Freundschaft??

von Sha06
GeschichteAllgemein / P18 Slash
05.08.2019
11.09.2019
13
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HALLO HALLO! Ich habe dieses Kapitel mit dem neuen zusammengelegt. Viel Spaß.
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Ja und dann?
Dann wachte ich auf.  
Auf einen Schlag fiel mir das gestern erlebte wieder ein.
Ich musste ihm einfach schreiben.
Bist du wach?
Keine Ahnung was ich sonst hätte schreiben soll.
Jup.
Ich will dich sehen.
Es tut mir leid.
Wow er entschuldigte sich.
Ich liebe dich! War meine Antwort.
Dann kam nichts mehr.
Erst einige Stunden später vibrierte mein Telefon. Ich lag immer noch im Bett, hatte nicht die Lust aufzustehen.
Heute Abend. Ich hol dich ab.
Er nannte keine Uhrzeit und auch sonst keine Details. Ja gut, dachte ich. Eine Überraschung ist auch okay.
Mit Ach und Krach brachte ich diesen Tag hinter mich.
Bis es dann um halb 9 Abends an der Haustür klopfte. Als ich nach unten lief hatte mein Dad bereits geöffnet.
Ty stand im Wohnzimmer. Ziemlich schick mochte er für andere aussehen.
So mit Hemd, schwarzer Jeans und den Autoschlüsseln in der Hand. Für mich sah er einfach nur verdammt sexy aus.
Als er mich sah entkam ihm ein lächeln.
Er fing sich aber schnell wieder, denn ich erwiderte es nicht.
Vorerst.

Was ich aber erwiderte war seinen Versuch einer Umarmung.
Ich hielt ihn ganz fest. Ließ ihn trotz aller Geheimnisse, spüren wie sehr ich ihn liebte.
„Lass uns los.“, flüsterte er mir zu. Ich nahm seine Hand und zog ihn aus dem Haus. Er hatte den Wagen direkt in der Einfahrt geparkt.
Ohne ein weiteres Wort stiegen wir ein und Ty fuhr los.
Raus aus dem Ort in dem wir wohnten.
Die Fahrt über wurde auch nicht wirklich viel gesprochen.
Er sah mich ab und zu an. Ich ihn auch.

Nach einer guten halben Stunde hielten  wir auf einem Parkplatz.
„Wo sind wir hier?“, ich hatte keinen Plan, war auch noch nie hier gewesen.

„Komm“, lächelte er mir entgegen, stieg aus und wartete auf mich. Ich tat es ihm gleich. Spazierte ums Auto herum.

„Da drüben ums Eck befindet sich eine Bar. Es gibt sie noch nicht lange und ich wollte unbedingt mit dir da hin. Wir sind so zu sagen unter Gleichgesinnten. Also? Einen Abend Freiheit.“  
„Das hätte ich gerne immer. Freiheit.“
Er zog mich an sich und legte seine Lippen auf meine. Ich seufzte in den Kuss hinein.
„Jetzt los.“, er grinste wieder und wir schlenderten langsam in die Richtung in der die Bar lag.

Mein Freund öffnete mir die Tür und wir traten ein.
Das Lokal war recht gut gefüllt.
Aber nicht übertrieben voll.
Angenehme Musik wurde gespielt, einige Männer tummelten sich eng umschlungen auf der Tanzfläche.
Ganz hinten in der Ecke konnten wir einen leeren Tisch entdecken. Dort nahmen wir Platz und warteten auf einen Kellner.
Wir saßen uns nicht gegenüber. Nein, wir hatten uns nebeneinander gesetzt.
Die Atmosphäre war atemberaubend. Ty hatte gerade den Arm um mich gelegt als der Kellner zu unserem Tisch trat.
Er Junger Mann.
Schwarzes Haar, muskulös gebaut.
Er musterte uns. Aber auf höfliche Weise.
Der Typ reichte Ty die Karte und verschwand dann wieder mit einem Lächeln.

„Der hat dich angegafft.“, witzelte Ty.

„Na dann soll er doch. Ich gehör deswegen trotzdem nur dir!“, ich biss mir auf die Unterlippen, zog meinen Freund dann an mich und küsste ihn.
Dieser Moment könnte ewig so weitergehen.

Einige Augenblicke später hatten wir unsere Getränke bekommen.
Ty trank ein ekelhaftes Alkoholisches Getränk. Ich durfte probieren, musste mir dann aber das Kotzen zurückhalten.  
Das hieße dann natürlich auch dass ich mit Tys neuem Wagen wieder zurück nach Hause fahren durfte.
Ich ließ meinen Blick durch das Lokal schweifen, blieb dann an dem Kellner von vorhin hängen.
Er beobachtete mich wirklich.
Ty bemerkte und analysierte die Situation ziemlich schnell.
„Ich hab doch gesagt er beobachtet dich.“, der Klang seiner Stimme war dunkel.

