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Geschichten  über die Freundschaft zweier Mädchen

von Vibeke
Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Freundschaft / P12 / Gen
11.08.2019
05.09.2019
6
5.086
 
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11.08.2019 970
 
Gewidmet Christiane



Der letzte Schultag. Draußen hört es nicht auf zu schneien. Er liegt schon meterdick, überall. Das werden schöne Ferien denke ich. Neben mir sitzt meine Freundin Christiane. Die Schulklingel läutet. Hurra Ferien, schreien alle. Komm Chrissi, schnell raus. Ab nach Hause. Wir fahren zu Christiane. Es gibt lecker Mittagessen. Da ihre Oma sehr krank ist, darf sie die Ferien und weihnachten bei mir verbringen. Nach dem Essen packen wir ihre Sachen und fahren ein mal quer durch die Stadt zu mir. Sie schläft bei mir im Zimmer. Als wir ankommen schneit es immer noch. Wir sind ganz nass und durch gefroren. Mama macht uns heißen Kakao. In der Küche riecht es nach Plätzchen. Im Radio spielen sie weihnachtliche Lieder.  Mama fragt uns wie die Schule war. Danach gehen wir in mein Zimmer und packen ihre Tasche aus. Für ihre Sachen habe ich in meinem Schrank Platz gemacht. Unsere nasse Kleidung haben wir auf die Heizung gelegt, nachdem wir was trockenes angezogen haben. Wir reden und spielen bis zum Abend Brot. Nach dem Essen gehen wir beide wieder in mein Zimmer. Wir machen uns fertig zum schlafen, legen uns ins Bett und hören Hörspiele bis wir müde sind und Mama das Licht ausmachen kommt.

Am nächsten Morgen werde ich mit einem stupsen von Chrissi geweckt. Sie kann mich einfach nicht schlafen lassen. Sie kriecht mit unter meine decke. Wir kitzeln uns bis wir vor lachen nicht mehr können. Auf der Fensterbank lag ganz viel Schnee. Die Fenster voller Eisblumen.  Wir ziehen uns schnell an. Frühstücken und gehen nach draußen. Aus dem Keller holen wir uns vorher jede einen Schlitten. Wir gehen in den Park. Der See ist zu gefroren. Am Rodelberg ist viel los. Viele Kinder mit ihren Schlitten und Schlittschuhen. Wir stürzen uns ins Getümmel. Haben viel Spaß, auch mit anderen Kindern. Merken gar nicht wie die Zeit vergeht. Es wird Zeit um nach Hause zu gehen. Mama wartet schon mit dem Abend Brot. Im TV kommt ein Weihnachts-Film, den dürfen wir uns anschauen. Danach geht's ins Bett.

Am nächsten Tag ist es endlich soweit. Heiligabend. Die letzte Tür im Adventskalender wird geöffnet. Papa hat bereits den Baum im Wohnzimmer aufgestellt. Und die ganzen Sachen aus dem Keller geholt. Chrissi und ich fangen mit dem schmücken an, nachdem wir gefrühstückt haben. Der Baum sieht anschließend wirklich gut aus. Haben wir beide prima gemacht, sagen Mama und Papa. Am Nachmittag kommt Omi aus Lübeck. Bevor es zusammen in die Kirche geht, gibt es kaffee, Tee und Kekse. Die Leute strömen zur Kirche. Überall liegt der Schnee. Wir beeilen uns, damit wir alle einen Platz bekommen. Der Pastor begrüßt alle Anwesenden. Es wird gesungen, gebetet so wie die Weihnachtsgeschichte aufgeführt. Es war wunderschön. Mit diesem Eindruck geht es nach Hause. Chrissi und ich sollen jetzt im Zimmer bleiben, dürfen nicht ins Wohnzimmer. Bald kommt der Weihnachtsmann. Wir stellen uns beide ans Fenster und gucken ob wir ihn sehen.
Außer Schnee gibt es aber nicht viel zu sehen. Und davon eine ganze Menge. Soviel Schnee haben wir beide noch nie gesehen.Wir hören es brummen sehen aber nichts. Chrissi meint er kommt aus der Luft. Ob Rentiere brummen? Plötzlich ein klingeln. Omi kommt und holt uns. Wir dürfen ins Wohnzimmer. Der Baum leuchtet, überall sind Kerzen an. Chrissi und ich strahlen. Papa liest eine Geschichte vor. Wir sagen ein Gedicht auf und alle singen gemeinsam Weihnachtslieder. Dann steht Mama auf, geht zum Baum und verteilt Geschenke. Auch für Chrissi hat der Weihnachtsmann etwas gebracht. Ihre Omi hat ihm gesagt, wo er sie findet. Chrissi freut sich ganz doll und ich auch. Nachdem alle Geschenke verteilt und ausgepackt sind, bereiten Mama und Papa das Essen. Es gibt Fondue. Mit Fleisch, Wurst und Pilzen. Dazu Brot, Soßen und Salat. Ausnahmsweise dürfen Chrissi und ich Coca-Cola trinken. Auch ein Schluck Sekt bekommen wir. Papa sagt plötzlich das wir mal still sein und horchen sollen. Und tatsächlich, da spielt jemand auf der Trompete. Zwei Lieder hören wir gespannt zu. Die ganze Straße hört zu. Müde gehen wir beide anschließend ins Bett und schlafen auch bald ein.

Der nächste Morgen. 1. Weihnachtstag. Chrissi schlüpft zu mir unter die Bettdecke. Wir balgen rum. Lachen.
Omi kommt ins Zimmer, setzt sich zu uns ans Bett und erzählt von früher. Wir lauschen beide ganz gespannt. Papa kommt herein, sagt wir sollen aufstehen, uns waschen und anziehen. Gleich kommt Besuch. Wie Omi, auch aus Lübeck. Bald gibt es Mittagessen. Wir beeilen uns, damit Omi weiter erzählen kann. Es klingelt an der Tür. Chrissi ist schneller als ich und drückt den Türöffner. Onkel​, Tante, Oma und Opa sind da. Sie begrüßen alle, kommen auch ins Kinderzimmer. Wir drängen Omi das sie weiter erzählen soll. Kurze Zeit später werden wir zum Essen gerufen. Es riecht lecker. Nach Braten und Gemüse. Es schmeckt auch lecker. Zum Nachtisch gibt es Pudding und Eis. Die Großen erzählen dabei wie es früher war und wir kleinen hören gebannt zu. Dazu trinken sie Kaffee und einen Schnaps für ihre Verdauung. Dann ist Zeit für Kaffee und Kuchen. Im Hintergrund läuft das radio. Sie spielen Weihnachtslieder von früher bis heute. Alle sind satt vom vielen Essen. Chrissi und ich gehen zum spielen ins Kinderzimmer. Der Tag ist viel zu schnell vorbei gegangen. Diesmal legen wir uns gleich in ein Bett, lesen noch zusammen eine Geschichte, bis wir beide einschlafen. Das dauernd unsere Tür auf und zugeht, jemand reinschaut​, bekommen wir nicht mehr mit.

Am nächsten Tag passiert nicht viel. Alle sind noch satt, faul und müde. Wir liegen mit Omi im Bett und sie erzählt wieder Geschichten. Essen tun wir die Reste vom Vortag. Auch vom Nachtisch ist noch was da. Abends bringen wir Omi zum Bahnhof. So geht auch der zweite Weihnachtstag rum.


Weihnachten ist einfach zu schön.


Fortsetzung folgt....
 
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