Jemma Macht des Mondes

von Hundeherz
GeschichteRomanze / P16 Slash
Ben Bergmann Emma Müller Jennifer "Jenny" Hartmann
02.08.2019
14.01.2020
18
39152
3
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Teil 18


„Du scheinst ja etwas Schönes geträumt zu haben, bei diesem verklärten Blick.“

Wie benommen blickte Jenny ihre Tante an, und errötete bei ihren Worten und der Erinnerung ihres Traumes, alles stand ihr wieder so lebhaft vor Augen und nicht nur dass sie glaubte sogar ihren eigenen rasenden Herzschlag in der Brust zu spüren.
Und Emmas zarten Duft einzuatmen.
Und die glänzenden Augen vor sich zu haben, die sich langsam schlossen, während sie ihrem Gesicht näher kam, dann die Berührung ihrer Lippen auf ihrem Mund, und sie glaubte in einem verrückten Moment, gerade jetzt die Lippen auf ihren zu spüren.
Sie seufzte leise, tief in ihrem Inneren erwachte eine schmerzlich-süße Sehnsucht, ihre Sehnsucht machte ihr Angst, diese derartigen intensiven Gefühle machten Jenny immer noch Angst - in dem Traum, denn sie letzte Nacht hatte war sie zur einem Schritt bereit gewesen, vor dem sie sich in der Realität noch fürchtete ... dabei schien ihr ganzer Körper zu schmerzen vor unerfüllter Sehnsucht - unerfüllten Gefühlen, und genau diese Gefühle hatten sie Jenny eine Meerjungfrau an die Oberfläche getrieben um sich über alles klar zu werden was sie an Land trieb, sich über das klar zu werden was Emma in ihr auslöste ... was von Tag zu Tag - Stunde um Stunde stärker wurde ...

Trotz der frühen Stunde herrschte bereits reger Betrieb am Hafen, die Leute kauften fangfrischen Fisch direkt von den einlaufenden Booten und unterhielten sich über Belanglosigkeiten. Jenny lehnte sich gegen das Geländer der Steinmauer und seufzte tief. Sie drehte sich herum und hatte nun einen guten Blick auf das Gemüsegeschäft mit kunstvoll arrangierten Gemüse- und Obstsorten an denen kein Kunde achtlos vorbeigehen konnte ... langsam machte sie sich auf den Weg, blieb aber gleich wieder stehen als ihr Blick auf eine schlanke junge Frau fiel.

„Emma ...“

Der Wind trug Wortfetzen zu Jenny herauf.

„Guten Morgen, was kann ich für Sie tun?“ Freundlich und höflich kümmerte Emma sich um die Kundin. Fasziniert beobachtete sie wie der Wind mit ihren blonden Haaren spielte und es ihr ins Gesicht wehte, während sie dabei war die Ware in eine Tüte zu verstauen.

„Darf es noch etwas sein?“

„Das wärs, danke sehr, Kindchen“, sagte eine ältere Frau.

Jenny war damit beschäftig die junge Frau zu beobachten, ihr Anblick hielt sie fest, sie konnte den Blick nicht von ihr abwenden, sie war so abgelenkt gewesen, dass ihr erst einen Moment später bewusst wurde, als sie vor der Ladentür stand, ohne es zu merken war sie auf Emma zugegangen, als würde sie magisch von ihr angezogen, eine seltsame Hitze breitete sich in ihr aus, als sie die Hand zum Türgriff hob.

„Was bist du so nervös Jenny, du sollst nur etwas Einkaufen für die Strandbar. Das wird schon nicht so schwer sein“, dachte sie. Bevor sie die Tür zum Gemüse- und Obstladen öffnete, holte sie noch einmal tief Luft um ihr wild klopfendes Herz zu beruhigen, dann drückte sie die Klinke hinunter, betrat den großen Raum der direkt in den großen weitläufigen Laden führte, Jenny ging hinein, direkt zum Kassentresen um mit Esther Emmas Mutter den Bestellzettel in die Hand zu drücken.

In der Mitte des Ladens stand Emma und unterhielt sich mit einer Kundin. Sie lächelte die ältere Frau freundlich an als ihr und Jennys Blicke sich trafen während die Brünette an ihnen vorbei ging, für einen verrückten Moment bildete sich die Meerjungfrau ein, dass dieses Lächeln nicht für die Kundin bestimmt war sondern für sie, mit einem warmen Gefühl blieb Jenny vor dem Kassentresen schließlich stehen.

