The Wanderer

von Isegrim
GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
Deutschland England Frankreich Italien Japan OC (Own Character)
05.08.2019
27.08.2019
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27.08.2019 1.012
 
Hallo und Willkommen zurück! Vielen Dank für 4 Favoeinträge ;D. Viel Spaß mit dem neuen Kapitel und wie immer gilt: Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten ;)
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Das Erste an das ich mich Erinnern konnte war Geschrei. Männer, Frauen, Kinder… alle schrien. Ich bemühte mich mit all meiner Kraft die Augen aufzumachen und versuchte dabei das heftige Pochen in meinem Kopf zu ignorieren.
Ich lag auf den Boden. „Was ist passiert?“, mühselig stütze ich mich mit beiden Armen ab und hievte so meinen Oberkörper nach oben. Das Geschrei wurde immer lauter und ich versuchte krampfhaft einen klaren Gedanken zu fassen.
Als ich an mir runter sah, erlitt ich den ersten Schock. „Was ist das?!“, wie von der Tarantel gestochen schnellte ich nach oben und zupfte entsetzt an dem fremden Kleid, welches mir am Körper hing. Es war aus einem einfachen braunen Stoff genäht, ging runter bis zum Knöcheln und um meine Taille war eine schweiße Schürze gebunden. „Was zum…?“, mehr Zeit blieb mir nicht mehr um verwundert zu sein, da mich Jemand fast umrempelte. „Steh nicht so rum, Mädchen. Bring dich in Sicherheit. Die Engländer kommen!“, der Mann sprach in einer anderen, mir fremden Sprache und dennoch konnte ich ihn verstehen. Auch er trug altmodisch aussehende Kleidung und umschloss nun mein Handgelenk. „Na komm Mädchen. Renn!“, er zog mich mit sich, während ich immer noch komplett orientierungslos durch die Gegend blickte. Obwohl wir rannten konnte ich Palmen und Gestrüpp erkennen. „Wo sind wir?“, presste ich hervor.
Der fremde Mann, welcher mittlerweile keuchte sprach leise etwas wie Karibik… aber das konnte nicht sein. Davon war ich überzeugt.

„Hier rein.“, wir kamen zu einer Felswand. Der Mann lies meine Hand los und rollte einen großen Stein zu Seite, welcher an der Wand gelehnt war. Dahinter kam ein Tunneleingang ans Tageslicht. „Los rein mit dir! Wenn dich die Freibeuter erwischen dann…“, er schluckte. „Du weißt ja, was sie mit jungen Frauen machen.“, er griff mich wieder am Handgelenk und zog mich in den Tunnel. „Geh einfach weiter, bis du ans Ende kommst.“, mit diesen Worten stieß er mich weiter hinein und rollte verschloss wieder den Eingang.
„Was war das denn?!“, ungläubig und zugegebener Maßen leicht panisch blickte ich ins Dunkel. „Wie soll ich mich denn hier zurechtfinden?“, ich konnte nicht mal die Hand vor den Augen sehen. Vorsichtig tastete ich nach der Felswand und beschloss langsam einen Fuß vor den Anderen zu setzen.
„Was geht hier vor? Wer ist dieser Mann? Und wo zum Teufel bin ich?“, tausende Fragen schoss ich mir durch den Kopf, als ich mich immer weiter vortastete. Es fühlte sich definitiv nicht nach einem Traum an… definitiv nicht.

