Agent Ravelish - Im Dienste der Republik

GeschichteThriller, Sci-Fi / P16
OC (Own Character)
05.08.2019
30.09.2020
112
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31.07.2020 2.646
 
Kapitel 87: Die Bewerbung

Tytus Ravelish nickte...während sich in ihm ein unbändiger Sturm aus Bildern, Hoffnungen, Erwartungen und Vorahnungen zusammenbraute, der einzig durch sein gnadenlos starkes Pflichbewusstsein im Zaum gehalten wurde. „Nachricht empfangen“, schnarrte eine stark abgemischte und beeindruckender Weise auf Tytus´ akustisches Wahrnehmungsvermögen peinlich genau zugeschnittene Stimme aus dem Analysecomputer,  den er gemäß einiger unmissverständlicher Anweisungen vor sich auf dem Boden abgestellt hatte...und an dessen seitlichem Rand eine Reihe bislang unbenutzter, wahrscheinlich nachträglich eingebauter Antennen ausfuhr... „Absender authentisch. Doppelte Decodierung erfolgreich angewandt. Daten aus Binärcode in Basic überschrieben und verifiziert. Authentifizierung des Empfängers erforderlich...Genetische und Morphologische Daten werden ermittelt. Genetische Signaturen erkannt. Morphologische Signaturen mit Datenbank C 78 und Registerkartei 9-Omega-6 abgeglichen. Datenverarbeitung läuft. Einer von vier Agenten positiv erkannt. Datenverarbeitung läuft. Zwei...drei Agenten positiv erkannt. Datenverarbeitung läuft. Error. Ergebnis von Anwendung Simultan-Paraskopie.exe konnte nicht empfangen werden. R-00 unklar. Person mit der Kennziffer T.R. nicht verifiziert. Verbindung zu 60 Prozent gehalten. Sicherheitszeitraum zu 80 Prozent aufgebraucht. Zeit für die Übertragung korrekter Daten läuft ab..Positiv. Daten treffen ein. Authentisch. Agent R-00 verifiziert und eingeloggt.“ Innerlich atmete Tytus Ravelish wie nie zuvor auf...er hatte soeben etwas getan, das ihn an den äußersten Rand seiner Improvisationsgabe gedrängt hatte...um die genetischen Scanner des Computers und die erschreckend genaue Datenbank am anderen Ende der hochgesicherten Leitung zu überlisten...instinktiv hatte er den einzig möglichen Fehler in der zu analysierenden DANN gefunden, die der Computer auf Distanz von ihm hatte erkennen können...nämlich die Rückstände der Mittel, die Destination ihm verabreicht hatte...und die er dadurch hatte unkenntlich machen können, dass er die kleine Ampulle aus seiner Tasche gezogen und geöffnet hatte...Dampf war entwichen und hatte sich mit der Raumluft gemischt, sodass jegliche Rückstände der Substanzen, die er noch in sich trug, vom Analysecomputer als Verunreinigungen  der Luft erkannt werden mussten...während er selbst komplett ruhig geblieben war...und keinerlei unnötige Stresshormone ausgeschüttet hatte...langsam hob er nun den Kopf...und blickte auf den Bildschirm, der auf dem Boden vor ihm lag... auf ihm war die Silhouette einer Person in Form eines verzerrten Piktogramms zu sehen, die ihn und genau drei andere Personen auf diesem Planeten anstarrte...und dabei einige Daten vor ihm abspulen ließ, bei denen es sich um scheinbar Sinnlose Zusammensetzungen aus Wörtern und Zahlen handelte, die Tytus weder entziffern konnte, noch sollte...während ihm mehr und mehr klar wurde, dass Erayn Canodairs Verbündete für das RSB ein Netz aus Sicherheitsmaßnahmen generiert hatten, das mit einer Sektorblockade zu vergleichen war, von der die Republik höchst wahrscheinlich mit den verbliebenen Ressourcen keine einzige mehr aufbieten konnte...Tytus versuchte das vorherzuahnen, was vor ihm lag...und das er gleichermaßen unendlich stark ersehnt hatte...und auch im tiefsten Inneren fürchtete...während eine alte, sonorische Männerstimme zu sprechen begann, die weder Höhen, noch Tiefen besaß und so schnell sprach, dass, selbst