Geschichte: Fanfiction / Prominente / Musik / K-Pop / EXO / We are one

We are one

GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
Byun Baekhyun Park Chanyeol
04.08.2019
04.08.2019
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„Bist du dir sicher, dass die Kameras aus sind?“

„Es ist nach Mitternacht. Da wird nicht mehr gefilmt, Yoda.  Müsstest du das nicht wissen nach all den Wochen hier?“

Mit einem Klick öffnete er die Tür zu der Kabine, in der wir als bis spät in die Nacht hinein unsere Gesang- und Rap-Parts einstudiert und perfektioniert hatten. In der wir Krisensitzungen oder Einzelgespräche mit dem aktuellen Leader geführt hatten. In der wir ungestört mit der Familie telefonieren konnten und in der ich viel Zeit mit ihm allein verbracht hatte, auch wenn wir in unterschiedlichen Gruppen waren. Um mit ihm zu reden, ihn besser kennenzulernen und um ihn besinnungslos küssen zu können. Das Letztere natürlich immer, wenn wir wussten, dass die Kameras aus waren. Unzählige Male hatten wir uns spät nachts in die Kabine geschlichen, auch in den letzten Wochen, obwohl wir uns mittlerweile ein Zimmer teilten. Aber wer machte schon gerne miteinander rum, wenn noch zwei andere im Zimmer mitschliefen?

Es war ein offenes Geheimnis unter den anderen Kandidaten, dass zwischen uns mehr als Freundschaft war. Immerhin sahen sie uns jeden Tag miteinander flirten und waren mehrmals Zeugen, wie wir uns länger berührten als es nötig gewesen wäre oder wie wir uns gegenseitig ansahen. Sehun war sogar überzeugt, dass sich unsere Augen jedes Mal in Herzen verformten, wenn wir uns gegenseitig beobachteten.

Kurz gesagt, wir waren schon von Beginn an sehr offensichtlich verliebt ineinander gewesen und mich wunderte es bis zum heutigen Tag, dass die Produzenten noch nicht eingeschritten waren und mich aus der Sendung geschmissen hatten, denn ihn hätten sie niemals gehen lassen, denn er war perfekt. Er war das absolute Gesamtpaket. Er war alles was man sich von einem Idol wünschte. Er war ein Visual, seine Dualität war kein Joke. Innerhalb Millisekunden konnte er von niedlich auf verdammt sexy umschalten. Wir hatten in dieser Staffel fünf perfekte Vocals und er war einer davon. Er konnte verdammt gut tanzen und seine Bodyrolls waren die heißesten die ich jemals gesehen hatte. Seine Bühnenpräsenz war unschlagbar. Wenn er die Bühne betrat, lagen alle Augen auf ihn. Und dann war da noch sein bezaubernder Charakter. Jeder liebte ihn. Es war unmöglich ihn nicht zu mögen. Er war lustig, brachte jeden zum Lachen und hellte jede Stimmung auf. Wenn er ein Raum betrat, ging die Sonne auf. Sein Lachen war ansteckend und er war für jeden Blödsinn bereit. Aber er konnte auch ernst sein, wenn es verlangt wurde. Er arbeitete immer sehr hart, war immer einer, der als letztes den Trainingsraum verließ. Er nahm nichts als selbstverständlich an. Wenn jemand Hilfe brauchte, war er für ihn da und tat sein Möglichstes, um zu helfen. Er war liebevoll, warmherzig und der beste Beste Freund, den man sich wünschen konnte und er war absolutes Boyfriend Material. Und ich liebte ihn mit jeder Faser meines Körpers.

Und in wenigen Stunden könnte für mich alles vorbei sein. Das Finale stand an und ich wusste nicht, ob ich es in die Band schaffte. Mein Ranking war wackelig und es schwankte von Sendung zu Sendung. Mal war ich auf Platz 5 und in der nächsten Woche war ich schon wieder auf 11 und somit auf keinen Fall in der Band. Aus neun sollte die Band bestehen und wir waren noch 20. Elf würden ohne Debüt zurück zu ihren Agenturen gehen und nach meinem neunten Platz von letzter Woche war ich ein Wackelkandidat, während er sicher in der Band war. Es wäre ein Skandal, wenn er, der immer auf Platz 1 oder 2 war, es nicht schaffen sollte.

