Sonne, Sex & Sangria

GeschichteAllgemein / P16 Slash
Die deutsche Nationalmannschaft FC Bayern München
02.08.2019
10.11.2019
14
19529
9
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Hallo und herzlich Willkommen zu meiner neuen Story :)
Für mich geht es heute in den Urlaub und da dachte ich, ich lade euch noch schnell das erste Kapitel dieser Geschichte hoch, denn auch hier dreht es sich um einen Urlaub. Die Hauptpersonen sind Manuel Neuer und der in einem Alternative Universe als Kellner arbeitende Sven Ulreich. Die Handlung setzt nach dem WM-Aus von 2018 ein. Ich möchte hiermit natürlich niemandem schaden und verdiene kein Geld damit.
Viel Spaß :)


Kapitel 1

Manu:

Weg, einfach nur weit weg. Mehr wollte ich gar nicht. Die verpatzte WM, die ganze Scheiße einfach hinter mir lassen. Keinen meiner Kollegen mehr sehen. Keine nervigen Fragen und vorwurfsvolle Blicke mehr ertragen müssen. Dass es Kritik geben würde, über meine gesetzte Nominierung, das war klar. Viele verstanden es nicht, fühlten sich zu Unrecht behandelt. Das war mir doch scheißegal! Aber meine Freunde, meine eigenen Bayern Kollegen hatten mir es auch vorgeworfen. Als ob ich etwas dafür konnte, dass Jogi wusste, dass ich immer noch die ungeschlagene Nummer eins war, der wichtigste Mann auf dem Feld. Ich war immerhin Manuel Neuer, der Kapitän und nicht irgendein daher gelaufener arroganter Möchtegernspieler, der mal ein Turnier lang mehr Glück als Verstand hatte. Ich war Weltmeister. Triple Sieger. Hatte mir jahrelang meine Karriere aufgebaut, meinen Weg hart erarbeitet.

Aber aktuell wollte ich niemanden mehr sehen und hören. Ich wollte weg, weit weit weg. Am besten so schnell wie möglich, noch bevor mich Nina und ihr dämlicher Anwalt fanden. Die Scheidung lief heute einen Tag länger, als das die Ehe gehalten hatte. Eigentlich war Nina immer ganz okay gewesen. Nicht die Hellste, aber sie hatte mich soweit machen lassen, wie ich wollte. Im Bett war sie auch nicht schlecht. Sicherlich gab es Bessere, aber sie konnte wirklich gut Blasen, das musste man ihr lassen. Und sie quiekte beim Sex nicht wie ein Schwein. Aber kaum waren wir verheiratet, wendete sich das Blatt. Sie ließ sich nichts mehr gefallen, betrog mich mit meinem Anwalt und dann versuchte sie es noch, mich zu erpressen.

Dumme Sache, dummes Ding. Aber immerhin hatte sie mir primitive Fotos geschickt, von uns gemacht, worauf man mich jedoch nicht erkannte. Und Nina wusste, dass ich nicht zögern würde, diese zu veröffentlichen, wenn sie nicht endlich Ruhe gab. Doch ich kannte keine Lust, dass jetzt alles mit ihr zu diskutieren. Ich brauchte Sonne, Sex und Sangria. Wenig später hatte ich mir dafür entschieden, nach Marokko zu fliegen. In der Türkei war ich zu bekannt, Ägypten und Griechenland kannte ich schon und Tunesien war nicht meins. Ibiza war zu Mainstream, man erwartete ja förmlich, dass ich dort auf einer Yacht auftauchte. Ich wollte auch nicht die extreme Hitze, sondern Meer und eine leichte Brise.

Agadir erschien mir eine perfekte Stadt dafür. Modern und trotzdem traditionell. Das Nachtleben war beliebt, perfekt für mich. Der Flug ging auch schon am nächsten Vormittag, ich buchte ein schickes Doppelzimmer in einem Hotel direkt am Strand. Einzel gab es nicht mehr, außerdem hatte ich lieber etwas mehr Platz. Die Bewertungen waren überwiegend positiv, es gab drei Pools, zwei Bars, neben dem Buffet auch noch Restaurants. Ich klappte meinen Laptop zu und ging ins Bad. Dort stand noch meine Reisehygienetasche. Duschbad hatte ich noch genug, lediglich eine neue Zahnpasta musste mit. Mein Blick fiel in den Spiegel. Ich sah nun mal aus, wie ich eben aussah. Daran konnte man auch nichts ändern, blöde Sache.