wenn es welche gegeben hätte, kein Passant ihr hätte folgen können: „Der Zeitpunkt ist gekommen, sie einzuweisen und auf ihre Aufgabe im Dienste der Republik vorzubereiten. Doch hier nur in aller Kürze. Ihre bisherige Identität wurde seit ihren öffentlichen Ermordungen aus allen republikanischen Registern inklusive des Polizeiregisters gelöscht und existiert lediglich in einem von uns verwalteten Backup. Im folgenden erhält jeder einzelne von Ihnen weitere vertrauliche Details bezüglich des bevorstehenden Briefings, ihrer zu absolvierenden Tests und dem von ihnen zu schwörenden Eid auf den Schutz und die Verteidigung der galaktischen Republik. Ändern sie schnellstmöglich ihre Kleidung und ihr Aussehen, bevor sie sich auf den Weg zum Base Zero machen. Alles weitere erfahren sie dort.“ Die Verbindung endete in dem Moment, in dem ein offensichtlich angetrunkener Droidenverkäufer mit mehreren seiner zum Verkauf angebotenen Exemplare um die Ecke taumelte. Während die Worte des offensichtlich alten Mannes noch in seinem Kopf nachhallten drehte sich Tytus Ravelish mit einem kumpelhaften Lächeln zu dem Mann um und lallte: „Na, alter? Hast wohl auch aufs falsche Pferd gesetzt, oder?“ Hinter ihm begann der Bildschirm zu blinken...Daten erschienen...Daten, die so wichtig waren... „Auf welches Pferd, du schlitzohriger Panto-Junkie?“ Für einen kurzen Moment schaute sich Tytus in alle Richtungen um...sah auf die eintreffenden Daten...und staunte nicht schlecht, bevor er realisierte, dass dieser betrunkene Verkäufer ein Geschenk des Himmels war...das er sofort annehmen musste, auch, wenn er zu Mitteln griff, die nur durch seinen Auftrag gerechtfertigt wurden. „Na, wie du, Ryloth-Robo, auf Dinger wie den hier“, presste Tytus sichtlich angestrengt über die Lippen, während er in die Richtung seines Droiden Tezero deutete, der als unscheinbare Kugel in der Ecke des kleinen, nur zwei Etagen hohen Innenhofes lag. Verständnislos stielten die müden, aber aggressiv funkelnden Augen des Droiden-Verkäufers zu der Kugel herüber...und bemerkten nicht, wie Tytus´ Arm herangeflogen kam...und die im Vollrausch entstandenen Träume des Verkäufers durch einen gezielten Schlag auf seine Schläfe ins unermessliche verschönerte. Sich kurz davon überzeugend, dass der Händler keinerlei Sensoren oder Abhörgeräte an sich trug entfernte der Balkronide dessen lumpigen, abgewetzten Ledermantel und verpasste ihm eine kurze Injektion aus der bläulichen Ampulle...deren Wirkung er mehr als gut kannte, bevor er sich auch die schmutzige Brille und eine Halskette des Mannes zulegte, den er mit wenigen Handgriffen hinter einer Wand aus stillgelegten Rohrleitungen versteckte. Dann schnappte er sich mit einem kühnen Lächeln den Analysecomputer...und überflog bereits im Gehen die darauf genannten, verständlicherweise auf ein Minimum reduzierten Daten...nein...er überflog sie nicht...er saugte sie in sich auf...und musste dabei mehrmals voller Stolz, Vorfreude und Neugierde lächelnd den Kopf schütteln, während er sich mit schnellen Schritten einen Weg durch die Gasse vor sich bahnte...und Tezero ohne zu zögern mit einem Druck auf die einzige noch lose Kabelverbindung der kleinen Kugel aktivierte...denn der erste Satz verriet ihm bereits das, was er schon lange sehnlichst hatte hören wollen...und womit er gerechnet hatte...ja, was er in seine Pläne und Schritte sorgfältig eingeplant hatte... der Satz war...mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht der Feder des noch unbekannten, alten Mannes entsprungen, sondern ging mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf Erayn Canodair höchst selbst zurück: „Tytus Ravelish, begeben sie sich unverzüglich zu den angegebenen Koordinaten, sodass sichergestellt ist, dass sie gegenüber ihrer Zielpersonen mindestens 17 Minuten Vorsprung haben. Diese Zeit wird es brauchen, um sie vorab ein Update der Situation RSB geben zu können.“

