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Rette mich...

GeschichteAllgemein / P16 / Gen
10.08.2019
09.05.2020
36
30.504
4
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Dieses Kapitel
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19.01.2020 927
 
Sicht Hiyori:

„Hiyorin!!! Hallo!!!“ „Guten Abend euch allen.“, grüßte ich zurück. Wegen der vielen Ayakashi hat es zwar heute länger gedauert bis ich bei den Anderen wahr, aber es soll sich trotzdem lohnen… hoffe ich. Bishamon hat Amaya’s Familie ja vor ein paar Tagen einen Besuch abgestattet um sich einen Überblick zu verschaffen. Jetzt sitzen wir alle am Tisch in Kofukus Haus und zerbrechen uns die Köpfe.

Da fällt mir ein. „Yato, wo ist eigentlich Yukine?“ „Das stimmt. Es sollte ihn gerade am meisten interessieren wie wir weiter vor gehen.“, meldete sich Mayu zu Wort. „Vielleicht denkt er noch über den Traum von gestern Nacht nach. Der hat ihn schließlich ziemlich mitgenommen.“, sagte Kofuku mit einem besorgten Ausdruck in den Augen.

Traum? Aber darüber konnte ich nicht weiter nachdenken den schon im nächsten Moment faste sich Yato ans Herz und sah sehr schlecht aus. „Yato! Geht es dir gut?“, war das erste was mir einfiel. „Offensichtlich nicht.“, kam es nur als Antwort. „Es ist irgendwas mit Yukine. Er ist sehr aufgebracht, ja fast schon panisch. Und… auch sehr traurig…“ Traurig? „Ich kann ihn suchen gehen.“ Mit diesen Worten wollte ich schon aus dem Haus stürmen, aber Kazuma hielt mich ab.

„An deiner Stelle würde ich hierbleiben. Wir übernehmen das lieber. Um diese Uhrzeit ist es für dich nur gefährlich. Du würdest dich nur unnötig in Gefahr begeben.“, sagte er ruhig. „Er kommt her.“, kam es plötzlich von Yato. Herkommen? Wieso? Was? Ich konnte keinen klaren Gedanken fassen. Alles schien sich zu überschlagen. Bishamon schien sich gerade auf den Weg machen zu wollen da kam Yukine durch das Tor.

Er war vollkommen außer Atem und völlig durchnässt vom starken Regen. In seinen Händen schien er irgendetwas zu umklammern. Tränen liefen seine Wangen hinunter und vermischten sich mit den Regentropfen. Und dann schrie er mit letzter Kraft: „Yato! Sie braucht sofort einen neuen Namen!“ Nach diesen Worten viel er völlig erschöpft auf den Boden.

„Yukine!“ Ich rannte zu ihm und nahm ihn in meine Arme. „Scheint als wäre er nur vollkommen erschöpft. Er brauch nur etwas Ruhe.“, rief ich den anderen zu die sich weiterhin zum Yato kümmerten. Erst jetzt viel mein Blick auf seine Hände die er schützend um etwas gelegt hatte. Das was ich sah war einfach nur herzzerreißend. Es war eine kleine Seele. Sie war nicht sehr groß und sah aus wie ein Wassertropfen.

Aber das war im Moment nicht wichtig. Ich nahm Yukine auf meine Arme und trug ihn zu den anderen in das trockne Haus. Yato schien es wieder etwas besser zu gehen. Yukine hingegen konnte sich kaum noch bei Bewusstsein halten. „Y-Yato… B-B-Bitte gib ihr e-einen N-Namen.“, brachte er hervor. Dann verlor er sein Bewusstsein.

„Kann mir eigentlich gerade jemand erklären was hier los ist?“, fragte Daikoku in die Runde. „Ich bin genauso verwirrt wie du.“, kam es von Mayu und Tenjin. „Scheint als hätte Yukine eine Seele gefunden und möchte nun das Yato ihr einen neuen Namen gibt.“, erklärte Kazuma knapp. „Aber wessen Seele ist das eigentlich?“, fragte nun Bishamon.

„Es könnte die von Amaya sein.“ Alle drehten ihren Kopf und kuckten Yato an. „Ama-chan?“ „Wäre das möglich?“, fragte ich unsicher. „Technisch gesehen schon. Yukine würde nicht irgendeine x beliebige Seele zu Yato bringen und ihm sagen er solle ihr einen Namen geben. Mal abgesehen von seiner Emotionalen Reaktion.“, klärte mich Daikoku auf. Warte! Das heißt ja dann das… „…Amaya ist gestorben…“, flüsterte ich.

Aber dann stieg mir plötzlich ein Geruch in die Nase der mich alle Muskeln anspannen lies. Deswegen hatte Yukine es so eilig… „Yato, beeil dich bitte und gib ihr einen Namen.“, sagte ich mich an ihn gewandt. „Kasai ist auf dem Weg hierher. Wahrscheinlich will sie Amaya zu ihrer Shinki machen.“, fuhr ich fort.

Plötzlich war in den Gesichtern aller anwesenden Nervosität zu sehen. „Ist ja gut.“, jammerte Yato. „Passt mir nur auf das diese Kasai uns nicht angreift.“ Und mit diesen Worten richtete er sich auf und zeigte mit zwei Fingern auf die kleine Seele.

„Du, die du weder zurückkehren noch in’s Licht gehen kannst… Ich werde dir einen Ort geben, an dem du bleiben darfst! Mein Name ist Yato! Ich fange deinen alten Namen und Behalte ihn ein. Ich gebe dir einen neuen Namen und mache dich zu meinem Diener. Nimm ihn an und höre auf das, was ich dir sage…! Ich ernenne dich zu meiner Shinki. Dein Name lautet Amaya – wie die Regen Nacht. Als Shinki heißt du Haruki. Erscheine Haruki!!!“, rief er.

Ein helles Licht umhüllte die kleine Seele und lies sie ihre Form verändern. Anders als bei Yukine nahm sie jedoch nicht die Form eines Schwertes an. Erst als das Licht erlosch konnte ich sehen wie sie nun aussah. Sie sah aus wie ein Tier, aber kein reales. Eher wie ein Fabelwesen.

Sie war gerade mal so groß wie eine ausgewachsene Katze. Aber anders als eine normale Katze hat sie zwei Flügel auf dem Rücken und statt zwei normalen Vorderbeinen glichen sie eher denen eines Vogels. Ihr Schwanz war ab der Hälfte in zwei Teile gespalten. So sah er aus wie ein Y. Sie hatte keine nach außen sichtbaren Ohren. Stattdessen hat sie nur ein paar Federn am Hinterkopf und scharfe Zähne. Ihr Fell und ihre Federn sind strahlend weiß, nur an vereinzelten Stellen sind sie schwarz.

Mit großen Augen schauten  wir auf Yato’s neue Shinki. Aber wir hatten keine Zeit lange darüber nach zu denken. Den schon im nächsten Moment stand Kasai im Hof. Das konnte ja nur übel ausgehen…
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