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Der blaue Fuchs von Water 7

GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Het
Akainu Ecki OC (Own Character) Pauly
01.08.2019
25.11.2021
19
40.940
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25.11.2021 1.710
 
Sechs lange Monate

Zu meiner leichten Verwunderung, durfte ich feststellen, dass ich nicht alleine reisen würde. Ruu stand bereits an Deck des kleinen Schiffes. Er sah grimmig drein und brummte auch nur etwas Unverständliches vor sich her, als ich ihn grüßte. Wie sich wenige Stunden später rausstellte, war er nun auch Reservist und Takada hatte sich von ihm getrennt. Sie fand es wohl doch nicht so gut, dass er die Marine verlassen wollte.

Die zweiwöchige Reise verbrachten wir damit, miteinander zu trainieren. Wobei oft auffiel, dass mein Bein einfach nicht mit machen wollte. Ich musste neue Bewegungsmuster lernen, um es zu entlasten. Der Eastblue war recht schön, das Meer war ganz anderes als auf der Grand Line. Ruhiger, schon fast langweilig. Ruu und ich waren auf Inseln der Grand Line geboren worden und waren auch nie in einen der Blues stationiert, dadurch war das alles für uns neu. In unserer Ausbildung haben wir natürlich das theoretische Navigieren außerhalb der Grand Line gelernt, aber es jetzt tun zu müssen war ganz anders. So waren wir erst auf einer anderen Insel aufgelaufen, die uns aber netterweise erklärt hatten, dass wir uns nur um einige Seemeilen getäuscht hatten. Schwerer war es Garps Enkel zu finden. Jeder schien ihn in dem kleinen Dorf, wo wir zuerst an Land gingen, zu kennen, aber keiner konnte uns sagen, wo er gerade war. So stiefelten wir los und suchten den Burschen. Was wirklich nicht leicht war. Irgendwie waren wir in einem Duschgel gelandet und waren in diesem wahrscheinlich zehn Mal im Kreis gelaufen innerhalb von drei Tagen. Wahrscheinlich konnte man diesen auch eigentlich gar nicht Duschgel nennen, sondern einfach nur Wald. Aber ein verdammt großer Wald war er auf jeden Fall. Wie auch immer nach sieben Tagen auf der verdammten Insel, hatten wir ihn endlich gefunden. Garps Enkel, er hieß Ruffy, war wie soll ich sagen…Speziell? Und wie ich schnell raus finden durfte, der Ruffy aus Shanks Erzählungen. Der Junge wollte nicht zur Marine, ganz und gar nicht, der wollte Pirat werden. Und auch nicht irgendein Pirat, er wollte König der Piraten werden. Das Angebot seiner Crew beizutreten, lehnten wir bei sogleich ab, wobei ich schon sehr beeindruckt war von dem jungen Mann. Er war ein paar Jahre jünger als ich und benahm sich auch eher wie ein neun Jähriger, aber er konnte einen schon verdammt gut begeistern. So war ich auch bereits gespannt, wie weit der Junge wohl kommen würde. Auf den Heimweg, auf den wir uns verdammt viel Zeit ließen, trainierten Ruu und ich weiter. Je näher wir Water 7 hinterher kamen, desto mehr hatte ich das Bedürfnis noch einen weitern Stopp wo zu machen. So zogen sechs Monate ins Land, bevor ich zurück in Water 7 war. Es war ein wunderschöner Sommer Tag und ich fragte mich gleich ob die Jungs in der Werft gerade sehr schwitzten. Wobei meine Gedanken sogleich zu Pauly gingen. Er hatte recht behalten, was definitiv von mir selbst bewusst verschuldet wurde,  aber dennoch fühlte ich mich schlecht. Ob er überhaupt noch an mich dachte, nach dem ich nicht wie ich ihm gesagt hatte, nach zwei Monaten wieder da war. Vielleicht hatte er mittlerweile eine Freundin. Er war ein hübscher Mann…Mit einem Spielproblem und ketten Raucher war er auch…Vielleicht hatte er doch keine Freundin. Mein Herz klopfte schon fast schmerzhaft, als ich die Treppe zu unseren Wohnungen hoch ging. Was dämlich war. Pauly war um die Zeit arbeiten. Ich würde ihm jetzt nicht über den Weg laufen. Wahrscheinlich würde ich ihn nicht mal vor morgen sehen. Nun tat mir auch noch der Magen weh. Seufzend stellte ich meine Tasche ab. Ich sollte mir einfach keine Sorgen machen. Pauly…Pauly würde wahrscheinlich wie immer so tun, als wäre nichts gewesen…Oder er würde mich ignorieren und mir aus dem Weg gehen, was viel schlimmer war. Noch immer nach meinem Schlüssel kramend bemerkte ich den Postboten gar nicht, der direkt hinter mir ein lautes „Hallo Miss Eisberg!“, von sich gab.

