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Sei Frei

von SugerCat
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Diego Ellie Manni Shira
09.08.2019
09.08.2019
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3.291
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"Wenn das so weitergeht erlegt sie noch alles in der Gegend. Nicht das es mich stört, dass sie hilft unsere Nahrungsvorräte für den Winter zu vergrößern." Manfred der Anführer ihrer kleinen Siedlung, zog einen seiner besten Freunde zur Seite, um mit diesem über dessen neue Freundin zu sprechen. Diego lautete der Name des Mannes, der nur widerwillig seine Augen von einer Frau mit langen schwarzen Haaren abwenden konnte. Alles an ihr schrie Kämpferin und das man sich fern halten sollte. Doch sie konnte auch das freundlichste Lächeln der Welt haben. Wenn auch ein wenig schüchtern, aber auch er musste ein wenig seine Mundwinkel anheben, wenn er sah, wie Shira mit Kindern umging, die nach einer erfolgreichen Jagd neugierig auf sie zu rannten. Die meisten fanden es toll, dass eine Frau alleine so viel jagen konnte. Dabei musste Shira das nicht mehr tun. Allein sein.

"Aber?" Endlich schaffte es der Jäger, seinen Kumpel anzusehen, der etwas größer war als er.

"Aber sie sollte sich nicht überanstrengen." Fügte Manni hinzu, denn ja es war gut, viel Nahrung zu haben, aber schlecht, wenn sie mit der Verarbeitung nicht hinterher kommen und das tote Fleisch in der Sonne liegen musste.  

"Kommt das Thema von Ellie?" Würde sich erkundigt und der Größere nickte nur, denn natürlich kümmerte sich die Frau des Häuptlings um alle ihre Leute, wenn es mehr um seelische Probleme ging. Während Manni nichts dagegen hatte, dass die ehemalige Piratin bei der Jagd behilflich ist, sah seine Ehefrau dass diese das eher langsam aus Frust tat. Auch er musste das wohl einsehen und sah sich gezwungen, mit Diego darüber zu sprechen. Weshalb er nun hier stand und nicht nachsehen konnte, was seine Tochter schon wieder anstellte. Ja, er versprach verständnisvoller zu sein, aber das hieß noch lange nicht, dass er nicht nach ihr sehen konnte, wenn er es wollte. Nur um ganz sicher zu gehen, dass einer dieser Jungspunde sich zu viel erlaubt. Aber Manfred fiel auf, dass er abschweift und eigentlich noch mehr erklären sollte.

"Sie macht sich Gedanken um Shira, ob sie sich wirklich bei uns wohlfühlt. Schließlich schlug ihr Leben plötzlich drastisch um. Du brauchtest damals auch noch ein wenig Zeit, um dich daran zu gewöhnen. Ich weiß, ihr beide habt nicht gerade eine leichte Vergangenheit hinter euch. Aber vielleicht eine bessere gemeinsame Zukunft."  

"Ich denke wir bleiben nur Freunde.." Antwortete Diego und der Größere rollte darauf mit den Augen.

"Natürlich. So wie dein Blick den ganzen Tag an ihr hängt, wird sie niemals Verdacht schöpfen. Aber du bist bestimmt nicht der einzige hier, der fasziniert von ihr ist." Denn jeder sieht sich im Herbst nach einem Mann oder Weib um, damit man in den kalten Wintertagen nicht allein ist. Was er verstehen konnte, aber seine Peaches ist noch zu jung für so was. Deswegen wird er dafür sorgen, dass jeder Kerl sich von ihr fernhält.  

"Was?" Das geschockte Gesicht seines Freundes brachte den Häuptling wieder in hier und jetzt.

"Früher oder später, werden auch andere merken dass da absolut nichts zwischen euch läuft und das ausnutzen. Auch wenn du sie bewachst, wie ein wildes Tier seine Beute. Irgendwann wirst auch du unachtsam." Damit schlenderte Manni davon und der zurückgebliebene blickte kurz irritiert hinterher.

"Ich bewache sie überhaupt nicht." Murmelte Diego in seinen Bart, bevor er wieder zu ihr herüber blicken wollte. Nur um zu merken, dass Shira gar nicht mehr da stand. Eilig sah er sich mehr nach ihr um und fand sie dann noch auf der anderen Seite vom Platz. Sein Kumpel hatte recht, andere Männer sahen ihr wirklich auch hinter her. Er war so dumm zu glauben, dass sich an sie keiner heran traut bis...Na ja, bis er den Mut aufbringt, sie zum umgarnen. Das letzte Mal, dass er so was tat, war eine Weile her und das endete auch nicht gut. Aber das war alles Vergangenheit. Sie beide führten doch schon gute Gespräche miteinander. Leider war es völlig in Ordnung mit ihr freundschaftlich zu sprechen, aber er konnte nicht im selben Tonfall erwähnen, ob sie zwei den Winter zusammen verbringen sollen. Ihre Behausung wirkte auch nicht so winterfest. Bis jetzt musste die Frau sich auch nie um ein festes Heim kümmern.