Lustigerweise wäre es für mich nicht mal das schlimmste, wenn ich nicht debütieren könnte. Für mich wäre es viel schlimmer ihn nicht mehr um mich herum zu haben. Ihn nicht mehr jeden Tag zu sehen, ihn nicht mehr umarmen zu können, wenn es mir danach war und von ihm all die Küsse zu stehlen nach denen ich mich 24 Stunden am Tag sehnte.

Die Tür fiel hinter uns zu und wie immer schlossen wir sicherheitshalber hinter uns ab. Nachdem Sehun einmal in unsere Knutscherei hineingeplatzt war, hielten wir es für besser und Risikofreier. Sehun hatte uns nie verraten und war ein stiller Supporter. Manchmal hegte ich auch den Verdacht, dass er hinter unser Rücken einen Fanclub für uns gegründet hatte und er der Präsident war.

„Chanyeol-ah, was ist los?“ Er umfasste mein Gesicht mit seinen Händen und mir lief ein Schauer über den Rücken. Ich würde die Berührungen seiner Hände vermissen. Ich würde überhaupt seine wunderschönen Hände vermissen. Sie passten so perfekt in meine.

„Morgen ist alles vorbei“, seufzte ich. „Morgen um diese Zeit gehen wir getrennte Wege. Und das macht mir Angst.“

Er seufzte schwer und seine Daumen strichen über meine Wangen. „Yoda, wir werden keine getrennten Wege gehen. Wir werden zusammen debütieren.“

„Was macht dich da so sicher? Ich war letzte Woche nur auf 9“, jammerte ich.

„Und somit in der Band. Spielt es denn am Ende eine Rolle ob du nun neunter, fünfter oder zweiter wirst? Du kannst als neunter reinkommen und trotzdem der Leader werden.“

„Als ob ich Leader sein könnte“, schnaufte ich, fing aber an mich unter seinen Händen zu relaxen. Mit dem Daumen drückte er gegen mein Grübchen in der Wange.

„Würdest du mich als Leader haben wollen?“, fragte er mich frech.

„Um Gottes Willen nein. Ich kann mir dich nicht vorstellen wie du 8 Mitglieder Babysittest, wenn du selbst voll das Baby bist“, grinste ich und er fing an zu schmollen.

„Heeeey“, protestiere er schwach.

„Sei ehrlich, möchtest du wirklich deine Position in der Beagle-Line aufgeben? Willst du mich und Jongdae allein lassen, nur damit du Daddy spielen kannst?“

Sein Schmollen verwandelte sich zu einem breiten, dreckigen Grinsen und seine dunkelbraunen Augen funkelten amüsiert auf. „Ich wäre gerne dein Daddy.“

„Nein Baby, du bist definitiv kein Daddy. Ich will nicht behaupten, dass ich Daddy bin, aber immer noch mehr als du.“

„Das sagst du nur, weil du größer bist als ich“, brummte er und ließ mein Gesicht los, nur damit er mich leicht gegen die Brust boxen konnte.

„Was auch kein Kunststück ist, Shorty“, lachte ich und hielt sicherheitshalber seine Sweaterpfoten fest, damit er nicht auf die Idee kam mich durchzukitzeln. Schmollend schaute er zu mir auf und ich konnte mich nicht mehr beherrschen. So beugte ich mich zu ihn runter und presste meine Lippen auf seine. „Jetzt mal im Ernst, Baby … du wirst der Center. Alles andere wäre unlogisch. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.“

„Sag das nicht“, murmelte er gegen meinen Mund, nicht bereit den Kuss komplett zu unterbrechen. „Jongin ist mir immer wieder auf den Fersen.“

„Jongin ist ein großartiger Tänzer und sieht verdammt gut aus, aber du bist mehr als das.“

„Yoda … mach ihn nicht schlecht. Jeder hätte den Posten verdient.“

„Ich mach ihn nicht schlecht. Ich mag ihn wirklich, aber dich eben viel mehr“, lächelte ich und verteilte kleine Küsse auf seine Mochiwangen.

