Es ist nicht immer leicht

GeschichteRomanze, Familie / P18 Slash
Joachim "Joko" Winterscheidt Klaas Heufer-Umlauf Mark Tavassol Matthias Schweighöfer Thomas Schmitt
06.08.2019
12.11.2019
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So, jetzt geht es regulär weiter.
Besonders regulär mit Chaos. Muss auch mal wieder sein, die letzten beiden Kapitel waren schließlich friedlich genug.
Viel Spaß damit.


Kapitel 30: Chaos rund um ein Datum

Einige Tage vor Tourbeginn machte sich Klaas erneut fertig, um zu Mark zu fahren. Bevor er sich auf den Weg machte, wollte Joko jedoch noch etwas Wichtiges klären, weshalb er sich, abermals auf dem Sofa liegend, an diesen wandte:

„Du Hase?“
„Ja?“

Kurz stoppte der Jüngere in seiner Bewegung, sah zu seinem Freund, welcher sich etwas verdrehte um ihn ansehen zu können.

„Wie sieht’s eigentlich am Dreizehnten bei dir aus?“
„Am Dreizehnten?“
„Ja~?“
„Dreizehnter was?“
„Dreizehnter… diesen Monat.“
„Keine Ahnung.“
„Da spielt ihr auf keinem Konzert, oder?“
„Nein, da haben wir paar Tage Pause dazwischen, ich glaube zwei oder so.“
„Mhm.“

Joko nickte zu seiner kurzen Zustimmung, wusste er das Alles schließlich schon, wollte nur etwas Bestimmtes wissen. Da Klaas jedoch scheinbar nicht von selbst weiter darauf einging, fragte er ihn direkt:

„Dann… kannst du… können wir ja… meinen Geburtstag gemeinsam feiern.“
„Ich dachte, du wärst bei deiner Familie.“

Um dem Gespräch möglichst wenig Aufmerksamkeit zu schenken, da es ihm unangenehm war, hantierte Klaas weiter im Raum herum. Doch sein Freund ließ nicht locker.

„Ja, bin ich ja auch. Du kannst aber ja nachkommen.“
„Nachkommen? Joko, wie sieht das denn aus, wenn ich da plötzlich auftauche?“
„Ich denke, dass sieht dann aus wie ein Freund, der seinen Freund bei dessen Familie an dessen Geburtstag besucht.“
„Ja, ‚ein’ Freund.“

Klaas schenkte ihm einen kritischen Blick, während er das ‚ein’ in Hasenfüße verpackte. So änderte Joko seine Worte:

„Dann eben der Freund.“

Der Jüngere brauchte seine nächsten Gedanken nicht auszusprechen, wusste der Andere schon anhand seines Gesichtsausdrucks, was er nun sagen wollte. Daher seufzte dieser schwer.

„Ach komm schon, Klaasi. Deine Familie weiß es schließlich auch.“
„Das wissen wir ja nicht ganz sicher.“

Ein kritischer Blick, sowie sein Schweigen sagte dazu Alles. So sprach Klaas sich rechtfertigend weiter:

„Außerdem war das ungeplant.“
„Dann ist das jetzt eben geplant.“
„Sei nicht albern.“
„Ich bin nicht albern. Diesmal nicht. Ich meine es ernst, Klaas. Deine Familie weiß es schließlich auch, da wäre es nur fair, wenn-.“

Während Joko mitten im Satz stockte, hielt sein Partner mitten in der Bewegung inne, schob eine Augenbraue in die Höhe und murrte leise.

„Was hat das mit Fairness zu tun?“
„Dass, dass für meine Familie die selben Verhältnisse sein sollten, wie für deine.“

Auf diese Aussage hin schwieg der Jüngere, verschränkte nun die Arme vor der Brust und sah seinen Freund noch etwas kritischer an. Dabei hielt dieser dem Blick ungewohnterweise stand. Erst nach einigen Minuten der Stille durchbrach Joko diese dann seufzend.

„Klaas, ich will doch nur meinen Geburtstag mit meinem Freund verbringen.“
„Das geht aber eben nicht.“

Mit diesen Worten fuhr Klaas mit seiner Tätigkeit von eben fort, woraufhin der Blonde abermals tief seufzte.