Diego schaffte es einen Säbelzahntiger zu erlegen, da würde er es wohl fertig bringen, Shira den Hof zu machen. So schlecht wird das schon nicht enden. Im schlimmsten Fall wird er neben dem silberfarben Säbelzahnfell in ihrer Hütte liegen, das sie früher immer trug um Leute abzuschrecken. Selbst ohne konnte sie mit einem einzigen Blick gefährlich sein und jemanden Angst einjagen.

„Wenn du nichts zu tun hast, dann passe auf das Sid das Fleisch nicht wieder versaut. Ich weiß, er möchte auch helfen, doch ich möchte im Winter auch etwas essen.“ Ellie schritt an seine Seite und folgte dann seinen Blick.

„Hat Manni schon mit dir geredet.“ Darauf nickte der Mann.

„Es ist schön, dass sie auch den Mädchen vom der Siedlung zeigt, wie sie sich allein da Draußen durchschlagen können, wenn es sein muss. Viele Kerle halten ja uns für zu schwach.“ Erklärte sie und sie blickt auf die Leute, die alle mit anderen Dingen beschäftigt waren, in Vorbereitung auf den Winter.

„Du weißt, dein Mann meint das nicht so. Sein Beschützerinstinkt ist halt sehr ausgeprägt.“ Versuchte Diego seinen Freund zu verteidigen, denn er hatte immer das Gefühl dies tun zu müssen. Irgendwas gab es in Manfreds Vergangenheit, das ihn manchmal sehr übereifrig werden ließ, was seine Familie anging. Der Jäger sprach nie wirklich mit dem Größeren darüber, aber sie alle hatten eben eine harte Zeit hinter sich.

„Dennoch bin ich Shira und dir dankbar, dass ihr meiner Tochter ein wenig mehr zu Seite steht, wenn es um die Jagd geht. Wenn es nur nach Manni gehen würde, wird Peaches vielleicht in zehn Jahren einen Mann treffen dürfen, der gut ausgewählt wurde und dieser muss sie dann versorgen. Dabei wissen wir doch alle, dass sie sich schon längst dabei ist sich zu überlegen, ob sie diesen Winter mit einen Jungen verbringen soll. Da hilft es auch nicht, dass der große Häuptling versucht alle jungen Männer fern zu halten.“

„Du weißt, Shira macht das gern. Aber vielleicht sollte jemand unserem Anführer vermitteln, dass Peaches bester Freund auch langsam ein Mann wird.“ Diego kam nämlich nicht drum herum, wie Manni den Jungen vollkommen ignoriert, wenn es darum geht seine Tochter zu schützen. Louis war im Gegensatz zu den anderen noch ein wenig zurückhaltend. Auch wirkte dieser auf den ersten Blick nicht besonders stark. Es erinnerte Diego an sich selbst, als er noch Jung war und noch nicht richtig wusste, wo seine Stärken lagen. Er hörte von Peaches, dass ihr Freund das mit dem Jagen noch nicht so gut drauf hat, aber dafür soll er recht talentiert im Fischen sein.

„Bloß nicht! Das arme Mädchen nur noch ihren besten Freund für ihre Freizeit, um sie davon abzulenken, dass alle anderen schon daran denken sich zu vermählen oder zumindest den Winter zusammen verbringen. Ich sehe jetzt schon, dass wir nächsten Sommer viel mehr Nachwuchs in der Siedlung haben werden.“ Damit stieß die Frau des Häuptlings dem Jäger mit den Ellbogen leicht in die Seite und grinste ihn leicht an. Erst verstand er ihre Anspielung nicht, aber dann folgte ein leichtes Nicken in die Richtung von Shira's Behausung. Verlegen drehte der Mann sich von ihr Weg und hielt sich die Hand ins Gesicht, damit niemand sieht, wie peinlich ihm das ist.

„Ellie wir haben nicht..Ich habe schon zu deinem Mann gesagt, dass wir nur Freunde sind.“ Die Frau neben ihm war echt unmöglich und ihr Grinsen wurde auch noch breiter.