„Wir schaffen das beide. Wir werden zusammen in der Band debütieren“, kicherte er. „Ohne dich will ich das nicht machen.“

„Nein! Du wirst es auch ohne mich machen. Hörst du? Du brauchst mich gar nicht“, widersprach ich. Ich musste ihm dieser Gedanke sofort ausreden.

„Glaubst du das wirklich? Dass ich dich nicht brauche, Park Chanyeol? Dann glaubst du falsch“, murmelte er. „Denke nicht, dass du mich mehr magst, als ich dich. Ich werde dich nicht aufgeben, auch wenn wir nach dem Finale getrennt werden sollten.“

Ich lachte trocken auf und lehnte mich gegen die Wand. „Und wie willst du das machen?“

„Keine Ahnung“, flüsterte er und trat einen Schritt näher, so dass seine Brust gegen meine gepresst war. Seine Arme schlichen sich um meine Hüfte und er drückte sich an mich, mit dem Kopf gegen mein Schlüsselbein gepresst. „Deswegen müssen wir zusammen debütieren. Glaub an uns!“

Seufzend schlang ich meine Arme ebenfalls um ihn und küsste ihn auf den Kopf, bevor ich meine Nase in seine frischgewaschenen Haare vergrub. Mein Herz schlug mir bis zum Hals und die drei magischen Worte lagen auf meine Zunge, aber ich hatte sie noch nie zu ihm gesagt. Dafür war es immer noch zu früh und der Moment war nie der richtige gewesen. So schluckte ich sie runter und schloss die Augen, als ich leise murmelte „We are one“.





Present time



Ich war müde. Wir waren alle müde. Die letzten 2 Monaten waren die anstrengendsten meines Lebens gewesen, aber auch die schönsten, wenn ich mir den einen oder anderen in der Runde betrachtete. Drei von uns saßen schon auf ihre angestammten Plätze. Sie waren sicher in der Band. Oh Sehun war der erste von uns gewesen, der mit dem achten Platz erlöst wurde. Er hatte einen großen Sprung nach vorne gemacht. Letzte Woche war er noch auf 12 gewesen. Kim Junmyeon hatte seinen siebten Platz verteidigt gehabt und er wäre mein Wunsch-Leader für diese Band, weil er einer von den Ältesten und erfahrenste war, da er schon mal mit einer anderen Band debütiert hatte. Kim Jongdae war drei Plätze abgerutscht und war auf den sechsten Platz gelandet. Das hatte mich geschockt, weil er seit vier Wochen den dritten Platz sozusagen abonniert hatte.

Da mein Name noch nicht aufgerufen worden war, machte ich mir auch keine Hoffnung mehr in die Band zu kommen. Ich glaubte nicht, dass ich mit der heutigen Performance mehrere Plätze aufgestiegen war.

Wir standen schon eine ganze Weile mit unserer Schuluniformen unter den Spotlights und mir war so heiß. Mein Lächeln war nur noch aufgesetzt. Natürlich freute ich mich für diejenigen, die aufgerufen wurden, immerhin sind sie über die Zeit auch meine Freunde geworden, aber es tat trotzdem weh, wenn der eigene Traum immer mehr zu platzen drohte. So wie jetzt gerade, als Lay als fünfter aufgerufen wurde. Ich klatschte höflich und umarmte ihn brüderlich. Der ruhige Chinese mit der süßen Singstimme und den krassesten Dancemoves hatte es verdient. Als er seine kurze Dankesrede hielt, schaute ich links neben mir. Mit einem seligen Lächeln stand er da, völlig relaxt und nickte bei jedem Wort von Lay zustimmend mit dem Kopf. Er wirkte stolz, was ich gut nachvollziehen konnte, immerhin hatte er dem Chinesen sehr mit seinem koreanisch weitergeholfen. Trotzdem machte es mich ein wenig eifersüchtig, dass seine Aufmerksamkeit gerade nicht mir galt, immerhin waren das hier wohl die letzten Minuten, die wir nebeneinander verbringen würden. Gedanklich hatte ich mich schon mal von dem Debüt verabschiedet.