„Jenny, einen Moment bitte“, bat Esther mit dem Telefonhörer eingeklemmt zwischen Schulter und Ohr.

Lächelnd nickte Jenny der sichtlich gestressten zu, sie drehte sich an dem Tresen lehnend herum, stützte sich dabei mit einem Arm auf der Tischplatte ab, sie spielte lächelnd lässig mit ihren Haarsträhnen, ließ sie an ihrem Fingern auf und ab rollen, wickelte sie wieder und wieder auf.

„Emma, Sie haben viel zu viel in die Tüte getan, so viele Gurken wollte ich doch gar nicht!“

„Oh, entschuldigen Sie.“ Emma war völlig abwesend mit den Gedanken gewesen, völlig in den Anblick von Jenny versunken gewesen, sie nahm die zu vielen Gurken aus der Tüte und legte sie zurück zu den anderen in der Holzkiste, dabei konnte sie den Blick nicht eine Sekunde von der Brünetten abwenden. Das lag nicht nur an ihrem attraktiven Gesicht und dem athletischen Körper. Sie verlor sich in ihren Anblick, den Anblick ihrer Schönheit. Sie trug ein schlichtes weißes geblümtes Sommerkleid mit Rosen drauf, sie waren Rosa und Weiß. Tiefes Rosa und Weiß ... Leidenschaft und Unschuld, sie war leidenschaftlich und sie hatte auch etwas Unschuldiges, fast Kindliches an sich, wenn sie zusammen unterwegs waren, dachte Emma immer wieder aufs Neue das Jenny sich so benahm, als würde sie etwas zum ersten Mal sehen oder tun. Sie sah alles mit einem kindlichen Blick.

Und zugleich hatte sie eine Aura die Selbstbewusstsein und zugleich etwas Verletzliches an sich hatte, und auch die etwas geheimnisvolle Ausstrahlung die Jenny hatte, die Emma immer wieder von neuem in ihren Bann zog.
Wieder trafen ihre Blicke aufeinander.

„Sie hat wunderschöne Augen“, dachte sie. „Sie ist überhaupt von Kopf bis Fuß eine Schönheit.“

Das Klingeln der Türglocke riss Emma aus den Gedanken als die Kundin die sie zuvor noch bedient hatte den Laden verließ, sie ging zu Jenny und ihrer Mutter hinüber, ihre Mutter war noch immer am telefonieren, so wandte sie sich mit einem erfreuten Lächeln der Brünetten zu:

„Wie kann ich dir helfen, Jenny?“, wandte sie sich an diese und hielt ihre geöffnete Handfläche auf. In die die Brünette sogleich den Zettel legte, dabei erwiderte sie den Blick von Emma der ihr Herzklopfen verursachte.

Emma studierte die Liste kurz als ihre Mutter aufseufzend mit verzogenen Gesicht den Höher auflegte und den Blick ihrer Tochter begegnete, als die Blonde von der Liste in den Händen aufsah.

„Sag nicht, dass er krank ist!“

„Ist er aber ... mal wieder!“

„Gibt es ein Problem?“, wollte Jenny wissen.

„Wir haben sehr viel zu tun, das ist das Problem, Bonnie hat zwei Wochen Urlaub und die Aushilfe ist krank!“

„Wer es glaubt!“, schnaufte Emma mit einem missbilligen Blick. „Du solltest ihn raus schmeißen. Und wir suchen uns eine andere Aushilfe.“
„Und bis dahin arbeiten wir beide uns kaputt, und Nick kommt viel zu kurz!“

„Was ist mit mir, ich könnte helfen!“

Emmas Mutter sah Jenny zweifelnd an, nachdenklich rieb sie sich den Nacken.

„Was meinst du ...“, wandte sie sich an ihre Tochter.