„Dann bleib ich eben hier. Dann kommst du über die konzertfreien Tage nach Berlin und wir feiern hier.“
„Joko, du hast deiner Familie doch schon gesagt, dass du kommst.“
„Ja und? Dann verschieb’ ich das eben.“
„Joko~.“

Abermals hielt der Jüngere inne und tauschte strenge Blicke mit ihm aus. Diesem konnte der Ältere dieses Mal jedoch nicht lange standhalten und senkte stattdessen den Kopf.

„Klaas, ich will doch nur eine normale Beziehung führen.“
„Das geht eben nicht und das wusstest du von Anfang an.“
„Ja, das wusste ich. Aber langsam bin ich dieses Versteckspiel leid, vor allem vor unseren Familien. Vor meiner Familie.“

Mit seinen letzten Worten klang Joko plötzlich vorwurfsvoll, weshalb Klaas nun der war, welcher den Blick abwandte und tief seufzte.

„Es geht eben nicht.“
„Hast du nicht mal gesagt, niemand soll sich für seine Liebe verstecken müssen.“
„Ja, aber… das ist gar nicht so einfach und du weißt, wie die Öffentlichkeit auf solche Outings reagiert.“
„Natürlich weiß ich es, aber glaubst du nicht, es ist irgendwann mal Zeit dafür?“
„Ja, aber nicht jetzt! Nicht an deinem Geburtstag und erst Recht nicht, während der Tour.“
„Wenn wir es jetzt nicht machen, machen wir es nie. Heute schiebst du es auf die Tour und das nächste Mal auf unsere Show. Klaas, du findest immer einen Grund, warum nicht in diesem Moment.“
„Weil es zu riskant ist.“
„Warum ist es riskant? Was haben wir zu verlieren?“
„Viel. Zu viel. Joko, bitte.“

Sein flehender Blick sollte Joko eigentlich besänftigen, bewirkte jedoch das genaue Gegenteil.

„Okay, vergiss es einfach, Klaas.“

Im ersten Moment wusste Klaas nicht, was er darauf noch erwidern sollte, wobei er für eine lange Überlegung erst gar keine Möglichkeit bekam. Denn rasch hatte sich Joko erhoben und war aus der Tür verschwunden. Dem Jüngeren blieb dabei nichts, als ihm betrübt hinterher zu sehen und schließlich tief zu seufzen.

„Scheiße.“


Zu Beginn hatte er noch versucht eine Lösung für sein derzeitiges Problem zu finden. Da er allerdings nicht wusste, was er tun sollte, entschloss er sich Joko erst einmal Zeit zu geben.

Diese Zeit nutzte er selbst um seine restlichen Sachen für die Tour zusammen zu tragen. Nachdem er damit fertig war, blickten seine blauen Augen noch einmal betrübt auf sein Handy, nur um festzustellen, dass ihm sein Freund nicht geschrieben hatte. Abermals an diesem Nachmittag entrann ihm ein tiefes Seufzen. Er erwartete nicht, dass ihm Joko so schnell verzeihen würde, doch wollte er ihnen Zeit lassen, das ganze Gespräch sacken zu lassen. All zu viele andere Möglichkeiten gab es ohnehin nicht, da er schon in wenigen Stunden zu Mark fahren würde.


So war es dann auch. Am nächsten Morgen fuhr der Moderator und Sänger schon relativ früh los, um nach, Hamburg zu kommen. Dort traf er sich mit Mark, sie wollten noch die letzten Dinge klären, damit sie ihre Tour am darauf folgenden Morgen sogleich starten konnten.

Bei seinem Kumpel angekommen bemerkte dieser jedoch sogleich, dass irgendetwas nicht stimmte, worauf ihn dieser auch direkt ansprach:

„Hey, alles klar?“
„Ja, alles klar.“
„Du siehst fertig aus. Ist irgendwas vorgefallen?“
„Nein.“
„Stress mit Doris?“
„Nein.“

Zwar wusste Mark, dass irgendetwas sein musste, doch bemerkte er auch, dass Klaas nicht darüber sprechen wollte, weshalb er es dabei beließ. Auch seine restlichen Bandkollegen ahnten schon bei ihrem Treffen, dass irgendetwas in seinem Umfeld passiert sein musste. Doch auch sie respektierten, dass er nichts dazu sagen wollte.