Zitternd atmete ich ein und verschränkte meine Finger miteinander, meine Schultern ließ ich hängen und ich kaute auf meiner Unterlippe herum. Mir war zum Weinen zumute. Und da ich eh sehr nah am Wasser gebaut war, kämpfte ich gegen meine Tränen an. Geschlagen ließ ich den Kopf hängen. Ich schaute auch nicht auf, als ich spürte wie sich verstohlen eine Hand zwischen meine verschränkten mogelte. Schlanke Finger schoben sich zwischen meine und ich lächelte schwach. Es hätte mich gewundert, wenn er nicht gemerkt hätte, dass ich aufgegeben hatte an unseren gemeinsamen Traum zu glauben.

„Chanyeol-ah“, flüsterte er kaum hörbar. „Gib nicht auf. Es sind noch fünf Plätze frei.“

„Und drei von denen gehören dir, Jongin und Kyungsoo“, flüsterte ich zurück.

„Und dann sind es immer noch zwei.“

„Auf den vierten Platz haben wir ein Rapper, der uns für Sendung zu Sendung mit seinen Skills überzeugt hat“, hörte ich Lee Dongwook den vierten Platz ankündigen. Mein Blick fiel direkt auf Mark und Taeyong. Einer der beiden würde es sicher machen.

„Als den zukünftige Main Rapper von Exo haben die Producer für Park Chanyeol gestimmt. Somit ist er fünf Plätze aufgestiegen.“

Mein Kopf war so schnell nach oben geschnellt, dass ich mich wunderte, dass ich davon kein Schleudertrauma erlitten hatte. Ungläubig riss ich meine Augen auf.

„Chanyeol-ah, Chanyeol-ah, Channie, Yoda … du hast es geschafft“, jubelte er neben mir und hüpfte auf und ab wie ein Gummiball oder wie ein hyperaktive Puppy. Dabei hatte er immer noch meine Hand in seiner und riss dabei bei jeder auf und ab Bewegung mein Arm mit. Immer noch ungläubig wandte ich mich zu ihm. Er strahlte mich an und ich fing an zu realisieren, dass ich mir meinen Namen nicht eingebildet hatte. Fassungslos, aber unglaublich erleichtert sank ich auf meine Knie und ließ meinen Tränen freie Bahn. Das alles passierte innerhalb Sekunden, aber mir kam es wie Minuten vor.

Meine Hand wurde losgelassen, dafür spürte ich unendlich viel Arme um mich. All meine neue Freunde, die noch unten auf der Bühne standen, waren über mich hergefallen, um mir zu gratulieren. Ich lachte und weinte zugleich und bekam wohl den erbärmlichsten Schluckauf meines Lebens. Während sich die anderen auf ihre Plätze zurückzogen, blieben zwei Arme weiterhin um mich geschlungen und zwar von der Person, der als einziger nicht zurück auf seinen Platz neben mir zurückgekehrt war und der mir am wichtigsten war.

„Ich wusste es, Yeol. Ich wusste es!“, hauchte er in mein Ohr. „Oh Gott, ich bin so stolz auf dich! Ich liebe dich! Ich liebe dich so sehr!“ Mein Herz setzte für einen Moment aus, nur damit es richtig Anlauf nehmen konnte, um aus meiner Brust zu hüpfen. Er hatte das ausgesprochen, das ich mich bisher nicht getraut hatte, aus Angst ihn damit zu erschrecken oder ein zu schüchtern. Er küsste mich auf die Schläfe und drückte mich an sich und ich wusste, wenn ich in dem Moment gestanden hätte, wären mir die Kniee weggesackt.

„Park Chanyeol, bitte nehme deinen Platz als viertes Mitglied von Exo ein“, ertönte Lee Dongwooks Stimme erneut. Er hatte mir genug Zeit gegeben, um mich zu fassen, aber die Show musste weitergehen.

