ Traurig sah Monoko sie an. „Ich bin nicht böse auf Papa, eher enttäuscht“, antwortete Kari leise und setzte sich neben ihre Tochter. „Aber du liebst Papa doch noch, oder?“ Hakte Monoko unsicher nach. „Natürlich tue ich das“, lächelte Kari und drückte Monoko einen Kuss auf die Stirn, „und dich und Takumi liebe ich auch. Eltern streiten sich manchmal, das ist ganz normal“. Sie stand auf und zog Monoko hoch. „Dann bin ich ja beruhigt“, murmelte Monoko erleichtert. Ein Hupen von draußen ließ beide zusammenzucken. „Das wird dann wohl dein Onkel mit Sakura sein“, grinste Kari und half Monoko in Jacke und Schuhe. „Bis heute Mittag, Mama“, sagte sie noch und lief raus zum Auto. Kari winkte ihr nach und nickte Matt zu, der sie auch kurz grüßte und dann zurücksetzte, nachdem Monoko eingestiegen war und sich angeschnallt hatte. Dann wimmerte Takumi und Kari widmete ihre Aufmerksamkeit ihrem kleinen Sohn für den Rest des Morgens.

Als Takeru mittags nach Hause kam, spürte er die angespannte Stimmung in der Luft, nachdem er zur Haustür rein gekommen war. „Hallo“, rief er, als er in die Küche kam. „Papa!“ Monoko strahlte ihn vom Esstisch aus an, auf dem sie gerade ihre Aufgaben machte. „Hey, meine Kleine“ Er ging zu ihr und küsste sie auf die Stirn. Er hob den Kopf und sah Kari an. Sie hatte ihm den Rücken zugekehrt und machte keine Anstalten, sich umzudrehen. „Monoko, lässt du uns kurz allein?“ Fragte Takeru ihre Tochter. Sie folgte seinem Blick und stand ohne etwas zu sagen auf und ging nach oben. Takeru trat hinter sie und legte seine Arme um sie. Kari ignorierte seine Berührung und rührte weiter in den Töpfen vor ihr. „Ich hoffe du hast Hunger, es gibt Nudeln mit Tomatensoße, hat Monoko sich gewünscht“, sagte sie kurz angebunden. „Kari, es tut mir leid“, murmelte er und legte seinen Kopf auf ihrer Schulter ab. „Deine Entschuldigungen kannst du dir sparen! Ich bin immer noch sauer auf dich! Und wütend und enttäuscht und wer weiß, was noch alles! Ich dachte du hast da jetzt mehr zu sagen! Aber offensichtlich hast du nicht die Eier in der Hose, um mal nein zu sagen und deine Versprechen deiner Familie oder mir gegenüber zu halten! Ich kann nicht mehr! Du bekommst gar nicht richtig mit, wie sehr mich das belastet“, sagte sie wütend und drehte sich zu ihm um.
„Was willst du damit sagen? Willst du dich trennen?“ Erschrocken sah er sie an. „Nein, ich will das du etwas änderst. Am Anfang ging es doch auch! Und jetzt plötzlich nicht mehr?“ Entgegnete sie. „Was erwartest du? Das ich alles stehen und liegen lasse? Ich tue das für uns! Glaubst du etwa mir macht das Spaß, euch immer wieder zu versetzen, weil mich das alles so in Anspruch nimmt?“ Sagte er laut und wurde ebenfalls wütend. „Offensichtlich fällt es dir leichter uns zu versetzen, als deine Arbeit!“ Entgegnete Kari. „Wie kannst du so etwas sagen? Ich leide auch darunter! Nur siehst du es anscheinend nicht!“ Konterte Takeru. „Doch, ich sehe es. Ich sehe es auch zwischen uns beiden, unsere Beziehung und unser Sexleben leidet auch darunter“, sagte Kari bitter. „Aber anscheinend nicht genug. Und in einer Beziehung gehören immer zwei dazu, falls du es vergessen hast!“, konterte Takeru. „Ist es jetzt etwa meine Schuld?“
„Ja, auch. Wer hat die ersten Wochen nach Takumis Geburt denn nicht gewollt?“
„Oh, ist es jetzt etwa meine Schuld? Dass ich mich von dir nochmal habe schwängern lassen und deswegen nach der Geburt erstmal keinen Sex haben durfte? Ist das dein Ernst?“ Fassungslos sah Kari ihn an. „So war das jetzt nicht gemeint! Ich-“.
„Spar es dir! Der Bogen ist überspannt...es ist besser, wenn du jetzt gehst, sonst sagen wir noch mehr Dinge, die wir nicht so meinen“, murmelte Kari angespannt und ballte die Hände zu Fäusten. „Kari....“, vorsichtig trat Takeru auf sie zu. „Ich meine es ernst, Takeru. Bitte geh, wenn dir unsere Ehe, unsere Kinder und ich dir wichtig sind, dann sollten wir erst einmal unsere Gemüter beruhigen“, erwiderte Kari und sah ihn mit Tränen in den Augen an. „In Ordnung“, niedergeschlagen ging er Richtung Haustür und drehte sich auf halbem Weg nochmal um, „reden wir heute Abend nochmal über alles?“
Kari nickte. „Natürlich, unbedingt“, erwiderte sie und lächelte leicht. Niedergeschlagen stieg Takeru in sein Auto und fuhr zurück zur Redaktion.
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