Stormy Affair

GeschichteRomanze / P18
Edward Anthony Masen Cullen Isabella "Bella" Marie Swan
10.08.2019
23.09.2019
45
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Frisch aus dem Urlaub melde ich mich mit der Fortsetzung von Frosty Affair zurück.

<3

Es fängt ganz harmlos an … Ich hoffe, Ihr habt Spaß! <3

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Prolog

Bella


»Tus doch einfach!«

Ein Seufzen oder ein Stöhnen – irgendwas dazwischen ist es. Da kommen Töne aus meinem Mund, die ich nicht beabsichtigt habe, die ich nicht erzeugen wollte, die mich mit Sicherheit entlarven, aber es ist mir egal.

ALLES ist mir egal, wenn er es doch nur endlich tun würde.

Dieser blauäugige Dämon mit diesem verboten schönen Gesicht, mit der verirrten Haarsträhne, die ihm in die Stirn gefallen ist, und mit diesem spöttischen, fast herablassenden Ausdruck, mit dem er mich immer betrachtet.

IMMER!

Tu es, wispere ich weiter, ohne dass er es hören kann. Der Satz verselbstständigt sich in meinem Kopf, wird zu einem Mantra, das mich gefangen hält, während ich glaube, vor Verlangen einfach so zu zerfließen, während mein Unterleib pocht, während meine Brustwarzen sich zusammenziehen, während ich so bereit und sehnsüchtig vor ihm liege.

Nackt.

Wehrlos.

So furchtbar grausam entblößt.

Er steht vor mir, die Augen auf mich gerichtet, aber nicht desinteressiert. Mir macht er nichts vor. Er ist ein Arsch, ein Bastard, einer, der sich daran weidet, mich leiden zu lassen, so wie jetzt gerade.

Aber ich lasse ihn nicht kalt, das habe ich nie. Ich kenne die Macht, die ich über ihn besitze.

Geht sein Atem schneller?

Sind seine Lippen trocken, weshalb er sich rasch mit der Zungenspitze darüberstreicht?

Und funkeln seine Augen? Funkeln auf diese besondere Art, die für Cullen Sex bedeutet, die zeigt, was er will, auch wenn sein Mund wieder etwas anderes sagt, wenn seine Miene mir das Gegenteil vormachen will.

Tu es! Tu es! Tu es, verdammt noch mal!

Mein Herz pocht wie verrückt, in einem Stakkato, das unmöglich gesund sein kann, meine Fingerspitzen zucken, wollen mich selbst berühren, wollen mir ein wenig Linderung verschaffen, wollen ihn gleichzeitig anmachen, ihm zeigen, was ihn erwartet, wenn er doch nur endlich nachgibt.

Baby, es ist das Paradies.

Komm und hol es dir.

Komm und nimm es dir.

Er ist so nah und doch so weit entfernt, und mir ist, als würde es mir mein Stakkato-Herz zerreißen, weil er mich leiden lässt. Als würde er immer und immer wieder mit einem spitzen und so stumpfen Dolch auf mich einstechen.

Ein gewissenloser, skrupelloser Bastard, dem es immer egal war, was ich fühle.

Ich würde mein Leben für eine Umarmung geben. Scheiß auf den Sex, wenn er mich nur berühren würde, mir ein wenig von sich, seinem Körper, seiner Aura seines SEINS schenken, mir ein wenig von sich abgeben, wo er von mir doch alles bekommen hat.

Sprichwörtlich alles.

Mein Mantra hat sich verändert.

Bitte, flehe ich, stumm formen meine Lippen dieses eine Wort und lassen einige weitere folgen.

Bitte, lass mich nicht allein.

Bitte, lass mich hier nicht so liegen, so fucking allein.

Spring einmal über deinen verdammten Schatten und sei ein Mensch.

EIN MENSCH, Cullen!

Hatte ich Hoffnung?

Habe ich mir wirklich eingebildet, es würde diesmal anders werden?

Dachte ich wirklich, er könnte sich ändern, könnte ein wenig weniger arschig sein, könnte tatsächlich zum Menschen mutieren?

Wenn ja, dann bin ich noch immer genauso dumm wie damals, als er mich zum ersten Mal verließ.

Ein bösartiges Grinsen breitet sich auf seinem Gesicht aus, entstellt es, nimmt ihm seine Schönheit, die Schönheit, die ich so sehr liebe.

Und er weicht von mir zurück, Bosheit hat das Verlangen in seinen Augen abgelöst, der Wunsch, zu verletzen, während er im Schatten verschwindet, der mein Bett umgibt. Während er sich aufzulösen scheint, erst zu bloßen Schemen wird und schließlich tatsächlich weg ist.

Ich richte mich auf, Entsetzen hat mich gefangen genommen.

Ich bin nackt?

Ist mir egal!

Hastig will ich aufspringen, will ihm nachrennen, auch wenn ich dafür diese gefürchtete Schwärze betreten muss. Es ist mir egal. Wenn dort Monster lauern, werde ich es mit ihnen aufnehmen oder eben an ihnen zugrunde gehen was ist schon ein blutrünstiges Monster gegen die Aussicht, ohne ihn leben zu müssen?

Doch ich kann dieses verdammte Bett nicht verlassen, schaffe es nicht, auch nur einen Fuß auf den Boden zu bringen. Ein Boden übrigens, auf dem es vor Schlangen und anderem Ekelgetier nur so wimmelt. Ich kann tatsächlich hören, wie sich ihre schleimigen Leiber auf dem Stein entlang bewegen.

Lauernd.

Hungrig.

Ich bin wie gefesselt, obwohl keine Handschellen oder Seile zu sehen sind, kann mich kaum bewegen. Ein Knebel muss auch mit im Spiel sein, denn zunehmend fällt mir das Atmen schwer und mit jeder vergehenden Sekunde scheint mein Bewegungsspielraum etwas kleiner, scheint meine Freiheit etwas eingeschränkter, während er verschwindet und ich nur noch sein leises, spöttisches Lachen hören kann.

Eines, das gruselig hallt der Teufel verschwindet von der Bühne und lässt mich allein zurück.

Allein

So grausam allein