„Natürlich. Deswegen ziehst du sie immer mit deinen Augen aus, wenn sie halb verschwitzt von einem erfolgreichen Rundgang wieder kommt. Vor zwei Tagen, wolltest du doch bestimmt näher an sie herantreten und nachzusehen wohin die Schweißperlen vom Gesicht verschwinden.“ Auf das Gesagte stieg noch mehr Hitze in sein Gesicht, denn er dachte so etwas in Tat schon einmal. Aber Ellie musste es ja nicht unbedingt aussprechen.

„Du solltest lieber selber nachsehen, das Sid nicht die ganzen Kräuter aufbraucht, bei dem was er da drüben macht.“ Versuchte Diego sie vom Thema abzulenken.

„Gib dir einen Ruck und rede mit ihr. Du musst dich ja nicht gleich mit ihr Vermählen. Sid stecke das nicht in den Mund!“ Der letzte Satz ging an den Tollpatsch, vor einigen Damen angeben wollte und sich nun eine Chilischote in den Mund stopfte. Nichts Neues von dem Kerl. Zumindest hat sein Kumpel in den letzten Tagen nichts abgebrannt. So sehr es ihn auch amüsierte, Sid dabei zu beobachten wieder dieser dummes Zeug tat, jetzt musste er wohl oder übel andere Sachen tun. Nachher kam es Ellie nur in den Sinn, ihn nochmal zu necken.

Selbstverständlich möchte er gern mit Shira zusammen sein, doch er wollte die Frau zu nichts drängen. Sie sollte sich erst einmal hier eingewöhnen. Vielleicht spricht er mal mit ihr über diesen Jagdrausch. Sonst gibt es bald wirklich keine Tiere mehr in der Nähe.

Er entschied sich dazu, sich in die Nähe ihrer Behausung zu setzen um noch etwas über seine Vorgehensweise nachzudenken. Damit es nicht zu sehr aussah, als würde auf sie warten. Nahm er sich etwas Holz um herauszusuchen welche Zweige gut für Speere geeignet waren. Die jungen Jäger waren eben noch nicht so schnell geübt darin und deswegen brachen die Jagdwerkzeuge mal schnell oder landeten an Stellen, wo man sie nur schwer wiederbeschaffen konnte. Diego selbst besaß auch drei Speere, obwohl nur einer zum Jagen benutzte. Die anderen zwei konnte er einfach nicht wegwerfen, weil da zu viele Erinnerungen daran hingen. Einen bekam er von seinen Vater, mit dem er auch sein erstes Reh erlegte.

Der andere gehörte Soto und er behielt dieses verdammte Ding bestimmt nicht, wegen den schönen Zeiten. Nein, das wertlose Stück Holz hob er auf, um sich immer daran zu erinnern, wie leicht es doch ist im Leben vom Weg abzukommen. Ja, jeder soll selbst entscheiden, doch niemand hatte das Recht Leben anderer Menschen so auszulöschen, wie sie es damals taten. Noch heute bekam er Alpträume davon. Dabei wollte er immer nur überleben, aber nicht sein Leben über das von anderen stellen. Das Leben schien einfach, wenn man sich nahm was man wollte und wann man es wollte. Nie wollte er wissen, wessen Blut alles an Soto's Speer klebte, aber wie lange hätte er das Spiel dieses Wahnsinnigen noch ausgehalten, wenn Manni und Sid nicht aufgetaucht wären? Hätte er die ganze Sache selbst irgendwann beendet und hat er damals nur darauf gewartet, dass jemand ihm die Entscheidung abnimmt und ihm das Leben aushaucht? Er wusste es nicht mehr und wollte es nicht mehr wissen.      

„Sammelst du neuerdings Äste?“ Eine Stimme brauchte ihn aus seinen Gedanken und er blickte auf. Die Frau, mit der er reden wollte, blickte leicht grinsend auf ihn hinab. Auch bemerkte er, dass es langsam dunkel zu werden scheint.

„Bei deinem Jagdstiel muss ich mir ja eine neue Beschäftigung suchen.“

„Sehr charmant. Aber möchtest du mir rüber zum See kommen?“ Darauf legte er seine halb fertigen Speere bei Seite und erhob sich. Ein Spaziergang mit ihr durch das Unterholz, ist vielleicht keine gute Idee, aber als er den Mond blickte, wurden seine Schritte ein wenig schneller. Denn nun wusste er, dass sie besser sehen konnten und er musste keine Fackel entzünden. Der See war zwar nicht weit von ihrer Siedlung entfernt, doch jedes Tier ging dort trinken, deswegen wohnten sie auch nicht zu nahe dran.

„So da du schon eine Weile bei...uns..wohnst..Was tust du da?“ Eilig wendete er sich von ihr ab, als er richtig begriff, dass sie anfing sich zu entkleiden.