Die Tour an sich verlief dann ohne weitere Vorkommnisse, wobei die Konzerte immer besser wurden und auch Klaas langsam den Streit mit Joko gut genug verdrängen konnte, um sich nur noch auf seine Musik zu konzentrieren. Dies war zumindest die meiste Zeit so, wurde erst wieder schlimmer, als der 13. Januar vor der Tür stand.


Betrübt sahen die blauen Augen minutenlang auf den Display des Handys, löschte die geschriebenen Worte wieder, tippte etwas Neues ein, was er allerdings abermals wieder verwarf. Nachdem er dies einige Male wiederholt hatte, wandte sich Mark verwundert an ihn:

„So schwierig einpaar Glückwünsche zu schreiben?“
„Was?“

Rasch drehte der Jüngere auf diese Worte hin sein Mobiltelefon weiter zu sich, woraufhin der Andere zu lächeln begann.

„Ich brauch dir nicht aufs Display zu schauen, um zu wissen, wem du da versuchst zu schreiben. Heute ist der Dreizehnte Januar. Heute hat Joko Geburtstag.“
„Ja~…“

Auf Klaas’ betrübten Blick hin schwand Marks Lächeln, wobei er vorsichtig erneut nachhakte:

„Hattet ihr Streit?“
„Ja, irgendwie…-. Ich weiß auch nicht. Irgendwie ist Alles aus dem Ruder gelaufen.“

Bei seinen Worten senkte Klaas den Blick, sah noch einmal auf sein Handy, dessen Display inzwischen schwarz geworden war. Doch das war egal, wusste er ja ohnehin nicht, was er hätte Joko schreiben sollen. Mark hatte jedoch eine simple Lösung für sein Problem:

„Mhm. Vielleicht solltest du dich dann erst mal entschuldigen.“
„Ja….“

Auf diese Idee war der Jüngere auch schon gekommen. Jedoch wusste er nicht wie. Daher steckte er das Handy nun endgültig weg. Sein Kumpel schien dies allerdings nicht für richtig zu halten. Schon gar nicht, was der Andere dabei von sich gab:

„…nach der Tour.“
„Fahr doch besser gleich zu ihm. Geht schneller und vielleicht bist du dann auch wieder besser drauf.“
„Er ist aber nicht in Berlin, sondern bei seiner Familie in Mönchen Gladbach. Bei Mönchen Glattbach.“
„Noch besser, das ist sogar noch näher.“
„…“

Ein kritischer Blick. Schweigen. Doch Mark war sich sicher, dass das das Richtige war.

„Klaas, komm schon. Joko wird sich freuen.“
„Ja, Ich weiß, aber…-.“

Abermals stockte der Moderator in seinem Satz, wobei ihm der Ältere freundschaftlich eine Hand auf die Schulter legte, ihn nun wieder anlächelte und anschließend langsam aufstand.

„Fahr zu ihm. Es wird das Beste für euch Zwei sein.“

Mit diesen Worten verschwand der Ältere schließlich, woraufhin Klaas noch einmal tief durchatmete und die Nummer eines Freundes wählte. Als sich dieser meldete, tat er es ebenfalls. Doch im Gegensatz zu Matthias, klang er unsicher:

„Hey Matthias…. Ja, ich bin’s Klaas. Du sag’ mal, kannst du…-. Du kennst doch sicher, die Adresse von Jokos Vater. Kannst du mir die vielleicht geben? ...Ja, ich… Ich will ihn da besuchen. Ja… ich weiß… war mir schon klar, dass du das weißt. …Mhm… ja~.“

Langsam wurde der Moderator genervt, wobei er rasch sein eigentliches Anliegen noch einmal äußerte:

„Matthias, kannst du mir nun die Adresse geben? Bitte?“

Seine Stimme klang nun schon mit mehr Nachdruck, weshalb der Blonde die Dringlichkeit zu verstehen schien. So gab er ihm schließlich die Adresse, welche er sich auf die Hand schrieb, bevor er sich bedankte und anschließend auflegte. Danach ging er noch einmal zu Mark.

„Hey, ich…-.“

Noch bevor er seine Worte aussprechen konnte, nickte der Ältere, lächelte ihn noch einmal an und deutete ihm endlich zu verschwinden, was er schließlich auch tat.