„Hallo.“, fuhr ich erschrocken zusammen und nahm dankend meine Post an. Nur um dann zu sehen, dass mein Briefkasten nicht überquellte. Da hatte sich wohl jemand drum gekümmert. Verärgert klopfte ich mir schließlich die Taschen ab.

Wo war dieser dämliche Schlüssel?

Ich musste mir, nach dem ich drei Mal meine sämtlichen Sachen auf den Kopf gestellt hatte, eingestehen, dass ich meinen Schlüssel verloren hatte. Seufzend haute ich meine Stirn an die verschlossene Haustür.

Verdammt.

Ironischerweise war der Vermieter im Urlaub. Sauer trat ich nach der Tür des Vermieters und stampfte wieder runter.

Mir ziemlich blöd dabei vorkommend setzt ich mich auf die Treppe, so wie Pauly es vor so vielen Monaten getan hatte.

Vielleicht sollte ich einfach zu meinen Vater gehen? Oder generell zur Werft, Ecki hatte vielleicht noch meinen Ersatzschlüssel. Pauly würde mich wahrscheinlich eh nicht auf nehmen, oder? Andererseits nahm er bestimmt meine Post aus dem Briefkasten. Wer sollte sich sonst die Mühe machen?

Die Sonne ging bereits unter als ich mich aufraffte, um mir eine andere Bleibe zu suchen. Pauly war mit Sicherheit noch zocken gegangen oder so und so war es unvernünftig noch länger zu warten.

„Rika…“

Das zweite Mal an diesem Tag fuhr ich zusammen. Dort stand er, unverändert und sah mich erstaunt an.

„Pauly. Hi.“, hob ich die Hand. Ich war mir nicht sicher, ob das die richtige Reaktion war. So tapste ich nervös von einem Fuß auf den anderen, nicht in der Lage Pauly in die Augen zu sehen. Erschrocken zuckte ich da auch schon wieder zusammen. Paulys herrlicher Geruch machte sich in meiner Nase breit und auch seine Körperwärme schwappte auf mich über. Genießerisch genoss ich die Umarmung, die er viel zu schnell beendete. Pauly ließ mich los und sah mich ernst an.

„Seit wann bist du wieder da?“

„Seit ein paar Stunden…Ich hab meinen Schlüssel verloren, weißt du?“, zeigte ich verlegen auf meine Haustür. Die Verlegenheit wich jedoch sogleich, als Pauly lachte. Ich konnte nicht anders als mit zu lachen. Kopf schüttelt stieg er die letzte Stufe hoch und öffnete seine Tür. Mein Lachen blieb mir in der Kehle stecken. Er ging jetzt einfach? Aber Pauly ließ seine Tür offen, „Komm schon.“, rief er mir auch schon zu. Paulys Wohnung war der Inbegriff von Unordnung. Über all lagen Bier- und Sakeflaschen, von der dreckigen Wäsche fing ich lieber nicht an. Ohne zu zögern, zog sich der Mann nun auch noch aus.

„Ich werde duschen gehen. Machs dir ruhig bequem.“, brummte er ohne mich an zusehen.

Wehe eine Frau läuft nur ein wenig Haut zeigend durch die Werft, aber er macht sich hier vor einen nackig. Okay er hatte Boxershorts an, so lief er ja auch in meiner Wohnung rum…Ich schätze mal, ich war den Anblick nicht mehr gewohnt.