„Hallo? Guten Tag? Guten...Abend?“, surrte eine feine, gut überhörbare Stimme aus Tytus´ Manteltasche, während dieser mit gesenktem, von der Sonnenbrille zumindest teilweise bedecktem Kopf zu den wenigen Taxen herüber spurtete, die auf dieser Ebene halt gemacht hatten...um bei einer Örtlichen Treibstoff-Lotterie teilzunehmen. Tytus besah die Koordinaten auf seinem Analysecomputer scharf, während er behände in seine Tasche Griff und den leicht ungeschickt zappelnden Droiden aus ihr hervor zog, dessen abgenutzte, röhrenförmige Augen sich sofort in alle Richtungen umzusehen versuchten, doch Tytus richtete sie genau auf sich selbst und keuchte mit unmerklich bebender Stimme: „Hallo, kleiner. Ich weiß, dass du jetzt wissen willst, wer du bist, wie du heißt und was deine Aufgabe ist. Das erzähle ich dir alles während des Fluges mit diesem netten...Taxi.“ Nur kurz drehte er sich zum Fahrer um und warf diesem eine Handvoll Kredits zu, die sich ebenfalls in der Manteltasche befunden hatten, bevor er mit scharfem Ton rief: „Hey! Los, Kumpel! Oder willst du heute nichts mehr verdienen?“ Der lustlose Fahrer unterschied sich nur Kaum von seinen gefühlt Millionen Kollegen, einzig seine Körpergröße war mit weniger als 40 Zentimetern durchaus befremdlich, insbesondere, wenn Tytus mit gespielter Lässigkeit bedachte, dass die Steuerungen dieses dreieckigen, von unzähligen Lampen beleuchteten Taxis sich überhaupt gar nicht von der der anderen Gefährte unterschied...doch während in seinem Kopf die Gedanken bereits wieder im Strom der Vorfreude tobten, demonstrierte der affenartige Fahrer mit einem protestierend klingenden Krächzen, dass er sehr wohl mit dem geradezu teuflisch schnellen Luftgleiter umgehen konnte...der selbst das halsbrecherische Gefährt von Mopec Draker binnen Sekunden überholt hätte. „Doch zuerst“, wandte er sich während einer rasenden Beschleunigung fieberhaft seinem Droiden zu, dessen Augen auf den unzähligen, wild blinkenden Gebäuden der Ebenen über ihnen klebten, „greifst du bitte auf dein Orientierungsprogramm zurück und sagst mir so schnell du kannst, wo diese Koordinaten liegen!“ Ohne, dass der windig hüpfende Fahrer den Bildschirm genau zu sehen bekam, auf dem Tytus die Informationen in verschlüsselter Form abgespeichert hatte, übermittelte er seinem unsicher zuckenden Droiden die Daten...dieser erweiterte seinen Arbeitsspeicher um einige zugeschaltete Prozessoren und gab ein kurzes, im brausenden Wind verhallendes Fiepen von sich, bevor er die Antwort parat hatte...die Tytus´ Augenbrauen abermals in anerkennendem Respekt empor gleiten ließ... „Nun, der Planet, auf dem wir uns befinden, scheint Coruscant zu sein, die Hauptwelt der Galaktischen Republik. Wenn dem so ist, dann ist bei diesen Koordinaten die Einsatzzentrale der Senats-Kommando-Wachen zu finden, deren Zutritt nur Mitgliedern der Senatswache und Politikern ab der Rangstufe 3.2 vorbehalten ist, es sei denn...“ „Ich bewerbe mich als Rekrut bei der Senatswachen-Kommando von Coruscant, richtig?“, hakte Tytus lächelnd nach, wissend, dass der Droide, in dem noch immer der Polizeispeicher von 73-X-0 eingebaut war, die Antwort kannte... „Ja, das ist richtig. Sollten sie wirklich die Ambitionen haben, in den Ehrenvollen Dienst der Senatswachen einzutreten, Master...nun...wie darf ich sie nennen?