„Gehst du immer in dem ganzen Zeug baden?“ Erkundigte sich die Stimme hinter ihm belustigt. Irritierte sie das gar nicht, dass er, ein Mann neben ihr stand, während sie nackt baden gehen wollte, fragte sich Diego. Also er stieg auch meistens unbekleidet ins Wasser. Aber das letzte Mal, als er nicht allein ins Wasser stieg, tat er dies mit seinen Freunden, als sie sich auf der Reise in einem Fluss erfrischen wollten.

„Sag bloß, du bist schüchtern? Oder hast du vielleicht noch nie eine Frau so gesehen?“ Er vernahm schon das Plätschern vom Wasser, dass ihm verriet, dass Shira schon in den See schritt. Ihr Ton immer noch neckend und gleichzeitig herausfordernd.

„Eigentlich wollte ich mit dir über etwas reden.“ Versuchte er sich zu erklären und hoffte von der Situation abzulenken. Schließlich konnte er auch so ein ganz normales Gespräch unter erwachsenen führen. Es machte ihm absolut nichts aus, dass sie hinter ihm unbekleidet im Wasser stand. Dann schritt sie auch noch wieder aus dem Wasser.

„Möchtest du dich nicht wieder zu mir umdrehen?“ Oh nein, sie stand nun viel näher an ihm dran, als vorher. Was hatte sie nur vor? Wollte sie ihn etwa verführen? Wieso?

„Ich..“ Für einen Moment war er sprachlos, denn sie schlang plötzlich von hinten ihre Arme um ihn.

„Es ist in Ordnung, wenn du mich nicht dauerhaft willst. Aber könnte ich dich wenigstens um eine Nacht bitten.“ Das konnte nicht ihr ernst sein, dachte der Mann und schüttelte sie ab. Nur im sich im selben Moment herum zu drehen. Nicht einen weiteren Moment ließ er vergehen und er schloss sie nun in seine Arme. Mit einer Hand strich er ihr über den Kopf, die andere an ihrem Rücken.

„Bitten? Du musst mich um gar nichts bitten. Alles tue ich was du verlangst, sobald du es nur aussprichst. Alles, hörst du. Aber bitte, tue mir das hier nicht an. Ich bin auch nur ein Mann. Wir sind gute Freunde und ich will nicht, dass du morgen herausfindest, dass es ein Fehler war.“ Es würde ihm das Herz brechen, wenn das geschieht. Lieber lebt er für immer auf Distanz, als zu riskieren sie ganz zu verlieren.

„Ich bin so froh.“ Vernahm er es leise an seinem Ohr. Verwundert ging der Jäger ein wenig zurück, ließ sie aber nicht los. Darauf gab es die nächste Überraschung, als er zwei Lippen auf seinen spürte. Flüchtig genoss er den Kontakt, stieß sie dann aber an den Schultern ein wenig von sich.

„Shira?“ Fügte er fassungslos hinzu und leckte sich instinktiv über die Lippen. Verdammt, er wollte mehr. Viel mehr. Er sollte nicht hinunter sehen, denn das half in der Situation nicht weiter.

„Du willst mich.“ Stellte sie erfreut fest.

„Ja, natürlich will ich dich. Du weißt gar nicht, wie schwer es ist, manchmal in deiner Nähe zu sein.“ Shira verschränkte die Arme vor ihrer Brust, drehte sich weg und tat so, als wäre sie ein wenig wütend.

„Das kannst du aber sehr gut verstecken. Ich dachte, du wärst nicht an mir interessiert, weil ich nicht wie die anderen Frauen in der Siedlung aussehe.“ Diego wusste sofort, wie sie das meinte und berührte sie an der Schulter, um sie wieder dazu zu bringen ihn anzusehen.  

„Du bist die schönste Frau die ich jemals zu Gesicht bekam. All die Narben an dir machen dich nur noch reizvoller. Ich kann es nicht erwarten, jede einzelne zu betrachten und ihre Geschichten zu hören. Außerdem...“ Er brach ab, als er anfing auch alles abzulegen. Diego fand, er war hier derjenige der hier nicht als schönster Mann durchging. Drei nicht kleine Striche zogen sich von seiner Stirn über seinen kahl rasierten Kopf. Narben die er von einem Säbelzahn davon trug. Nicht die einzigen von dem Tier an seinem Körper.

Stumm sah er zum See, als auch er nackt vor ihr stand. Er versuchte fair zu sein, aber nun wusste er nicht so recht, ob das eine gute Idee war.