Doch vielleicht half es, wenn meine Haare kurz waren. Also ganz kurz. Ehe ich es mir richtig überlegen konnte, hatte ich nach meinem Apparat gegriffen, stellte drei Millimeter ein und los ging es. Am Anfang war es ungewohnt, doch im Endeffekt wuchsen Haare ja wieder nach und wenn es dafür diente, dass ich nicht sooft erkannt wurde, war ja alles gut. Ich fuhr mir mit den Händen über meine neue Frisur, es fühlte sich neu, irgendwie ungewohnt an. Wenig später lag ich im Bett und dachte nach. Ja, es war eine gute Idee, den ganzen Stress für zwei Wochen einfach hinter mir zu lassen. Mit einem Lächeln auf den Lippen beschloss ich, tatsächlich meinen Urlaub unter das Motto Sonne, Sex und Sangria zu stellen. Mit diesem Gedanken drehte ich mich um und schlief ein.

Mein Wecker klingelte leider viel zu früh. Aber die Aussicht, in wenigsten Stunden das Land zu verlassen, stimmte mich sofort fröhlicher. Ich kochte einen Kaffee, ging ins Bad und machte mich fertig. Unterwegs holte ich mir noch ein Brötchen. Auf dem Flughafen trug ich natürlich Sonnenbrille und hatte mir auch extra das Upgrade zum Pre-Check-In geholt. Und im Flugzeug selbst stöpselte ich mir Kopfhörer in die Ohren, setzte die Sonnenbrille auf und schlief die Hälfte der Zeit. Während der restlichen Zeit überlegte ich, ob ich mein Smartphone einfach ausschalten sollte. Eigentlich brauchte ich es nicht. Für News und Streaming Dienste hatte ich ja mein Tablet. Und erreichbar wollte ich eigentlich auch nicht sein. Also schaltete ich es kurzerhand aus und schwor mir, mehr zu lesen. Auf meinem Tablet hatte ich mehrere Bücher, seit Jahren ungeöffnet, die nun endlich mal für die richtige Ablenkung sorgen sollten.

Das Flugzeug ging in den Landeflug und ehe ich mich versah, stieg ich aus. Eine angenehme Wärme schlug mir entgegen. Es war warm, aber nicht zu warm. Für ein wenig Abkühlung sorgte ein leichtes Lüftchen. Perfektes Wetter! Ich stellte mich brav an der Passkontrolle an und überlegte währenddessen, ob ich zuerst ins Meer oder in den Pool baden gehen sollte. Auch wenn das große, weite Meer die Freiheit für mich darstellte, fand ich das Baden im Pool besser. Doch vermutlich war der Betrieb dort zu groß. Ich würde mir das Hotel anschauen und dann spontan entscheiden würde. Ich verließ das Gebäude und setzte meine Sonnenbrille auf. Natürlich könnte ich mich jetzt an meinen Reiseveranstalter wenden, zusammen mit dem Shuttle und anderen, nervigen Touristen von Hotel zu Hotel fahren, bis ich endlich an meinem angekommen war. Mit bisschen Glück fand ich dann sogar meinen Koffer heil und unversehrt wieder.

Aber ich war immerhin Manuel Neuer und hatte keine Lust auf dieses Erlebnis. Also winkte ich mir ein Taxi heran. Im Flug hatte ich durch die E-Book Version meines Reiseführers geschaut und gelesen, dass man vorher einen Preis ausmachen sollte. Also verhandelte ich den Preis. Der Fahrer nickte zufrieden, lud meinen Koffer ein und schon ging es los. Während der Fahrt schwieg ich und sah gedankenverloren aus dem Fenster. Es war schön hier, anders als ich es sonst gewohnt war. Aber ich wollte eben all diese High Society Spots hinter mir lassen, dort kannte man mich. Und ich kannte sie. Wenig später hielt das Taxi vor einem Hotel. Ich zahlte, nahm meine Koffer und betrat die Vorhalle. Die restlichen Touristen waren noch nicht da, mein Vorteil. So konnte ich schnell und hoffentlich unbemerkt einchecken.

Ich füllte meinen Zettel raus, nahm den Schlüssel entgegen.
"Nehmen Sie doch erstmal ein Begrüßungsgetränk zu sich. Sven, der junge Kellner dort vorne, wird Ihnen gleich die Anlage erklären."
Ich nickte der Dame im roten Blazer zu und trat nach draußen auf die Anlage. Die Sonne blendete und ich setzte meine Sonnenbrille auf.
"Marhaba! Herzlich willkommen in Agadir. Mein Name ist Sven Ulreich und.."
Sein professionelles Grinsen verschwand, die Lippen waren leicht geöffnet und er blickte mich mit großen Augen an, während er mir ein Glas mit einer gelborangen Flüssigkeit reichte.

Na toll! Jetzt war ich meine fünf Minuten hier und schon hatte man mich erkannt. Ich hatte keine Lust, dass dieser Kellner mich hier dämlich anstarrte und damit zur Schau stellte.


Das war es auch schon :) Fahrt ihr dieses Jahr in den Urlaub? Und wenn ja, wohin?
Über Feedback freue ich mich wie immer sehr :)
Bis bald!
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