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Rette mich...

GeschichteAllgemein / P16 / Gen
10.08.2019
09.05.2020
36
30.504
4
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Dieses Kapitel
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29.12.2019 883
 
Sicht Yukine:

Vor meinen Augen spielte sich eine grausame Szene ab. Ich stand in einem großen Raum und sah Amaya verwundet auf dem Boden liegen. Sie schien Höllische Schmerzen ertragen zu müssen, denn sie Schrie und windete sich vor lauter Schmerzen. In diesem Raum standen noch weitere Personen. Eine davon war Kasai. Die anderen zwei waren ein 10 Jähriger Junge und ein um die 40 Jahre alter Mann der eine Waffe auf Amaya richtete.

Er schoss. Einmal. Zweimal. Dreimal. Es waren zwar nur Streifschüsse, aber dennoch sah es sehr schmerzhaft aus. Amaya konnte sich kaum noch bewegen und der Mann schien scheinbar großen Gefallen daran zu finden ihr Schmerzen zu zufügen. Aber ich konnte nichts tun. Ich konnte meinen Körper weder spüren noch bewegen. Auch sprechen konnte ich nicht.

Aber dann sprang Amaya plötzlich auf und rannte zur Tür. Aber der Mann schoss und traf sie in den Rücken. Vor Schmerzen schrie sie auf, rannte aber weiter. Der Mann rief irgendetwas hinterher, aber ich verstand ihn nicht. Ich konnte kein Wort verstehen. Alles was ich hörte war ein Rauschen. Und dann viel ich. Ich viel in die pure Dunkelheit.

Ruckartig richtete ich mich auf. Ich saß kerzengerade im Bett und hatte meine Hand nach vorne ausgerichtet. Tränen liefen mir über die Wangen. Es war nur ein Traum. Nur ein verdammter Traum. Aber wieso wirkte er dann so real? War es etwa doch kein Traum? Und wer war dieser Mann? War das etwa ihr Vater?

Ich atmete laut ein und aus. Die Panik und Angst wahren mir deutlich in’s Gesicht geschrieben. Ruhig bleiben. Warte! Wie spät wahr es eigentlich? Schnell suchte ich nach einer Uhr. Kurz vor 12 Uhr. Verdammt. „Yukine? Bist du endlich wach?“, rief Daikoku von unten. „J-ja. Ich komme gleich.“ Ich rieb mir den Kopf. Das wahr alles aber kein Traum. Nein! Das musste etwas anders sein. Vielleicht wissen die Anderen ja was das war.

Schnell zog ich mich an  und ging nach unten. Das Frühstück konnte ich schon einmal vergessen. So kurz vor dem Mittagessen geht das eh nicht. „Guten Morgen du Schlafmütze.“, trällerte Kofuku fröhlich. „Morgen“, grüßte ich zurück. „Sag mal was sollte das von gestern Nacht den?“ Irritiert sah ich Yato an. „Was meinst du?“ Das wahr die wohl dümmste Frage die gerade stellen konnte. „Du hast mir gestern Nacht ziemlich zugesetzt. Hast du schlecht geträumt oder sowas?“, maulte er.

Etwas verwirrt schaute ich in die Runde. Daikoku schien dies zu verstehen. „Du kannst deinen Herren auch wenn du Träumst oder Schlafwandelst stechen.“, klärte er mich auf. Ich nickte. Etwas schuldbewusst schaute ich auf die Tischplatte. „Also hattest du einen Albtraum Yuki? Du solltest es uns besser jetzt erzählen als nie. Sonst schadest du Yato vielleicht nur noch mehr.“, kam es von der anderen Seite des Tisches.

Kofuku hatte Recht. Wenn nicht jetzt wann dann? „Ich hatte gestern Nacht tatsächlich einen Albtraum. Aber trotz der Tatsache das es einer zu sein schien hat es sich nicht wie einer angefühlt. Es hat sich wie ein Reales Ereignis angefühlt.“ Die Anderen schauten mich mit gemischten Blicken an. Kofuku schaute mich besorgt an, während Daikoku und Yato sich nachdenklich anschauten. „Worum ging es den in dem Traum?“, fragte Daikoku nach ein paar Minuten des Schweigens.

Ich zuckte kurz zusammen. Die Bilder von gestern Nacht kamen mir wieder in den Sinn. Sie sahen so schmerzhaft aus. Eine enorme Last legte sich auf meinen Körper. „Mann Yukine, lass es bitte.“, schrie Yato plötzlich. „Tut mir leid.“, sagte ich schuldbewusst. Ich muss mich beruhigen. Tief ein und aus atmen. So lange bis es wieder geht… Okay.

„Ich habe gestern Nacht von Amaya geträumt.“, fing ich an. „Ich habe geträumt dass sie von Kasai und noch zwei anderen Personen angegriffen wurde. Sie wurde schwer verletzt hat es auch geschaft zu fliehen, aber…“ „Aber?“, wiederholte Kofuku. „Weiter kam ich nicht. In dem Moment bin ich aufgewacht. Ich konnte nichts tun. Ich wollte etwas tun, konnte es aber nicht. Ich habe mich so schwach und nutzlos gefühlt als ich sie so sah.“ Tränen brannten in meinen Augen und warteten nur auf den Befehl heraus zu kommen.

„Das hört sich für mich nach einem Zukunftstraum an.“, meinte Daikoku nachdenklich. Zukunfts- was? Fragend schaute ich in die Runde. „Das ist ein Traum bei dem man zukünftige Ereignisse sieht.“, klärte mich Kofuku auf. „Solche Träume werden ausgelöst wenn du große Sorgen um eine dir wichtige Person machst. Es gibt aber auch andere Auslöser. Zum Beispiel aus Angst vor einer Prüfung oder durch Personen. Normalerweise haben meist nur Menschen diese Träume, aber sie vergessen sie nach dem Aufwachen sofort wieder. Das Shinki sie haben ist sehr selten.“, erklärte Daikoku.

„Heißt dass das was ich gesehen habe wird passieren? Kann man nicht dagegen tun?“, platze es sofort aus mir heraus. „Nein. Das was man sieht wird passieren. Die Frage die du die lieber stellen solltest ist wann. Ich schlage vor das du jetzt erst einmal frische Luft schnappen gehst und deinen Kopf frei machst.“ Klagend deutete Yato auf die Tür.

„Na gut.“, seufzte ich und machte mich auf den Weg nach draußen. „Ach und heute Abend kommen die Anderen wieder vorbei. Bishamon hat Kasai mal einen Besuch abgestattet.“, rief Yato mir hinterher. „Okay.“, antwortete ich kurz. So machte ich mich auf den Weg. Noch keine Ahnung wohin…
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