Mich vorsichtig auf seinen Bett setzend hörte ich da auch schon Pauly unter der Dusche singen. Scheint so als wäre er gut gelaunt. Mich umblickend viel mein Blick auf sein Kissen, unter das ich gleich griff. Tatsächlich, dort lag etwas. Als er sagte, er hat den Zeitungsartikel unter seinem Kissen war auf jeden Fall keine Lüge. Dort unter seinem Kissen lag tatsächlich feinsäuberlich gefaltet ein Zeitungsartikel von mir. Das Bild so fand ich war schrecklich. Damals hatte ich noch Röcke getragen und eine Schleife um den Hemdkragen. Wie ein Schulmädchen sah ich aus, was auch der Grund war, warum ich auf kurze Hosen und Krawatten umgestiegen war. So sah ich zu mindestens wie ein Schuljunge aus. Ich verstaute das Bild wieder unter seinem Kissen. Das war schon auf eine gewisse Art süß, aber am meisten war es creepy. Ich sah mich nach mehr Fotos um und fand eigentlich nur das auf dem Nachtisch, nach dem ich griff. Ein Foto von Paulys Geburtstag letztes Jahr. Tilestone hatte einige geschossen. Ich hatte selbst eins wo rauf Ecki mich auf seinen Schultern hatte und ich mich mit Louie-Louie, der auf Paulys Schultern war, gerungen hatte. Dieses zeigte jedoch mich, wie ich Pauly liebevoll ansah, wie dieser Geschenke auspackte.

„He stell das wieder hin!“, griff Pauly nach dem Bilderrahmen. Er war noch nass, nur ein Handtuch um die Hüfte geschlungen.

„Sorry.“, sagte ich leise und sah zu wie er das Bild wieder auf den Nachtisch stellte. Rot um die Nase sah er mich an. Ich hob fragend die Augenbrauen, er ging jedoch an mir vorbei und griff nach einer Boxershorts von einem Stuhl. Auf diesem lag schön gefaltete Kleidung. Wer brauchte auch schon einen Schrank, wenn er einen Stuhl hatte.

„Starr nicht so.“, fuhr er mich nun auch noch an.

Die Arme hinter den Kopf verschränkend legte ich mich hin, tippelte aber mit den Füßen auf den Boden rum.

„Her auf damit. Das macht einen ja nervös.“, brummte er als nächstes und legte sich neben mich.

„Bin ja auch nervös.“, verdrehte ich die Augen und trete mich auf den Bauch, so hingen meine Füße nun in der Luft.

Pauly wurde erneut rot, aber schwieg.

Er machte mich wirklich nervös. Ich wusste einfach nicht was ich sagen sollte oder gar denken. Mein Blick ging wieder zu dem Bild.

„Pauly magst du mich sehr?“, fragte ich auch schon, bevor ich drüber nachdachte.

„Das weißt du.“, sah er mich ernst an.

„Mhm.“

Du bedeutest mir mehr als die Welt.

Erinnerte ich mich an seine Worte.

„Du solltest gehen.“, stand er plötzlich auf.

„Aber Pauly?“

„Verschwinde.“, schüttelte er den Kopf.

Verwirrt stand ich auf und wurde dann auch schon zur Tür geschoben. Die Tür krachte hinter mir ins Schloss und ließ mich verwirrt und sprachlos zurück.

Was war den plötzlich in ihn gefahren? Habe ich was Falsches gesagt?

Die Tür hinter mir ging wieder auf und mir wurde mein Seesack in die Arme gedrückt.

„Pauly was ist den auf einmal?“, schaffte ich es meinen Schuh zwischen Tür und Rahmen zu schieben, bevor diese wieder zuschlug.

„Was ist? Was ist fragst du? Du kommst nach sechs lagen Monaten wieder und das einzige was du so richtig sagst ist: Magst du mich sehr? Ne, ich war aus spaß krank vor Sorge, weil Madam nicht mal anrufen kann!“, wurde er immer lauter. Er schubste meinen Fuß mit seinen aus der Tür und diese krachte wieder zu.

„Ich hab dich auch vermisst!“, reif ich durch die verschlossene Tür.

Das war doch nicht wirklich ein Grund mich gleich rauszuschmeißen oder?
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