Agent Ravelish - Im Dienste der Republik

GeschichteThriller, Sci-Fi / P16
OC (Own Character)
05.08.2019
08.10.2020
118
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10
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05.08.2019 861
 
Es ist schon komisch, oder?
Während das Imperium wie auch die Rebellenallianz und sogar der Widerstand händeringend nach Freiwilligen für den galaktischen Krieg sucht, scheint die Republik zumindest bei Fronteinsätzen beinahe ausschließlich auf ihre Klontruppen zu vertrauen. Was aber, wenn ein talentierter Idealist sich anschickt, den Klonen und Jedi beizustehen und sich freiwillig für den Dienst in der Armee der Republik meldet? Dies ist die Geschichte des zur Legende gewordenen ersten "Republic Agent", der so kurz davor stand, das Blatt im Galaktischen Krieg zu wenden...
Viel Spaß mit dieser etwas anderen StarWars-Heldengeschichte

Jedi-Chronicles

Kapitel 1: Das Himmelsfeuer

Kapitel 1: Das Himmelsfeuer

"Alle Mann auf ihre Posten! Hee---Gassaaaa!", brüllte eine reißende Stimme gegen den tosenden Wind an. "Los! Los! Looooosss!" "Drassaaarrr!" Mit lautem Kampfgeschrei schossen die Männer wie Pilze aus dem Boden und stürmten, wie von einer Feuerwalze getrieben, zu den Schützengräben und Verteidigungsmauern. "In den Kaaammmppfff!" Gai Ravelish war ein monströser Hüne, bestimmt zweieinhalb Meter groß und breit wie ein Panzer. Mit ausgestrecktem Reversierkatapult rannte der muskulöse, grüne Balkronide über die Sturmumtoste Ebene hinweg und erklomm den Aussichtsfelsen. "Sie kommen! Freetreeee!", brüllte er seinen gut zweihundert Männern zu, die ihre teils schweren Waffen in die Höhe wuchteten.
"Tytus!" "Ich bin hier, Vater!", antwortete ein reichlich kleinerer und schmächtigerer Balkoniden-Kämpfer und rollte sich geschickt hinter den Felsen, während er hektisch und mit raschen Blicken versuchte, die Situation einzuschätzen.  "Sie werden uns überrennen, Vater! Wir sollten uns verstecken!", rief er instinktiv zu seinem Vater, dem Kriegsherren hinauf, der die ersten schwarzen Punkte bereits aus den dichten Wolken hervorbrechen sehen konnte. "Nichts da! Unser Planet wird sich niemals unterwerfen!", grölte dieser und warf seinem Sohn einen tadelnden Blick zu. Der Junge versuchte es ein letztes Mal: "Wir hätten das nicht tun müssen! Wir hätten die Republik um Verstärkung bitten...sonst ist unser Schicksal besiegelt.." Donnernd schallte die Stimme des Vaters über das Land hinweg: "Ach! Schande über die Galaxis! Diese erbärmlichen Klone der Republik können uns nicht helfen! Die Republik ist schwach und wir...wir sind es nicht! Hört mal alle her! Wir sind die, die der Republik zeigen werden, wie man diesen Krieg zu führen hat! Es gibt hier keine Republik! Für uns gibt es auch kein Schicksal!" "Aber! Vater! Die Repu..." "Zum Angrifffff!"

Dröhnend schossen die Tiefflug-Kanonenboote der Separatisten aus dem finsteren Sturm hervor und gingen auf Angriffsgeschwindigkeit. Tytus Ravelish hielt für einen kurzen Moment den Atem an. Er schaute sich zu seinen voranstürmenden Artgenossen um, die allesamt gewaltige Waffen trugen...wie auch er selbst...dann sah er im Hintergrund sein Dorf...hunderte seiner Freunde waren hinter den Holzpalisaden eingekesselt...und dann...stürmte auch er los. Er war kleiner...er war vielleicht schwächer...aber er war dennoch der beste seines Alters. Er hatte hart dafür gekämpft, in die Kriegerklasse aufgenommen zu werden...und jetzt würde er es nicht vermasseln!

Die Raketenmagazine der Kanonenboote spien Blitz und Donner. Ein jedes von ihnen brannte sich eine lodernde Schneise durch das karge Land, während es mit rasender Geschwindigkeit auf die Krieger zuschoss, die mit ihren primitiven Schleuderwaffen nicht ein einziges zu stoppen vermochten. Mit vorgehaltener Hand schoss Tytus unter dem ersten Kanonenboot hindurch, bevor er sich in einen der Schützengräben fallen ließ. Überall um ihn herum hörte er Explosionen. Schreie. Krachender Boden. Dann...Stille. Ravelish schaute auf. Er taumelte durch den dichten Rauch vorwärts, stolperte ein paar Mal und kroch anschließend in der Deckung einiger aufgeschlagener Steinformationen weiter....bevor er aus dem Augenwinkel eine Person am Boden liegen sah, die sich ebenfalls stöhnend auf die Beine kämpfte. "Vater! Laauuufff!", presste er instinktiv heraus, bevor das Inferno von einer Sekunde auf die nächste in Form eines schweren, vierflügligen Landungsbootes auf ihn zugeschossen kam. "Rooaaaarrrr!", erklangen die Kampfschreie der letzten noch stehenden Balkroniden, die in schierer Wut auf das gerade aufsetzende Landungsschiff feuerten. "Feigling!", rief der Vater seinem Sohn zu, während er sich aufrappelte und todesmutig auf das sich öffnende Tor zuschoss. "Sie wüssten genau, wo wir sind...und wie viele! Wir haben keine Chance!", brüllte Tytus ein letztes Mal, bevor sein Blickfeld von einer niederschmetternden Anzahl an Kriegsrobotern eingenommen wurde. "Zerstört sie! Alle!", riefen wütende Stimmen. Dann...kam der Feuerregen.

"Schwächling...." "Davonlaufen..." "Versager..." Und das alles nur, weil er nachdachte. Weil er überlegte und versuchte, einen Sinn in all dem zu finden… Stöhnend ließ sich Tytus Ravelish auf die verkohlten Überreste des Droidenpanzers sinken, den er zuvor in einem Sturm der Verzweiflung zerstört hatte. Er war geflohen...war weggerannt...weg von seinem Volk...weg von seinem Planeten. Die Zentrale Ebene war nun unter der Kontrolle der Separatisten. Der Droiden. Der Maschinen. Wütend schaute er von seinem abgelegenen Platz auf das Schlachtfeld hinunter. Und dann...lief er davon. Hinaus in die modrige Steppe. In die Ferne, in Richtung des Rauchüberzogenen Horizonts. Weg von der Droidenhorde...Doch er zog sich nicht zurück....denn er war kein Feigling...kein Versager....Er war für mehr bestimmt. Für viel mehr.
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