Missing you

von Tiana96
OneshotRomanze, Schmerz/Trost / P16
Vampire
10.08.2019
10.08.2019
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Seit seine Schöpferin, seine Geliebte von den Menschen heimtückisch ermordet und an einem Kreuz aufgehängt wurde, befand sich ihr Sprössling in einem Blutrausch. Die Stadträtin die ihm vor seiner Verwandlung den Auftrag gegeben hatte, nahm er sich als erstes vor. Eines Nachts stand er in ihrem Schlafzimmer, seine roten Augen leuchten bedrohlich und waren von silbernen Blitzen durchzogen welche seinen Hunger verrieten. Seine Kleidung war zerfetzt und hing in Fetzen an seinem Leib herunter, sein Gesicht und Körper waren rot verschmiert vom Blut seiner Opfer. In der einen Hand hält er einen seltsamen Dolch in der anderen eine Metallpeitsche. Beides lässt er jetzt fallen und kommt knurrend auf die Stadträtin zu, die sich jetzt angsterfüllt in ihrem Bett aufsetzt.

Als die Gestalt am Bettrand steht, packt er sie am Knöchel und zieht die jetzt kreischende und vor Angst zappelnde Vorsitzende übers Bett zu sich heran. “Ihr habt mir alles genommen was ich liebte, eure Bestrafung folgt auf dem Fuße. Das Urteil lautet Tod!“, knurrt er gefährlich ruhig, greift die Vorsitzende, die jetzt wie wild zappelt, an der Kehle und hebt sie gnadenlos hoch. Ihr Blick ist panisch, verzweifelt sucht sie nach einem Ausweg in ihrer ausweglosen Situation. Der Vampir grinst nur abfällig und entblößt dabei gefährlich lange und Spitze Eckzähne, die sich jetzt zu ihrer vollen Länge entfaltet haben. Der Anblick ihrer Halsschlagader lässt ihn wieder grinsen, fast schon zärtlich schnuppert er an ihrer Haut und leckt einmal kurz über die Ader, die verlockend unter der Haut pocht. “Oh Euer Blut wird mir schmecken. Doch seid beruhigt, Ihr werdet nicht leiden. Zumindest nicht sehr“, flüstert er leise in ihr Ohr.

Diese wehrt sich jetzt nur noch schwach, ihr Widerstand hat deutlich nachgelassen. “Menschen sind schwach, neidisch und dumm“, meint die Gestalt leise, noch immer am Ohr der Vorsitzenden. “Sie haben es verdient zu sterben.“ Mit diesen Worten versenkt er seine Fänge gnadenlos und gewaltsam in dem Hals seines Opfers, das jetzt laut aufschreit und versucht sich zu befreien. Ja, wehr dich nur, schrei so laut du kannst. Es wird niemand kommen!, denkt er und beißt noch fester zu. Nach und nach hört die Frau auf, sich zu wehren und hängt schließlich regungslos an seiner Hand. Genüsslich knurrt die Gestalt, das Blut der Frau schmeckte vorzüglich und war von bester Qualität.

Als er endlich von der Vorsitzenden ablässt, sind die silbernen Blitze in seinen Augen verschwunden und die Augen der Vorsitzenden starren leblos in die Ferne. Zufrieden wischt der Vampir sich den Mund ab und grinst. Abfällig wirft er den Körper der Vorsitzenden wie eine Puppe zur Seite, wo sie auf dem Bett landet. Schließlich hebt er seine Waffen auf und geht wieder zur Balkontür und stellt sich auf das Geländer. Wie ein Schatten des Todes steht er da, der Nachthimmel zeichnet sich vor ihm ab, der Vollmond scheint herab und beleuchtet die Gestalt. Mit glühendem Blick schaut er noch einmal zurück, seine Augen blitzen rot in der Dunkelheit. Dann schaut er nach unten auf den Hof, über hundert reglose Körper liegen dort übereinander. Der Boden ist verschmiert mit Blut und der Boden leuchtet rot im Licht des Vollmondes. Die Wachen der Vorsitzenden haben sich nach bestem Willen gewehrt, jedoch kommt nichts und niemand gegen einen wütenden Vampir an. Noch einmal schaut der Vampir zurück, dann nach oben in den Himmel.

“Ich werde weiter führen was du begonnen hast, liebste Victoria“, dann ist er verschwunden.
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