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Katzenjammer

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Anthony Lockwood Der Schädelgeist George Cubbins Holly Munro Lucy Carlyle OC (Own Character)
08.08.2019
11.11.2019
22
23.085
3
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
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08.08.2019 686
 
Disclaimer: Für die komplette Geschichte gilt: die Charaktere gehören allesamt Jonathan Stroud (außer dem OC = Katze), aber die Idee für dieses kleine Geschichtensammelsurium gehört mir :)
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Geister zu jagen und fast täglich um sein Überleben zu kämpfen ist an und für sich ein Abenteuer, von dem nicht jeder erzählen kann. Ich kann das. Ebenso auch meine Kollegen George und Lockwood, der nebenbei auch unser Chef ist. Als George aber eines Tages auf der Rückkehr von den Archiven mitten aus einem heftigen Regenschauer ins Haus stürmte, ahnten wir nicht, welches Abenteuer damit für uns begann.

Breit grinsend stand er triefend nass gegen die Eingangstür gelehnt vor uns und öffnete dann seine Jacke. Darunter kam ein ebenfalls triefend nasses, braunes Fellknäuel zum Vorschein. Lockwood und ich runzelten nur die Stirn und beugten uns etwas vor, als uns plötzlich ein Paar goldener Augen vorsichtig entgegen blickte. Eine Katze.

„Wir behalten es auf keinen Fall!“, antwortete Lockwood sofort. Und dann miaute das nasse Ding. Und wie sie miaute. Ein erbärmlicheres und herzerweichenderes Geräusch hatte ich noch nie gehört.

Wider besseres Wissen lief ich ins Bad und holte zwei Badetücher. Als ich zurückkam und eines davon George reichte, war er gerade munter dabei mit Lockwood zu diskutieren, der seine Arme störrisch vor sich verschränkt hatte. Ich nahm George vorsichtig die Katze aus der Armbeuge und zu meinem Erstaunen, wehrte sie sich nicht. Stattdessen blieb sie stumm und ließ alles mit sich machen, als wüsste sie, dass ihr nichts passieren würde.

„George, wir sind eine Agentur, keine Tierauffangstation. Wir sind ständig unterwegs, was glaubst du wie das funktionieren soll? Wer kümmert sich darum?“
„Katzen brauchen nicht viel Pflege, sie sind selbstständig. Verwechsle sie nicht mit einem Hund!“
„Das wäre es ja noch besser gewesen! Aber meine Frage hast du trotzdem nicht beantwortet. Was sollen wir damit?“ Genau in diesem Moment blitzte es von außen einmal hell auf und nach einigen Sekunden hörte man ein tiefes Grollen von draußen kommen. Die Katze duckte sich und versuchte weiter ins Badetuch zu kriechen. Es begann sogar leicht zu zittern.

„Sag mir nicht, dass du es einfach wieder aussetzen willst. Bei diesem Sturm!“
„Das habe ich nicht gesagt-“
„Was ist, wenn es außerdem jemandem gehört? Was würdest du dann sagen?“
„Sie hat kein Halsband um.“
„Sie könnte gechipt sein.“ Noch ein Blitz ließ mich beunruhigt aus dem Fenster sehen. Wenige Sekunden darauf kam ein tiefer Donner und die Katze gab ein kläglich verängstigtes Miauen unter der Decke von sich. Sehr weit war der Sturm nicht mehr entfernt.

„Na gut, es kann bleiben! Aber nur so lange, bis wir den Besitzer gefunden haben!“, stieß er geschlagen hervor. George grinste triumphal und sah auf das Bündel in meinen Armen runter. Auch ich war zufrieden damit, auch wenn damit für uns ein Abenteuer begann, das uns zwar nicht in Lebensgefahr brachte (wie so üblich), aber dafür vor viele andere Herausforderungen stellte.



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Anmerkung zur FF:
Diese FF existiert genau aus zwei Gründen:
1.     Meine tiefe Zuneigung zu Jonathan Strouds „Lockwood und Co.“ (ich LIEBE es!) und
2.     Meine riesige Liebe zu Katzen! (und generell jedem Lebewesen)
Der Plot ist denkbar simpel und ich glaube, dass jeder davon bereits als Kind gehört hat: ‚Was ist, wenn ich ein Tier mit nach Hause bringe?‘

Darauf aufbauend, veröffentliche ich hier immer montags und donnerstags ein Sammelsurium an Kurzgeschichten in verschiedenen Längen, manche ganz kurz, andere deutlich länger, die alle zu diesem Thema passen und auch zu einem „Finale“ hinaus laufen werden (bin halt eine kleine Romantikerin und ich LIEBE LockLyle!!!)
Da ich die Geschichte fast fertig geschrieben habe, kann ich demnach eine regelmäßiges Veröffentlichen von neuen Kapiteln gewährleisten Ich hatte es mal anders versucht, aber das hat für mich nicht funktioniert.

Eine Sache sollte ich noch erwähnen: Ich besitze selbst leider KEINE Katze.
Darum sind (fast) alle Geschichten sowohl frei erfunden als auch aus persönlichen Erfahrungen mit Katzen entstanden. Wundert euch also bitte nicht, wenn ihr euch beim Lesen denkt ‚Meine Katze macht sowas nicht!‘. ^^ Katzen überraschen den Menschen schließlich immer wieder

Nun wünsche ich euch viel Spaß beim weiteren Lesen! Habt einen wunderschönen Tag!

Liebe Grüße,

Kahori
 
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