Lang lebe der König

OneshotDrama, Familie / P12
Mufasa Scar
02.08.2019
02.08.2019
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Das Wichtigste zuerst:
König der Löwen gehört nicht mir! Alle Rechte gehören Walt Disney!!


Nachdem ich vor knapp einer Woche endlich das Remake gesehen habe (welches einfach nur genial war), hat es mich regelrecht in den Fingern gejuckt dies hier zu schreiben und heute habe ich endlich die Zeit dazu gefunden. Bitte erwartet nicht allzuviel, denn ich habe das hier in knapp einer viertelstunde geschrieben und es ist daher auch entsprechend kurz geraten ;).

Und wie immer würde ich mich sehr über Feedback in Form eines Kommentares oder einer Review von euch freuen, denn ich würde gerne wissen wie ihr die Geschichten findet, die ich so schreibe. Vielen Dank. Außerdem ist Feedback eine riesengroße Motivation für mich um weiterzumachen. Kommt kein Feedback, sehe ich das als Desinteresse an und wenn ihr kein Interesse habt, werde ich nichts mehr zu diesem Fandom schreiben, so einfach ist das.  Also zeigt mir bitte euer Interesse.
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Lang lebe der König


Aug in Aug stehen sie sich gegenüber.

Das Fell gesträubt und die Augen lodernd vor Hass, starren sie sich an.

Klauen schlagen sich in voller Vorfreude auf den bevorstehenden Kampf in den Boden, rasiermesserscharfe Reißzähne werden gebleckt und ihr Gebrüll erfüllt die Luft, welches einige Vögel aufschreckt, die in den Bäumen nicht weit entfernt von ihnen sitzen.

Der Herausforderer senkt den Kopf, doch nicht um Unterwürfigkeit zu zeigen, sondern um seine riesigen Reißzähne zu blecken und tief und bedrohlich zu knurren. Seine Klauen kratzen über den steinigen Boden, das Fell in seinem Nacken stellt sich auf und er schüttelt die pechschwarze Mähne, bevor seine Muskeln sich unter seinem rotbraunen Fell anspannen und er zu einem Sprung ansetzt.

Sein Gegenüber sieht den Angriff kommen und stürmt brüllend auf ihn los.

Taka bricht die Sprungattacke auf der Stelle ab und prescht seinerseits los.

Sie treffen in der Mitte des Königsfelsens aufeinander.

Mit einer Wucht, die ihnen beiden die Luft aus den Lungen presst, prallen die beiden Löwen aufeinander. Ihr Brüllen zerreißt die Luft, als sie sich brutal und gnadenlos mit Klauen und Zähnen attackieren.

Taka schlägt mit mächtigen Prankenhieben auf seinen Bruder ein, doch Mufasa weicht den Angriffen geschickt aus und bekommt eine der Pranken mit seinen Zähnen zu fassen und beißt zu. Takas schmerzvolles Brüllen zerreißt die Luft und er schafft es Mufasa mit einem Prankenhieb auf die Nase dazu zu bringen von ihm abzulassen. Er wirbelt herum, wirft sich auf den König und versucht ihn zu Boden zu ringen, doch er schafft es nicht. Seine mächtigen Zähne schnappen zu, doch er bekommt nur die goldene Mähne zu fassen. Das empfindliche Fleisch unter dem dichten Fell bleibt verschont und Mufasa nutzt diesen Moment der Unachtsamkeit um seinen Bruder auf den Boden zu zwingen.

Rücklings liegt Taka dort und schlägt wild mit den Pranken um sich, um seinen Bruder davon abzuhalten, ihm an die Kehle zu gehen. Seine Krallen pflügen durch das goldene Fell und Mufasa brüllt auf vor Schmerz und Wut, als die Klauen dieses Mal tiefer gehen, als zuvor und ihm eine Wunde in das rechte Ohr reißen.