„Dann hau ihn doch.“, nun war ich es der witzelte.

„Das wird ich dann wohl oder übel müssen!“, er sah wieder zu mir.
Dann zog er mich in einen innigen Kuss.
In dieser Bar war es vermutlich egal wenn man auf dem Tisch hier vögeln würde.
Ich rutschte etwas weiter nach hinten, an die Wand. Ty lies nicht von mir ab.
Suchte mit seiner Zunge meine.
Seine Hand landete auf meinem Schoß.
Er drückte meinen Oberschenkel, fuhr weiter nach oben.
Fand meinen schon leicht erigierten Schwanz. Blieb dort aber nicht, sondern ließ seine Hand unter meine Schwarzes Shirt gleiten.
Als einen kurzen Moment von mir abließ, checkte ich die Lage. Aber niemand sah uns an. Entweder sie knutschten selber oder waren zu besoffen und noch was zu merken.
Dann holte Ty mich wieder ein.
Er rutschte noch ein Stück näher auf mich zu. Legte nun seine Hand, die zuvor noch meine Bauchmuskeln untersuchten auf meinen Hals. Streichelte mit seinem Daumen die Stelle hinter meinem Ohr.
Er wusste was er tun musste um mich vollends gefügig zu machen.
Seine Lippen legten sich wieder auf meine.

Ich zog an seinem Hemd und bereitete ihm Platz um sich auf mich zu setzten. Seine Füße links und rechts von mir.
Oh ja!

„Was würden die hier wohl sagen wenn ich dich jetzt vögeln würde?, raunte er in mein Ohr.

„Find’s raus.“

„Das würdest du wohl nicht zulassen oder? Dafür bist du doch zu Prüde.“, er knabberte an meinem Ohrläppchen.

„Da könntest du durchaus Recht haben. Also merk dir das. Und warte bis wir in deinem Auto sind.“

„Ich kann nicht warten….“, er drücken seinen Unterleib gegen meinen Bauch.

„Das wirst du aber müssen mein Lieber.“
Im gleichen Moment setzt sich jemand an unseren Tisch.

Der Kellner.

„Hi Jungs.“, verkündete er.
Ty seufzte und stieg von mir.
Ich merkte dass ihm dieser Typ ziemlich suspekt vorkam.
„Kann man dir helfen?“, so unfreundlich wie Ty nur sein konnte. Ich zwickte in seinen Oberschenkel.
„Man hat mir gesagt dass man zu dir kommen soll wenn man ein Problem hat.“ , er sprach direkt Ty an.
Jetzt wurde ich hellhörig, sagte aber erstmal nichts.
„Das hat dir wer gesagt?“, Ty lehnte sich am Tisch nach vor.
„Erik.“

Ty schnaufte.
Hier stimmte etwas nicht.
Ich merkte genau das mein freund wusste um was es ging, aber seine Artwort war nur: „Da musst du dich täuschen. Ich bin nicht der den du suchst.“

„Bist du dir da sicher? Ich würde dir eine hohe Summe bieten.“, der Typ zog die Augenbrauen hoch.
„Kann mich hier mal jemand aufklären?“, fragte ich vorsichtig.
„Später Kleiner.“, Ty flüsterte fast.

Dann stand dieser komische Typ auch schon wieder auf und verzog sich wieder hinter die Bar.
Ich sah Ty einfach nur fragend an. Schüttelte den Kopf.
„Kannst du mir das vielleicht erklären?“
„Nein, das kann ich nicht vielleicht erklären.“
„Du machst mich echt fertig. Weißt du das?“, trotz dieser komischen Situation legte ich nochmal meinen Arm um ihn.
Wir entschieden uns das Lokal zu verlassen. Ty legte Geld auf den Tisch und wir machten uns auf.
Die Tür des Lokals fiel hinter uns ins Schluss und so schlenderten wir Richtung Auto.
Vorsichtig griff ich nach Tys Hand. „Du hast doch nichts mit Drogen am Hut oder?“
Er blieb abrupt stehen.
„Nein Izzy, ich hab nichts mit Drogen oder der Gleichen zu tun. Vertrau mir doch jetzt endlich mal.“
„Das fällt mir nach der Situation etwas schwer. Glaubst du mir oder?“, ich fuhr mir durch die Haare.
Wind setzte ein und wir machten uns auf schnell zum Wagen zu kommen. Mein Freund hatte meine Hand nicht losgelassen.
Ty drückte einen Kopf auf dem Schlüssel und öffnete das Auto.
„Stop!“, rief eine uns schon bekannte Stimme von hinten.  
Ty schnaufte. „Echt jetzt?“, flüsterte er kaum hörbar.
„Na toll.“, kam von mir.