Meine zwei liebsten Arme ließen mich los und gaben mich frei, damit ich aufstehen konnte, bevor ich ihm selbst meine Liebe gestehen konnte. Leicht wackelig verließ ich ihn und die restlichen Kandidaten und steuerte auf Lee Dongwook zu. Unterwegs verbeugte ich mich immer wieder und stolperte dabei einmal beinah über meine eigenen Füße. Mit zittrigen Händen nahm ich das Mikrophon entgegen, dass mir gereicht wurde und ich wandte mich zum Publikum, den Trainern, den ehemaligen Kandidaten, zu meiner Familie und zu den restlichen Jungs um, die darauf hofften, dass ihr Name noch fiel.

Ich erspähte die tränenüberströmten Gesichter meiner Mutter und meiner Schwester, die wie ich es wohl selbst kaum fassen konnten, dass ich es endlich geschafft hatte.

Ich hatte keine Rede vorbereitet gehabt, da ich geglaubt hatte, dass ich es eh nicht schaffen würde. Deswegen war es etwas holprig, als ich begann mich bei jedem zu bedanken. Immer wieder schluchzte ich zwischen drin auf und musste kurz unterbrechen, um mich wieder zu fangen.

Zico und Amber, die uns Rapper gecoacht hatten, gaben mir Standing Ovation. Die beiden hatten durchgehend an mich geglaubt gehabt. Genau wie Kasper, der so verdammt geduldig mit mir war, wenn ich meinen steifen Arsch nicht so bewegen konnte wie die Choreografie es von mir verlangt hatte. Ich glaubte Amber hatte sogar Tränen in den Augen, als ich sie in den höchsten Tönen gelobt hatte.

Wenn ich aufgeregt war neigte ich dazu ohne Punkt und Komma zu quatschen und nicht wirklich über das nachzudenken, was ich so von mir gab.

„Eomma, ich hoffe du bist jetzt stolz auf mich. Noona, dein kleiner Bruder hat endlich mal etwas durchgezogen, was nichts damit zu tun hat dir auf die Nerven zu gehen“, grinste ich, als meine große Schwester auflachte und mir ein Fingerherz zeigte. Mein Blick wanderte zu den restlichen Jungs und mein Grinsen verwandelte sich zu einem zärtlichen Lächeln, als meine Augen die seine fanden. Er hatte Tränen in den Augen und der Anblick allein genügte mir, dass ich erneut aufschluchzte. „Baekhyun-ah, ohne dich hätte ich es nicht geschafft. Du hast für mich mehr getan als alle andere zusammen. In den zwei Monaten bist du hier für mich die wichtigste Person geworden.“ Zur Verdeutlichung was ich mit „hier“ meinte, legte ich meine Hand auf meine Brust. Ein subtiles Zeichen, dass er meine Nummer Eins in meinem Herzen war. „Ich habe mich immer viel zu sehr auf dich verlassen und ich brauche dich immer noch. Deswegen musst du jetzt ganz schnell auch hier hochkommen. Ich kann mir Exo ohne dich nicht vorstellen. Ich brauche meinen Seelenverwandten hier.“ Mit den Armen formte ich über meinen Kopf ein Herz und mit viel Aegyo sprach ich das aus, was ich schon die ganze Zeit zurückgehalten hatte. „Baekhyunnie, ich liebe dich!“

Da ich das Mikrophon nicht mehr direkt vor meinen Mund hielt, war meine Liebeserklärung nicht für alle laut und deutlich. Und für die meisten wäre es eh nur eine freundschaftliche Liebeserklärung gewesen. So wie man es eben zu seinem/seiner besten Freund/in sagte, aber Baekhyun hatte verstanden wie ich es wirklich gemeint hatte und das war mir das wichtigste. Er schickte mir ein großes Herz zurück und seine Lippen formten sich zu seinem süßen Kussmund.

Zum Abschluss umarmte ich noch einmal Dongwook und stieg anschließend die Stufen zu den Sitzen hoch. Sehun war der erste, der mich regelrecht ansprang. Junmyeons Umarmung war ruhiger, Jongdaes dagegen war typisch Jongdae eben. Laut und stürmisch.

