DARK DREAM

von Milacchi
GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P16 Slash
Gestaltwandler Vampire
09.08.2019
10.09.2019
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Kapitel I




Äste, Schlamm, Wind, Erde, Blätter und Blut. So viel Blut. Die warme Flüssigkeit fließt meine Arme entlang von den Handgelenken bis zum Ellenbogen und tropft anschließend auf den feuchtkalten Boden. Im der ferne höre ich sie schon, meine Verfolger. Diese Monster! Ich muss hier weg. Ich schneide die Wunde an meinen Gelenken noch tiefer mit meinen Nägeln ein. Es ist noch nicht genug, ich brauche mehr Blut. Ich möchte diesem Leben ein Ende bereiten.

Ich lasse meine Hände gekreuzt über meine Unterarme gleiten und verschränke die Finger und Handflächen anschließend ineinander.

Halte den Wunsch in dir fest und bete. Bete so fest du kannst damit sich deine Kräfte aktivieren. Die Kräfte, die du so sehr verfluchst. Nutze sie ein letztes Mal.

Das Blut leuchtet kurz tiefrot auf und mein Körper beginnt zu brennen. Er brennt von Innen und bereitet mir starke Schmerzen. Schneller, sie kommen näher! Ich will nicht wieder zurück! Das brennende Gefühl wandelt sich in eisige Kälte und für einen kurzen Augenblick bin ich von dieser Welt verschwunden. All meine Kraft ist mir entronnen, jetzt nicht nur die Mentale, sondern endlich auch die Physische und Magische.

Gott sei Dank, es hat funktioniert.

Mit allem was mit jetzt noch bleibt richte ich mich auf und stolpere weiter und weiter so weit ich eben kann. Ich muss mich noch weiter von dieser Hölle entfernen, weit, weit weg.

Schlamm bedeckt meine Füße, inzwischen fast komplett und auch Shorts und Shirt sind lange nicht mehr so blendend weiß wie sie ursprünglich waren. Trotz meiner Situation huscht mir ein Lächeln über das Gesicht. Bisher hatte ich es nicht bemerkt, aber hier riecht es wunderbar. Der Wald gibt mir bereits jetzt ein Gefühl von Freiheit und Geborgenheit. Wie weit bin ich bisher gekommen? Ich höre sie nicht mehr, sodass sich ein wenig Erleichterung in mir ausbreitet.

Ich kann die Augen kaum noch offenhalten und erblicke deshalb kaum die Häuser, die hinter dem Wald stehen. Mit meinem letzten Schritt rutsche ich die Erhöhung, die Stadt von Wald trennt hinunter und komme liegend auf dem Boden auf. Den Aufprall verspüre ich durch meinen Blutverlust und die Schmerzen in meinem Kopf nicht mehr. Nur noch ein paar Meter! Der Versuch mich aufzurichten misslingt mir und so probiere ich meine Arme zu bewegen, um mich wenigstens voran ziehen zu können.

Nach einem Meter kommt mein Körper zum erliegen und mir wird nun endgültig schwarz vor Augen.

Ich hoffe, dass hat gereicht…
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