„Ich weiß das du der Richtige bist. Der den ich suche. Erik hatte Recht.“, der Typ hab seine Hände.

„Steig in den Wagen.“, er meinte mich.  „Was?? Wies…?“  „Steig jetzt ein.“
Tat ich aber nicht, suchte nur auf der anderen Seite des Autos Schutz.
Ich beobachtete Ty. Er trat näher an den Kellner heran.
„Für wen arbeitest du?“, Ty knurrte. „Sagte ich doch schon. Für Erik. Ich habe mit ihm gesprochen und dann hat er mir ein Foto von dir gezeigt.“
„Für Erik also?“, ich vernahm ein hämisches Lachen, nachdem der Kellner die Frage mit Ja beantwortete.

Ty stemmte seine Hände in die Hüften und umrundete den Typ.
„Naja, Erik er…“, wieder ein böses Lachen. „Erik ist seit einem halben Jahr tot. Also glaube ich dass du mir nicht ganz sagst was Sache ist.“


Und dann ging alles ganz schnell.
Ty stand hinter ihm.
Sein Arm fuhr um seinen Hals und zog ihn an sich.
„Oh verdammt.“, flüsterte ich mir selbst zu.
Ty drückte ziemlich fest, denn man konnte den Typ nur noch schwer verstehen.
„Sag mir jetzt für wen du arbeitest!“
„Nein! Ich… i..ch sollte nur herkommen und mit deinem kleinen Freund wieder zurückkommen. Verdammt… Händige ihn mir aus und dir passiert nichts!“, er fing an zu schreien. Versuchte Tys Arm weg zuziehen.
Nur ohne Erfolg.
Nun zog Ty mit der freien Hand etwas aus seiner Jackentasche.
Zuerst konnte ich nicht erkennen was, dich bei genauerem hinsehen sah ich dass es ein Messer war.

„Nenn.mir.verdammt.nochmal.Namen!“, Ty führte das Messer unter das Kinn des Mannes.

„Du weißt doch Jay. Hackst du der Schlange den Kopf ab… wachsen ihr zwei nach.“
Daraufhin zögerte Ty nicht lange, ich sah weg, hörte ein Knacken und sein Genick war gebrochen.
Ich bewegte mich nicht von der Stelle.

Ich wusste gar nicht woran ich gerade denken sollte bzw. was mir gerade mehr Sorgen bereitete.
Das mein Freund gerade jemanden getötet hatte oder dass dieser Typ ihn Jay nannte.


Es fühlten sich wie Stunden an, in der Zeit der ich noch hinter dem Auto wartete.
Ich hatte mich hingesetzt, holte eine Zigarette aus meiner Jacke und machte sie an. Oh ja, die brauchte ich jetzt!
Dann bemerkte ich wie sich jemand neben mich stellte. Ganz vorsichtig sah ich nach oben und blickte in Ty’s verwirrtes Gesicht.
Er bückte sich zu mir. „Alles okay?“, fragte er sanft.
„Das kann nicht dein verdammter ernst sein oder?“

„Ähm, doch?“, es war eher wie eine Frage an mich gerichtet.

„Bist du bescheuert?“, meine Stimme wurde piepsig und ich fuchtelte mit meinen Händen als er mit hoch helfen wollte.
„Lass das!“, fauchte ich, als er nach meinem Arm fasste. Vorsichtig blickte ich, mit halb zugekniffenen Augen über Ty’s Auto und entdeckte dann auch den Kellner, der regnungslos auf dem Boden lag.

Sofort wurde mir schwindelig.
Ich torkelte einen Schritt zurück, sodass Ty dann doch meinen Arm zu fassen bekam.
Aus meinem Mund kamen unerwartet komische Laute und ich wechselte zwischen Ty  und dem Toten hin und her.
Und dann wurde mir übel.
Ich hielt meine Hand vor dem Mund, musste würgen.  
„Izzy! Beruhig dich…“, er sprach ganz sanft und war ziemlich ruhig für das dass er gerade jemanden umgebracht hatte.
Jeden Moment hatte ich das Gefühl die Kotze würde mir hochkommen.

Ty ging um mich herum, öffnete die Beifahrertür den Autos und deutete mir mich zu setzen.