„Yeah, es lebe die Beagle-Line“, jubelte er, was nur ein leises Seufzen von Junmyeon entlockte. Er ahnte wohl schon, was auf ihn zukommen würde. Eine wilde, laute Beagle-Line, ein 24/7 verpeilter Lay und mit Sehun ein sehr anhänglicher, aber rotzfrecher Maknae. Er tat mir fast leid, aber nur fast.

Als ich mich neben Lay setzte, der mir kurz vorher mit einem Arschklaps gratuliert hatte, kehrte die Nervosität zurück. Was wäre, wenn Baekhyun es Widerwillen doch nicht schaffte? Jongdaes Platz war auch unerwartet gefallen, während Sehuns und meiner überraschend gestiegen war. Das letzte Voting war unberechenbar. Und es wäre ja nicht das erste Mal, dass ein eigentlich sicherer Kandidat es doch nicht packte.

Aus Panik beschleunigte sich meine Atmung. Lay beugte sich zu mir und legte beruhigend seine Hand auf meine Schulter. „Er wird es schaffen, Chan. Schau ihn dir doch an. Wer könnte diesem Puppy etwas verweigern?“

Und das tat ich. Ich schaute zu Byun Baekhyun und wie vor zwei Monaten, als ich ihn zum ersten Mal gesehen hatte, blieb mir bei seinem Anblick die Luft zum Atmen. Vielleicht war er jetzt nur ein bisschen noch schöner für mich als damals, denn jetzt kannte ich auch seine innere Schönheit. Trotzdem erinnerte ich mich daran wie alles begann. Wie ich mich zum ersten Mal ernsthaft in jemand verliebt hatte und dann auch noch in einen Jungen. In einen Jungen, der ein halbes Jahr älter war als ich und der mir zeigte, dass nichts Verwerfliches daran war, wenn man sich zum selben Geschlecht hingezogen fühlte. Vor allem wenn derjenige Byun Baekhyun war zu dem man sich hingezogen fühlte. Byun Baekhyun, war der schönste Mensch, der mir in meinem fast 20-jährigen Leben über den Weg gelaufen war. Und mit nur einem kurzen Blickkontakt und einem rechteckigen Lächeln wurde er zu meinem Mittelpunkt.















A/N: So das war der Prolog. Ich habe ihn so geschrieben, so dass ich es auch als einen OS belassen kann, wenn niemand Interesse an dieser möglichen Fic mit Kapiteln hat. Also wenn ihr mehr davon lesen wollt, lasst es mich bitte wissen, sonst mache ich mir erst gar nicht die Arbeit weiter zu schreiben. Wäre schade, wenn ich meine ganze Energie wieder wohinein steckte, das niemand interessiert (siehe Find yourself in London).

Die Idee zu dieser Fic kam mir, während ich die letzte Staffel Produce X 101 verfolgt hatte und irgendwie hat mir die Idee gefallen, dass Exo sich so zusammengefunden hat. Natürlich wird einiges von der Original Serie abweichen. Die Coaches werden andere sein und schon allein die Tatsache, dass die Band am Ende aus 9 anstatt 11 bestehen wird.

Damit ich noch andere Trainees erwähnen kann, werde ich mich von NCT bedienen (Ja, ich bin auch ein NCT Stan), aber mein Hauptaugenmerk liegt natürlich bei Exo, um die geht es schließlich auch und vor allem um Chanbaek (meine große Liebe, falls es noch keiner mitbekommen hat).

Um es noch etwas verständlicher zu machen, die Jungs haben hier nicht ihr wahres Alter. Ich habe sie alle jünger gemacht.

Xiumin/Minseok: 22

Suho/Junmyeon: 21

Lay/Yixing: 21

Baekhyun: 20

Chen/Jongdae: noch 19 wird im Verlauf aber 20

Chanyeol: noch 19 wird im Verlauf aber 20

Kyungsoo: 19

Kai/Jongin: 18

Sehun: 18



Also bitte bitte bitte schreibt mir und habt noch ein schönes Restwochenende.



Eure Fairy

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