“ Tytus sah auf das Chronometer, das er sich selbst eingestellt hatte...und dachte für einen kurzen Moment an die anderen drei Personen, die ebenfalls schon bald in den Dienst der Republik eintreten würden...bevor er dem Fahrer die Zielkoordinaten nannte und sich seinen Mantel zufrieden zurecht rückte. „Von meinen Ambitionen wirst du noch früh genug erfahren, Tezero. Und du wirst kein Wort über sie verlieren...zu niemandem, mein kleiner Freund, denn du wirst mit mir dort hineingehen...und an meiner Seite Dinge tun, von denen niemand etwas wissen sollte. Deine Fähigkeiten werde ich dir auch zeigen, wen es soweit ist...und mein Name...ist für die nächsten Minuten Elyrion Gügar Mopped.“ Während der Luftgleiter steil die Ebenen hinaufschoss...und der Wolkenverhangene, von unzähligen blinkenden Gleiterbahnen und Raumschiffkonvois überzogene Himmel über Coruscant langsam in Sichtweite kam, verstaute Tytus den kleinen Droiden in seiner Manteltasche...und vernichtete unauffällig, aber wie ihm durch die letzte Zeile der Nachricht befohlen,  den Analysecomputer, bevor dieser auch nur im Geringsten hätte die Aufmerksamkeit des Piloten oder anderer Augen hätte erregen können. Ein unauffälliges, leichtes Wummern in seiner Tasche zeugte derweil eindeutig davon, dass Tezero auf Hochtouren all die wenigen Daten analysierte und verarbeitete, die er nun hatte...und das war gut so...Tytus schloss aus der hohen Rechenleistung des Droiden, dass im Zuge der „Umbauten“ nicht allzu viel von den Kapazitäten und Möglichkeiten der Prozessoren von Tezero verloren gegangen war...und vom Speicherplatz, den der Droide nur noch in stark von Tytus ausgewählten Maßen einsehen und nutzen konnte...ohne, dass irgendjemand etwas von Tezero wusste...weder die Personen, die ihn in den nächsten 15 Minuten erwarten würden...noch die, aus deren Gewalt er sich hatte von Raven befreien lassen...und schon gar nicht die drei von ihm versammelten „Mitstreiter“...denen er zwar sehr viel zutraute...nicht aber, dass sie so weit denken würden, dass Tytus...egal, wie er es drehte und wendete und wie er seine Hoffnungen gegen all die schrecklichen Voraussagen seiner selbst abwog, Tezero war in jedem Falle sein Joker...den er in den entscheidenden Momenten nutzen würde, in denen es darauf ankam...wie er sich entschied...

„Ihre Bewerbung wird geprüft. Für die Musterung bitte auf Subebene 4, Station 7. Und denken sie immer daran: Es zählt nur die Republik.“ „Verstanden. Danke, Sir.“ „Viel Erfolg ihnen“, rief Captain Gievert T. Kyatt dem schmächtigen, jungen Burschen hinterher, der sich noch einmal kurz umsah, um dann mit schnellen, getriebenen Schritten in der Planetaren Einsatzzentrale des Senats-Kommandos verschwand...genauer gesagt, im trauriger weise viel zu selten benutzten Rekrutentor, durch das der junge Anwärter in das mühseligen, aber in den letzten Monaten mangels ausreichender Rekrutenzahlen stark vereinfachten Testprogramm des Senats-Kommandos gelangte. Captain Kyatt schüttelte seufzend den Kopf, während er sich wieder zurück in seinen Sitz hinter dem offenen Pult sinken ließ, der ideal auf seine Beeinträchtigungen abgestimmt war. Früher, das wusste der betagte Kommando-Captain, hätten Anwärter wie diese es nicht so weit geschafft...früher war der Dienst in der Senatswache noch eine Ehre für jeden gestandenen Aristokratensohn auf Coruscant gewesen...doch jetzt...traute sich angesichts der bitteren Opferzahlen auf Außenmissionen kein anständiger Mann mehr, sein Leben in einer blauen Rüstung aufs Spiel zu setzen, wie es diese Klonsoldaten tagtäglich taten. Kyatt selbst hatte für einen Moment darüber nachgedacht, die Rüstung nun endgültig abzulegen, nachdem er in einem Bacta-Tank von einem Escort-Einsatz auf Malastare zurückgekehrt war...und das einzige, was Senator Verronis als Gegenleistung für sein linkes Bein und gut drei Dutzend seiner Männer gehabt hatte, war ein lustloses, abwesendes „Danke, Captain.