„Wir sollten es mit Jenny versuchen!“ An die Brünette gewandt fügte sie hinzu: „Vielleicht erweist sie sich ja als Glücksgriff.“

Nachdenklich pochte Esther mit dem Kugelschreiber auf der Holzplatte des Kassentresens, schließlich seufzte sie:

„Wir probieren es mit dir, Jenny!“

„Soll ich sofort anfangen?“

„Immer schön ruhig. Du kommst morgen früh um 6.30 Uhr. Bevor der Laden aufmacht und Emma wird dich einarbeiten in aller Ruhe.“

Jenny nickte und lächelte voller Vorfreude, plötzlich konnte sie es kaum noch erwarten, dass es Morgen war. Ihr hübsches Lächeln wich einem ganz anderen Ausdruck als sie den Blick der Blonden auffing, und einander gebannt anschauten.

„Wir werden die Sachen für deine Tante und Will zusammenstellen und Emma wird sie nachher ausliefern. Warum hat Melina oder Will nicht angerufen wie sonst!“ Sie und Emma bemerkten beide das Jennys Wangen sich verräterisch gerötetet hatten und Esther betrachtete neugierig ihre Tochter, die ein verliebtes Lächeln auf den Lippen hatte.

„Ich wollte sowieso in die Stadt, deswegen. Ich muss nun auch wieder gehen.“ Sie betrachtete Emma noch einen Moment lang, „bis morgen früh dann, ich werde pünktlich sein“, sagte sie mit verdächtig leiser Stimme, dann ging sie zur Ladentür hinüber.

Auch Emma konnte ihre Freude kaum verbergen, am wenigsten vor ihrer Mutter. Sie sah noch auf die Tür die hinter der Brünetten ins Schloss gefallen war, als sie die Stimme ihrer Mutter hörte:

„So so, vielleicht ist Jenny ein Glücksgriff. Fragt sich nur für wenn!“ Sie zog vielsagend eine Augenbraue hoch, mit festen Blick auf ihre Tochter.

„Wie war dein Einkauf im Gemüse- und Obstladen?“ Melina stand am Herd und rührte in einem Topf als Jenny durch die Hintertür in die Küche trat, angewidert rümpfte die Meerjungfrau die Nase als ihr ein unangenehmer Geruch in die Nase stieg.

„Mach nicht so ein Gesicht, Jenny. Ich bin froh, dass ich dieses Zeug nicht essen oder trinken muss! Deine Mondlicht-Blume!“

Nickend wandte Melina ihre volle Aufmerksamkeit auf den Topf, auf die leicht grün-blau gefärbte leicht flüssige Masse, die weiter gerührt werden musste.
Mit einem angewiderten Seufzen ließ Jenny sich auf einen der Küchenstühle fallen. Wenig später schüttete Melina die unappetitliche Masse in einen Becher und setzte sich mit ihm in der Hand ihrer Nichte gegenüber. Sie schob Jenny den Becher unter die Nase.

„Na trink schon!“

Aufseufzend und tief durchatmend nahm die Meerjungfrau den Becher in die Hand und pustete vorsichtig, dann nahm sie einen vorsichtigen langsamen kleinen Schluck, und kaum hatte sie die leicht flüssige Masse im Mund verzog sie das Gesicht zu einer angewiderten Grimasse und zitterte vor Ekel am ganzen Körper.

„Was macht man nicht alles für die Liebe. Auch wenn man sich nicht sicher ist“, kommentierte Melina, als Jenny mit dicken Backen dort einen Sekundenbruchteil saß und sich weigerte es hinunter zu schlucken, dann wie in Zeitlupe schluckte und schluckte sie immer wieder, bis ihr Mund leer war, dann meinte sie schließlich:

„Nicht sicher sein ist das richtige Wort oder das Falsche. Ich weiß es einfach nicht.“

„Jenny, es knistert ganz schön zwischen euch beide. Das bildest du dir nicht nur ein. Glaub mir ...“

„Jedes Mal, wenn ich Emma sehe, wenn wir uns in die Augen sehen, habe ich das Gefühl das der Boden unter mir schwankt.“ Jenny biss sich auf die Lippen, bevor sie einen erneuten Schluck trank, und zog ein Gesicht.

„Ich werde ab morgen im Gemüseladen von Emmas Mutter als Aushilfe arbeiten“, verkündete sie dann.