Mit dem Zug war Klaas nur zweieinhalb Stunden später in Mönchen - Glattbach angekommen, wo er sich ein Taxi bestellte, dem Fahrer rasch die gewünschte Adresse durchgab und endlich zu Jokos Vater gefahren wurde.


Bis er dort war, dauerte es noch einmal fast eine Stunde, wobei er wirklich froh war, als sie angekommen waren. Inzwischen war er halb durchgefroren, verstand wirklich nicht, warum der Taxifahrer die Heizung nicht angeschaltet hatte, wollte ihn auf der Fahrt jedoch auch nicht darauf ansprechen. Viel wichtiger war für ihn, endlich zu Joko zu kommen.

Als er jedoch vor der Tür stand, überkamen ihn plötzlich Zweifel, die ihn daran hinderten sogleich zu klingeln. Erst, nachdem einige Minuten vergangen waren, drückte er dann vorsichtig auf das Namensschild. Dabei schien das Glück nicht ganz auf seiner Seite zu sein. Denn anstelle seines Freundes, öffnete ihm eine Frau die Tür, von der er wusste, dass er sie irgendwo schon einmal gesehen hatte. Damit wollte er sich jedoch nicht zu lange beschäftigen.

„Oh, Hallo?“
„Ähm… Hallo. I-ich bin…-. I-ist Joko da?“

Noch einen Moment schien die Ältere verwirrt zu sein, nickte dann aber und drehte sich zum Flur.

„Joko, für dich!“

Etwas verwundert über den Ruf quer durch das Haus, ging Klaas einen Schritt zurück, blinzelte einige Male, als ihn die Frau wieder kurz ansah. Diese lächelte jedoch nur, als sie die Schritte ihres Bruders hörte und wandte sich dann zum gehen um.

Klaas konnte gerade noch ein „ähm… danke“ von sich geben, als sie schon fast wieder weg war, den Platz für Joko frei gab, welcher lachend zur Tür schritt. Dieses verstummte allerdings in dem Moment, indem er seinen Freund erblickte, lies ihn mitten in der Bewegung inne halten und den Anderen damit hart schlucken, bevor er ihn begrüßte.

„Hey…. Ähm…-.“
„Was machst du denn hier?“
„Joko, ich… ähm… ich… es…-. Du weißt schon…-.“

Aus irgendeinem Grund fiel es ihm schwer, die Worte auszusprechen, die er sich vorgenommen hatte zu äußern, sobald er Joko gegenüberstand. Dies lag vielleicht auch an dem irritierten Blick des Älteren, der ehrlich überrascht zu sein schien, dass er hier war. Daher versuchte er die Situation halbwegs in eine andere Richtung zu lenken.

„Ähm… alles Gute zum Geburtstag?“

Noch einen Moment war die Verwirrung in Jokos Augen zu lesen. Doch diese wandte sich schnell ihn Freude um, wobei er Klaas augenblicklich an sich zog.

„Danke, Hase.“

Lächelnd erwiderte Klaas die Umarmung, dabei fiel dem Älteren jedoch auf, wie durchgefroren er war.

„Du bist ja eiskalt. Willst du reinkommen? Oder wolltest du-.“
„Nein. Also… wenn ich darf, würde ich…-.“

Auf diese Worte hin wurde das Strahlen im Gesicht des Älteren noch intensiver, ließ ihn rasch nicken, bevor er einen Schritt zur Seite trat.

„Komm rein. Deine Jacke kannst du an die Garderobe hängen. Deine Schuhe ziehst du lieber auch aus. Papa mag es nicht so gern, wenn man mit nassen Schuhen durch die Wohnung läuft.“
„Mhm.“

Sogleich tat Klaas wie ihm geheißen, bekam dabei auch Hausschuhe, die ihm zwar etwas zu groß waren, jedoch immerhin seine Füße warm hielten und ihn nun ins Wohnzimmer schreiten ließen. Dort angekommen blickten ihn sogleich die anderen Gäste an, welche ausschließlich aus Familienmitgliedern bestanden. Doch er wurde herzlich in die Runde aufgenommen, stellte sich vorerst nur als Co-Moderator vor, ahnte jedoch, dass die Wahrheit im Grunde schon bekannt war.


