Boys, Love & Freedom (Gay Romance)

GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
07.08.2019
24.08.2019
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Als nichts mehr von dem Fleisch und den Fischen, die Theo noch zusätzlich gefangen hatte, übrig geblieben war, hatten Wolfgang und Steffan begonnen, die ersten Flaschen Bier zu köpfen.

Alex konnte aufgrund seiner Erfahrung bereits jetzt prophezeien, wie sich der Abend von hier an entwickeln würde.

Irgendwann würde Wolfgang das Bier nicht mehr ausreichen, und er würde das härtere Zeug hervorholen. Whiskey, Vodka, Gin, Schnaps, und hin und wieder auch selbst-gebrannten Likör.

Jens würde sich wie immer übernehmen in dem Versuch, mit den anderen mitzuhalten und damit zur Unterhaltung aller beitragen, die ihn immer weiter anstifteten, bis sie ihn schließlich komplett wasted in sein Zelt tragen mussten, weil er nicht mehr in der Lage war, sich (in die richtige Richtung) zu bewegen.

Wolfgang würde ihm entweder folgen, oder sich an wer auch gerade frei war ranmachen und je nachdem wie betrunken er war, wurde er richtig schamlos.

Theo und Armin würden, wenn Wolfgang auch weg war, anfangen über Philosophie, Politik oder Religion - halt Dinge die ihm selbst komplett am Arsch vorbeigingen - philosophieren. Die beiden hatten sich echt gesucht und gefunden.

Steffan hingegen war meistens ein stiller Zuschauer, der sich mal hier, mal da an Gesprächen beteiligte, aber meistens passiv blieb.

Und er selbst ... er selbst hörte dann entweder halbherzig Theos und Armins Geschwafel zu, oder er verdrückte sich und killte auf seine Weise die Zeit.

Man hätte seinem Aussehen nach darauf schließen können, er sei wie sie. Schließlich war der Stereotyp von dem Punk, der ständig eine Bierflasche in der Hand hatte, überall verbreitet.

Aber eines unterschied ihn. Er hasste Alkohol.

Er hasste den Geruch, und er hasste den Geschmack auf seinen Lippen. Und noch mehr hasste er Betrunkene selbst.

Seine Freunde bildeten eine Ausnahme, denn sie würden - selbst wenn sie jegliche Kontrolle über ihr Verhalten verloren - niemals einen Finger an ihn legen. Er vertraute ihnen, und deshalb fand er es auch nicht so schlimm, wenn sie tranken.

Daher entschuldigte er sich mit einem gemurmelten „Sorry.“, und entfernte sich. Mehrere Augenpaare folgten ihm, doch er ignorierte sie.

Es war noch hell, daher holte er ein paar Comichefte aus seinem Zelt und stopfte sie in seinen Rucksack.

„Kann ich dir helfen?“, fragte eine Stimme hinter ihm. Er drehte sich um. Es war Armin.

Er war ein wenig verdutzt, denn von allen in der Gruppe hatte er mit Armin eigentlich am wenigsten zu tun. Dafür waren sie einfach zu unterschiedlich.

Ausserdem war er sich sicher dass Armin ihn nur deshalb tolerierte, weil er ein Freund von Wolfgang war. Normalerweise schauten anzugtragenden Spießer nämlich auf ihn herab, als wäre er Ungeziefer.

Aber Armin war immer nett zu ihm gewesen. Daher gab er in nicht zu unfreundlichem
Ton zurück: „Ne, warum?“

„Ich weiß nicht., erwiderte der Mann nüchtern. „Mir ist nur schon länger aufgefallen, dass du dich von der Gruppe entfernst, sobald die anderen anfangen Alkohol zu trinken.“

„No shit, Sherlock.“

„Darf ich dir Gesellschaft leisten?“

„Bin beschäftigt.“

Alex war sich seines eigenen patzigen Tons bewusst. Er wusste selbst nicht genau, warum er so unfreundlich war. Es lag nicht einmal an Armin. Aber er hatte das Gefühl, dass der Mann seine Gedanken lesen würde, sobald er die Mauer, die er wie seinen Ruf über Jahre mühsam aufgebaut hatte, ein Stück herunterließ.

Der Mann senkte den Blick, um seine Brille zu zurechtzurücken.

„Ich kann mir vorstellen, dass für einen Jungen wie dich ein Comicheft einen weitaus amüsanteren Zeitvertreib darstellt, als dazu gezwungen zu sein, Konversation mit jemandem wie mir zu halten.“

Er ließ den Blick über mehrere Titel, die am Eingang von Alex Zelt ausgebreitet waren schweifen, bevor er fortfuhr: „Ich will dich auch nicht dazu zwingen. Aber wenn es dir lieber ist, kann ich dich sprechen lassen, und höre dir einfach nur zu.“

„Und was hast du davon?“, fragte Alex misstrauisch.

„Hoffentlich das gleiche wie du. Ein gutes Gespräch und einen Zeitvertreib.“

Alex dachte nach. Eigentlich sprach nichts dagegen. Schlimmstenfalls langweilte er sich zu Tode. Und er musste auch nicht mehr sagen, als er wollte.

„Na gut.“, sagte er schließlich, die Hände in die Hüften gestützt. „Aber unter einer Bedingung.“

Der Mann zog eine Augenbraue hoch. „Und die lautet?“

„Ich darf dir auch Fragen stellen. Und du musst se ehrlich beantworten.“

„Abgemacht.“

-

Hier bin ich also, endlich mal wieder mit einem Update ;)

Ein ganz großes Dankeschön an alle, die abgestimmt haben! Ich bin super glücklich, dass so viele mitgemacht haben!

Wie ihr seht ist das Ergebnis leider genau 3 gegen 3 ... aber weil ich selbst meine Stimme bei Theo x Armin platziert habe, und euch Leser gefragt habe, habe ich mich dann schließlich selbst gegen meinen ursprünglichen Plan entschlossen und mich für Armin x Alex entschieden.

Weil die beiden so völlig unterschiedliche Charaktere sind, dachte ich anfangs es sei unmöglich, die beiden irgendwie zusammenzubringen. Aber ich nehme die Challenge an :)

Ich hoffe diejenigen, die dagegen gestimmt haben sind nicht enttäuscht und werden die Geschichte trotzdem weiterhin verfolgen. Es wird in Zukunft noch eine Abstimmung über die restlichen Charaktere geben, in der Jens auch mit eingebunden ist!

Demian :)
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