Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Endlich Perfekt

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 / Gen
Carlisle Cullen Isabella "Bella" Marie Swan Jasper Whitlock Hale Mary Alice "Alice" Brandon Cullen
01.08.2019
03.12.2021
858
1.033.674
136
Alle Kapitel
2.534 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
05.10.2021 1.212
 
Hallo ihr Lieben,
hoffentlich geht es euch allen gut. Morgen habe ich tatsächlich nach all der Zeit meine erste Vorlesung zurück an der Hochschule. Ich bin schon gespannt und freue mich auf das neue Semester!
Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen!

**************************************************************************


So sicher ich gestern noch gewesen war, heute Morgen fühlte ich mich plötzlich gar nicht mehr so wohl bei dem Gedanken, dass sich die Cullens in diese Angelegenheit einmischten. Ich konnte meine Kämpfe doch eigentlich alleine ausfechten oder etwa nicht?

Mir war fast schon etwas schlecht vor lauter Nervosität, als ich zum Frühstücken nach unten in die Küche ging. „Guten Morgen, Bella. Wie fühlst du dich? Du siehst etwas blass aus“, begrüßte mich Carlisle. Sah man mir an, dass etwas nicht stimmte? Zuerst versuchte ich, den Eindruck einfach wegzulächeln, aber spätestens, als ich mich nicht überwinden konnte mit dem Essen zu beginnen, wusste Carlisle natürlich, dass mich etwas beschäftigte. Mit durchdringendem Blick musterte er mich, sodass ich schließlich selbst mit der Sprache rausrückte. „Es ist nur wegen heute. Ich kriege das auch alleine hin. Ihr müsst euch nicht einmischen.“

Daraufhin setzte sich Carlisle umgehend zu mir an den Küchentisch und hörte mir aufmerksam zu, als ich ihm meine Bedenken schilderte. „Natürlich können wir das jederzeit abblasen, aber Hilfe anzunehmen bedeutet nicht, dass du schwach bist“, betonte er, bevor er mir mühevoll erklärte, warum es eben auch ganz hilfreich sein konnte, wenn sie sich einmischten. Dennoch überredete er mich nicht, sondern ließ mich eine Entscheidung treffen.

„Jasper hat gestern etwas Ähnliches zu mir gesagt“, meinte ich lächelnd. „Und da hatte ich eigentlich ein gutes Gefühl bei der Sache. Ich denke, dass ich einfach nur aufgeregt bin. Geht ruhig zu Jessica. Das wird schon“, schob ich hinterher, allerdings war ich mir nicht sicher, ob ich mit dieser Aussage nicht eher mich selbst überzeugen wollte.

„Versuch bitte, wenigstens eine Kleinigkeit zu essen“, sagte Carlisle noch, ehe er nach oben ging. Vielleicht machte er sich fertig, damit er und Emmett gleich aufbrechen könnten. Alice versuchte schon seit gestern Nachmittag eine Vision von Jessica zu erhalten, damit sie erfahren würde, wann ein guter Zeitpunkt für das Gespräch wäre.

Angespannt wandte ich mich wieder meinem Frühstück zu. Schlussendlich nippte ich ein paar Mal an meinem Smoothie, aber weder das noch das Brot schaffte ich aufzuessen. „Ihr meldet euch, sobald es geschafft ist, ja?“, beeilte ich mich zu sagen, als Emmett und Carlisle die Treppen nach unten kamen. Carlisle war adrett und autoritär wie immer gekleidet. Emmett hatte sich sichtlich Mühe gegeben. Einerseits wirkte er sehr maskulin und fast schon etwas bedrohlich, andererseits war er aber auch der Bad Boy, von dem Jessica vermutlich träumte. Hoffentlich würde die Sache gut ausgehen. Sonst könnte ich meinen Abschluss gleich vergessen.

„Ihr schafft das. Ich wünsche euch viel Glück“, meinte ich, während ich die beiden zum Abschied kurz umarmte. „Aber Logo! Der werden wir schon zeigen, was sie bekommt, wenn sie dir weiter die Hölle heiß macht“, erwiderte Emmett enthusiastisch. Er schien sich regelrecht darauf zu freuen, Jessica mal ordentlich einzuheizen. „Ich vertraue euch“, presste ich noch schnell heraus, ehe die beiden auch schon verschwunden waren.

„Wollen wir uns gegenseitig die Nägel lackieren?“, fragte Alice plötzlich hinter mir. Vermutlich ahnte sie, wie angespannt ich wegen dieses Gesprächs war. „Nein, das geht leider nicht. Ich muss doch zu Charlie“, erinnerte ich sie. „Okay, aber lass mich dich wenigstens fahren. Du hast gerade wohl genug im Kopf, da kannst du dich nicht auch noch auf den Verkehr konzentrieren.