Mit dieser Gewissheit lies er sich wenige Stunden später von Joko zurück an den Bahnhof fahren, an dem sie sich zur Verabschiedung noch einmal umarmten.

„Danke, Hase. Ich hab mich echt gefreut, dass du heute gekommen bist.“
„Na ja, irgendwie musste ich das Ganze ja wieder gerade biegen.“
„Ja, das warst du mir schuldig.“

Ein keckes Lächeln lag bei diesen Worten auf den Lippen des Blonden, das sein Freund erwiderte, bevor sie sich noch einmal umarmten. Just in dieser Sekunde kam dann allerdings auch schon Klaas’ Zug an.

„So, ich muss dann mal.“
„Jo, wir sehen uns.“
„Mhm.“

Gerade als er sich nickend umgewandt hatte, erklang noch einmal Jokos Stimme, mit der er sanft noch einmal seinen Namen aussprach:

„Klaas?“
„Ja?“

Ein Blick genügte, damit der Jüngere wusste, was ihm sein Partner mitteilen wollte, weshalb ein Lächeln auf seine Lippen huschte, er nickte und dann endlich einstieg.


Die Fahrt zurück zu seiner Band starrte Klaas die ganze Zeit aus dem Fenster. Dabei lies er den Tag noch einmal Revue geschehen, beschloss dass er das Richtige getan hatte und war wirklich froh darüber, dass er sich mit Joko vertragen hatte.


Dass seine Laune deutlich besser war, nachdem er zurückkam, bemerkten auch seine Bandkollegen, welche ihn jedoch vorerst damit in Ruhe ließen. Zumindest Alle, bis auf Mark.

Dieser setzte sich nun neben ihn, nahm ihm die Zigarette ab, die er eben noch geraucht hatte und gönnte sich einen tiefen Zug von dieser. Anschließend gab er den Glimmstängel zurück an dessen rechtmäßigen Besitzer. Diesen grinste er dabei keck an, woraufhin ein leichter Rotschimmer auf dessen Wangen auftauchte. Damit wandte der Jüngere auch den Blick ab, starrte eine Weile zu Boden, bevor er das Wort ergriff:

„Seit wann weißt du’s schon?“
„Vermutlich schon länger als du.“

Klaas musste auf diese Aussage kurz auflachen, wobei es ihm Mark gleichtat, dann erst weiter sprach.

„Ich hoffe ihr streitet nicht immer nur.“
„Nicht immer, aber oft. Es ist eben nicht einfach. Vor allem, wenn man so in der Öffentlichkeit steht, wie wir.“
„War das auch der Grund für euren jetzigen Streit, die Öffentlichkeit?“
„Ja, irgendwie schon. Joko wollte, dass ich seinen Geburtstag bei ihm, oder viel mehr mit ihm verbringe, aber er hatte vorher schon angekündigt, dass er bei seiner Familie feiern wird.“
„Und die wissen nichts davon?“
„Nein, sie wussten nichts. Ich denke, das ist seit heute auch anders.“
„Und das ist schlimm.“
„Weiß nicht.“

Bei dieser Frage zuckte er mit den Schultern, während ihm der Andere eine Hand auflegte.

„Ich denke, du solltest dir nicht immer wegen allem so den Kopf zerbrechen, Klaas.“
„Danke. Das sagt Joko auch immer.“

Auf diese Worte hin schenkte ihm Mark nur ein sanftes Lächeln, wobei er sich anschließend zurück ins Zimmer verzog. Klaas seinerseits rauchte noch seine Zigarette zu Ende, bevor er ihm dann folgte, um bald darauf schlafen zu gehen.

Tbc


Was für ein Drama die Beiden wieder gemacht haben. Und das wegen einer Kleinigkeit.
Oder war es zu Recht? Was meint ihr? Könnt ihr Joko, oder doch Klaas besser verstehen?
Fandet ihr bestimmte Reaktionen übertrieben?
Wie hat euch das Kapitel so im allgemeinen gefallen?
Bin gespannt auf eure Meinungen.
Ich persönlich kann Beide irgendwie verstehen. Ist halt ne blöde Situation.
Aber wussten sie ja von Anfang an, dass es nicht leicht wird.

Das nächste Kapitel kommt dann wieder am Dienstag.
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