„Nein!“, sagte ich verwirrt. „Ich steig da bestimmt nicht ein.“  
Ich machte kehrt und ging ein Stück von diesem Tatort weg.
Atmete tief durch und wagte dann nochmals einen Blick.  
„Ne..“, flüsterte ich leise.

„Ne… Ich..“, kurze Pause. „..steig da nicht ein. Du hast… du hast…“, ich konnte kaum sprechen, deutete also auf den Kellner.
Dann ging ich wieder in die Hocke.

„Babe bitte. Ich fahr dich nach Hause.“, er ging ein paar Schritte auf mich zu.

„Bleib weg von mir.“  
„Du.. du bringst hier nen einfachen Kellner um und dann?... War das überhaupt ein Kellner. Ich verdammt.“, meine Stimme war hysterisch  geworden.

„Und wer zum Fick ist Jay!?!“

Ich konnte keinen klaren Gedanken fassen. Es war so surreal.

„Lass mich dich jetzt nach Hause bringen.“
Und dann stand ich auf und machte mich zu Fuß aus dem Staub.
Ich konnte Ty immer noch rufen hören.
Nach einiger Zeit wurde seine Stimme aber immer leiser und irgendwann verblaste sie ganz.
Im nachhinein war es eine ganz doofe Idee alleine abzuhauen. In einem Ort den ich nicht kannte.
Ich war die ganze Nacht auf den Beinen.
Spürte wie im Abstand von 5 Minuten immer wieder mein Handy in meiner Hose vibrierte.

Sicher Ty. Oder Jay. Oder wie er sonst auch heißen möge.  
Ich hätte mir nie vorstellen können dass mein Freund so unfassbar große Geheimnisse vor mir hatte. Ich kannte ihn. Wir waren von Klein auf jeden Tag zusammen. Wie hatte das alles passieren können?

Nach einiger Zeit fand ich eine verlassene Parkbank. Holte mein Handy aus der Hose und las erstmal Tys Nachrichten.

-Wo bist du???

-Izzy Bitte!!

-Ich hol dich ab. Bitte Izzy. Alleine bist du nicht sicher!

- Baby. Ich liebe dich! Wo bist du zum Fick?

Ich war so verdammt wütend.
Am liebsten hätte ich mein Handy auf den Boden geschlagen. Wär mit aller Kraft draufgetreten.

Dann kam wieder eine Nachricht an.

-Du musst es nicht verstehen. Ich glaub das kannst du auch gar nicht. Du kommst aus einer komplett anderen Welt als ich. Und genau vor dieser versuche ich dich zu beschützen!

Ich hatte das Gefühl er meinte mit ‚anderen Welt‘ die Unterschicht. Die verdammte letzte untere Schicht aus der ich nun mal kam.  
Nie konnte ich mich über den Standard den wir in unserer Familie hatten beschweren. Aber Ty war nun doch ein anderes Kaliber. Seine Familie hatte nun mal Geld und und und.
Ich hatte das Gefühl das sein Problem nur die hohe Schicht etwas anging.
Er vermittelte mir mit seinen Nachrichten nicht gut genug für seine Welt zu sein. Also überwand ich mich und schrieb zurück.

-Ty. Wenn du überhaupt so heißt. Du hast mir immer das Gefühl gegeben etwas besonderes zu sein. Wichtig zu sein. Und nun hab ich das Gefühl dich nicht mehr zu kennen. Seit Wochen bist du komisch.  Seit Wochen gibst du mir das Gefühl nicht mehr gut genug zu sein. Du hast mir versprochen dass unsere Lebensverhältnisse nie zwischen uns stehen werden. Das du mich für das liebst was ich bin. Das es keinen Unterschied macht ob du mehr und ich weniger Geld besitzen. Doch anscheinend hatte ich unrecht. Was ich heute Abend gesehen habe, war schockierend. Du hast einen Menschen umgebracht. Verdammte Scheiße. Das ist zu viel. Und dann tust du das auch noch vor meinen Augen. Diese Geheimnisse die du anscheinend vor mir hast machen mich kaputt. Das zerstört mich. Ich mache mir verdammte Sorgen um dich. Ich hab keine Ahnung wie du aus dieser Scheiße wieder rauskommen willst. Keine Ahnung was ich jetzt tun soll…

Nach kurzem Überlegen schickte ich die Nachricht dann auch wirklich ab.
Keine 10 Minuten später traf auch schon Tys Antwort ein.

-Ich kann das mir dir nicht übers Telefon klären. Wo bist du? Ich hol dich ab.

-Ich hab sowas von keine Ahnung!

-Schick mir deinen verdammten Standort!

-Nö. Lieber sauf ich mich hier ins Koma. :*

Daraufhin stellte ich mein Handy aus.
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