Ich hatte keine Ahnung wie weit ich schon vorgedrungen war, geschweige denn wie lange ich mich schon hier drinnen befand. Ich war gerade dabei wieder einen klaren Gedanken zu fassen, als ich plötzlich etwas Lautes vernahm. Und dann nochmal, und nochmal. Ich konnte spüren wie die Wände zitterten und für einen kurzen Moment war ich wirklich der Überzeugung gewesen meinem Schöpfer gegenüber zu treten.
Stattdessen erfüllte sich der Tunnel langsam mit Licht und ich konnte erste Schatten erkennen. „Rein mit euch! Seht nach ob sich Jemand darin befindet!“, das war definitiv Englisch. Ich keuchte einmal kurz auf und entschloss mich dafür loszurennen. Es musste doch irgendwo hinführen.
Hinter mir hörte ich hektische Schritte die auf mich zukamen. „Das ist nicht gut. Gar nicht gut.“
„Bleib stehen!“, die Stimme erklang näher hinter mir als mir lieb war und bevor ich mich richtig auf meinen Fluchtweg konzentrieren konnte, packte mich Jemand grob an der Schulter.


+++
Mit einem Schlag war alles Dunkel und ich konnte spüren wie sich der Boden unter meinen Füßen änderte. Er fühlte sich schwammig, ja sogar fast geleeartig an.
Ich wollte schreien, aber konnte nicht. Meine Muskeln gehorchten mir nicht mehr und ich spürte eine beunruhigende Kälte, welche sich um mich ausbreitete. Gelähmt stand ich da und versuchte mich panisch aus dieser Starre zu befreien.
„Das ist sinnlos.“, aus meinem Augenwinkel konnte ich erkennen, dass sich mein Umfeld etwas erhellte und dann trat er hervor. Der dünne Mann.
„Du hast gerade dein erstes Ziel kennen gelernt… nun ja noch nicht. Du müsstest dich noch umdrehen. Arthur Kirkland alias England.“, er hielt kurz Inne. „Verzeihung Liebes. Ich habe dir ja noch nichts dazu erklärt. Du befindest dich gerade im Jahre 1729, auf einer wunderschönen kleinen Insel in der Karibik. England und Spanien führen gerade Krieg wegen… ehrlich gesagt weiß ich das auch nicht mehr.“, er streckte sich einmal ausgiebig und warf seine langen schwarzen Haare nach hinten. „Um das Ganze einfacher zu machen, werde ich dir nun sämtliche Informationen über die Länder und deren Geschichte übertragen. Alles Andere liegt dann bei dir.“, er kam auf mich zu und presste seinen Zeigefinger in meine Halsschlagader.
Ein entsetzlicher Schmerz durchfuhr meinen Körper, welcher Jeder meiner Zellen aufschrien ließ und ehe ich mich versah, sackte ich in mich zusammen.
+++

„Wach auf.“, ich spürte ein Brennen auf meiner rechten Wange. Mühselig machte ich beide Augen auf und sah in das wohl oder Übel in das Gesicht meines Ziels. Er hatte blonde Haare und sehr buschige Augenbrauchen. In meinem Kopf liefen zeitgleich sämtliche Informationen zu ihm vor meinem geistigen Auge runter. Arthur Kirkland. England.
„Ich hab mir erlaubt dich in mein Quartier zu bringen. Die Jungs da draußen hätten sonst Gott weiß was gemacht.“, er packte mich am Kragen und zog mich unsanft auf die Beine. „Wie heißt du? Bist du Spanierin?“, ich schüttelte hektisch den Kopf und versuchte meine schmerzende Wange zu ignorieren. Hatte er mir etwa eine Gescheuert, damit ich aufwache.  „Mein Name ist Maria.“, antworte ich schließlich in perfektem britischem Englisch.
Arthur drehte sich augenblicklich um und lächelte. „Oh Verzeihung. Ich wusste nicht, dass du eine Gefangene der Spanier warst.“, er kam auf mich zu und schüttelte meine Hand. „Tut mir leid wegen der Ohrfeige. Kann ich dir etwas anbieten? Vielleicht Tee?“, ich war überfordert. Komplett. Die Informationen über ihn liefen immer noch vor mir ab. „Nein, danke.“, antwortete ich unsicher und wich einen Schluck zurück. „Ich würde mich eigentlich gerne ausruhen.“
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