„Ich will nicht, dass du aus Dankbarkeit mit mir zusammen bist. Verstehst du?“ Er konnte ihr dabei nicht einmal ins Gesicht sehen. Er war so ein Feigling

„Dankbar? Oh, für die Rettung von Utans Mannschaft. Ja, ich muss zugeben, so etwas zog ich vor einiger Zeit noch in Erwägung.“ Er wusste es doch, dass sie nicht so fühlte und sich nur bedanken wollte.

„Aber du bist ja stur. Du bist nicht wie jeder andere vor dir, zu mir gekommen und hast Dinge verlangt. Nein, du hast mich einfach in Ruhe hier leben lassen.“ Klang das gerade wie ein Vorwurf.

„Ich wollte doch nur, dass du dich hier eingewöhnst und weißt, dass du frei entscheiden kannst, was du tun willst. Ich will das du frei bist.“ Bei dem letzten Satz sah er ihr doch wieder ins Gesicht und bekam dafür ein warmes und schönes Lächeln.

„Seit ihr mich hier her geholt habt ist so viel Zeit vergangen. Ich habe gewartet, dass du etwas unternehmen würdest, wie einige andere Männer aus der Siedlung. Ich habe deine wütenden Blicke gesehen und dachte, dass du endlich reagieren würdest doch nichts geschah. Also fing ich an zu glauben, dass ich mir einbilde dass du mich manchmal mit deinen Augen ausziehst. Vielleicht weil ich es selber so sehr wollte.“ Diego seufzte, denn seine Kumpels, Ellie und einige mehr bekamen seine Blicke für diese besondere Frau auch mit. Wie sollte es ihr dann entgehen? So viel zum unbeobachteten Jäger. Eilig schritt er ins Wasser, denn ein wenig Scham kam doch in ihm hinauf. Shira besaß einen so intensiven Blick, da würde jeder Fels anfangen zu bröckeln.

Kaum war das Wasser über seiner Hüfte, berührte sie kurz seinen rechten Unterarm, um seine Aufmerksamkeit wieder auf sich zu ziehen. Der Mond wollte ihr anscheinend noch mehr Glanz verleihen. Als ob er nicht vorher schon von ihrer atemberaubenden Schönheit gefangen war. Sie sah nach unten und ihre linke Hand streifte flüchtig im Wasser seine Rechte.

„Und was machen wir jetzt?“ Mit der Frage kam sie langsam noch näher. Diegos Augen fielen wieder zu ihren Mund, doch zuerst ergriff er ihre Hand, die seine nicht in Ruhe ließ und legte sie auf seine Brust, wo sein Herz darunter nervös hämmerte. Entschlossen suchte er ihre Augen.

„Ich bin ein wenig aus der Übung, aber wenn du es mit mir versuchen möchtest..“ Er kam gar nicht zum Ende seines Satzes, als sie freudig lächelte, sich ihm an den Hals warf und ihm mit einem Kuss antwortete.

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Ich bin ein bisschen stolz auf die Story weil ich eine gefühlte Ewigkeit gebraucht habe mir vorzustellen, wie die alle aussehen so als Menschen. 'Aber du schreibst doch diese eine Story wo die Tiere schon fast menschlich sind, dann kann das ja nicht so schwer sein.' Mein Kopf funktioniert leider nicht so. Ich musste Detailiert wissen, wie jeder aussieht.
Shira hat auf jeden Fall schwarze lange Haare. Mit Absicht um ihre Narben zu vertsecken und um zu verführen, wenn es für Utan sein musste. Egal um zu stehlen oder den Kapitän zu besänftigen. Ja, sie hatte es schon nicht leicht. Und ja, das klingt nicht so kinderfreundlich, aber Diego und Shira haben ihr animalisches Selbst getötet. Während Diego nur noch das Fell in seinem Zelt/Behausung als Unterlage zum Schlafen besitzt, bewahrt Shira ihr Fell mit Kopf irgendwo auf. Sie trug das Ding gern auf dem Kopf wie eine Krone, wenn es darum ging als Piratin andere einzuschüchtern. Denn wer legt sich schon freiwillig mit einer Frau an, die eigenhändig einen Säbelzahntiger erlegt hat? Insperiert von dem Säbelzahn trägt sie im Kampf einen Handschuh mit Krallen daran. Erst dachte ich an Fingerkrallen aber solche Ringe rutschen ja dann doch leicht ab, wenn das Gestell nicht mit der ganzen Hand verbunden ist.
Das klingt jetzt vielleicht so, als wollte ich hier noch mehr Storys schreiben. Jup, das hab ich vor. Wenn mir eine gewisse andere unvollendete Ice Age Story mit ihren bewaffneten und ungeduldigen Fans nicht im Nacken sitzen würde. Warum lest ihr das alle? XD
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