„Kaum an Land und schon den ersten Job an Land gezogen.“

Am frühen Abend in der Strandbar saß Jenny an der Bar sie sang zur Musik aus dem Radio mit, als Emma durch die Schwingtür trat, sie betrachtete sie eingehend im hellen Lampenlicht, während sie sich einen Weg durch die Gäste zur Bar bahnte, je näher sie kam um so größer wurde ihr Lächeln während sie Jenny betrachtete, die lange brünette Mähne fiel ihr offen in lockigen Wellen auf die Schultern und den Rücken hinunter, bekleidet war sie mit einer ausgeblichenen Jeans die sich eng um ihre Hüften schmiegte, dazu trug sie eine blaue Bluse die zum Blau ihrer Augen passte, wie Emma lächelnd bemerkte während sie der Bar immer näher kam. Nur eine Person an der Bar beanspruchte ihre ganze Aufmerksamkeit, die Bluse saß perfekt an ihrem Körper, und Emma ließ den Blick auf ihren verführerischen, flachen, sonnengebräunten Bauch gleiten der halb frei lag, weil Jenny die Saumenden der Bluse unten zusammen gebunden hatte, sie war schlank und fit und so unglaublich sexy das Emma unwillkürlich ein wildes Ziehen im Unterleib empfand, sie empfand ein wildes Verlangen nach ihr.
Sie biss die Zähne zusammen und rief sich zur Ordnung als sie die Bar erreichte.

„Emma, willst du was trinken?“, fragte Will der sie als erste entdeckt hatte, als Jenny sie ansah beschleunigte sich sogleich der Herzschlag der Blonden.

„Nein, eure Bestellung ist noch im Wagen. Ich helfe erst sie ins Lager zu tragen.“

„Das vergisst mal ganz schnell. Setz dich zu Jenny und leiste ihr Gesellschaft. Matt und ich machen das schon“, sagte Will gut gelaunt und griff nach einem Glas und sah Emma auffordernd an: „Also, was möchtest du trinken?“

Emma saß schließlich wenige Minuten später neben der Brünetten auf einem Barhocker und trank an dem Getränk das vor ihr stand.
Neben ihr lachte Jenny belustig und wandte sich ihr zu:

„Wenn Will was bestimmt, kommt niemand dagegen an, oder?“

„Doch, deine Tante“, sagte sie lachend.

„Du hast wirklich unglaublich blaue Augen. Und diese unendlich langen Beine“, dachte Emma lächelnd. Als hätte Jenny ihre Gedanken gelesen, setzte sie sich anders hin, schlug das eine Bein über das andere, dabei sah sie ihr in die Augen, sofort begann das Herz der Blonden aufgeregt zu pochen.
Jenny fing ihren verträumten Blick auf, und setzte die Flasche ab. Ein Knistern lag in der Luft, die beiden Menschen hatten nur noch Augen füreinander. Es war unmöglich den Blick abzuwenden, erst als ein junger Mann die Brünette anrempelte um etwas zu bestellen, der Moment brach den zauberhaften Bann zwischen ihnen.
Als Jenny den Blick leicht zur Seite drehte, fiel ihr Blick auf einen merkwürdig aussehenden Tisch aus Holz, der Tisch hatte einen Rand, der Rest der Oberfläche war hinab gesenkt, der Teil des Tisches der abgesenkt war, war mit hellblauen Stoff bezogen und hatte sechs Löcher im Rand. Auf dem Tisch lagen viele bunte Kugel die Jenny an Perlen erinnerte die, aber eine viel zu große Größe für Perlen hatten.

„Hast du schon einmal gespielt?“

„Nein ...“ Jennys Neugier war geweckt. „Aber ich würde gerne!“

„Null Problem ... dann komm mal mit.“ Emma stand auf und hielt Jenny mit einem auffordernden Lächeln ihr die Hand hin.

Wortlos sie anlächelnd legte Jenny ihre Hand ohne zögern in Emmas und ließ sich von dieser vom Barhocker ziehen ...

Wenig später stand sie zusammen mit Emma neben dem Billardtisch, die Blonde reichte ihr einen Billardstock.

„Warte, du musst den Queue so halten“, meinte die Blonde und stellte sich hinter Jenny und korrigierte die Haltung des Arms und der Hand. Sie spürte einen Schauer durch ihren Körper laufen, als Emma die Hand auf ihre Armbeuge bleiben ließ, und nahm dabei ihre Muskeln unter dem Stoff der Bluse wahr als sie durch den dünnen Stoff ihre warmen Finger auf ihrer Haut spürte, unwillkürlich fragte sie sich wie es wohl wäre ...


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