Sif und Thor

GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
Loki Sif Thor
08.08.2019
10.10.2019
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Aus dem Hintergrund sieht Sif der Zeremonie zu und lächelt. So sehr Loki und Sif auch immer aneinander geraten, sie freut sich für Sigyn und ihn. Die Hochzeit des Prinzen ist der glückliche Abschluss mit einem alten Lebensabschnitt. Unter dem Kleid wölbt sich Sigyns Bauch bereits ein wenig. Wer hätte gedacht, dass Loki vor Thor eine Familie gründen würde. Doch näher betrachtet erscheint es Sif durchaus logisch. Sigyn hat Loki durch viele Gefahren und Widerstände geholfen.

Nachdenklich schaut Sif zu dem König herüber. Thors Grinsen strahlt, glücklich über das Glück des Bruders. Dann folgt Thor seinem Bruder, um das frisch vermählte Paar dem Volk zu präsentieren. „Das war sehr schön. Wenn man so etwas sieht, kriegt man fast Lust, diesen Schritt selbst zu tun.“, meint Fandral und seufzt verträumt. Sif und Volstagg lachen, während Hogun den Kopf über ihren Freund schüttelt. „Die Frau, die du ehelichen wirst, muss wohl erst noch geboren werden.“, spottet Sif leise und lacht. Fandral dreht das Gesicht zur Seite und schmollt.

Gemeinsam folgen die Freunde der Gesellschaft in den Bankettsaal, wo sie sich neben Thor niederlassen. Die Hochzeitsgesellschaft umfasst zwar nur den engeren Kreis der Familie und Freunde, doch dies war ausdrücklich der Wunsch des Paares. Auf Asgards Straßen, so meinte Loki, würde  auch schon ausreichend gefeiert.

Die Freunde stoßen an mit dem Brautpaar, mit Thor, untereinander und mit den anderen Gästen. Nach Stunden geht Sif auf den Balkon hinaus, um ein wenig frische Luft zu schnappen. Zufrieden legt sie die Hände auf das kalte Gold und sieht hinunter auf die Stadt, die vom Licht der Feuerschalen erhellt und vom Lärm der Feiernden erfüllt ist. Kurz schließt sie die Augen um zu lauschen. Bis hier hinauf hallt Gelächter und Gesang. Es lässt Sif lächeln.

Da bemerkt sie eine Person neben sich. Schnell öffnet sie die Augen wieder und blickt zur Seite. Thor hält sittlichen Abstand zu ihr. „Es ist schön, dich so zufrieden zu sehen. Teilst du deine Gedanken mit mir?“, fragt er und überbrückt die wenigen Schritte zu seiner Freundin. Sif sieht ihm lächelnd ins Gesicht und genießt das einnehmende Lächeln, das er ihr schenkt. „Ich freue mich nur.“, sagt sie.

Erstaunt zieht Thor die Augenbrauen hoch. „Worüber?“ Mit einer ausladenen Geste zeigt Sif auf die Stadt. „Nicht nur wir amüsieren uns. Ganz Asgard freut sich mit Loki und Sigyn.“ Thor folgt ihrer Geste mit dem Blick und lächelt. „Ja, das ist wirklich schön.“, meint er sanft. Für einen Moment schweigen sie friedlich und nebeneinander.

„Manchmal, an schlechten Tagen, da frage ich mich, was wohl mit Loki passiert wäre, wen er Sigyn nie getroffen hätte.“, sagt Thor dann auf einmal nachdenklich. Fragend schaut Sif zu ihm auf. „Woher solch ein Zweifel?“ Thor seufzt und sieht zu den Sternen hinauf. „Du weißt, dass es Sigyn war, die ihn auf Midgard aus dem Bann befreit hat. Wie hätte ich das schaffen sollen? In seinen Augen war ich damals Teil des Problems.“

Sif tritt an ihn heran und legt ihm einen Arm um den Rücken. „In eine solche Richtung zu denken, wird dir keinen Frieden bringen, Thor. Wir sollten froh sein, dass es Loki gut geht. Wir können nicht wissen, was es verändert hätte. Doch wir sollten Vergangenes vergangen sein lassen.“ Sanft drückt sie ihn und er schaut nachdenklich zu ihr.

„Der Titan ist besiegt und auch Hela wird durch den Bann nicht nach Asgard kommen. Du und Loki halten ihn. Gegen euch beide im Team wird sie nicht ankommen.“ Da lächelt Thor glücklich und zieht Sif sanft in seine Arme. „Danke Sif.“, sagt er und drückt sie. Glücklich erwidert Sif die Umarmung, bis Thor sie löst. Galant deutet er eine Verbeugung an. „Danke. Ich schätze deine Meinung sehr.“, sagt er und bietet ihr seinen Arm an. „Lass uns zum Fest zurück, bevor man uns vermisst.“
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