“ gewesen...doch Kyatt hatte sein Leben lang in der Senatswache gedient...und hatte zu viele Senatoren kommen und gehen gesehen, um sich dadurch aus der Bahn werfen zu lassen. Deswegen akzeptierte der grauhaarige Veteran seine neue Aufgabe als Rekrutierungsoffizier...auch wenn diese ihn in seinen trüben Gedanken allermeistens nur noch bestärkte... gekonnt rückte er seinen treuen, alten Helm auf dem Pult zurecht, während er mit einem strengen Nicken den nächsten Anwärter in Augenschein nahm...bei dem es sich tatsächlich seit langem wieder einmal um einen Nicht-Menschen handelte, in dessen Augen Captain Kyatt erstaunlicherweise ein Funkeln erkennen konnte, das er schon lange nicht mehr gesehen hatte. „Ihr Name?“ „Mopped. Elyrion Gügar Mopped.“ Der junge Mann lächelte herausfordernd...als wüsste er, dass der Captain seit einem seiner früheren Missionen einen gewissen Respekt für Nicht-Menschliche Kameraden hatte. „Ihre Bewerbung ist bereits eingegangen. Interessant. Soso. Ja.“ Der Rekrutierungsoffizier verzog keine Miene...nicht wissend, dass sein Gegenüber genau wusste, was er nun dachte, während er das vom Senat aus abgeschickte Bewerbungstableau des jungen Mannes, vermutlich eines blauhäutigen Pantoraners, überflog. „Hiermit melde ich mich freiwillig für den Dienst im Namen der Republik. Doch ich möchte nicht mein Leben mit dem feigen Schutz von Senatoren verschwenden. Deswegen bitte ich sie, mich mit all meinen Talenten an vorderste Front zu schicken. Seite an Seite mit den Klonen möchte ich die Separatisten zerschmettern, die Droiden vernichten und jeden einzelnen Planeten vor der Ausbeutung retten.“ Der Captain lächelte, doch sein Gegenüber  blieb ernst...und nickte nur mit einem glühenden Ehrgeiz in den Augen... „Darf ich zu den Tests?“, fragte er geradezu provokant, während sich Captain Kyatt kurz umsah und dann mit schief gelegtem Kopf und vor sichtlicher Aufregung leicht zitternden Fingern nach seinem Comlink griff und eine hohe Frequenz einstellte. „Colonell Elmerin? Hier Captain Kyatt, Rekrutierungsbüro.“ „Was gibt es?“, meldete sich eine genervt klingende Stimme vom anderen Ende der Leitung, „ich muss gleich zu einem Treffen, also fassen sie sich kurz.“ „Sir, ich...habe hier einen Kandidaten...für das Präventionsprogramm. Soll ich ihn zu den regulären Tests schicken?“ Die Stimme am anderen Ende der Leitung verstummte kurz, dann beruhigte sie sich sichtlich und hauchte: „Nein, Captain. Schicken sie ihn zu mir...ich werde ihn persönlich begutachten.“ „Jawohl, Colonell, Sir. Gügar Mopped. Dann darf ich sie beglückwünschen. Sie haben eine Audienz beim Chef. Er ist jedoch nicht hier, sondern auf Subebene 2. Bitte passieren sie und gehen ohne Umwege zu seinem Büro.“ „Vielen Dank, Captain. Ich freue mich auf den Dienst bei der Senatswache!“ Als Tytus Ravelish den wie elektrisiert auf sein Data-Pad schauenden Captain und einige Sicherheitsscanner passiert hatte, gegen die Tezeros Außenhaut wohl gefeilt war, betrat er ein Labyrinth aus frisch geputzten Gängen, durch das er von einem Kadetten geführt wurde...bis zu einer Tür, die er alleine passieren musste...und dann...stand er wenige Sekunden später einem wie aus dem nichts aufgetauchten, hoch dekorierten Offizier der Senatswachen gegenüber...Bevor sich die Tür hinter ihm schloss, begrüßte er Colonell Elmerin mit gestellter Höflichkeit, während in ihm die Sekunden herunter zählten bis... „Guten Tag, Colonell. Ich melde mich freiwillig für den Frontdienst.“ „Nein...sie melden sich gerade für viel mehr...“
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