Ich hatte nicht weiter widersprochen und so setzte mich Alice wenig später daheim ab. Während der Fahrt hatten wir uns etwas unterhalten, aber meine Gedanken waren immer wieder zu Carlisle und Emmett gelandet. Hoffentlich würde alles gut gehen.

Überrascht blickte ich in unsere Einfahrt. Der Streifenwagen meines Vaters stand nicht dort und auch sonst kein Auto. Charlie hatte aber doch behauptet, dass wir uns ein schönes Wochenende machen würden, sobald ich am Samstag nach Hause käme. Vielleicht gab es dafür aber auch eine einfache Erklärung. Charlie könnte einkaufen gegangen sein oder aber er wollte noch schnell etwas erledigen. Wir hatten ja schließlich auch keine genaue Zeit ausgemacht, zu der ich kommen sollte. Bestimmt wäre er in wenigen Minuten hier.

Zur Sicherheit blickten Alice und ich nochmals auf seinen Dienstplan, der immer in der Küche hing. Dort wurde ich stutzig. Charlie hatte das gesamte Wochenende über Dienst. „Vielleicht ist der Plan ja noch nicht aktualisiert. Das ist ja alles erst am Anfang der Woche passiert. Bestimmt hat sich dein Vater freigenommen und es einfach nicht im Plan eingetragen“, mutmaßte Alice.

Eigentlich wollte ich sie überzeugen zu gehen, bevor mein Vater käme, aber Alice ließ sich einfach nicht abschütteln. Sie beharrte darauf, mit mir zu warten. Zumindest, bis Carlisle und Emmett sich melden würden. Sie schrieb den beiden sogar eine Nachricht, dass sie gleich hier vorbeischauen könnten. Dann würde ich direkt nachfragen können und ungefiltert mitbekommen, wie das Gespräch verlaufen war.

Und dann begann das Warten. Weder Charlie noch die anderen beiden tauchten in der nächsten Stunde auf. Alice hatte derweil große Mühe, mich auch nur halbwegs zu beruhigen. Ich war einfach viel zu nervös. Außerdem bereitete mir die Sache mit meinem Vater zusätzlich Bauchschmerzen. So groß war Forks ja nun wirklich nicht! Selbst wenn er wirklich einkaufen gegangen war, müsste er doch längst wieder zurück sein. Mein Vater hielt sich mit solchen Dingen doch nie lange auf, also wo war er?

Eine weitere Viertelstunde verging, bis es an der Tür klingelte. Das konnten nur Carlisle und Emmett sein. Charlie würde mit seinem Schlüssel einfach eintreten. Wie vom Blitz getroffen schreckte ich hoch und rannte zur Tür. Sofort schien sich mein Herzschlag beinahe zu überschlagen. Hatte ich womöglich doch die falsche Entscheidung getroffen? Was war passiert? Würde Jessica vielleicht wirklich ihre Aussage zurückziehen?

„Da seid ihr ja!“, rief ich erleichtert aus, als ich ihnen die Türe öffnete. Vor lauter überschwänglicher Erleichterung fiel ich den beiden direkt um den Hals. „Und?“, quengelte ich, aber Carlisle wollte sich lieber erst mal ins Wohnzimmer begeben. Emmetts Gesicht allerdings sprach Bände.

„Wir haben glücklicherweise Jessica und ihre Familie daheim angetroffen. Wir haben sie wie vereinbart damit konfrontiert, dass diese Anschuldigungen vollkommen falsch sind. Zuerst konnte ihre Familie nicht glauben, was wir ihnen erzählt haben, aber nachdem wir angedeutet haben, wie sich Jessica sonst dir gegenüber verhält, haben sie plötzlich eingelenkt.“ „Und nachdem ich erzählt habe, was so eine Falschaussage für Konsequenzen nach sich ziehen kann, haben sie sofort versichert, die Sache zu korrigieren“, erklärte Emmett stolz. Es hatte ihm sichtlich Spaß gemacht, daran beteiligt zu sein.

„Wir können nicht versprechen, dass sich euer Verhältnis bessert, aber nun haben wir wie es aussieht zumindest erst mal dieses akute Problem gelöst. Um den Rest können wir uns kümmern, wenn diese Gefahr gebannt ist“, schloss Carlisle das Thema wenig später ab. Ehrlich gesagt hatte ich nicht damit gerechnet, dass Jessica wirklich einlenken würde, aber wenn Carlisle und Emmett das so sagten, musste es wirklich funktioniert haben.

Beeindruckt strahlte ich die beiden an. „Ihr habt es wirklich geschafft“, stieß ich immer wieder begeistert aus. Ich konnte es gar nicht fassen, dass diese Sache nun endlich vom Tisch wäre. „Ihr seid die Besten!



**************************************************************************

Ich hoffe, dass euch das Kapitel gefallen hat und wünsche euch noch einen schönen Abend.
Liebe Grüße und bis morgen!
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast