Endlich Perfekt

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16
Carlisle Cullen Isabella "Bella" Marie Swan Jasper Whitlock Hale Mary Alice "Alice" Brandon Cullen
01.08.2019
21.09.2019
54
63861
25
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Dieses Kapitel
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Hallo ihr Lieben,
ich kann es gar nicht glauben, dass meine Geschichte nun tatsächlich 10.082 Aufrufe erreicht hat! Vielen Dank!
Ich hätte niemals gedacht, dass so viele diese Idee verfolgen würden und bin einfach unendlich dankbar und stolz. Diese Zahl zu knacken ist einfach unglaublich. Danke an jeden einzelnen von euch für 10.082 Aufrufe, 78 Favoriten-Einträge, 79 Reviews, 18 Empfehlungen, 3 Downloads in die Offline-Bibliothek und einer Platzierung im Bücherregal!!!!
Viel Spaß mit dem heutigen Kapitel!

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Direkt nachdem ich aufgelegt hatte, ließ ich mich rücklings auf den weichen Waldboden fallen. Trotzdem verging der Schwindel nicht und ich hatte immer noch das Gefühl, mich übergeben zu müssen. Es war einfach grauenvoll. Egal wie ich mich drehte, es wurde immer schlimmer.

Schließlich übergab ich mich tatsächlich nochmal, doch ich schaffte es nur, meinen Kopf etwas anzuheben und zur Seite zu drehen. Danach ließ ich mich wieder zurück auf den Boden fallen und stellte erleichtert fest, dass ich mich tatsächlich etwas besser fühlte. Hoffentlich war das Schlimmste überstanden. Ich wollte Charlie morgen auf keinen Fall noch halb betrunken gegenübertreten müssen.

Im Moment hatte ich jedoch schlimmere Sorgen. Sobald ich die Augen schloss, steigerte sich der Schwindel ins Unermessliche und mein Hals kratzte fürchterlich durch die Magensäure. Ich fühlte mich nicht in der Lage um aufzustehen, also starrte ich in den Nachthimmel und hoffte auf eine schnelle Besserung.

Vollkommen unerwartet tauchte irgendwann Jasper vor meinem Blickfeld auf. Seufzend schloss ich die Augen, öffnete sie jedoch sofort wieder, als mein Magen erneut verrückt spielte. Alice stand nun neben ihm und die beiden sahen besorgt auf mich herunter. Nach einem kurzen Schockmoment beugten sie sich zu mir herunter und halfen mir beim Aufsetzen. Die Bewegung hatte mir nicht gut getan und so barg ich meinen Kopf wieder in meinen Händen in der Hoffnung, dass das Gefühl nachlassen würde.

Beruhigend strich mir einer der beiden über den Rücken und ich hörte Jaspers raue, fürsorgliche Stimme: „Wie fühlst du dich, Bella?“ Tja, wie fühlte ich mich? Eigentlich ließ sich das ziemlich einfach in nur einem Wort zusammenfassen: „Beschissen!“ Jasper entfuhr ein leises Lachen. „Möchtest du dich ausruhen? Hier draußen frierst du doch bestimmt“, schlug Alice nun vor. Zögerlich nickte ich, denn auch diese Bewegung trug nicht zu meinem Wohlbefinden bei. „Ok, gut. Sollen wir dich nach Hause bringen?“ Stöhnend schüttelte ich den Kopf.  

„Charlie weiß nichts davon. Er denkt, dass ich bei Angela schlafe und wir den Abend in Port Angeles verbracht haben“, murmelte ich erschöpft. „Ebenso wie ich dachte, dass du nur etwas entspanntes mit Freunden machen würdest“, erwiderte Alice leicht säuerlich. „Es tut mir leid“, nuschelte ich. „Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür“, unterbrach uns Jasper streng. „Du musst ins Warme, sonst erkältest du dich noch und diese Vorwürfe bringen uns jetzt auch nicht weiter. Darüber können wir morgen auch noch reden. Wenn du willst, nehmen wir dich mit zu uns. Du kannst dich in unserem Zimmer ausschlafen, bis du wieder nüchtern bist“, schlug er vor.

Ich zögerte. Das würden doch alle mitbekommen! Entschieden schüttelte ich den Kopf, wenn auch nicht so energisch wie sonst. „Carlisle, Emse“, hauchte ich. „Wir werden versuchen, dass sie dich nicht sehen, aber so wie du riechst wird zumindest Carlisle erkennen, dass du getrunken hast. Er ist Arzt, aber Esme bemerkt das vielleicht nicht. Es kann sein, dass sie den Geruch vergessen hat“, erklärte Alice ehrlich. Dankbar nickte ich, lehnte jedoch im gleichen Atemzug ihr Angebot ab: „Ich kann das nicht. Sie dürfen mich so nicht sehen. Sie wären bestimmt furchtbar enttäuscht. Außerdem ist das total peinlich.“ „Ich bin mir sicher, dass sie dir nicht böse sein werden. Natürlich werden sie es nicht gut heißen, aber es geht ihnen um dein Wohlbefinden. Solange du unverletzt bist, wird ihnen das andere nicht mehr allzu wichtig sein“, versuchte mich Alice zu beruhigen.

Je länger ich über Alice Worte nachdachte, desto ruhiger wurde ich. Ich fühlte mich total entspannt und fand meine Besorgnis wegen Esme und Carlisle fast schon lächerlich. Meine innere Ruhe sagte mir, dass das schon irgendwie klappen würde. Was sollte auch schon passieren? Meine Angst und meine Besorgnis schienen wie weggewischt zu sein.

Außerdem war ich in einem katastrophalen Zustand. Vor meinen Augen verschwamm alles, wie sollte ich da überhaupt zu Angela nach Hause finden? Ich wollte nur noch, dass die Übelkeit und der Schwindel verschwanden und ich mich wieder gut fühlte. So miserabel war es mir schon ewig nicht mehr gegangen. Ein warmes Bett erschien mir sehr verlockend, denn langsam bahnte sich die Kälte einen Weg durch die Wärme des Alkohols. Nein, ich konnte hier draußen nicht länger bleiben.

Immer noch vollkommen ruhig und entspannt änderte ich also meine Meinung: „Ok, aber es darf niemand was hiervon erfahren und wir müssen den anderen noch Bescheid sagen.“ Ich erkannte meine Stimme kaum wieder und wunderte mich, dass die beiden mich überhaupt verstanden hatten. „Ich übernehme das“, meldete sich Alice zu Wort und verschwand sogleich aus meinem Blickfeld.

„Ok, ich helfe dir jetzt und wir versuchen, ganz langsam aufzustehen, okay?“, fragte Jasper fürsorglich und ich nickte leicht. Kurz darauf spürte ich, wie sich sein harter Arm um meine Taille legte. Langsam und behutsam half er mir auf die Beine, wobei man wahrscheinlich eher sagen musste, dass er mich hochhob. Erschöpft lehnte ich meinen Kopf gegen seine Schulter. Würde er mich nicht halten läge ich wahrscheinlich schon längst wieder auf dem dreckigen Waldbogen.

Einen Moment später erschien Alice mit meinem Rucksack. Als wir jedoch versuchten loszugehen, knickte ich immer wieder weg und konnte mich kaum auf den Beinen halten. Jasper neben mir schüttelte den Kopf: „Das hat keinen Sinn. Ich trage dich.“ Ohne Widerstand ließ ich mich von ihm hochheben. Es war eine Erleichterung den folgenden Heimweg nicht laufen zu müssen. Außerdem schien die Kälte zu helfen, obwohl ich noch stärker zu frieren begann. Alice zog eine weitere Jacke aus dem Rucksack und legte sie über mich. Dankbar versuchte ich sie anzulächeln, aber ich konnte nicht wirklich sagen, ob es mir auch wirklich gelang.

Jasper schien nicht viel schneller als ein normaler Mensch zu gehen, wahrscheinlich aus Rücksicht auf meinen Zustand. Jedenfalls kam es mir wie eine Ewigkeit vor, bis wir endlich das Haus der Cullens erreichten.

Meine aufkeimende Angst, dass wir auf die anderen treffen würden legte sich jedoch schnell wieder. In mir machte sich die Vermutung breit, dass Jasper seine Finger im Spiel hatte, doch ich kam nicht dazu, den Gedanken zu Ende zu denken.

Seltsamerweise trafen wir niemanden im Haus an. Bestimmt hatten Alice und Jasper die anderen informiert. Sonst wären bestimmt schon alle an der Haustür gestanden, immerhin war es ziemlich ungewöhnlich, dass ich plötzlich mitten in der Nacht bei ihnen auftauchte. Ehrlich gesagt war ich wahnsinnig erleichtert darüber, dass wir unbehelligt die Räume der beiden erreichten. Jasper ging mit mir auf dem Arm sofort durch ins Schlafzimmer und legte mich dann auf ihr Bett. Er wünschte mir noch gute Besserung und verließ dann den Raum.
„Möchtest du dich umziehen?“, bot Alice an. „Ich habe noch ein Shirt und eine Leggins drunter, ich zieh nur die dreckigen Sachen aus“, erklärte ich. Alice nickte und half mir etwas dabei, denn meine Koordination war einfach nur grauenvoll und meine Sicht total verschwommen.

Erleichtert, dass das geschafft war, ließ ich mich in die Kissen fallen. Aus diesem wundervollen Abend war also tatsächlich dieses unbegreifliche Desaster geworden. „Ich habe dir einen Eimer neben das Bett gestellt, falls dir nochmal schlecht werden sollte. Du kannst uns jederzeit rufen. Wir sind gleich im Nebenraum und misten den Kleiderschrank etwas aus. Wo das Bad ist weißt du ja bestimmt noch. Bitte melde dich, wenn was ist“, ließ Alice mich wissen. Erschöpft nickte ich. „Gut, dann ruh dich aus“, flüsterte sie und deckte mich zu.

Sofort kam Wärme zurück in meinen Körper und vertrieb die Kälte in meinen Knochen. Erschöpft kuschelte ich mich in die seidigen Laken und schloss die Augen. Noch im gleichen Moment kehrte das Schwindelgefühl zurück. Ergeben streckte ich einen Fuß aus dem Bett und stellte ihn auf dem Boden ab. Ich hatte die Hoffnung, dass das den Schwindel etwas vertreiben würde und erstaunlicherweise behielt ich recht.

Mein letzter Gedanke war, dass es mir morgen hoffentlich deutlich besser gehen würde. Leider musste ich mich dann mit alldem, was heute passiert war, auseinandersetzen und das weckte in mir den Wunsch, einfach nie wieder aufwachen zu müssen.

Ich hatte wirklich Scheiße gebaut.



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Zum Glück hat Bella die Party mehr oder weniger gut überstanden! Übrigens fehlen uns nur noch zwei Empfehlungen, bis meine Schnapsidee umgesetzt und einer von euch ausgelost wird. Juhuuuuuu!
Liebe Grüße und bis morgen  ;-)
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