Doch lange lässt sich der König nicht von solch hinterhältigen Attacken beindrucken. Er hat schon viele Herausforderer gehabt und auch, wenn es sich dieses Mal um seinen eigenen Bruder handelt, so ist er wie all die anderen auch: Schwach, unkonzentriert und viel zu ehrgeizig und das war es, was auch den anderen Kontrahenten das Genick gebrochen hat…manchmal sogar wortwörtlich. Doch er ist nicht auf Blut aus und will Taka nicht töten. Nein. Er will ihm nur eine Lektion erteilen. Eine, die ihn niemals mehr vergessen lassen wird, sich nicht mit dem König anzulegen!

Brüllend stürzt er sich auf Taka.

Seine Klauen rammen sich in seine Schultern, als der Löwe sich auf den Bauch gerollt hat und versucht wieder aufzustehen und seine Zähne packen nach dem Nacken des kleineren Löwen, doch er verfehlt ihn und Taka schafft es Mufasa von sich zu stoßen. Knurrend wirbelt er herum, schlägt nach seinem Gesicht und schafft es so den älteren Löwen auf Abstand zu halten.

Kurz halten sie inne und schwer atmend starren sie sich an.

Die Löwinnen des Königsfelsen schauen dem Spektakel gebannt zu.

Keine von ihnen spricht ein Wort, als sich Taka und Mufasa neu positionieren und sich nun wieder gegenüberstehen.

„Gib auf!“ spricht der König mit seiner tiefen Stimme, doch Taka knurrt nur und denkt nicht einmal ans Aufgeben.

Dies ist seine Chance der Anführer des Rudels und der König des geweihten Landes zu werden und diese Chance will er sich nicht entgehen lassen. Niemals!

Sein Rachen öffnet sich zu einem lauten Brüllen und er stellt sich auf die Hinterbeine und versucht Mufasa mit beiden Pranken gleichzeitig zu attackieren.

Auch Mufasa steigt auf die Hinterbeine und die beiden Löwen prallen abermals gegeneiner.

Taka schnappt nach seiner Kehle, doch Mufasa weicht dem Angriff aus, indem er seinen Kopf auf die Seite dreht, holt aus und wenig später zerreißt Takas markerschütterndes Gebrüll die Savanne, als rasiermesserscharfe Klauen durch sein Gesicht schneiden. Blut und Fellbüschel fliegen durch die Luft und Taka fällt zu Boden. Mächtige Pranken halten ihn fest, verhindern es, das er wieder aufsteht und den Kampf fortführt.

„Es reicht! Gib auf! Du hast verloren!“ knurrt sein Bruder und Taka wagte es kaum sein Gesicht zu ihm zu drehen und ihm in die goldenen Augen zu sehen.

Zu tief sitzt die Niederlage, zu groß ist der Schmerz in seinem Gesicht und die Demütigung in seinem Körper.

Die lange Wunde an seinem linken Auge brennt wie pures Feuer, er spürte wie sein Blut sein Fell und den Boden auf dem er liegt tränkt und er weiß, dass er am Ende ist und sich besser unterzuordnen hat, wenn er das hier überleben will, also springt er über seinen Schatten, sieht Mufasa unterwürfig an und signalisiert ihm stillschweigend das der Kampf vorbei ist und er seine Lektion gelernt hat.

Zumindest fürs Erste…


Als Mufasa endlich von ihm ablässt, rappelt er sich auf und schleicht sich davon; immer den stechenden Blick seines Bruders im Nacken spürend.

Das Brüllen der Löwinnen dringt an seine Ohren, mischt sich bald schon mit dem triumphierenden Gebrüll seines Bruders und er knurrt, doch wagt er es nicht sich umzudrehen, sondern schleicht weiter davon. Er will nur noch weg. Weg von diesem Ort, an dem sein eigener Bruder ihn vor dem gesamten Rudel gedemütigt hat.

In seiner Höhle angekommen, lässt er sich in einer dunklen Ecke nieder und leckt seine Wunden. Die Wunde an seinem Auge ist die schlimmste und sie wird mit Sicherheit eine lange Narbe hinterlassen.

Eine Narbe, die ihn bis an sein Lebensende daran erinnert, sich niemals mit dem König der Savanne anzulegen und ihn nie wieder herauszufordern.

Mufasa ist einfach zu mächtig.

Das hat auch Taka, den von diesem Tage an alle nur noch “Scar“ nennen, gelernt.

Lang lebe der König...

Ende
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